„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Montag, 23. April 2012

Fanatiker, Fundis und Extremisten

Es ist interessant, welche akrobatischen Bemühungen wir unternehmen –teilweise zu Recht – um nicht schubladisiert zu werden. Wir grenzen uns ab von allem, was uns in die Nähe von Fanatikern oder Extremisten einordnen könnte. Diese Worte sind geladen. Während vor wenigen Jahrzehnten der Begriff „Fundamentalist“ noch einen Christen bezeichnete, der schlicht und einfach die Bibel für wahr hielt, klebt der Bezeichnung heute das radikale, extreme und lebensgefährliche an. Ich für meinen Teil möchte mich in unserer Zeit nicht mehr als fundamentalistischen Christen bezeichnen.

Leider laufen wir durch unsere Vorsicht einem anderen Extrem in die hässlichen und tödlichen Arme – der Verwässerung. Wir vermeiden einen klaren Standpunkt und eine biblische Predigt bis zu dem Punkt, dass wir verzichten, den ganzen Ratschluss Gottes zu verkündigen. Es ist noch keine anderthalb Jahre her, dass ein Jugendevangelist des evangelikalen (darf man auch bald nicht mehr sagen) Missionswerkes Janz Team während einer laufenden Jesushouse Evangelisation nach Hause geschickt wurde. Was hatte er gesagt? Die Lokalzeitung zitierte seine Worte mit: "Und dann gnade dir Gott, wenn du kein Freund Gottes bist; dann hast du nämlich keine Chance!" Der Evangelist hatte behauptet, nur Jesus könne retten vor dem Zorn Gottes; ohne ihn könne kein Mensch bestehen.

Tragisch ist, dass der Jugendevangelist am Ende ziemlich allein dastand. Die örtlichen Christen gingen auf Distanz. Über Rettung zu reden, war in Ordnung, aber Rettung wovon war zu unangenehm. Das Jesus Sünde vergibt, ist prima. Was die Bibel Sünde nennt – da sollte man vorsichtig sein. Vieles davon liegt heute voll im Trend.

Charles H. Spurgeon  lebte vor weit über 100 Jahren. Bereits im 19. Jahrhundert sagte er:
Sehr selten wird Gläubigen heute vorgeworfen fanatisch zu sein, noch nicht einmal, sich zu sehr zu begeistern. Das ist ein Zeichen dafür, dass wir unterhalb „Normal“ laufen. Wenn die Welt uns als Fanatiker bezeichnet, dann nähern wir uns jenem Punkt der Begeisterung, die unseres Herrn würdig ist.

Was Spurgeon zu Recht bedauert ist die Tatsache, dass Christen nicht mehr begeistert sind von ihrem Glauben. Wären sie begeistert, würde die Fanatismuskeule viel öfter geschwungen. Als Paulus sich vor Festus verteidigt und mit einfachen Worten den Heilsplan erklärt, sagt der Gouverneur zu ihm: „Paulus, du bist von Sinnen!“ (Apostelgeschichte 26:24)

Allein die simple Erklärung des Evangeliums brachte Paulus den Vorwurf ein, Fanatiker zu sein. Was bezeugen wir eigentlich? Nicht mehr begeistert zu sein und ohne Vorwürfe zu leben, bezeichnet Spurgeon als „unterhalb des Normalzustand.“ Ich stimme ihm zu und bin durchaus bereit, mein eigenes Leben selbstkritisch zu betrachten. Begeisterung, die der Botschaft von Jesus, und dem erfahrenen Heil würdig ist, wird immer Widerspruch und Spott hervorrufen.

