„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Montag, 15. Juni 2020

Morgenmuffel?

Die soll es ja geben! Menschen, die ‚schwer’ darunter leiden, morgens aufstehen zu müssen. Sie würden sich eher als Nachteulen bezeichnen und der Zenit ihrer Produktivität ist in den späten Stunden des Tages.

Die (bearbeiteten) Zeilen eines unbekannten Autors können uns allen helfen, nicht nur den Morgenmuffeln. Such Dir einen Spruch aus für jeden neuen Tag der Woche. Schreib ihn Dir auf einen Zettel und hefte ihn an den Kühlschrank – und dann erfreu Dich dran und mach ein Gebet draus!
Vom Aufgang der Sonne ...

Was also sagst Du Dir, wenn der neue Tag beginnt?

Moses würde sagen: „Herr, ohne Dich will ich heute keinen Schritt tun.“
Er sprach zu ihm: Wenn du nicht selbst mitgehst,
so führe uns nicht von hier hinauf! (2. Mose 33,15)

Abraham würde sagen: „ Der Herr wird uns heute vorsorgen.“
Und Abraham nannte den Ort: »Der Herr wird dafür sorgen«,
sodass man noch heute sagt:
Auf dem Berg wird der Herr dafür sorgen! (1. Mose 22,14)

Jakob würde sagen: „Dein Segen ist mir immer unverzichtbar.“
Jakob aber sprach: Ich lasse dich nicht,
es sei denn, du segnest mich!
(1. Mose 32,27b)

Josua würde sagen: „Mit meiner Familie stelle ich mich auch heute voll auf Gottes Seite.“
Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen!
(Josua 24,15b)

Samuel würde sagen: „Herr, sprich heute zu mir. Ich will hören.“
Rede, Herr, denn dein Knecht hört! (1. Samuel 3,9b)

Nehemia würde sagen: „Egal was heute kommt - ich habe Grund zur Freude .“
Seid nicht bekümmert,
denn die Freude am Herrn ist eure Stärke!
(Nehemia 8,10)

David würde sagen: „Ich habe auch heute wieder einen Herrn, der mich versorgt und fröhich macht “
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat;
wir wollen uns freuen und fröhlich sein in ihm!
(Psalm 23,1 / Psalm 118:24)

Salomo würde sagen: „Ich will mich hete nicht auf mich, sondern auf Gott verlassen. Er führt mich!“
Vertraue auf den Herrn von ganzem Herzen
und verlass dich nicht auf deinen Verstand;
erkenne Ihn auf allen deinen Wegen,
so wird Er deine Pfade ebnen. (Sprüche 3,5)

Der Psalmist würde sagen: "Guten Morgen, Herr! Danke, dass Du bei mir geblieben bist."
„Ich legte mich nieder und schlief; ich bin wieder erwacht,
denn der Herr hält mich.“ (Psalm 3:6)

Jeremia würde sagen: „Der Herr hat Pläne des Wachstums und des Gelingens und will Zukunft und Hoffnung geben.“
Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe,
spricht der Herr,
Gedanken des Friedens und nicht des Unheils,
um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.
(Jeremia 29,11)

Jabez würde sagen: „Bitte mehr von Dir, Herr, an diesem Tag!“
O dass du mich reichlich segnen
und meine Grenze erweitern wolltest
und deine Hand mit mir wäre
und du mich vor dem Übel bewahrtest,
damit mich kein Schmerz trifft! (1. Chronik 4,10)

Sadrach, Mesach und Abednego würden sagen: „Dieser Tag ist Gottes Tag; für Ihn allein!“
Und auch wenn es nicht so sein soll, so wisse, o König,
dass wir deinen Göttern nicht dienen
und auch das goldene Bild nicht anbeten werden,
das du aufgestellt hast!  (Daniel 3,18)

Hesekiel würde sagen: "Herr, ich bin noch müde. Begegne mir heute!"
„Erwecke alle meine trockenen Knochen wieder zum Leben“
(Hesekiel 37)

Mit welchem Gebet möchtest Du den Tag und die neue Woche beginnen?
... bis zu ihrem Niedergang sei der Name des Herrn gelobt!

Sonntag, 14. Juni 2020

Herzliche Einladung zu einem besonderen Gottesdienst!

