„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Mittwoch, 16. Januar 2019

1000x

“Tausendmal wurde die Bibel zu Grabe geläutet, die Totenrede gehalten, aber irgendwie war sie nie tot zu kriegen.” sagte Bernhard Ramm. Bereits vor 6 Jahren berichtete Idea Spektrum, dass das kommunistisch regierte China als größter Bibel-Produzent und Exporteur der Welt galt. Binnen 25 Jahren wurden in der Bibeldruckerei in Nanjing 100 Millionen Exemplare des „Buches der Bücher“ hergestellt,  60 Millionen für das Inland bestimmt, 40 Millionen in mehr als 70 Sprachen für das Ausland.
 
Man möchte hoffen, dass sich diese Entwicklung bis heute fortsetzt, auch wenn die Kontrolle in China und die Verfolgung unserer Geschwister wieder deutlich zunimmt.

Es gibt viele wunderbare Fakten und Zitate über das Buch der Bücher. Die Art, wie die Bibel überliefert wurde bestätigt ihre Zuverlässigkeit. Erstaunlich viele Abschriften gibt es von der Bibel gibt, erstaunlich wenige von den klassischen Werken (Homer, Tacitus, Shakespeare…). Dazu kommt die verblüffende Genauigkeit, mit der die Juden die biblischen Texte kopierten. Dennoch ist es die Bibel, die angezweifelt wird.

Die Bibel bildet mit Altem und Neuem Testament eine logische Einheit. 40 Schreiber in einem Zeitraum von über 1500 Jahren haben in drei Kontinenten (Asien, Afrika, Europa) an ihr geschrieben. Dennoch erkennt man den roten Faden. Die Eckpfeiler der Bibel sind:
  1. Die Schöpfung der Welt durch einen persönlichen Gott
  2. Rebellion des Menschen gegen den Schöpfer. (Der Sündenfall und seine Folgen)
  3. Gottes Rettungsaktion durch Jesus Christus
  4. Die Zukunft dieser Welt
Archäologische Funde bestätigen die Zuverlässigkeit der Bibel. Dave Blasinger und Charles E. Sellier, zwei amerikanische Archäologen bemerken:

„Die Bibel ist sowohl ein einzigartiges geschichtliches Dokument, als auch ein verlässliches historisches Quellenwerk. Sie hat zu Tausenden von archäologischen Funden geführt und eine umfangreiche Literatur über alte Kulturen entstehen lassen. Diese Bibel hat sich, wo immer sie nachgeprüft werden konnte, als wahr erwiesen, in der Beschreibung kleiner Details ebenso wie in der Schilderung großer Ereignisse.“

25% der Bibel besteht aus Prophetien, Voraussagen über geschichtliche Entwicklungen. Tatsache ist, dass sich bereits 90% aller Voraussagen erfüllt haben. Die restlichen 10% stehen noch aus. Falschen Prophetien in der Bibel hat es nie gegeben.

Für kein Buch haben mehr Menschen ihr Leben gewagt und auch verloren als für die Bibel.

Welche Bedeutung hat die Bibel – genauer definiert: das Wort Gottes in deinem Leben? Kennst Du es? Liest Du es? Vermutlich werden eine ganze Reihe Leser diese Fragen mit Ja beantworten. Erlaubt mir eine abschließende Frage: Verändert Gottes Wort Dein Leben?

Beginne jeden Tag neu, es zu lesen und Gottes Wesen und Willen darin zu erforschen. Mach die gleiche Erfahrung wie der Schreiber des 119. Psalms, der in Vers 162 erfreut ausruft:

Ich freue mich über dein Wort wie einer, der große Beute findet.
(Mit Informationen, u.a. aus dem FB Eintrag eines Freundes; Fortsetzung folgt)

Dienstag, 15. Januar 2019

Gebet im 3. Johannesbrief


Auch im 3. Brief des Johannes suchen wir Worte wie Gebet, Dank, Lob, Bitte, Opfer und dergleichen vergeblich. Worte, die wir direkt mit Gebet verbinden, sind, wie in seinem 2. Brief, Fehlanzeige. Dennoch fallen beim Lesen des kurzen Briefes einige Verse auf, hinter denen sich Gebet versteck! Christsein ohne Gebet – das ist wie ein Fisch ohne Wasser – unmöglich. Und so versteckt sich auch im 2. Johannesbrief der Gebetsgedanke in mehreren Versen.

