„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Montag, 20. Juni 2022

Die simple Frage eines schlauen Professors

Als Francis Chan an einem Bibelseminar studierte, wurde er eines Tages von seinem Professor gefragte: „Tust du gerade etwas, das Glauben erfordert?“  Die Frage, die Chan während seiner Studienzeit gestellt wurde, stellt er jetzt seinen Lesern in dem Buch: „Mein Leben als Volltreffer“. Als ich sie vor einiger Zeit las, kam ich ins Nachdenken. „Tue ich gerade etwas, das Glauben erfordert?“

Einfacher scheint es zunächst einmal anders. Nicht Glauben „zu müssen“ scheint der einfachere Weg zu sein. Nicht aus dem Boot auszusteigen, um zu testen, ob das Wasser trägt, verursacht kein zusätzliches Herzklopfen. Gleichzeitig beraubt man sich jedoch durch ein Leben des „Nicht-Glaubens“ oder „Nicht-Wagens“ der Erfahrung des lebendigen Gottes. Mein Leben bleibt theoretisch und vermisst die übernatürliche Komponente, die unsere Beziehung zu Gott stärkt.

„Tue ich gerade etwas, das Glauben erfordert?“  „Tust Du gerade etwas, das Glauben erfordert?“  Was würde darunter fallen?  Nun, ich kann in meinen Gebeten den Herrn bitten, „alle Missionare auf der ganzen Welt zu segnen.“ Ich kann aber auch ganz konkrete Anliegen eines befreundeten Missionars vor Gott bringen. Beim ersten Anliegen weiß ich wahrscheinlich nicht einmal, was ich meine und werde (auf Erden) kaum eine deutliche Erhörung feststellen. Beim zweiten Gebet kann ich nach einer gewissen Zeit sehr wohl feststellen, ob mein Gebet des Glaubens erhört wurde oder nicht.

„Etwas tun, das Glauben erfordert“ kann auch bedeuten, großzügiger zu geben, obwohl ich nicht sicher bin, ob ich es mir „leisten“ kann – solange ich mir sicher bin, dass Gott es mir aufs Herz gelegt hat. Es kann bedeuten, mein Leben in der Sicherheit und Geborgenheit meines Heimatlandes aufzugeben und Gottes Ruf in die Mission zu folgen. Ein Christenleben, dass auf einer Ebene gelebt wird, die keinen Glauben erfordert, unterscheidet sich nur unwesentlich vom Leben derer, die Gott nicht nachfolgen.

Der Schreiber des Hebräerbriefes schreibt in Kapitel 11:6:

Aber ohne Glauben ist's unmöglich, Gott zu gefallen;
denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist
und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.

Gott ist ABSOLUT zuverlässig! Er hat nur das ABSOLUT Gute für Seine Kinder im Sinn. Er möchte, dass wir Ihm glauben, vertrauen. Er möchte, dass wir aus dem Boot heraus steigen, aufs Wasser treten und Ihm vertrauen. Und dann wird Er sich als Derjenige erweisen, der hält, der den Glaubenden nicht enttäuscht, der aufhilft in Zeiten des Zweifels und Sinkens.

Hätte ich die Wahl, würde ich auf jeden Fall die Rolle des Petrus spielen wollen, der sich auf das Abenteuer des Glaubens einließ, nicht die Rolle der Jünger, die meinten, im Boot sicherer zu sein. Petrus hatte danach eine Erfahrung, die ihm niemand mehr nehmen konnte, die sein Vertrauen in Jesus stärkte und die allein dadurch möglich wurde, dass er sich auf einen Glaubensschritt einließ.

„Tust DU gerade etwas, das Glauben erfordert?"

Sonntag, 19. Juni 2022

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat!

