Weihnachten, Ostern – die Inhalte dieser Feste kennen die meisten von uns in Deutschland noch – zumindest teilweise. Aber Pfingsten? Hatte das nicht mit Gespenstern zu tun, mit Geistern oder Dämonen? Weit gefehlt! Pfingsten ist der Festtag, an dem vor gut 2000 Jahren die erste Gemeinde Jesu entstand – und zwar mit Pauken und Trompeten! Das geschah, als Gottes Geist, der Heilige Geist, sichtbar und hörbar die Jünger Jesu erfüllte und ihr Leben auf den Kopf stellte. Aus verzagten, schwachen Menschen wurden mutige, frohe Leute, die Jesus liebten und sich um ihre Mitmenschen kümmerten. In Apostelgeschichte 2 heißt es (auszugsweise):
Mittwoch, 19. Mai 2021
Pfingstwoche - Tag 3
Dienstag, 18. Mai 2021
Gottes Verheißungen in der Apostelgeschichte Pfingstwoche - Tag 2
die dich verfluchen;
und in dir sollen gesegnet werden
alle Geschlechter auf der Erde!
Das Buch der Apostelgeschichte lässt diese Verheißung wahr werden, als nach Pfingsten alle Jünger begeistert das Evangelium von Jesus weitertragen – zu den Juden, zu den zum Judentum bekehrten Heiden, den Proselyten, und zu den Heiden. Ja, die weltweite Bewegung Gottes – hin zu allen Geschlechtern (Völkern) der Erde begann.
Und diese Bewegung wird ausgelöst durch die Salbung mit Kraft von oben. Diese „Kraft von oben“ hatte Jesus seinen Jüngern bereits vor Seinem Tod verheißen, aber in Apostelgeschichte 1:8 erneuert Jesus Seine Verheißung mit den Worten:
Ihr werdet Kraft empfangen,
wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist,
und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem
und in ganz Judäa und Samaria
und bis an das Ende der Erde!
Das dies nicht eine Verheißung für die zwölf Jünger allein war, ist klar. Zwei Gründe (von vielen) sollen hier erwähnt werden:
Erstens waren die Jünger nach Apostelgeschichte 1:15 vor Pfingsten in einem Obergemach beieinander und warteten gemeinsam mit etwa 120 anderen auf die Erfüllung der Verheißung Jesu. Als diese Erfüllung dann kam, heißt es in Apostelgeschichte 2:1+4, dass sie alle (nicht nur die 12 Jünger) beisammen waren und alle erfüllt wurden. Das ist der eine Grund.
Der andere Grund ist, dass es den Jüngern in den verleibenden Jahren ihres Lebens unmöglich war, alle Völker mit dem Evangelium zu erreichen. Außer Johannes starben der Überlieferung nach alle den Märtyrertod. Was wir mit Flugzeugen, Radio, Fernsehen, Internet und Satellitenkommunikation nicht fertig gebracht haben, das konnten die Jünger unmöglich in ihrer Zeit schaffen. Sie schafften zu ihren Lebzeiten allerdings ein enormes Pensum nach Asien, Europa und Afrika hinein. Und nach Apostelgeschichte 1:8 ist dies nicht dem Eifer oder den Fähigkeiten der Jünger, sondern der Kraft des Heiligen Geistes zuzuschreiben.
Diese Verheißung der „Kraft aus der Höhe“ ist nicht die Verheißung des ewigen Lebens oder der Bewahrung in Not. Es ist die Verheißung der Bevollmächtigung, den Auftrag auszuführen, den der Herr uns hinterlassen hat: Die Evangelisierung aller Völker der Welt.
Herrlich ist es zu sehen, dass Jesus die Verheißung gibt – und wenig später erfüllt. Lehrreich ist es auch festzustellen, dass diese Kraft von oben nicht etwas ist, was nicht erneuert werden müsste. In Apostelgeschichte 4 mussten sich Petrus und Johannes vor dem Hohen Rat verantworten und wurden daraufhin bedroht. Dann gingen sie ‚zu den ihren’ und berichteten. In einer Atmosphäre der gefühlten Kraftlosigkeit wendet man sich an Gott und dann heißt es in Kapitel 4:31:
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Wieder wurden sie erneut mit dem Heiligen Geist der Kraft erfüllt und wieder es bewirkte die unmittelbare Fortsetzung des Auftrags.
Mein Fazit: Zum Wirken im Segen für Jesus benötige ich die Erfüllung mit dem Heiligen Geist mehr als alles andere. Aber die Kraft aus der Höhe ist allen verheißen.