Als Beispiel sei Vers 2 zitiert. Johannes schreibt an Gajus, den Empfänger des Briefes:

Mein Lieber, ich wünsche dir in allen Dingen Wohlergehen
und Gesundheit, so wie es deiner Seele wohl geht!

Auf den ersten Blick hört sich das an wie freundliche Einleitungsworte in einem Brief. Wir formulieren es oft ähnlich, wenn wir schreiben: Ich hoffe, es geht Dir gut! oder Ich wünsche Dir einen guten Tag! Aber das Wort, das hier mit „wünsche“ übersetzt ist bedeutet mehr. Das Wort εὔχομαι (euchomai) kommt 6x im Neuen Testament vor. 3x wird es im Sinne von „wünschen“ übersetzt, 3x im Sinne von Beten. So heißt es in 2 Korinther 13:7: Wir beten aber zu Gott. Zwei Verse weiter schreibt Paulus: „Um dieses bitten wir auch. Und in Jakobus 5:16 fordert uns der Apostel auf: Betet füreinander.

Durchaus kann also das Wort „euchomai“ auch mit bitten oder beten übersetzt werden, wie es auch andere deutsche Bibelausgaben oder anderssprachige Übersetzungen tun. Somit haben wir das „versteckte“ Gebet im 3. Johannesbrief entdeckt und können berechtigt  lesen:

Lieber Freund, ich bete, dass es dir in jeder Hinsicht gut geht, 
und dass dein Körper so gesund ist, wie ich es von deiner Seele weiß.

In unserem Alltag macht das aber einen großen Unterschied, ob wir jemandem etwas wünschen, oder ob wir es für jemanden erbitten, nicht wahr? Es macht einen Unterschied, ob wir uns etwas wünschen oder ob wir es uns von Gott erbitten.

Kann ich denn alle meine Wünsche zu einem Gebet machen? Kann ich darum beten, dass meine Mannschaft gewinnt, dass heute das Wetter schön wird oder ich in der Klausur ein A bekomme?

Grundsätzlich dürfen wir mit Gott über alles reden. Über alles, auch unsere Wünsche! Solches Reden mit Gott ist Gebet! Manchmal sind unsere Gebete allerdings selbstsüchtig, unweise oder sogar schlecht für uns. Darum hat Gott in Seiner Gnade eine Sicherung eingebaut. ER ist es, der unsere Gebete beurteilt und darauf reagiert. Er wird uns keinen Stein geben, wenn wir Ihn um Brot bitten. Aber Er wird uns auch keinen Skorpion geben, wenn wir Ihn um einen bitten. Gott wird keine Gebete erhören, die Seinem Willen nicht entsprechen. Eine große Hilfe mag uns Psalm 37:4 geben, wo es heißt:

„Habe deine Lust am Herrn,
so wird er dir geben, was dein Herz begehrt!“

Dieser Vers ist eine Megahilfe für unser Gebetsleben. Wenn Jesus unsere Freude, unser Streben und unser Ziel ist, wenn Jesus unser Zentrum und Lebensinhalt ist, dann wird uns ein unerfüllter Wunsch nicht weh tun. Dann wird auch ein unerfüllter Wunsch Dankbarkeit bewirken, weil wir wissen, dass Jesus uns gehört hat und in Seiner Weisheit anders entschieden hat. Wenn wir unsere Freude am Herrn haben, dann werden sich unsere Gebete nicht so sehr um unsere Wünsche drehen, sondern um Jesus, Sein Reich und Seinen Willen. Ja, dann wird Er gerne geben, was unser Herz begehrt, denn es begehrt, was Sein Herz begehrt.

Und damit zurück zu 3. Johannes 2:

Mein Lieber, ich wünsche dir in allen Dingen Wohlergehen
und Gesundheit, so wie es deiner Seele wohl geht!