Predigttext
Kolosser 1:7-14:

7 So habt ihr es ja auch gelernt von Epaphras, unserem geliebten Mitknecht, der ein treuer Diener des Christus für euch ist,
8 der uns auch von eurer Liebe im Geist berichtet hat.
9 Deshalb hören wir auch seit dem Tag, da wir es vernommen haben, nicht auf, für euch zu beten und zu bitten, dass ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht,
10 damit ihr des Herrn würdig wandelt und ihm in allem wohlgefällig seid: in jedem guten Werk fruchtbar und in der Erkenntnis Gottes wachsend,
11 mit aller Kraft gestärkt gemäß der Macht seiner Herrlichkeit zu allem standhaften Ausharren und aller Langmut, mit Freuden,
12 indem ihr dem Vater Dank sagt, der uns tüchtig gemacht hat, teilzuhaben am Erbe der Heiligen im Licht.
13 Er hat uns errettet aus der Herrschaft der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe,
14 in dem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden.
Anbetung - Gottes Wort 

Anbetung - Predigt 
Abendmahl - Gebet 
Gemeinschaft - Mittagessen

Calvary Chapel Freier Grund 
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn:10:30 Uhr

HIER findest Du weitere Information über unseren Gottesdienst
 
Sonntagszitat:

"
Empfangen wir durch das Kreuz die Vergebung, 
 erschließt uns Christus den Weg in Gottes Heiligtum, 
dann sind wir ans Ziel gekommen. 
Dann stehen wir da, 
wo die Sonne der Barmherzigkeit uns bescheint. 
Dann sind wir in der Lage, 
in der uns nichts mehr fehlt und nichts mehr verdammt, 
weil Gottes Liebe uns völlig umfasst."
(Friedrich von Bodelschwingh) 
 
"Wenn wir über eine Sünde, 
nachdem wir Vergebung erfahren haben, 
noch lange grübeln, 
rauben wir Jesus und uns selbst viel Freude."
(Corrie ten Boom)

Gott hört - und handelt!

In einer der letzten HMK Zeitschriften (Link hier) berichtet Friedhelm Appel von einer ihm bekannten, gläubigen Krankenschwester, die in einem Seniorenheim tätig ist. Ihre Erfahrung ist, dass viele Menschen im Alter nachdenklich werden. Sie prüfen ihre bisherigen Werte und forschen, ob ihre Lebenswerte für gute Tage auch in den schwachen Tagen des Alters tragfähig sind. Und so kommt es immer wieder zu Fragen der Senioren an die Krankenschwester, die zu Gesprächen führen über Jesus, das Leben nach dem Tod und der Bitte um Gebet. Das aber ist in unserem Land nicht mehr so einfach.


Ungeschriebene Gesetze, manchmal auch geschriebene, verbieten das Gespräch über den Glauben und das Gebet für andere. Appel schreibt: „Man kann am Arbeitsplatz über alles Mögliche reden: Kochrezepte, Filme oder Fußball. Aber als die Krankenschwester über den Glauben sprach und auch mit Heimbewohnern beten wollte, da wurde ihr das verboten und eine Abmahnung angedroht.“

Aber Gott hört und sieht sowohl die Hindernisse für unser Zeugnis als auch die Herzen, die sich nach Antworten und Halt sehnen. Das Problem im Seniorenheim löst der Herr, indem ein anderer Christ von der Heimleitung offiziell als Seelsorger anerkannt wird. Hand in Hand können dann die Krankenschwester und der Seelsorger für Jesus arbeiten.

Was für eine herrliche Illustration der Tatsache, dass Gott hört. Er erhört ausgesprochenes Gebet (wie es die Krankenschwester sicher getan hat) und Er erhört die unausgesprochenen Schreie der Herzen (der Senioren). Gott hört – und handelt. Der Christin wurde zunächst ein Hindernis in den Weg gelegt. Aber in Gottes Wort heißt es (Psalm 18:30):

Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschlagen
und mit meinem Gott über Mauern springen.

Was sind die Mauern in Deinem Leben? Was ist die Mauer, die Dir heute am meisten Sorge macht? Wo benötigst Du den Durchbruch? „Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen“ ruft Gott Dir zu (Ps 50:15).

