„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Mittwoch, 5. Oktober 2022

Licht & Finsternis

Letzte Woche gab es an dieser Stelle 2 Einträge über unsere CCFG Männerfreizeit. Einmal ging es um „Mit oder ohne Jesus?“, ein anderes Mal um Gerstenbrote. In der dritten Predigt ging es um Licht und Finsternis. In Johannes 8:12 erklärt Jesus:

Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben.

Einer unsrer Ältesten, Uwe B., der über dieses Thema sprach, machte anfangs ein interessante Aussage. Er sagte:

Licht ist nicht das Fehlen von Finsternis – aber:
Finsternis ist das Fehlen von Licht.

Nachdenkenswert! Um die Aussage zu illustrieren, erklärte Uwe, dass es sehr wohl möglich ist, durch eine Kerze Licht in die Finsternis zu bringen und das Dunkel zu vertreiben. Umgekehrt ist es aber nicht möglich, Finsternis ins Licht zu bringen und das Licht zu vertreiben. Wir können sehr wohl Licht in einen finsteren Keller bringen, aber niemand kann Finsternis in einen hellen Saal bringen. Wir können Licht zwar ausgrenzen, z.B. durch eine Jalousie; aber wir können keine Finsternis ‚bringen‘.

Jesus, das Licht der Welt, kam hinein in eine finstere Welt. In Johannes 3:19+20 heißt es:

Darin aber besteht das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse. 20 Denn jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden.

Gericht, Liebe zur Finsternis, zum Bösen, zum Versteckspiel mit Gott. In diese pechschwarze Finsternis hinein bringt der lebendige Gott himmlisches Licht: Jesus! Die Menschen, die keinen Weg mehr finden heraus aus ihrer Schuld und ihrer Blindheit – ihnen möchte der Sohn Gottes leuchten. Bereits im 1 Kapitel hatte Johannes über Jesus als Licht geschrieben (Johannes 1:4,5+9):

In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. 5 Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht begriffen. 9 Das wahre Licht, welches jeden Menschen erleuchtet, sollte in die Welt kommen.

Licht, Leben, Leuchten – das lesen wir über Jesus!
Hass, Finsternis, Bosheit, Ablehnung – das lesen wir über die Menschen!

Aber dann kommt Jesus, das Licht, und lädt ein: „Ich bins! Ich bin und bringe das Licht! Komm zu mir, folge mir nach und Du wirst alles haben, was Du brauchst: Licht in Deiner Finsternis, Licht und Leben, Licht des Lebens!“

Wir alle bevorzugen das Licht über die Finsternis. Komm zum Licht des Lebens, egal ob Du Ihn bereits kennst oder ob Er Dir noch fremd ist. Egal, ob Deine Finsternis durch Sünde hervorgerufen ist oder durch Fragen, Kämpfe und Sorgen. Komm zum Licht des Lebens, zu Jesus. Lass Ihn hinein in Deine Finsternis und Er wird Dein Leben erhellen!

Um Jesus - und wie wir Ihn erfahren haben - geht es auch heute Abend in unserem Gottesdienst. Den ersten Mittwoch im Monat nennen wir "Zeugnisabend", weil wir einander erzählen (oder auch nur zuhören), was Jesus in unserem Leben getan hat. Dazu laden wir herzlich ein!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 19:30 Uhr

Dienstag, 4. Oktober 2022

Namen, Titel und Eigenschaften Gottes – S


Wo fangen wir an, wo hören wir auf? Jesus ist sanftmütig (Matthäus 11:29), der starke Gott (1 Mose 46:3), schonungslos in Seinem gerechten Gericht (Jeremia 13:14, Klagelieder 2:17+21), streng (Markus 3:12), sorgend (1 Petrus 5:7), Schatten (Psalm 121:5), Schutz, Schirm und Schild (Psalm 119:114), Schöpfer (Psalm 95:6)

Diese wenigen Beschreibungen – nur eine Auswahl aus vielen – zeichnen uns ein vielfältiges Bild unseres Gottes. Wir finden herrliche Worte, wie etwa sanftmütig, stark, Schöpfer, Schutz und Schild. Wir können das alles gut gebrauchen. Auch die Tatsache, dass Jesus ein Gott ist, der unsere Sorgen kennt und sich um unsere Sorgen und Anliegen kümmert.

