„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Halbe/Halbe

Als Kinder hatten wir ein Bilderbuch mit dem Titel: „Die verrückte Arche Noah“. Auf jeder Seite war ein Tier abgebildet, aber jede Seite war in der Mitte horizontal durchgeschnitten.  Daher konnte man den Oberleib von dem Tier oder seinen Unterleib getrennt umblättern. Natürlich entstanden dadurch neue Tierkreationen. Wenn man bei einem Elefant den Oberteil umblätterte und zur Seite einer Giraffe kam, sah man oben Hals und Teil des Körpers einer Giraffe, während die untere Hälfte vom Elefanten blieb. Das schuf eine Tierkombination aus Giraffenoberteil und Elefantenunterteil. Das neue Tier war dann ein Gira-fant. Zwei halbe Tiere ergaben ein neues. Das fanden wir als Kinder immer lustig.

Andere halbe Sachen sind dagegen gar nicht lustig. Ihr kennt sicherlich die Frage: „Was ist schlimmer als ein angebissener Apfel ... mit einem Wurm drin?“ Wer die Frage kennt, kennt auch die Antwort: „Ein angebissener Apfel mit einem halben Wurm drin.“ Auch das ist lustig. Halbe Sachen sind manchmal lustig, aber sie machen selten Sinn.

Hätte es Sinn gemacht, wenn Gott nach dem 3. Schöpfungstag aufgehört hätte? Licht, Atmosphere, Land, Meere und Pflanzen würde es gegeben haben – aber nicht zu lange, denn Himmelskörper, Tiere und Menschen würde es nicht geben. Halbe Sachen – nicht lustig!

Hätte es Sinn gemacht, wäre Jesus gekommen, hätte Menschengestalt angenommen, wäre über 33 Jahre alt geworden und hätte auf die Forderung der Spötter reagiert: „Komm herab vom Kreuz, dann wollen wir an dich glauben“? – Nein, es hätte keinen Sinn gemacht. Dankbarererweise machte Jesus keine halben Sachen. Er machte ganze Sache. Halbe Sachen machen selten Sinn.

Halbe Sachen machen auch in der Nachfolge Jesu keinen Sinn. Zu viele rennen dem Leben nach. Dem Geld, dem Erfolg, der Erholung, dem Luxus, dem Hobby. Zu viele leben, als gäbe es nur dieses Leben. Zu viele leben, als lebten sie für dieses Leben. Halbe Nachfolge – nichts Halbes und nichts Ganzes. Und weil das nicht befriedigt, erweitern sie die eine Hälfte – in der Regel die falsche. Ihre Unzufriedenheit treibt sie mehr ins Hobby, mehr in die Ablenkung und Zerstreuung, mehr in die „Freuden des Lebens“ – wie es die Bibel so altmodisch - aber korrekt - bezeichnet. Und das Ergebnis ist bleibende Unzufriedenheit.

Wenn wir entdecken, dass wir im Glauben halbe Sachen machen, dann nützt es nichts, den Glauben weiter zu begrenzen und die Dinge der Welt stärker zu verfolgen. Umgekehrt: die Hälfte unseres Lebens, die bisher nicht unter der Herrschaft Jesu stand, die muss ganz an Ihn. Folge: Wer ganze Sache macht mit Jesus steht plötzlich unter einer Segensdusche, denn Jesus verspricht:

Die Augen des Herrn durchstreifen die ganze Erde,
um sich mächtig zu erweisen an denen,
deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist.
(2. Chronik 16:9)

Falls Du drin stehst im Kreis derer, deren Herz nicht ungeteilt auf Jesus gerichtet ist, tritt heraus. Das kostet Mut, das kostet Umstellung und das kostet Glauben, ohne den es unmöglich ist, Gott zu gefallen. Aber es heilt ein zerteiltes Herz und dreht die Segensdusche Gottes auf, ohne die ein Christenherz nie glücklich wird.

Sei ganz sein oder lass es ganz sein!
(Pastor Wilhelm Busch)

Mittwoch, 30. September 2015

"Gehet hin ...!" HEUTE!

Wer meint, Mission sei langweilig, ist heute herzlich eingeladen, sich eines Besseren belehren zu lassen! Wycliff @ CCFG - 19:30 Uhr - Bitzegarten 5 - 57290 Neunkirchen.
Bring Freunde mit!

Fall auf! – Für Jesus!