Geh Deinen Weg mit Jesus – und Du wirst vor Mauern stehen.
Rufe Jesus an in der Not und Er wird Dir helfen!
Mit Deinem Gott kannst Du über Mauern springen! 
Gott hört - und handelt!
 
Morgen laden wir jeden zu unserem Gottesdienst ein um 10:30 Uhr:

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen 

Herzlich Willkommen!

Freitag, 17. Juni 2022

Blockaden

Und Jesus ging in den Tempel und begann die hinauszutreiben, die im Tempel verkauften und kauften; und er stieß die Tische der Wechsler um und die Stühle der Taubenverkäufer. Und er ließ nicht zu, daß jemand ein Gerät durch den Tempel trug. (Markus 11:15+16)

Der Tempelbezirk bestand aus verschiedenen Bereichen. Zum Judentum übergetretene Heiden durften zwar nicht in den Vorhof der Juden, aber sie durften den Gott Israels suchen und anbeten im Vorhof der Heiden. Nur konnten sie nicht – denn der war belegt von jüdischen Händlern und Geldwechslern, die diesen Vorhof, der ja „nur“ für die Heiden war, fürs Geschäft belegten.

Genau darum geht Jesus auf die Barikaden. Der Vorhof der Heiden, eine Gebetsstätte für gläubig gewordene Fremdlinge, war zu einem jüdischen Basar geworden. Die einen kauften, andere verkauften, wechselten Geld oder nutzten den Vorhof als Abkürzung, um ihre Lasten irgendwohin zu tragen. Das durfte nicht sein. Bethaus sollte Bethaus sein!

Immer wieder finden wir in der Bibel, dass der Platz oder die Stunde des Gebets blockiert wurde von etwas anderem. Hier in Markus 11 blockiert das Geschäftemachen den
Platz des Gebets. Aber es war nicht immer nur der Basar, der das Gebet verhinderte.

In Matthäus 26:40 ist Jesus mit 3 Jüngern im Garten Gethsemane. Er hatte gehofft, die 3 würden ihm in der Stunde größter Versuchung beistehen. Aber ... wir kennen die Geschichte. Es heißt:

Und er kam zu seinen Jüngern 
und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: 
Könnt ihr denn nicht eine Stunde mit mir wachen?

Hier sind Ort und Zeit des Gebets nicht dem Basar zum Opfer gefallen, sondern dem Schlaf. Ich muss bekennen, dass ich mit Scham über die Gemeinde in Südkorea gelesen habe. Die Gemeinde in Südkorea gehört zu den evangelikalsten Gemeinden in ganz Asien. Sie haben die frühere buddhistische Kultur Koreas beeinflusst. Korea ist die zweitstärkste sendende Gemeinde in der Welt. Wie kommt das? Nun, Koreas Gemeinde ist dafür bekannt, eine betende Gemeinde zu sein. Es heißt:

In Korea ist es für viele Gemeindemitglieder normal, früh ins Bett zu gehen, so dass sie um 4 Uhr aufstehen können, um am gemeinsamen Gebet teilzunehmen. Oft werden Freitagnächte durchgebetet.

In Markus 11 fällt das Gebet dem Geschäft zum Opfer, in Matthäus 26 dem Schlaf und in Apostelgeschichte 16 lesen wir von einem ganz anderen Phänomen. Da heißt es bei Paulus’ Ankunft in Philippi:

“Und am Sabbattag gingen wir vor die Stadt hinaus,
an den Fluß, wo man zu beten pflegte;
und wir setzten uns und redeten zu den Frauen,
die zusammengekommen waren.“

Hier war der Platz des gemeinsamen Gebets und Treffens zu einem Frauenkreis geworden. Wo waren die Männer?

Bibelstellen wie diese erinnern mich jedes Mal neu, wie angefochten meine persönliche Gebetszeit ist und wie angefochten die Gebetszeit der Gemeinde ist. Alle Hindernisse kann man (könnte ich jedenfalls) so klug, wohllautend und sinnvoll begründen und entschuldigen. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob ich im Himmel ein einziges Wort der Erklärung rausbringen werde. Bestenfalls werden es Worte des herzlichen Bedauerns sein.