Aber auch als schonungslos wird Er beschrieben. Das Gericht unseres heiligen Gottes ist gerecht und vollkommen. Niemand darf damit rechnen, dass Gott ein Auge zudrücken wird oder sich durch irgendetwas beeindrucken lässt. Das einzige, was Gott beeindrucken wird ist das Blut Jesu Christi. Schonungslos drückt aus: ohne „wenn und aber“.

Auch als streng wird Jesus einmal beschrieben. Dabei geht es um ein Gebot, das Er damals den Menschen gab. Wenn Jesus uns einen Auftrag gibt, versteht Er das auch so: nicht als Vorschlag, sondern als Auftrag.

Drei weitere Titel sollen abschließend noch genannt werden:

Wie geschrieben steht: »Siehe, ich lege in Zion einen Stein des Anstoßes und einen Fels des Ärgernisses; und jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden!« (Römer 9:33)

Stein des Anstoßes – das hört sich nicht wie ein Kompliment an. Aber es bringt zum Ausdruck, dass Jesus seine Fahne nicht in den Wind hing. Was Er zu sagen hatte, galt allen. Den Anspruch, den Er hatte, hatte Er an alle. Jesus rückte nicht ab von Seinen Lehren und Seinem Weg, den er bewusst und konsequent ging. Darüber stolperten viele, die Jesus umformen wollten. Wer sich heute auf Jesu Seite stellt, wird ähnlichen Gegenwind erfahren wie Jesus, dem wir folgen.

Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen, und Heilung wird unter ihren Flügeln sein; und ihr werdet herauskommen und hüpfen wie Kälber aus dem Stall!

Sonne der Gerechtigkeit – gleich zwei herrliche Wörter in einem Titel: Sonne und Gerechtigkeit. Beides haben wir, die wir mit Gott unterwegs sind, in Jesus gefunden. Er hat das rettende Licht in unsere Finsternis gebracht, indem Er uns durch Sein Blut gerecht gemacht hat. Heilung unserer Seelen schon jetzt und all unserer Krankheiten – spätestens im Himmel – lässt uns hüpfen und springen vor Freude. Das macht Jesus, unser Herr!

Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden. (Lukas 1:35)

Sohn Gottes – das ist der Titel, der uns in Ehrfurcht verstummen lässt. Jesus, der Sohn Gottes.

Höher geht nicht mehr, mächtiger auch nicht. In diesem Titel verbirgt sich eigentlich alles andere. Er allein wurde vor Seiner Geburt so von dem Engel angekündigt. Jesus allein trägt diesen Titel. Er allein hat heilig und vollkommen gelebt. Er allein hat himmlisch gelehrt und gehandelt. Er allein hat uns den Vater offenbart.

Nimm Dir doch heute ein paar Minuten extra Zeit, um darüber nachzudenken, was die Sohnschaft Jesu für Dich bedeutet. Verbinde die anderen Eigenschaften und Titel der heutigen Andacht mit Seinem Titel, Seinem Sein als Sohn Gottes und meditiere darüber, was das für Dich, Deine Zukunft und die Zukunft der Welt bedeutet.

Der Herr segne Dich!

Montag, 3. Oktober 2022

Einheit

Während ich über den Begriff Einheit nachdenke, über den „Tag der Deutschen Einheit", habe ich den Eindruck, dass es sich dabei um ein „exotisches“ Wort handelt. Neue Umfragen zeigen, dass die Verdrossenheit der Deutschen mit ihrem Land und dessen Politik wächst. Einheit – gibt es die überhaupt? Es kommt mir vor, als sei die Welt mit allem erfüllt, nur nicht mit Einheit – weder im Großen, noch im Kleinen.

Im Großen: Seit 11 Jahren Krieg in Syrien, seit über 7 Monaten in der Ukraine. Brandneu der Militärputsch in Burkina Faso, nur 9 Monate nach dem bisher letzten Putsch dort.