Lass Deine Wünsche durch innige Gemeinschaft mit Jesus geboren werden. Innige Gemeinschaft mit Jesus formt und läutert unsere Wünsche und bringt sie vor den, der unsere Herzen sieht. Und er erkennt diese Wünsche als erhörbare Gebete. Vielleicht sind es diese „Wünsche“, die Gott meint, wenn er Jesaja verheißt:

Und es wird geschehen: Ehe sie rufen, will ich antworten;
während sie noch reden, will ich sie erhören!
(Jesaja 65:24)

Montag, 14. Januar 2019

"Fragen zu Himmel und Hölle"

Sorry! Wieder mal das rechtzeitige Einstellen vergessen! Hier eine Wiederholungsandacht zu einem äußerst wichtigen Thema.

"Fragen zu Himmel und Hölle" - so überschrieb unsere Lokalzeitung einen Bericht über ein Gemeindeforum. Renommierte Persönlichkeiten, Männer mit Rang und Titel nahmen daran teil. Drei Pfarrer und ein Prof. Dr., die über die Frage nachdachten, ob es einen doppelten Ausgang der Geschichte gibt – sprich: Himmel und Hölle. Eine klare Antwort kam am Ende nicht dabei heraus. Immer wieder bezog sich der Artikel auf die Aussagen des Heidelberger Katechismus, die im tiefsten Grunde gar nicht so falsch sind, wenn sie zum Ausdruck bringen, dass für echte Christen das Gericht bereits erledigt ist – getragen durch Jesus am Kreuz. Auch die Aussage des Katechismus, dass nicht alle Menschen, sondern nur die wahren Christusgläubigen gerettet sind, ist begrüßenswert. Zitat: „Das Bekenntnisbuch zeigt ein deutliches Bild: Die einen, die Glaubenden, werden gerettet und die anderen, die eben nicht glauben, verdammt werden.“ So weit – so gut!

Dann allerdings weicht einer der Gelehrten sowohl vom Heidelberger Katechismus ab, als auch von dem Schriftverständnis Luthers und den Aussagen der Bibel. Nach seiner Auffassung ist der Heidelberger Katechismus (und damit der Reformator und Bibelübersetzer Martin Luther) eindeutiger als die Bibel selbst, die viele Fragen offen lasse. Jetzt wird’s gefährlich! Der studierte Redner ist der Auffassung, dass die Bibel uns Argumente zur Allversöhnung liefert, ebenso wie für die Lehre von Himmel und Hölle. Das lässt natürlich eine der wichtigsten Fragen des Glaubens offen.

Nun, wer bin ich, einem Titelträger mit hohen Ehren zu widersprechen? Ich gebe ohne Scheu zu, dass meine Kenntnisse der biblischen Originalsprachen nicht an die Kenntnisse jenes Redners
heranreichen. Andererseits stehe ich genauso ohne Scheu auf für das, was die Bibel über Himmel und Hölle lehrt. Um das zu verstehen, braucht es weder Kenntnisse in Hebräisch, noch Griechisch noch der Aramäischen Sprache. Es bedarf einfach einer Bibel in meiner Muttersprache und eines Glaubens an die Inspiration des Wortes Gottes. Über Jahrtausende haben gottesfürchtige Menschen an einen doppelten Ausgang geglaubt, an Himmel und Hölle. Nicht neue Erkenntnisse und Forschungen haben diesen Glauben erschüttert, sondern das Zeitalter der Aufklärung und der Wissenschaftsgläubigkeit, das um das 18. Jahrhundert herum begann. Um nicht als rückständig und unwissenschaftlich belächelt zu werden, ging man Kompromisse in Auslegungsfragen der Bibel ein. Um nicht in die Ecke der Radikalen und Intoleranten versetzt zu werden, versuchte man nicht mehr, den von den Vätern überlieferten Glauben zu verteidigen. Vielmehr versuchte man, ihn zu relativieren. Diese Versuche halten bis heute an. Gottes Wort aber erklärt, simple und klar: 