Vielmehr möchte ich mich von Jesus einladen lassen, die Blockaden hinter mir zu lassen und Seine Einladung anzunehmen (Markus 6:31):

Und er sprach zu ihnen: Kommt ihr allein abseits
an einen einsamen Ort und ruht ein wenig!

Donnerstag, 16. Juni 2022

Sollemnitas Sanctissimi Corporis et Sanguinis Christi

... oder kurz: „Fronleichnam“, das ‚Fest des heiligsten Leibes und Blutes Christi’. Fronleichnam ist ein katholisches Fest, in dem die katholische Kirche die Eucharistie würdigt.

Im Jahr 1209 v. Chr. berichtet die Mystikerin Juliana von Lüttich von mehrfachen Visionen, in denen ihr offenbart worden sei, dass der Kirche Jesu ein Fest zur Verehrung der Eucharistie fehle. Im Jahr 1246 beginnt man im Bistum Lüttich, ein solches Fest zu feiern. 1264 setzt der damalige Papst, Urban IV, das Fronleichnamfest als verbindlich für die gesamte Kirche ein.

Wichtigster Teil des Festes ist die heilige Messe, deren Inhalt sich um die Bedeutung der Eucharistie dreht. Oft schließt sich eine Prozession mit Gesang, Gebet, Lesung der Evangelien und liturgischem Segen an. Dabei wird eine geweihte Hostie durch die Straßen getragen, um zu veranschaulichen, dass Christus, das „Brot des Lebens“ in der Mitte seines Volkes ist.

Evangelische und vor allem freikirchliche Christen verstehen die Eucharistie, das Abendmahl, anders. Für sie gilt:

1. Das Abendmahl hat keine sündenvergebende Wirkung. Die Bibel lehrt (Epheser 1:7):
„In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, 
die Vergebung der Übertretungen 
nach dem Reichtum seiner Gnade,“ 
 
Vergebung kommt nicht durch irgendeine Liturgie, sondern durch Buße (Umkehr)
 
2. Die Elemente des Abendmahls sind nicht tatsächlich Leib und Blut Jesu, sondern Brot und Saft vom Gewächs des Weinstocks. Die Bibel lehrt (1 Korinther 11:26):
Sooft ihr dieses Brot esst
und diesen Kelch trinkt,
verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. 
 
Beim Abendmahl essen Christen Brot und trinken aus dem Kelch (in dem das Gewächs des Weinstocks ist - Wein oder Traubensaft). 
 
3. Das Abendmahl hat keine mystische Wirkung sondern einen Erinnerungseffekt! Die Bibel lehrt (1 Korinther 11:23-25)
 
Der Herr Jesus, in der Nacht, da er verraten ward,
nahm er das Brot, dankte und brach's und sprach:
Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird;
das tut zu meinem Gedächtnis.
Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl
und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut;
das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis.
 
Das Abendmahl erinnert uns an das, was Jesus für uns getan hat. WAS Er für uns getan hat, wird allerdings nicht wirksam durch dieses Gedenken, sondern nur durch den persönlichen Glauben des Einzelnen. 
Fazit: Auch nicht-katholische Christen feiern und schätzen das Abendmahl. Das Gedenken an das erlösende Werk Jesu am Kreuz stärkt unseren Glauben und bindet uns mehr an Jesus. Aber nicht dem Abendmahl, nicht den Elementen des Abendmahls (Brot und Wein) gebührt irgendwelche Ehre, sondern dem, an den sie uns erinnern und auf den sie hinweisen: JESUS!

Mittwoch, 15. Juni 2022

Vergebung

Immer wieder mal gebe ich beim Fernsehschauen einem der Schauspieler den Rat: „Sag die Wahrheit! Sei ehrlich! Gib’s zu!“ Leider können sie mich nicht hören und geraten in allerlei Nöte und Probleme.

Heftig und menschlich unlösbar werden diese Probleme, wenn wir durch Unaufrichtigkeit versuchen, Sünde zu vertuschen.