Montag, 17. Mai 2021
Pfingstwoche Tag 1
Kann man sich die Situation halbwegs realistisch vorstellen? Dreieinhalb
Jahre waren die Jünger mit Jesus durch die Lande gezogen, hatten gehört,
beobachtet, gelernt und auch selbst Aufträge ihres Herrn ausgeführt.
Vieles hatte Er ihnen gesagt, von dessen Bedeutung sie keinen Schimmer
hatten. Dann war etwas eingetreten, das Er vorhergesagt hatte, sie aber
erst begriffen, als es geschah: Jesus wurde gefangen genommen, gefoltert
und ermordet. Warum? Wussten sie auch nicht. Dann kam der nächste
Hammer - einige von ihnen behaupteten, Er sei auferstanden. Stunden der
Verwirrung - dann die Gewissheit: Es stimmte! Er war zurück! Er lebte.
Nun konnte es also weiter gehen - die nächsten dreieinhalb Jahre,
vielleicht mehr - diesmal mit der erfolgten Auferstehung als Trumpf im
Ärmel. Aber so wollte es Jesus nicht. Seine Zeit war gekommen,
zurückzukehren an den Ort, von wo Er gekommen war: den Himmel. Sie
mussten Ihn also wieder loslassen, sie würden wieder allein sein.
Loslassen - ja! Allein sein - nein!
Bereits lange vor Seiner
Himmelfahrt hatte Jesus angekündigt, dass Er zurückgehen würde zu Seinem
Vater. Aber, anstatt sie als Waisen zurückzulassen, würde Er Ihnen
einen Beistand senden, der immer bei ihnen bleiben würde. Immer? - Ja,
bis in Ewigkeit! Das hatte Jesus gesagt:
"Und
ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand
geben, dass er bei euch bleibt in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit …" (Johannes 14:16-17a)
Na,
das war doch was. Bis zu diesem Zeitpunkt war Jesus entweder bei ihnen -
oder Er war es nicht. Wenn Er auf dem Berg war und sie auf dem Meer,
dann war Er eben nicht bei ihnen. Schickte Er zwei von ihnen nach
Jerusalem, blieb Er bei den zehn, die zwei waren allein. Das sollte sich
nun ändern. In alle Himmelsrichtungen würden sie bald auseinander gehen
nach Pfingsten. Vervielfältigen würden sie sich, die Christen würden zu
einer Macht werden auf Erden. Eine jährliche Konferenz in Jerusalem, um
mal bei Jesus zu sein, würde nicht nötig sein. Durch den Heiligen Geist
würde jeder von ihnen ständig die Gegenwart Jesu erfahren.
"Es
ist gut für euch, dass ich hingehe; denn wenn ich nicht hingehe, so
kommt der Beistand nicht zu euch. Wenn ich aber hingegangen bin, will
ich ihn zu euch senden." (Johannes 16:7)
Und
dann kam er, der Heilige Geist. Zunächst drückte Jesus Seinen Jüngern
vor Seiner Himmelfahrt Seinen "Eigentumsstempel" auf. Davon lesen wir in
Johannes 20:22:
"Und nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt Heiligen Geist!"
Und
sie empfingen ihn, wurden zu neutestamentlichen Gläubigen, zu Christen
(wiewohl man sich den Namen erst später gab). Paulus drückt es in
Epheser 4:30 mit anderen Worten aus. Er spricht von der "Versiegelung"
mit dem Heiligen Geist auf den Tag der Erlösung. Wie gut unser Herr doch
ist. Wer an Ihn glaubt, empfängt das Eigentümersiegel, deklariert als
Eigentum Gottes bis zum Tag der Erlösung, wenn Jesus selbst uns in
Empfang nehmen wird. Hallelujah!
Und dann legt Jesus noch eins
oben drauf: Nur wenige Tage später tauft (Apostelgeschichte 1:5) oder
erfüllt (Apostelgeschichte 2:4) Er seine Jünger mit diesem Geist der
Kraft, rüstet sie aus zu dem Werk, das Er für sie hat. Nicht Furcht,
sondern Kraft, Liebe und Besonnenheit soll ihr Leben kennzeichnen.