Ist nicht Verderben für den Übeltäter bestimmt und Missgeschick für die, die Unrecht tun? (Hiob 31:3)
Wenn dich aber deine Hand zum Abfall verführt, so haue sie ab! Es ist besser für dich, dass du verkrüppelt zum Leben eingehst, als dass du zwei Hände hast und fährst in die Hölle, in das Feuer, das nie verlöscht. (Markus 9:43)
Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, und erbt das Reich, das euch bereitet ist seit Grundlegung der Welt! … Dann wird er auch zu denen zur Linken sagen: Geht von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! (Matthäus 25:34+41) 

Wie auch Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die in gleicher Weise wie sie Unzucht trieben und hinter fremdem Fleisch herliefen, als ein Beispiel vorliegen, indem sie die Strafe des ewigen Feuers erleiden. (Judas 7) 

Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. (Johannes 3:36) 

Natürlich kann man mit ausgeklügelten, humanistischen Argumenten versuchen, zu relativieren und verwässern, was Gott uns klar und deutlich offenbart hat. Und die Bibel verheißt diese Vorgehensweise. In 1 Timotheus 4:1 warnt Paulus: 

„Der Geist aber sagt deutlich, dass in den letzten Zeiten einige von dem Glauben abfallen werden und verführerischen Geistern und teuflischen Lehren anhängen“ 

Im zweiten Brief an Timotheus schreibt Paulus: 

Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und was dir zur Gewissheit geworden ist, da du weißt, von wem du es gelernt hast (2 Timotheus 3:14) 
Und was du von mir gehört hast vor vielen Zeugen, das befiehl treuen Menschen an, die tüchtig sind, auch andere zu lehren. (2 Timotheus 2:2)

 Wir brauchen keine neue Interpretation, keine neue Toleranz, keine neuen Wahrheiten und keine neuen Argumente. Was wir brauchen ist eine Rückkehr zu den Wurzeln, eine Rückkehr zum Glauben an den „alten Gott, den Gott der Urzeit“ (5 Mose 33:27), eine verbindliche Rückkehr zu Seinem Wort und eine Rückkehr zum Glauben derer, die vor uns kompromisslos mit Jesus gelebt haben. Solch eine Rückkehr wird uns und unser Umfeld (äußerst positiv) verändern!

Sonntag, 13. Januar 2019

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!

Predigttext:
Johannes 14:1-3 u.a. Verse zum Thema "Himmel"


1 Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!
2 Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten.
3 Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.
 
CCFG
Lobpreis - Gottes Wort!

Gemeinschaft - Gebet!
Gemeinsames Mittagessen 
 

Beginn: 10:30 Uhr

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
(gegenüber dem Medizinischen Zentrum)
57290 Neunkirchen-Zentrum
Herzlich Willkommen!

Sonntagszitat:
"Alle Schätze, die wir auf der Erde anhäufen, lassen wir zurück, 
wenn wir hier abscheiden. 
Alle Schätze, die wir im Himmel sammeln, warten auf uns, 
wenn wir dort ankommen."
(Randy Alcorn) 
Wandelt mit den Füßen auf der Erde; 
mit den Herzen aber seid im Himmel.
(Giovanni Melchiorre Bosc)

Im Himmel möchte ich lieber dafür getadelt werden, 
dass ich zu viel geliebt habe, 
als dass ich zu wenig geliebt habe.
(Brother Andrew / Open Doors)

Samstag, 12. Januar 2019

Frieden

Der Lehrer gibt seinen Schülern den Auftrag, ein Gemälde zu schaffen zum Thema: „Vollkommener Frieden“.

Alle in der Klasse vertiefen sich an die Arbeit. Was kann man malen? Welches Motiv illustriert Frieden am besten? Eifrig arbeitet jeder daran seine Gedanken auf Papier auszudrücken. Der Abgabetermin naht und der Lehrer dreht seine Runden im Klassenzimmer. Hier nähert er sich einem der Schüler und ist überrascht von dem Bild, das er sieht. Ein Junge hat dunkle Sturmwolken gemalt, Krieg, Krankheit und Tod. Aber mittendrin ist dieser Baum, und auf einem seiner Äste sitzt ein Vogel mit weit ausgebreiteten Flügeln. Es sieht aus, als würde dieser Vogel singen.