Von Johnny und Elisabeth wird erzählt, dass sie gemeinsam ihre Großeltern besuchten. Dort bekam Johnny seine erste Steinschleuder geschenkt. Er übte im Wald … und übte … und übte – aber er konnte das Ziel einfach nie treffen.

Als er zu Omas Hinterhof zurückkam, entdeckte er eins ihrer Haustiere – eine Ente. Impulsiv zielte er und ließ los. Der Stein flog, traf, und die Ente fiel tot um.

Der Junge geriet in Panik. Verzweifelt versteckte er die tote Ente im Holzstapel. Als er aufsah, erblickte er seine Schwester, die alles beobachtet hatte. Aber obwohl Elly alles gesehen hatte, sagte sie nichts.

Nach dem Mittagessen an diesem Tag sagte Oma: „Elly, lass uns das Geschirr spülen.“ Aber Elly sagte: „Johnny hat mir gesagt, er wolle heute in der Küche helfen, nicht wahr, Johnny?“ Und sie flüsterte ihm zu: „Denk an die Ente!“ Also hat Johnny den Abwasch gemacht.

Später fragte Opa, ob die Kinder angeln gehen wollten. Oma sagte: „Es tut mir leid, aber ich brauche Elly, um mir beim Abendessen zu helfen.“ Elly lächelte und sagte: „Ist alles schon geregelt. Johnny möchte helfen.“ Wieder flüsterte sie: „Denk an die Ente.“ Johnny blieb also bei Oma, während Elly fischen ging. Nach mehreren Tagen, in denen Johnny sowohl seine als auch Ellys Hausarbeit erledigte, konnte er es schließlich nicht mehr aushalten.

                                                        Bildquelle HIER
Er gestand Oma, dass er die Ente getötet hatte. „Ich weiß, Johnny“, sagte Oma und umarmte ihn. „Ich stand am Fenster und habe das Ganze gesehen. Weil ich dich liebe, habe ich dir vergeben. Aber ich habe mich gefragt, wie lange du es zulassen würdest, dass Elly dich zum Sklaven macht.“

Sünde, verborgene, nicht bekannte Sünde versklavt und lässt uns in allerlei Nöte und Probleme geraten. Gott liebt uns und verspricht uns (Sprüche 28:13):

Wer seine Sünden verheimlicht, 
dem wird es nicht gut gehen.
Aber wenn er sie bekennt und davon lässt, 
wird er Barmherzigkeit finden.

Sünde verheimlichen – das geht gar nicht. Klar, wir können sie vor den Augen der Menschen verbergen. Auch das fühlt sich nie gut an. Aber damit können wir uns zwingen zu leben – wenn auch nur unglücklich. Trotzdem können wir Sünde nie verheimlichen, denn Gott hat alles gesehen. Es gibt Zeugen. Gottes Augen durchstreifen die ganze Erde – heißt es in 2 Chronik 16:9. Und auch die Gegenseite schläft nicht. Satan kennt unsere Fehltritte und klagt uns an immer wieder – und zu recht.

Aber es gibt eine Lösung! „Wer seine Sünde bekennt und lässt, wird Barmherzigkeit empfangen!“ Der Apostel Johannes sagt das Gleiche mit anderen Worten. Er sagt: (1 Johannes 1:5):

„Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist,
so haben wir Gemeinschaft miteinander, 
und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, 
reinigt uns von aller Sünde.“

Wo das Licht angeknipst wird, wird es hell. Da müssen Angst, Unsicherheit und Finsternis weichen.

Bring Deine Sünde zu Jesus! Bekenne sie ihm, und erfahre die volle Vergebung durch Jesus. Lass Dich nicht zum Sklaven Satans machen. Bleib kein Sklave Deiner Sünde. Erfahre Vergebung und lebe im Licht. Heute!

Herzliche Einladung zur Bibelstunde heute Abend. Lehre - Anbetung - Abendmahl ... sei dabei!
 