Kraft, ihr Leben zu meistern und Seine Zeugen zu sein. Liebe, Freude,
Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue und Enthaltsamkeit soll in
ihrem Leben wachsen und blühen. Kraft, anders zu sein! Anbetung und Dank
(nicht nur in den Sonnenstunden des Lebens) und die Fähigkeit, sich
unterzuordnen wird bei ihnen erkennbar sein. Hätte es kein Pfingsten
gegeben, hätten die Jünger die Kraft des Heiligen Geistes nie kennen
gelernt. So aber wurde die Verheißung der "Ausrüstung mit Kraft aus der
Höhe" in ihrem Leben zur Wirklichkeit und ein Leben in Kraft für ihren
Herrn war die Folge. Kennst Du diese Kraft Gottes?
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In dieser Woche sollen uns die Andachten thematisch auf das große Pfingstfest am Wochenende einstimmen.
Ich lade Dich ein, täglich dabei zu sein.
Sonntag, 16. Mai 2021
Herzliche Einladung zum Gottesdienst!
Heute wieder mit Sonntagszitat:
Offenbarung 19:1-10
1 Und nach diesem hörte ich eine laute Stimme einer großen Volksmenge im Himmel, die sprach: Hallelujah! Das Heil und die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht gehören dem Herrn, unserem Gott!
2 Denn wahrhaftig und gerecht sind seine Gerichte; denn er hat die große Hure gerichtet, welche die Erde verderbte mit ihrer Unzucht, und hat das Blut seiner Knechte von ihrer Hand gefordert!
3 Und nochmals sprachen sie: Hallelujah! Und ihr Rauch steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit.
4 Und die 24 Ältesten und die vier lebendigen Wesen fielen nieder und beteten Gott an, der auf dem Thron saß, und sprachen: Amen! Hallelujah!
5 Und eine Stimme kam aus dem Thron hervor, die sprach: Lobt unseren Gott, alle seine Knechte und die ihr ihn fürchtet, sowohl die Kleinen als auch die Großen!
6 Und ich hörte etwas wie die Stimme einer großen Volksmenge und wie das Rauschen vieler Wasser und wie der Schall starker Donner, die sprachen: Hallelujah! Denn der Herr, Gott, der Allmächtige, hat die Königsherrschaft angetreten!
7 Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben! Denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht.
8 Und es wurde ihr gegeben, sich in feine Leinwand zu kleiden, rein und glänzend; denn die feine Leinwand ist die Gerechtigkeit der Heiligen.
9 Und er sprach zu mir: Schreibe: Glückselig sind die, welche zum Hochzeitsmahl des Lammes berufen sind! Und er sprach zu mir: Dies sind die wahrhaftigen Worte Gottes!
10 Und ich fiel vor seinen Füßen nieder, um ihn anzubeten. Und er sprach zu mir: Sieh dich vor, tue es nicht! Ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, die das Zeugnis Jesu haben. Bete Gott an! Denn das Zeugnis Jesu ist der Geist der Weissagung.
Abendmahl
Calvary Chapel Freier Grund
Samstag, 15. Mai 2021
Andersartigkeit
Von Johannes dem Täufer heißt es in Markus 1:5:
im Jordan und bekannten ihre Sünden.
- Sein Aussehen war anders. Er hielt nichts von vornehmen Kleidern, langen Roben mit verzierenden Schriftröllchen. Er trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel (6). Man erkannte ihn als Propheten, dem es nicht darauf ankam, äußerlich Eindruck zu schinden. Er war, der er war.
- Seine Diät war anders. Er aß Heuschrecken und wilden Honig. Na ja, nicht gerade der heutige Gourmet, aber sicher biologisch einwandfrei. Aber das hat Johannes wohl weniger motiviert. Sein Essen war schlicht. Sein Äußeres wird das reflektiert haben. Nicht ein Schlemmer und Säufer, sondern ein Wanderprediger für Jesus.
- Seine Botschaft war anders. Vielleicht die entscheidende Andersartigkeit. Seine religiösen Zeitgenossen predigten Gottes Gesetz und ihre eigenen Gesetzchen noch dazu. Ihre Botschaft war: „Du sollst! – Du musst! – Du darfst nicht!“ Viel mehr hatten sie nicht zu bieten. Johannes der Täufer sprach von Jesus. Immer wieder! „Sein Reich ist nahe herbeigekommen! Er ist das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt trägt. Er, Jesus, muss wachsen; ich muss abnehmen!“
Freitag, 14. Mai 2021
Perspektive
Zwei Männer
schauten durch die Gitterstäbe
einer Gefängniszelle.
Einer sah Matsch.
Einer sah Sterne.
Stell Dir vor, Du und ich sitzen in der Nachbarzelle mit vergittertem Fenster. Was siehst Du?
Wenn Du gerade aus dem Fenster Deines Lebens herausschaust – was siehst Du?