Vorgestern morgen machte ich eine ganz interessante Entdeckung. Während meiner Stillen Zeit gab Gott mir eine Gegenstandslektion. Ich saß in meinem „Stille-Zeit-und-Arbeitssessel“ und schaute aus dem Fenster zum Himmel. Plötzlich glitzerte etwas am äußeren Fensterrahmen, das meinen Blick auf sich zog. Es war der Faden, den eine Spinne vom oberen Fensterbalken zum Längsbalken (oder der Hauswand) gesponnen hatte. Natürlich war der helle Netzfaden gegen den hellen Himmel unsichtbar. Aber: Ein Teil des Fadens wurde von der Sonne angestrahlt, je nachdem wie er sich im Wind bewegte. Wurde der Faden von einem Sonnenstrahl erwischt, leuchtete er auf und wurde sichtbar. Bingo! Die Lektion saß!

Irgendwo in diese Welt hat Gott jedes Seiner Kinder platziert. Wir sehen (so ungefähr) aus, wie alle anderen. Klein, groß, dick, dünn, schwarz, weiß oder andersfarbig. Rein äußerlich können wir in der Regel nicht sofort erkennen, wer zu Jesus gehört und wer nicht. Und doch kann es nicht verborgen bleiben. Wenn Jesus uns anstrahlt, dann beginnen wir plötzlich zu leuchten. Können wir was dafür? Nein! Wir sind einfach da, wo Jesus uns hingepflanzt hat. Dann richten wir uns aus wie eine Sonnenblume, die sich immer zur Sonne dreht und lassen uns anstrahlen – und schon leuchten wir. Keiner von uns leuchtet in seinem eigenen Licht – oder vielleicht doch. Aber dass ist dann nicht Jesu Licht. Das bringt Ihm keine Ehre und uns letztlich auch nichts Positives. Nein, wenn wir uns zu Jesus hin ausrichten, dann leuchten wir in Seinem Licht, in Seinem hellen, heilenden, frohen, wärmenden Licht. Das tut vielen gut in einer kaputten, kalten Welt.

Das Prinzip des in-der-Sonne-leuchtenden-Spinnenfadens finden wir auch in der Bibel – an mehreren Stellen. Hier nur zwei Beispiele:

Aber die, die ihn lieben,
(im Lied vertont: die auf Ihn sehen)
sollen sein, wie die Sonne aufgeht in ihrer Kraft!
(Richter 5:31)

Ihr seid das Licht der Welt.
Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt,
nicht verborgen sein. (Matthäus 5:14)

Warum sollten wir heute nicht unsere Augen zum Himmel aufheben und bitten:

„Herr, ich schaue auf Dich.
Ich komme zu Dir in Dein Licht.
Lass mich heute Dein Licht in Tat und Wort reflektieren.
Lass die Menschen, die mir heute begegnen,
Dir begegnen, weil sie Dich in mir sehen.
Lass mich auffallen – für Dich, Jesus!““

Dienstag, 29. September 2015

Morgen abend! "Gehet hin ...!"

Ja, "Gehet hin ...!" - aber kommt zuerst ...
Mittwoch, 30.9. - 19:30 @ CCFG

weiter unten: Andachtsblog für heute! Gesegneten Tag!

Warum überhaupt?

Ist Dir schon mal die Frage gekommen, warum wir überhaupt beten, obwohl Gott die Welt lenkt nach Seinem festen Plan? Warum dann noch beten? Beim Nachdenken kamen mir folgende mögliche Antworten in den Sinn:

Erstens ist Gebet eine einzigartige Gelegenheit, mit dem Schöpfer aller Dinge Kontakt aufzunehmen – nicht theoretisch, sondern praktisch! Gebet ist ein Vorrecht und eine Einladung Gottes. Wer wollte eine solch privilegierte Einladung links liegen lassen?

Zweitens muss ich nicht alles verstehen, um Gott gehorsam zu sein. Auch im Straßenverkehr schütteln viele von uns manches Mal den Kopf (vor allem bei Geschwindigkeitsbegrenzungen!). Trotzdem wissen wir, dass wir gut daran tun, uns an die Regeln zu halten – auch wenn wir sie nicht verstehen. Auch wenn ich es nicht immer sofort verstehe: Gebet bewirkt Segen!