In Anbetracht dieses Bildes kratzt sich der Lehrer am Kopf und meint: „Ich dachte, die Aufgabe sei gewesen, vollkommenen Frieden zu malen?!“ "Das habe ich getan,“ antwortet der Junge. "Sehen Sie, der kleine Vogel lebt im Frieden mit seiner Umgebung. Er hält in all den Umständen an Gottes Verheißung fest, dass Gott sich um ihn kümmern wird. Der Vogel weiß, dass Gott ihm jederzeit Wind vom Himmel unter seine Flügel schicken – und ihn an einen besseren Platz bringen kann.“

Frieden, so zeigt diese Geschichte, ist nicht die Abwesenheit von Unruhe und Unheil, sondern Bewahrung und Hoffnung mitten in unserer unheilvollen Welt.

Jesus Christus sagt: „Ich lasse euch ein Geschenk zurück - meinen Frieden. Und der Friede, den ich schenke, ist nicht wie der Friede, den die Welt gibt. Deshalb sorgt euch nicht und habt keine Angst.“ Der Psalmist singt: „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt, der bleibt unter dem Schatten des Allmächtigen.“

Dieses gerade angebrochene Jahr wird auch uns Sturmwolken bringen, Krieg, Krankheit und Tod, die sich schmerzlich vermischen mit den Sonnentagen, den Freuden und den Erfolgen dieses Jahres. Aber Jesu Versprechen gilt uns an jedem Tag und in jeder Situation dieses Jahres: „Ich lasse euch ein Geschenk zurück - meinen Frieden. Und der Friede, den ich schenke, ist nicht wie der Friede, den die Welt gibt. Deshalb sorgt euch nicht und habt keine Angst.

Frieden kann jeder Mensch bei Jesus finden, selbst mitten in Not und Dunkelheit. Jesus schenkt nicht nur Frieden, Er ist Frieden. Komm zu Jesus und finde Frieden!

Freitag, 11. Januar 2019

Freude und Tod

Es ist schon interessant, dass sich ein Mensch Philipper 4:4-7 als Predigttext für seine eigene Beerdigung aussucht. So erging es mir vor vielen Jahren, als ein sterbenskranker Bruder sich die Freudenverse für seine eigene Beerdigung aussuchte. Und, so muss ich bekennen, ich war ausgesprochen froh, als mir dieser Text als Predigttext gegeben wurde. 

"Freut euch im Herrn allezeit; abermals sage ich: Freut euch!  Eure Güte lasst alle Menschen erfahren! Der Herr ist nahe!  Sorgt euch um nichts; sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden. Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus!" 

Was kann unsere lebendige Hoffnung deutlicher ausdrücken als die Tatsache, dass Gotteskinder sich selbst im Angesicht des Todes freuen können. Der Mensch, der selbst im Angesicht des Todes Gottes Wort ernst nehmen kann, der kennt seinen Herrn und Erlöser. Jesus ist der Grund seiner Freude.

Darum heißt es auch nicht: Seid ausgelassen allezeit oder lacht allezeit. Es heißt nicht einmal: "Freuet euch allezeit." Gott ruft uns durch den Apostel Paulus zu: "Freuet euch in dem Herrn allezeit!"
  • Bei Jesus können wir ein trübes, trostloses, altes Leben eintauschen gegen ein neues! 
  • Bei Jesus finden wir Vergebung - und die Gewissheit der Vergebung aller unserer Schuld! 
  • Bei Jesus finden wir Trost und Halt, selbst in den Zeiten, in denen uns das Leben durch harte Schicksalsschläge zusetzt! 
  • Bei Jesus finden wir Verheißungen - und erfahren wir Verheißungen, die über jeden irdischen Wert hinausgehen! 
  • Bei Jesus finden wir eine Hoffnung, die uns im Leben trägt - und nicht nur im Leben - vielmehr noch im Sterben! 
  • Bei Jesus finden wir Aufnahme, nicht für ein weiters Leben mit Höhen und Tiefen, sondern für die Ewigkeit in der Herrlichkeit, Gegenwart und Freude unseres Herrn!
Tatsachen wie diese - und es ist nur eine kleine Auswahl der Gründe unserer Freude - machen deutlich, warum es nicht abwegig ist, Philipper 4:4-7 als Predigtext für die eigene Beerdigung auszusuchen. Diese Verse trösten den Sterbenden mit Vorfreude auf die Begegnung  mit seinem Retter, Jesus. Gleichzeitig lenken sie unser aller Blicke auf Jesus, der alleine bleibende Freude schenken kann, selbst in Leid und Trauer.