Vor 18 Jahren saß ich in solch einer Zelle. Wir waren gerade aus dem Ausland nach Deutschland zurückgekehrt und der Rückweg schien wie ein vergittertes Fenster. Oh, wie unbändig war der Wunsch, zurück ins Ausland zu gehen – aber der Weg war vergittert. Und Monate lang schaute ich aus der Zelle hinaus nach unten – und sah nur Matsch und Grau und Gitter. Erst als ich begann, aufzusehen – nach oben zu schauen – wurde es heller. Der Matsch wurde ersetzt durch leuchtende Sterne.
sondern allein auf Jesus.
Er hat uns den Glauben geschenkt
und wird ihn bewahren, bis wir am Ziel sind.
(Hebräer 12:2 / HfA)
Unglaublich für Menschen ohne Glauben ist der Bericht über das Sterben des Stephanus. Hingebungsvoll hatte er den Armen gedient. Kraftvoll und gesalbt hatte er Jesus verkündigt – nicht nur seinen Freunden, auch seinen Feinden. Letztere aber zerrten den gesegneten Boten Gottes vor das Stadttor und begannen, ihn mit Steinen zu bewerfen. Nein, Stephanus konnte nicht weglaufen. Er saß in der Falle, wie ein unschuldig zum Tode Verurteilter in seiner Zelle. Die Steine flogen. Vermutlich versuchte er reflexartig, seinen Kopf zu schützen, obwohl er wusste, dass es vergeblich sein würde. Die Attacken seiner Angreifer waren darauf angelegt, ihr Anliegen zu erfüllen.
Heute wird (hier bei uns) niemand mehr gesteinigt – zumindest nicht mit Steinen. Steinigungen heute finden mit subtileren Mitteln statt. Da werden Steine der Lieblosigkeit geworfen, Brocken des Hasses geschleudert, das Gift der Halbwahrheiten, der Verachtung gespritzt. Wer da als Verurteilter in der Zelle sitzt, hat ähnliche Karten, wie Stephanus. Aber halt – dessen Karten waren gar nicht sooo schlecht! In Apostelgeschichte 7:55+56:
Er aber, voll Heiligen Geistes, blickte zum Himmel empor und sah die Herrlichkeit Gottes, und Jesus zur Rechten Gottes stehen; und er sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehen!
Wieder jemand, der sich weigerte, auf das zu schauen, was unmittelbar passierte. Stephanus schaute nicht nach unten, auf die Erde, wo sich sein Blut mit dem Staub der Erde vermischte und seinen baldigen Tod verhieß. Er „blickte empor“ und sah Gottes Herrlichkeit mitten in seinem Leid. Stephanus sah den Himmel offen. (Hätten seine Feinde diese Vision gesehen, hätten sie den Himmel vielleicht verschlossen gesehen.) Stephanus sah Jesus. Jesus war aufgestanden von Seinem Thron der Herrlichkeit; (um Stephanus im Himmel zu begrüßen?).
Nicht nach unten, sondern nach oben blickte Stephanus. Herrlicher Blick nach oben! Schau nach oben – egal, was Deine Situation ist. „Oben“ ist Jesus, ist der helle Morgenstern. Von oben kommt unsere Hilfe und unser Trost.
kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter,
bei dem keine Veränderung ist,
noch ein Schatten infolge von Wechsel.
(Jakobus 1:17)
Du und ich
schauen durch die Gitterstäbe einer Zelle.
Einer sieht Matsch.
Einer sieht Sterne.
Was siehst Du?
Donnerstag, 13. Mai 2021
Wir feiern Vatertag!
Heute ist Vatertag. Eigentlich ein amerikanischer Feiertag. Bei
allem manchmal an Hass grenzenden Antiamerikanismus pickt man sich doch ganz
gerne das aus dem Kuchen, was einem schmeckt. In den USA rief im 19 Jahrhundert
eine Tochter den Vatertag zur Ehrung der Väter aus. Ihr eigener Vater hatte im amerikanischen
Bürgerkrieg gekämpft.
In Deutschland konnte man es anscheinend nicht verkraften,
dass Mütter geehrt werden und Väter nicht. Also beschloss man, einen Männertag
zu bestimmen, an dem man die Jüngeren in die Sitten und Unsitten der
Männlichkeit einweiht. Dazu wurde, bzw. wird ein kirchlicher Feiertag entehrt,
Christi Himmelfahrt.
neuer Video Clip im Seitenfenster: Don Moen: „Our Father"
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| Poster am Hauseingang eines Freundes |