Drittens ist es wohl richtig, dass Gott bereits heute das Morgen kennt. Aber wer sagt denn, dass das Morgen nicht durch unser Gebet heute gestaltet wird? In Ewigkeit hat Gott den Gehorsam Seines Volkes gesehen und einbezogen in Seine Planungen der Zukunft. Andererseits die Überlegung: wie anders könnte unser gestern ausgesehen haben, hätten wir vorgestern gebetet.

Viertens ist das Gebet nicht nur ein Mittel, etwas von Gott zu empfangen. Das ist meist unser Gedanke. Darum heißt es auch, dass die Not beten lehrt. Darum sind die Kirchen und Gebetsstunden voll in Zeiten nationaler oder lokaler Not und leer, wenns uns (zu) gut geht. Nein, Gebet ist Kommunikation mit unserem Vater im Himmel, Austausch, Bitten und Empfangen. Wer betet, selbst, wenn alle Fürbitte ausgelassen wird, wächst in der Erkenntnis Jesu und in seinem Leben mit Ihm. Wer das Gebet vernachlässigt, stagniert.

Fünftens öffnet uns Gebet den Weg zu Gottes Weisheit. Wem Weisheit mangelt – so Jakobus 1:5 – der darf sich im Gebet an Gott wenden, und er wird Weisheit von Gott empfangen. Wer Gottes Willen nicht kennt, der darf um Offenbarung Seines Willens bitten. Nicht immer wird Gott uns Seinen Plan für die entfernte Zukunft zeigen, aber sicher den nächsten Schritt.

Das sind fünf gute Gründe zu beten, auch wenn Gebet ein Mysterium Gottes ist, das Er uns aus dem Himmel runtergereicht hat auf unsere Erde, damit wir es nutzen und über seine Effektivität staunen.

Das Gebet ist die geheimnisvolle Verbindung  
von der Ohnmacht des Menschen  
zur Allmacht Gottes.  
Im Gebet kommt die Urbestimmung des Menschen zum Ausdruck,  
nämlich das vertrauensvolle Gespräch des Geschöpfes 
mit dem Schöpfer.  
(Jakob Abrell)

Betet ohne Unterlaß!
Seid in allem dankbar;
denn das ist der Wille Gottes
in Christus Jesus für euch.

(1 Thessalonicher 5:17+18)

Montag, 28. September 2015

Freudenluftballons

In einer eher konservativen Gemeinde wird eine Konferenz abgehalten. Allen Teilnehmern wird ein mit Helium gefüllter Luftballon gegeben und gesagt, diese irgendwann während des Gottesdienstes loszulassen, wenn sie Freude in ihrem Herzen empfinden würden. Da es eine konservative Gemeinderichtung war, fühlte sich kaum jemand frei, Freude zu äußern und zu sagen: "Hallelujah, Preis dem Herrn." Während der ganzen Predigt stiegen Ballons auf, aber als der Gottesdienst vorüber war, waren über ein Drittel der Ballons noch nicht losgeflogen.

Das kann natürlich einen Haufen verschiedene Gründe haben:

-         Die Leute haben keine Freude.
-         Die Leute hatten gerade in der Stunde keine Freude.
-         Die Predigt war so spannend, dass sie den Ballon vergessen haben.
-         Die Ballons waren so schön, dass man sie mit heimnehmen wollte.
-         Jemand wollte das Helium nach dem Gottesdienst einatmen, um dann wie Micky Maus zu klingen.
-         Man scheute sich, seine Freude durch das Steigenlassen der Ballons zu zeigen.

Was immer der Grund gewesen sein mag – mach's anders!

Wenn Du Jesus nicht kennst, lerne ihn kennen. Dann lernst Du Freude kennen – und dann lass sie raus!
Wenn Du Jesus kennst, aber Seine Freude nicht kennst – o weia – na, ja, schreib mal! (Kontaktformular im seitenfenster)
Wenn Du Jesus kennst und Seine Freude kennst – Mensch – lass sie raus! Sing ein Lied, preis den Herrn, umarme jemanden, sag jemandem, warum Du Dich freust. Tue irgendwas – aber bleib nicht mit Deiner Freude sitzen, als hättest Du keine! Freude hat etwas ganz eigenartiges an sich: Sie vermehrt sich durch Teilung! (w)

Samstag, 26. September 2015

Geben - und das auch noch fröhlich?