Euch allen einen gesegneten Tag im Sinne von Philipper 4:4!

Donnerstag, 10. Januar 2019

Hätte Gott ...

Im  Gottesdienst lesen wir durch die Apostelgeschichte. In Kapitel 1 werden in Vs 13 die 11 Namen von Jüngern aufgelistet. Die einzelnen Jünger waren alles normale Menschen wie wir. 
Dann spulen wir vorwärts und schauen uns ihr Ende an (wie es Tradition, Überlieferung und Kirchengeschichte berichten). Alle werden mächtig von Gott gebraucht. Die meisten international. Fast alle sterben einen frühzeitigen Tod.

Nach dem Gottesdienst kommt eine junge Frau auf mich zu. Sie stellt eine interessante und berechtigte Frage: „Diese Jünger waren Gott so treu und gehorsam; Gott konnte sie so gut in aller Welt gebrauchen. Warum hat Gott ihren frühen Tod zugelassen, anstatt ihr Leben zu beschützen, zu verlängern und sie bis ins hohe Alter zu gebrauchen?“ 

Wir sprechen ein wenig über den Sinn des Leidens, das uns oft so sinnlos erscheint. Gott „tickt“ anders als wir. 

So hoch der Himmel über der Erde ist,
so viel höher sind meine Wege als eure Wege
und meine Gedanken als eure Gedanken. 
(Jesaja 55:9)
 
Gottes Logik ist anders als unsere. Die geistliche Welt funktioniert anders als die Welt, in der wir körperlich leben. Und in allem dürfen wir wissen, dass Er nie einen Fehler macht und nie eine Fehlentscheidung trifft. 
 
Mir fielen Worte ein, die ich einmal auf einer Männerfreizeit gehört hatte. Es ging um das Leben Josefs, der viel leiden musste, der ungerechterweise litt – nach dem Willen Gottes. Aber Gott verfolgte einen Plan. Hätte Gott anders gehandelt, hätte es zu einer geistlichen Katastrophe kommen können. Der Redner schloss ab mit den Worten:
 
-         Hätte Potiphars Frau Josef nicht fälschlicherweise der versuchten Vergewaltigung beschuldigt, wäre er nie ins Gefängnis gekommen.
-         Hätte Josef nicht im Gefängnis gesessen, hätte er nie die Bediensteten des Pharao kennengelernt.
-         Hätte Josef die Bediensteten des Pharao nie kennengelernt, hätte er nie ihre Träume interpretieren können.
-         Hätte Josef nicht die Träume der Bediensteten korrekt interpretiert, wäre er nie dem Pharao vorgestellt worden.
-         Wäre Josef nie dem Pharao vorgestellt worden, hätte er nie dessen Träume korrekt interpretieren können.
-         Hätte Josef nicht die Träume des Pharao interpretiert, wäre er nie Governeur von Ägypten geworden.
-         Hätte Josef die Governeursverantwortung nicht erhalten, hätte er das Land Ägypten nicht retten können.
-         Hätte er Ägypten nicht gerettet, wäre auch sein Vater Jakob mit seiner Großfamilie aus Kanaan nicht nach Ägypten gekommen und gerettet worden.
-         Hätte Jakobs Familie kein Getreide in Ägypten kaufen können, wären sie in Kanaan verhungert.
-         Wäre Jakobs Familie in Kanaan verhungert, wäre der Messias nie gekommen, der durch Jakobs Familie kommen sollte und musste.
-         Wäre der Messias nicht gekommen – die Welt wäre auf ewig ohne Hoffnung. 
 
Wäre ... Hätte Gott ... alles Hypothesen. Aber sie zeigen uns hier im Fall von Josefs Leben, dass Gott Seine Hand in allem hat, dass Seine Gedanken und Wege tatsächlich immer höher und weiser sind als unsere Gedanken. Wir dürfen wissen, dass Gott NIE einen Fehler macht.  