Quelle: Open Doors
Immer wieder dringt beides durch: Das Leid der verfolgten Gemeinde Jesu in vielen Ländern der Erde - aber auch ihr enormer Glaubensmut, der Christen in der "freien" Welt ermutigt und ihnen vor Augen stellt, dass Jesus überall derselbe Herr ist.

Wir laden heute zu einem besonderen Gottesdienst ein. Ein Mitarbeiter von Open Doors, einem Dienst für verfolgte Christen, wird berichten, wie Christen in der Verfolgung Jesus erfahren, wie Gott sich um Seine verfolgte Gemeinde kümmert und wie wir alle mitarbeiten können, Mutmacher und Unterstützer zu sein.

Es lohnt sich, dabei zu sein! Live mit anderen im Gemeindesaal oder im Livestream ab 10:30 Uhr!

Gedenkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene, 
und derer, die misshandelt werden, als solche, 
die selbst auch noch im Leib leben. 
(Hebräer 13:3)

Er verschafft den Unterdrückten Recht 
und gibt den Hungrigen Brot. 
Der Herr löst die Gebundenen.
(Psalm 146:7)
 
 Anbetung - Gottes Wort - Gebet
CCFG
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr
(leider noch ohne Kindergottesdienst)

HIER eine wichtige Information für alle, die gerne live in der Gemeinde dabei sein möchten!

HIER geht's zum Livestream für alle, die wegen Corona lieber noch zu Hause bleiben möchten!
 
Sonntagszitat: 

Es ist nicht riskant, Jesus nachzufolgen. 
Es ist äußerst riskant, Jesus nicht nachzufolgen!
(Bruder Andrew)

Im Himmel möchte ich lieber dafür getadelt werden, 
dass ich zu viel geliebt habe, als dass ich zu wenig geliebt habe!
(Bruder Andrew)

Es gibt nicht eine Gemeinde im Urlaub 
und eine Gemeinde in Verfolgung. 
Wir sind ein Leib und damit alle Teil der verfolgten Gemeinde 
– auch hier in Deutschland.
(Markus Rode)

Samstag, 13. Juni 2020

Treue und Geduld

Im Übrigen wird von einem Haushalter nur verlangt,
dass er treu erfunden wird.
(1 Korinther 4:2)

Geduldiges Warten und treue Verkündigungs- und Hilfsarbeit – oft über viele Jahre – waren Voraussetzungen in unzähligen Missionsbestrebungen.

Vor ca 225 Jahren reiste William Carey, Vater der modernen Missionsgeschichte, nach Indien. Aber er musste 7 Jahre warten, bis der erste Hindu sich Jesus zuwandte. Ebensolange oder länger arbeitete Adoniram Judson in Burma, bevor seine Arbeit Früchte trug. In Neuseeland waren es 9 Jahre und auf Tahiti dauerte es sogar 22 Jahre, bis die erste Ernte der Seelen begann.

Henry Nott wurde 1774 in Broomsgrove (England) geboren. Als einfacher Maurer bewarb er sich bei der Londoner Missionsgesellschaft und reiste mit ca 22 Jahren am 10. August 1796 auf dem Missionsschiff „Duff“ nach Tahiti aus. Mit ihm reisten 30 andere Missionare, sechs davon mit Ehefrau und mit insgesamt 3 Kindern. 7 Monate dauerte ihre Schiffsreise, bis sie Tahiti am 6. März 1997 im Südpazifik erreichten. Pomare, der regierende König auf Tahiti, kam, um die Neuankömmlinge zu mustern. Er trug einen Gürtel aus Baumrinde, Schmuck aus Haifischzähnen und Muscheln und einen Kopfschmuck aus Federn. Er „ritt“ auf einem Sklaven, der auf Händen und Knien kroch. 

Das Missionsschiff benötigte ein volles Jahr für die Rückkehr nach England. Auf der nächsten Reise, die den Missionaren Material und Nachschub nach Tahiti bringen sollte, fiel das Schiff den Franzosen in die Hände, die mit England im Krieg standen. Die 5 Jahre lange Wartezeit auf Nachschub ermüdete viele der Missionare. Einige wurden ermordet, andere verstarben, mehrere verließen ihren Dienst oder wurden psychisch krank.