Überall auf der Welt Abermillionen entwurzelte Menschen auf der Flucht. Viel Gerede – nicht gerade leise – über Atomwaffeneinsätze und eine mit ihren Regierungen unzufriedene Bürgerschaft in allen Ländern, soweit das Auge blickt.

Im Kleinen: gehen weltweit Kinder und Jugendliche auf die Straßen, statt zur Schule, werden jährlich über 70 Millionen unschuldige Kinder ermordet, bevor sie überhaupt einmal die Chance haben, dass jemand sie in die Arme schließt, sind ganze TV-Show-Serien darauf ausgelegt, dass die Gäste vor einem Millionenpublikum miteinander streiten und polarisieren.

Auf religiösem Gebiet: ist es eine Tatsache, dass das Christentum die derzeit weltweit am meisten gehasste und meistverfolgte Religionsgemeinschaft ist. Die Zahl der christlichen Märtyrer im 20.Jahrhundert übertrifft die Summe der Märtyrer aller Jahrhunderte zuvor. Leider, LEIDER (!) zerbricht die Einheit auch im Mikrokosmos der christlichen Gemeinde und der christlichen Familie. Nicht, dass das verwundern müsste. Ebenso wie Kriege, Pest, Teuerung und Hungersnot, ist die dahinschmelzende Einheit unter Christen ein Zeichen des Kommens Jesu. In Gottes Wort lesen wir unter anderm:

Und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe in vielen erkalten. (Matthäus 24:12)

Und die Feinde des Menschen werden seine eigenen Hausgenossen sein. (Matthäus 10:26)

Das aber sollst du wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden. Die Menschen werden sich selbst lieben … den Eltern ungehorsam … lieblos, unversöhnlich, verleumderisch … gewalttätig, dem Guten feind, Verräter … dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie ... (aus 2. Timotheus 3:1-5)

Der Zerbruch der Einheit zeigt sich an Ehescheidungen unter Christen, Spaltungen und Abspaltungen in christlichen Gemeinden, Rechthaberei, Lieblosigkeit und Verurteilung. Beispiele dafür sind so offensichtlich, dass sie hier nicht genannt werden müssen.

Immer wieder hat es Versuche gegeben, Einheit zu schaffen. Die ökumenische Bewegung hat betreffs christlicher Einheit versagt, weil sie den Boden der Heiligen Schrift verlassen habt. Die Evangelische Allianz kämpft tapfer. Einzelne Gemeinden bemühen sich. Wer aber christliche Nachrichtenmagazine liest – online oder im Heft – der liest fast immer mehr über Streitereien als über biblische Einheit.

Seit 32 Jahren arbeitet Deutschland daran, das Land zu einigen, mit Erfolg, aber langsam.

Als Christen haben wir völlig andere Voraussetzungen für geistliche Einheit untereinander: Dabei bedeutet geistliche Einheit nicht, in allem übereinzustimmen. Geistliche Einheit geschieht nicht durch 100% Übereinstimmung in allem, sondern durch den Geist Gottes.

Das Wichtigste aber ist die Liebe. Sie ist das Band, das uns alle in vollkommener Einheit verbindet. (Kolosser 3:14 / NLB)

Befleißigt euch, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens: Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen worden seid in einer Hoffnung eurer Berufung! Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der über allen und durch alle und in allen ist. (Epheser 4:3-6)

Christliche Einheit ist nur durch die Liebe Gottes in uns möglich. Sonst sind wir wie alle Welt. Zur christlichen Einheit müssen wir uns „befleißigen“ – mit Fleiß und Einsatz danach streben. Und es muss sich immer um das drehen, was Paulus im Epheserbrief hervorhebt. Wenn uns irgendwer oder irgendwas oder irgend ein Thema mehr beherrscht als Jesus, dann ist die Gefahr groß, dass wir zu Spaltpilzen werden, statt zu Förderer biblischer Einheit.

Und ich bin nicht mehr in der Welt; diese aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, gleichwie wir! … auf dass sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; auf dass auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. (Jesu Gebet für die Seinen in Johannes 17:11+21)

Sonntag, 2. Oktober 2022

Herzliche Einladung zum Erntedank-Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat!