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn:19:30 Uhr

Dienstag, 14. Juni 2022

Namen, Titel und Eigenschaften Gottes - D

Fallen Dir Namen, Titel oder Eigenschaften Jesu ein, die (in der deutschen Sprache) mit dem Buchstaben „D“ beginnen? Gar nicht so leicht zu finden. Andere Buchstaben sind da ergiebiger. Sicher gibt es Begriffe, die Jesus beschreiben. Man könnte sicher mehr als eine Bibelstelle oder Begebenheit finden, in der Jesus beschrieben wird als diplomatisch, diskret, direkt, diszipliniert, dogmatisch, duldsam oder auch dynamisch. Aber mit direkten Worten wird Er so nicht beschrieben.

Dennoch gibt es zwei Beschreibungen, die nicht zu übersehen und nicht zu übergehen sind: seine Dankbarkeit und Seine Demut.

Zugegeben, nirgends lesen wir in der Bibel die Aussage: „Jesus war ein dankbarer Mensch!“ Aber wir lesen immer wieder, dass Jesus Dank sagte oder seinen himmlischen Vater pries. Das macht die Eigenschaft „dankbar“ zu mehr als einer Interpretation Seines Charakters. Interessanterweise sind alle Hinweise auf Jesu Dankbarkeit verbunden mit einem Mahl, zu dem Er mit Menschen zusammensaß. Immer dankte Er Seinem Vater im Himmel für das Essen und wir dürfen annehmen, dass Seine Worte keine Floskeln, sondern echte Dankbarkeit des Herzens waren.

Als Er (mindestens) 5000 Menschen sättigte, lesen wir (Markus 6:41):

Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf und dankte, brach die Brote und gab sie seinen Jüngern, damit sie ihnen austeilten; auch die zwei Fische teilte er unter alle.

Als Er später noch einmal (mindestens) 4000 Personen sättigte, heißt es (Markus 8:6):

Da befahl er der Menge, sich auf die Erde zu lagern. Und er nahm die sieben Brote, dankte, brach sie und gab sie seinen Jüngern, damit sie sie austeilten. Und sie teilten sie dem Volk aus.

Beim letzten Passahmahl mit Seinen Jüngern schreibt Matthäus (26:26):

Während sie aßen, nahm Jesus einen Laib Brot, dankte und bat Gott um seinen Segen. Dann brach er ihn in Stücke und gab sie den Jüngern mit den Worten: »Nehmt und esst, denn das ist mein Leib.«

Und als er mit den Emmausjüngern zu Tisch saß (Lukas 24:30):

Und es geschah, als er mit ihnen zu Tisch saß, nahm er das Brot, dankte, brach's und gab's ihnen.

Deutlich, dass Dankbarkeit ein hervorstehendes Wesensmerkmal Jesu ist. Mehr wie Jesus zu werden bedeutet auch, dankbarer zu werden.

Das andere „D“ Merkmal ist Seine Demut. Hier haben wir gleich mehrere Stellen, die dies hervorheben. In einer Prophetie über den kommenden Messias schreibt Sacharja (9:9):

Frohlocke sehr, du Tochter Zion; jauchze, du Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir; ein Gerechter und ein Retter ist er, demütig und reitend auf einem Esel, und zwar auf einem Füllen, einem Jungen der Eselin.

In Matthäus 21:5 bewegt der Heilige Geist den Schreiber Matthäus, genau auf diese Prophetie Bezug zu nehmen und sie zu wiederholen. Matthäus sieht die Erfüllung dessen, was Sacharja vorhersah und zitiert:

»Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir demütig und reitend auf einem Esel, und zwar auf einem Füllen, dem Jungen des Lasttiers«.

Nicht unerwähnt lassen dürfen wir die Worte von Jesus selbst, der alle Seine Jünger aufruft (Matthäus 11:29):

Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen!