Erscheinen meines Gottes Wege
mir seltsam rätselhaft und schwer
und gehn die Wünsche, die ich hege,
still unter in der Sorgen Meer,
will traurig schwer der Tag verrinnen,
der mir nur Schmerz und Qual gebracht,
dann will ich mich auf eins besinnen,
dass Gott nie einen Fehler macht.

Wenn mir zu hoch des Herrn Gedanken,
zu tief der Brunnen seiner Huld,
wenn alle Stützen haltlos wanken,
die Kraft mir fehlt und die Geduld,
wenn gar mein Blick kein Ziel mehr findet
bei banger tränenreicher Wacht,
ein Glaubensfünklein dennoch kündet,
dass Gott nie einen Fehler macht.

Wenn über ungelösten Fragen
mein Herz verzweiflungsvoll erbebt,
an Gottes Liebe will verzagen,
weil sich der Unverstand erhebt,
dann darf ich all mein müdes Sehnen
in Gottes Hände legen sacht
und dieses sprechen unter Tränen,
dass Gott nie einen Fehler macht.

Drum still, mein Herz, und lass vergehen,
was irdisch und vergänglich heißt.
Im Lichte droben wirst du sehen,
dass gut die Wege, die er weist.
Und müsstest du dein Liebstes missen,
ja ging's durch kalte, finstre Nacht,
halt fest an diesem sel'gen Wissen,
dass Gott nie einen Fehler macht.
 
Herbert Sack (1902-1942/43) 
 
Niedergeschrieben vermutlich im November 1942 in Stalingrad. 
Am 22. des Monats begann die Einkesselung durch die Rote Arme

Mittwoch, 9. Januar 2019

Ist Freude auf den Himmel legitim?

Uns geht es im Großen und Ganzen gut, oder? Wir haben genug zu essen, ein Dach über dem Kopf, Freunde, einen Computer, ein relativ gut funktionierendes Sozialsystem und Gesundheitssystem und viele andere Privilegien. Und während ich dies schreibe, scheint sogar die Sonne. Ist es dennoch legitim, sich auf den Himmel zu freuen?

An einem Tag schickte Jesus seine Jünger, um das Evangelium vom Reich Gottes zu verkündigen, Kranke zu heilen und Ihn, Jesus, zu bezeugen. Kurze Zeit später kamen die Jünger begeistert zurück. „Herr, sogar die Dämonen waren uns untertan in deinem Namen!“ Und was war Jesu Antwort? Er sagt, dass es noch Größeres gibt als wunderbare Bewahrungen, Heilungen und Dämonenaustreibungen. Jesus sagt:

„Doch darüber freut euch nicht, dass euch die Geister untertan sind.
Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.“   
(Lukas 10:20)

Es gibt größeren Grund zur Freude im Himmel als die größte Freude, die man sich auf Erden vorstellen kann. Freude auf den Himmel ist daher nicht mit „Lebensmüdigkeit“ oder „Märtyrertum“ gleichzusetzen. Freude auf den Himmel möchte man eher vergleichen mit der kindlichen Vorfreude auf Weihnachten, wie wir es vor wenigen Wochen beobachten konnten; oder es ist eine freudige Spannung, die Erwartung von etwas ganz Großem. Noch ist es ein verhülltes Mysterium, aber alle Hinweise und Offenbarungen versprechen die Enthüllung einer Herrlichkeit, die mit menschlichen Worten nicht zu beschreiben ist.

Leider hängen wir oft unsere Herzen so sehr an das Zeitliche und Sichtbare, mit dem wir überdurchschnittlich gesegnet sind, dass wir das Ewige und (momentan noch) Unsichtbare vergessen oder grob vernachlässigen. In Johannes 14:3 sagt Jesus seinen Jüngern:

„Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen;
wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten.“

Der Musiker Keith Green überlegt: Wenn Jesus diese herrliche Welt in nur 6 Tagen erschaffen hat, und an unseren Wohnungen bereits seit 2000 Jahren arbeitet, dann muss das Leben hier auf der Erde wie ein Leben im Mülleimer sein, verglichen zu dem, was auf uns wartet.

Und wir sollten uns nicht freuen? Ich freue mich!