Während seiner Zeit auf Tahiti erlernte Nott die Sprache der Einheimischen und übersetzte als Erster die Bibel in ihre Sprache. Im Juli 1812 heiratete er A. Turner, eine der Missionarinnen, die auf der Insel angekommen waren. Als König Pomare im Jahr 1803 starb, nahm sein Sohn den Titel Pomare II an. Er war noch boshafter und gewalttätiger als sein Vater. Henry Notts Leben und Dienst war nicht einfach. Aber geduldig tat er seine Arbeit und blieb seinem Ruf durch Gott treu. Nach jahrelanger, erfolgloser Arbeit und der Plünderung des Missionshauses verließen sechs weitere Missionare Tahiti. Wieder blieb Nott allein, um seinen Dienst treu fortzuführen. Wiederholt machte er lange und mühsame Predigtreisen durch die Insel.

Es dauerte geschlagene 22 Jahre bis Henry Nott den ersten Tahitianer sah, der die Entscheidung traf, Jesus zu folgen. Über Henry Notts unermüdliche Arbeit, Treue und Geduld heißt es: „Ohne die Beharrlichkeit von Henry Nott wäre die Arbeit in Tahiti zweifellos aufgegeben worden.“

Nur 2x während seiner 47jährigen Missionstätigkeit kehrte Henry Nott in seine Heimat nach England zurück. Am 2. May 1844 starb er in der Region Papara auf Tahiti.

Im Übrigen wird von einem Haushalter nur verlangt,
dass er treu erfunden wird.
(1 Korinther 4:2)
Missionsschiff "Duff" erreicht Tahiti


Freitag, 12. Juni 2020

Trotzdem!

Nicht alles, was Mutter Teresa gesagt oder geschrieben hat, findet meine uneingeschränkte Zustimmung. Aber sie hat schon einige nachdenkenswerte und wie ich meine biblische Gedanken geäußert. In einem von ihr gegründeten Kinderheim in Kalkutta findet sich folgender Wandtext

Menschen sind oft unvernünftig, unlogisch und egozentrisch;
Vergib ihnen trotzdem.
Bist du freundlich, könnten einige Leute dir selbstsüchtige und versteckte Motive vorwerfen;
Sei trotzdem freundlich.
Bist du erfolgreich, machst du Dir falsche Freunde und echte Feinde;
Sei trotzdem erfolgreich.
Bist du offen und ehrlich, betrügen Dich vielleicht manche Leute;
Sei trotzdem offen und ehrlich.
Was du in Jahren aufbaust, könnte jemand in einer Nacht zerstören;
Baue trotzdem.
Bist du froh und gelassen, werden die Leute vielleicht eifersüchtig;
Sei trotzdem fröhlich.
Das Gute, das Du heute tust, werden die Menschen morgen vielleicht schon vergessen;
Tue trotzdem Gutes.
Gib der Welt das Beste, was du hast – auch wenn es nicht genug ist;
Gib der Welt trotzdem das Beste, was du hast. 
 
Weißt Du, am Ende geht es nur um dich und Gott;
Es ging sowieso nie um dich und „andere“. 
 
Ich meine, dass diese Aussagen sehr wohl in der Kategorie „Jesus-ähnlich“ einzuordnen sind.
  • Jesus hat denen vergeben, die nicht darum baten.
  • Er hat sich finden lassen von denen, die nicht nach Ihm suchten.
  • Er ist uns in bedingungsloser Freundlichkeit begegnet.
  • Er geht offen und ehrlich mit uns um, selbst wenn wir Verstecken spielen.
  • Er will uns immer wieder aufbauen, auch wenn wir immer wieder niederreißen.
  • Er tut uns Gutes, auch wenn wir schandhaft oft vergessen, Ihm zu danken – oder Seine Güte  gar nicht erst bemerken.
Mir kommt die „Goldene Regel“ in den Sinn. Jesus sagt: 
 
“Alles nun, was ihr wollt, daß die Leute euch tun sollen,
das tut auch ihr ihnen ebenso; 
denn dies ist das Gesetz und die Propheten.“ (Matthäus 7:12) 
 
Paulus schreibt ähnliches in Galater 5:14:
 
 Denn das ganze Gesetz ist in "einem" Wort erfüllt, in dem:
»Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!« 
 
Sicher gibt es auch in unserm Leben Gründe, die uns drängen, aufzugeben:
aufgeben zu lieben
aufgeben zu dienen
aufgeben freundlich zu sein
aufgeben zu bauen
aufgeben Gutes zu tun
aufgeben konsequent Jesus zu folgen
aufgeben zu glauben 
 
Gib nichts auf von all diesen guten Dingen! Tue sie trotzdem! 
 