 Predigttext:
Kolosser 3:15-17

15 Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen; zu diesem seid ihr ja auch berufen in einem Leib; und seid dankbar!
16 Lasst das Wort des Christus reichlich in euch wohnen in aller Weisheit; lehrt und ermahnt einander und singt mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern dem Herrn lieblich in eurem Herzen.
17 Und was immer ihr tut in Wort oder Werk, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.

Anbetung - Zeugnis
Gottes Wort - Gebet 
Gemeinschaft
Einladung zu gemeinsamem Mittagessen!
Beginn: 10:30 Uhr
 
Herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen

"Wenn wir Gottes Wort hören und Gottes Werke tun, 
dann wird unser ganzes Leben ein nie endendes Erntedankfest."
(Friedrich von Bodelschwingh)
 
"Wolltest du Gott Danke sagen für jede Freude, 
du fändest keine Zeit mehr, 
noch über Leid zu klagen. " 
(Arno Backhaus)

Samstag, 1. Oktober 2022

Gerstenbrote

Auch heute wieder Andachtsnotizen von unserer Männerfreizeit zum Thema: Jesus. Diesmal von einem unserer Gemeindeältesten, Stefan. Er sprach über das "Ich bin ..." Wort Jesu aus Johannes 6:35:

„Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird niemals dürsten.“

Anfang des Kapitels lesen wir davon, dass das Passahfest nahe war und sich mehrere Tausend Menschen um Jesus herum versammelt und Ihm zugehört hatten. Jetzt war es Abend geworden und Jesus forderte Seine Jünger auf, die 5000+ Menschen zu verköstigen. Eine Mammutaufgabe, wenn man weder genügend Geld noch Lebensmittel hat. (Selbst wenn man genügend hat bleibt es eine logistische Mammutaufgabe.)

Die Jünger fanden einen Jungen, der 5 Gerstenbrote und 2 Fische bei sich hatte. Wohl kaum genug, um eine Menschenmenge von geschätzt 10.000 Leuten satt zu kriegen. Außerdem war Gerstenbrot das Brot der Armen; das Brot derer, die nicht viel besaßen. Sollte man das zu Jesus bringen? Würde Er das benutzen, um Seine Zuhörer zu sättigen? - JA! Das Brot der Armen - genau das will Jesus gebrauchen!

Stefans Anwendung: Aus dem, was uns minderwertig erscheint – und vieles erscheint manchem von uns wie "nix" – genau das will Jesus gebrauchen. Was wir in Seine Hände legen, das kann und möchte Er segnen, vermehren und zur Sättigung der hungrigen Seelen einsetzen. Denke nie, Deine 5 Gerstenbrote seien es nicht wert, in Jesu Hände gelegt zu werden, um im Reich Gottes eingesetzt zu werden. Gib Ihm, was Du hast, selbst, wenn Du denkst, es sei nur "Brot der Armen" – und lass Ihn machen.

Nachdem Jesus Brot und Fische vermehrt hatte und nachdem alles verteilt war, lesen wir, das alle satt wurde. ALLE! Tausende! Alte und Junge! Fromme und nicht so Fromme! Freunde und Feinde (beide waren immer anwesend, wenn Jesus aktiv war). ALLE wurden satt!

Das - und die Tatsache, dass 12 Körbe an Resten übrigblieben - bezeugt, das Jesus nicht kleckerte. Es war mehr da, als gebraucht wurde. Auf diesem Hintergrund erklärt Jesus, dass Er das Brot des Lebens ist. Er ist der, der unsere Seelen satt macht. Er ist es, der im Überfluss aus Seiner Fülle gibt.

5 Gerstenbrote und 2 Fische machten Tausende satt.

Jesus, das Brot des Lebens, macht jeden satt, der mit hungriger Seele zu Ihm kommt.

„Siehe, mein Mahl habe ich bereitet 
... alles ist bereit. Kommt!“
(aus Matthäus 22:4)
 
Wir laden ein zu unserem Gottesdienst:
 
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Herzlich Willkommen!