Zwei wichtige Eigenschaften Jesu. Gesinnt sein wie Jesus (Philipper 2:5) beinhaltet, Dankbarkeit und Demut anzustreben. Zwei Eigenschaften, die sowohl selten, wie auch oft verpönt sind. Wenn sie aber Jesus kennzeichneten, dann sollen sie auch uns kennzeichnen, die wir zu Jesus gehören. Möge der Herr uns dafür Begeisterung und Gelingen schenken!

Montag, 13. Juni 2022

Was Menschen heute brauchen … und viele gar nicht wissen!

Vorgestern ging es im Blog um das Thema „Hoffnung“. Gestern ging es in unserem Gottesdienst um dasselbe Thema. In Kolosser 1:6 schreibt Paulus:

„Von dieser Hoffnung habt ihr gehört, als man euch das Wort der Wahrheit, die rettende Botschaft von Jesus Christus, verkündete.“

Die Botschaft der Hoffnung gehört zur Botschaft von Jesus Christus, zum Evangelium dazu. Paulus schreibt an Timotheus (1 Tim 1:1) über „Jesus Christus, unseren Retter, der unsere Hoffnung ist.“

Wenn wir also das Evangelium von Jesus bezeugen, ist das eine Botschaft der Hoffnung: Jesus befreit! Jesus erlöst! Jesus vergibt! Jesus beschenkt! Jesus rettet – heute bis in alle Ewigkeit! DAS ist Hoffnung!

Als Alexander der Große zur Eroberung Asiens aufbrach, soll er sich nach den Finanzen seiner Soldaten erkundigt haben. Damit sie sich während des Feldzugs nicht um das Wohl ihrer Angehörigen zu Hause sorgen mussten, verteilte er königliche Ressourcen und Privateigentum unter ihnen. Nachdem er viele seiner königlichen Ressourcen weggegeben hatte, fragte ihn sein Freund, General Perdiccas, was er denn für sich reserviert habe.  Alexander der Große antwortete: „Hoffnung“.

Hoffnung ist so viel wertvoller als Gold. Das wird dann deutlich, wenn man viel Gold hat – aber keine Hoffnung mehr. Mit Alexanders Hoffnung war es allerdings nicht weit her. Sein wildes Leben mit Kriegen und Ausschweifung brachte ihm schließlich den Tod. Alexanders Hoffnung war ein irdisch begründetes, vages hoffen – und verging.

Anders die Hoffnung des Evangeliums, von der Paulus hier spricht. Sie bringt Leben, bewirkt Glauben an Jesus und Liebe zum Nächsten. Die Hoffnung des Evangeliums bleibt und ist sicher im Himmel verankert. Selbst, wenn uns auf der Erde alles genommen wird – Jesus, der Ewige – ist unsere Hoffnung – unzerstörbar … ewig!

Wir haben sie – die Welt braucht sie: Hoffnung durch Jesus!

  • Menschen im Krieg (1,2 Mrd Menschen in Konfliktgebieten)
  • Menschen auf der Flucht (über 82 Mio weltweit)
  • Menschen in der Fremde
  • Menschen mit Schmerzen
  • Menschen mit inneren Nöten
  • Menschen mit Zukunftsängsten und -sorgen

Hoffnung durch Jesus ist das, was die Welt heute braucht. John Maxwell beantwortet die Frage: „Was bewirkt Hoffnung für die Menschheit?“ mit folgenden Überlegungen:

  • Hoffnung motiviert, wenn Entmutigung kommt
  • Hoffnung gibt Kraft, wenn wir müde sind
  • Hoffnung macht erträglich, wenn Bitterkeit beißt
  • Hoffnung singt, wenn alle Melodien weg sind
  • Hoffnung klettert über Hindernisse, wenn niemand hilft
  • Hoffnung erträgt Schwierigkeiten, wenn niemand sich kümmert
  • Hoffnung lächelt zuversichtlich, wenn niemand lacht
  • Hoffnung strebt zum Sieg, wenn niemand ermutigt
  • Hoffnung wagt zu geben, wenn niemand teilt.

Jesus Christus – unsere Hoffnung!
(1 Timotheus 1:1)

(Hör Dir auch das Lied über Hoffnung an im Seitenfenster!)