Jeder gebe, wie er sich in seinem Herzen vorgenommen hat: 
nicht mit Verdruss oder aus Zwang, 
denn einen fröhlichen Geber liebt Gott. (2 Korinther 9:7)

Gott hat gut reden. Er hat alles, braucht nichts und wird nie ärmer. Aber Er möchte nicht nur, dass wir geben, sondern noch dazu, dass wir fröhlich geben. Ein Mädchen im Kindergottesdienst hatte das verstanden. Ihre Mutter wollte sie eine geistliche Lektion lehren. Sie gab der Tochter eine 1 Euro Münze und eine 2 Euro Münze. „Was immer du in die Kollekte geben möchtest, kannst du rein werfen. Das andere Geldstück ist für dich!“ sagte sie.  Als die Tochter aus der Gemeinde kommen, fragt die Mutter ganz interessiert: „Na, welches Geldstück hast Du denn in die Kollekte gegeben?“ „Nun,“ antwortete die Tochter, „zunächst wollte ich die 2 Euro Münze rein tun. Aber dann sagte der Prediger vorne, dass wir alle fröhliche Geber sein sollten. Und ich wusste, dass ich viel fröhlicher sein würde, wenn ich den einen Euro weggeben würde. Und das habe ich getan!“  Lustig, aber ehrlich! Vielleicht hatte das Kind mehr verstanden als viele Erwachsene. Wie etwa der junge Mann, der seinem Pastor erzählte, er habe Gott 10% seines Einkommens versprochen. Sie beteten gemeinsam, dass der Herr die Karriere des jungen Mannes segnen würde. Zu der Zeit verdiente der junge Mann 60 Euro die Woche – und gab treu 6 Euro für den Herrn. Nach einigen Jahren war sein Einkommen so gestiegen, dass er jede Woche 600 Euro dem Herrn gab. Eines Tages besucht er den Pastor seiner Gemeinde und fragt ihn, ob er nicht von seinem Versprechen befreit werden könne. Jede Woche 600 Euro, 10% seines Verdienstes, dem Herrn zu geben, sei wohl doch etwas viel.  „Ich sehe keinen Weg, wie Du von Deinem Versprechen befreit werden kannst,“ meinte der Pastor. „Aber wir können Gott bitten, Dein Einkommen auf 60 Euro zu reduzieren, dann hast Du kein Problem mehr, 6 Euro pro Woche zu geben.“

Fröhlich war der Geber, solange er wenig hatte, sich über alles dankbar freute, und der zu gebende Betrag minimal war. Mit dem Wachstum des zu gebenden Betrags wuchs der Missmut über das Geben. Auch wenn wir es nicht gerne zugeben – für die meisten Menschen irgendwo nachvollziehbar. Trotzdem steht Gottes Aussage, dass Er den fröhlichen Geber liebt. Und Gott weiß tatsächlich, wovon Er redet. Es ist wohl richtig, dass Er nichts braucht, weil Er alles besitzt. Und dennoch hat Er weit über die Schmerzgrenze hin gegeben. Als der Vater seinen Sohn Jesus als Retter sandte, war dies mehr, als Menschen je geben könnten. Gesunde Eltern würden ihren gesamten Reichtum geben, um ihre Kinder zu retten. Gott gab mehr als Seinen gesamten Reichtum. Gott gab Jesus. Eltern wären bereit, ihr Leben zu geben, um dass ihrer Kinder zu retten. Gott war bereit, seinen einzigen Sohn zu geben, um uns zu retten. Ja, Gott wusste sehr wohl, wovon er sprach, als Er sagte, einen fröhlichen Geber zu lieben.

Gottes selbstloses Geben können wir nicht übertreffen. Aber Seine Liebe können wir erfahren, indem wir gerne geben. Sicher, in den zitierten Versen ist an Finanzen gedacht. Aber wir sind nicht gezwungen, die Aussage auf Finanzen zu beschränken. Wer mit frohem Herzen an Gott gibt, wird Gottes Liebe schmecken, sei es dass Seine Gabe finanzieller Art ist, sei es, dass es Zeit, Kraft, Dienste oder sonst etwas ist, dass wir fröhlich an Gott abgeben.

Ja! Geben, und dass auch noch fröhlich! Aber was für ein Resultat: Die Erfahrung der Liebe Gottes! (w)

Freitag, 25. September 2015

HEUTE! - WOMEN ONLY! - 19:30 @ CCFG!

Frauenabend @ CCFG
Thema: Ich hatte einen Traum ...
(in memoriam E.L.)
Referetin: Annerose Jung
(mit anschließendem Imbiss, Gemeinschaft)