Freitag, 30. September 2022

Bruder Andrew (*1928 - † 2022)

Bildquelle: HIER
Natürlich ist jedes Leben einzigartig, aber das von Bruder Andrew spielte schon in einer anderen Liga. Warum eigentlich? Anne van der Bijl – so sein richtiger Name – war ein Jesus hingegebener Mann Gottes. Von ihm heißt es: „Bruder Andrew – ein furchtloser Nachfolger Jesu, hat sein Leben eingesetzt, um den Leib Christi dort zu stärken, wo der Glaube am meisten kostet.“ Er selbst erklärte: „Wir glauben wirklich nur das, wofür wir bereit sind zu sterben.” Am Dienstag, dem 27. September durfte Er in hohem Alter heimgehen. Hier der Nachruf von Markus Rode, dem Leiter von OPEN DOORS. (Original HIER)

Liebe Leser,

Wir haben uns nie persönlich kennengelernt – so, wie die meisten Menschen, die seinen Namen und seine Arbeit gekannt haben. Bruder Andrew einen Bekanntheitsgrad, der weit über sein Heimatland Holland hinausgeht, weit über Europa hinausgeht. Bruder Andrew war in allen Kontinenten und vermutlich in fast allen Ländern der Welt bekannt.

diese Seite ist einem Mann gewidmet, der geglaubt hat, dass man Berge versetzen kann, wenn man nur Glauben an einen großen Gott hat. Bruder Andrew, der Gründer von Open Doors, ist am 27.09.2022 im gesegneten Alter von 94 Jahren heimgegangen. Er hat seinen Lauf vollendet und Generationen von Christen geprägt – als Mann des Glaubens, der Bibel und des Gebets.

Ich erinnere mich noch eindrücklich an ein Gespräch mit ihm. Ich fragte ihn damals angesichts der zunehmenden Christenverfolgung, was denn der Dienst von Open Doors bewirkt habe? Er stellte mir eine einfache Gegenfrage: „Markus, was wäre, wenn wir es nicht getan hätten?“

Bruder Andrew war ein Nachfolger von Jesus Christus. Seine Stärke war das Wissen um seine eigene Schwachheit und einen großen Gott, mit dem nichts unmöglich ist. Bevor er Jesus annahm, war er ein junger Mann, für den es keine Grenzen gab, der den „Kick“ suchte, der auf seine eigene Stärke baute und immer Risiken einging, bis hin zu waghalsigen Himmelfahrtskommandos. All das beschreibt er in seinem Buch „Der Schmuggler Gottes“.

Doch gerade am tiefsten Punkt seines Lebens begegnete ihm Jesus. Von da an war Bruder Andrew nicht weniger radikal als vorher. Er hatte ein neues Leben erhalten, das er jetzt mit großer Hingabe an Jesus und dessen Auftrag führte. Auf die Frage, was er im Rückblick auf sein Leben anders machen würde, antwortete er: „I would be more radical for Jesus“, übersetzt: „Ich würde noch radikaler für Jesus sein wollen.“

Mit dieser Hingabe hat Bruder Andrew seinen verfolgten Geschwistern gedient, sie ermutigt und ist hierfür große Risiken eingegangen. Und er hat ihren Verfolgern das Evangelium verkündigt und Bibeln geschenkt. Aus dem Dienst eines Mannes ist ein weltweiter Dienst für verfolgte Christen entstanden, an dem heute Zehntausende von Christen Teilhaber sind, indem sie ihren verfolgten Geschwistern zur Seite stehen.

Bruder Andrew sagte einmal, dass er sich vorstellen könne, dass auf seinem Grabstein steht: „He did what he couldn‘t“, „Er tat, was er (aus eigener Kraft) nicht konnte.“ Jetzt darf er seinem Jesus gegenüberstehen, dem er mit seinem Leben die Ehre gegeben hat.

Bruder Andrew gehört auch zu einer Wolke von Zeugen, die uns geistlich herausfordert, konsequent und ohne Nachlassen Jesus zu folgen. Durch Seine Bücher und die von ihm gegründete Organisation, OPEN DOORS, wirkt Gott weiter durch Seinen treuen Diener.

So sieht ein gesegnetes Leben aus!