Darum, meine geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich,
nehmt immer zu in dem Werk des Herrn,
weil ihr wißt, daß eure Arbeit nicht vergeblich ist im Herrn!
(1 Korinther 15:58

Donnerstag, 11. Juni 2020

Liebe


Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede,
Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue,
Sanftmut, Selbstbeherrschung.
(Galater 5:22)

Gestern ging es an dieser Stelle um „Freude“ als Frucht des Heiligen Geistes. Zur Frucht des Geistes gehört nicht nur die Freude, sondern auch die Liebe. Über das griechische Wort „agapao“, das in Galater 5:22 mit „Liebe“ übersetzt wird, schreibt der Theologe W. Barclay:

Es ist eine Liebe, die mehr eine Entscheidung ist als eine spontane Reaktion des Herzens. Liebe, ebenso Sache des Verstandes wie des Herzens, weil diese Liebe sich dafür entscheidet, das zu lieben, was Liebe nicht verdient. „Agape“ hat mit dem Verstand zu tun: Es ist nicht einfach eine Emotion, die ungefragt in unseren Herzen aufsteigt. Agape Liebe ist ein Prinzip, nach dem wir bewusst leben.“

Natürlich bevorzugt jeder von uns die Liebe, die mit Gefühlen kommt. Jeder möchte sagen: ‚Ich habe die Frucht des Heiligen Geistes, denn in der Herzgegend habe ich ein warmes Gefühl für Jesus, für meine Geschwister und für die anderen Menschen.

Aber Liebe als Frucht des Heiligen Geistes drückt sich darin aus, dass der Heilige Geist in uns die Fähigkeit bewirkt, die zu lieben, die wir für unliebsam halten – die uns quer kommen.

Stuart Holden war vor 100 Jahren ein Pastor in England. In Ägypten traf er einmal einen gläubigen Unteroffizier der englischen Armee. "Wie wurdest du Christ?" fragte er ihn.

Der Unteroffizier antwortete: "Es gab einen normalen Soldaten in meiner Truppe, ein Schütze, der sich auf der Insel Malta bekehrt hatte. Ich machte ihm das Leben zur Qual. Ich erinnere mich besonders an eine Nacht, als es sehr regnerisch war. Er kam von seiner Wachschicht nass und müde zurück in die Kaserne. Aber wie immer kniete er sich vor dem Schlafengehen noch nieder, um zu beten. Meine Stiefel waren mit Schlamm bedeckt, und ich warf sie beide auf ihn und schlug ihm zweimal auf den Kopf. Er kniete weiter und betete.

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, fand ich meine Stiefel an meinem Bett blitzblank gesäubert und poliert. Das war seine Antwort an mich. Es hat mir das Herz gebrochen. An diesem Tag habe ich Buße getan und mich bekehrt."

Das ist die Art Liebe, Agape-Liebe, die als Frucht des Heiligen Geistes in uns wächst. Jesus spricht darüber in Matthäus 5:44-48:

Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen, 45 damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel seid. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte. 46 Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, was habt ihr für einen Lohn? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe? 47 Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr Besonderes? Machen es nicht auch die Zöllner ebenso? 48 Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist!

Wir alle haben Menschen um uns herum, die anders sind als wir, gewöhnungsbedürftig, zu laut, zu schüchtern, zu forsch; Menschen, die anders denken, anders handeln, anders wählen, anders entscheiden, andere Vorzüge haben. Menschen, die wir nicht mit der „Liebe“ lieben können, die uns die Natur mitgegeben hat. Es braucht die „Agape“ Liebe, die Frucht des Geistes Gottes, um diese Liebe zu besitzen und zu verbreiten. Aber wer das tut, wer sich erfüllen lässt von Gottes Geist und Frucht bringt für Jesus, in dem wird auch diese Liebe wachsen.