Fanatisch sind wir nicht und wollen es auch nicht werden. Extrem genauso wenig. Fundamentalismus wie er sich heute in der Welt präsentiert und wie er definiert wird steht im Gegensatz zu der Botschaft Jesu. Vielleicht ist der Begriff „konsequent“ noch eine Weile tragbar. Wir wollen konsequent lieben, konsequent, vergeben, Jesu Botschaft ohne Abstriche konsequent verkündigen, konsequent helfen und Jesus konsequent nachfolgen. Machen wir uns nichts vor: solche Konsequenz wird Jesus gefallen, aber nicht vielen anderen. Lasst uns darum Paulus’ Einstellung aus Galater 1:10 übernehmen:

„Oder suche ich Menschen zu gefallen? 
Wenn ich allerdings den Menschen noch gefällig wäre, 
so wäre ich nicht ein Knecht des Christus.“

Sonntag, 22. April 2012

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

 Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss 

Jesaja 66:7-24

7 Ehe sie Wehen empfand, hat sie geboren; bevor die Kindesnot sie ankam, wurde sie von einem Knaben entbunden!
8 Wer hat je so etwas gehört? Wer hat etwas derartiges gesehen? Wurde je ein Land an einem Tag zur Welt gebracht? Ist je ein Volk auf einmal geboren worden? Denn Zion hat Wehen bekommen und zugleich ihre Kinder geboren.
9 Sollte ich bis zum Durchbruch bringen und doch nicht gebären lassen? spricht der Herr. Sollte ich, der ich gebären lasse, [die Geburt] verhindern? spricht dein Gott.
10 Freut euch mit Jerusalem und frohlockt über sie, ihr alle, die ihr sie liebt; frohlockt, teilt nun auch ihre Freude mit ihr, ihr alle, die ihr euch um sie betrübt habt,
11 indem ihr euch satt trinkt an ihrer tröstenden Brust, indem ihr euch in vollen Zügen labt an der Fülle ihrer Herrlichkeit!
12 Denn so spricht der Herr: Siehe, ich will den Frieden zu ihr hinleiten wie einen Strom und die Herrlichkeit der Heidenvölker wie einen überfließenden Bach; und ihr sollt gestillt werden. Man wird euch auf den Armen tragen und auf den Knien liebkosen.
13 Wie einen, den seine Mutter tröstet, so will ich euch trösten; ja, in Jerusalem sollt ihr getröstet werden!
14 Und wenn ihr dies seht, dann wird euer Herz sich freuen, und eure Gebeine werden sprossen wie grünes Gras. So wird sich die Hand des Herrn zu erkennen geben an seinen Knechten, sein Zorn aber an seinen Feinden.
15 Denn siehe, der Herr wird im Feuer kommen und seine Streitwagen wie der Sturmwind, um seinen Zorn in Glut zu verwandeln und seine Drohungen in Feuerflammen.
16 Denn mit Feuer und mit seinem Schwert wird der Herr alles Fleisch richten; und die vom Herrn Erschlagenen werden eine große Menge sein.
17 Die sich heiligen und reinigen für die Götzen-Gärten, und einer anderen nachlaufen, inmitten derer, welche Schweinefleisch, Mäuse und andere Gräuel essen — alle zusammen sollen sie weggerafft werden! spricht der Herr.
18 Ich aber kenne ihre Werke und Pläne. Es kommt die Zeit, alle Nationen und Sprachen zusammenzubringen, und sie werden kommen und meine Herrlichkeit sehen.
19 Und ich will ein Zeichen an ihnen tun und aus ihrer Mitte Gerettete entsenden zu den Heidenvölkern nach Tarsis, Pul und Lud, die den Bogen spannen, nach Tubal und Jawan, nach den fernen Inseln, die noch nichts von mir gehört haben und meine Herrlichkeit nicht gesehen haben; und sie werden meine Herrlichkeit unter den Heidenvölkern verkündigen.
20 Und sie werden alle eure Brüder aus allen Heidenvölkern dem Herrn als Opfergabe herbeibringen auf Pferden und auf Wagen und in Sänften, auf Maultieren und Dromedaren, zu meinem heiligen Berg, nach Jerusalem, spricht der Herr, gleichwie die Kinder Israels das Speisopfer in einem reinen Gefäß zum Haus des Herrn bringen.
21 Und ich werde auch von ihnen welche als Priester und Leviten nehmen, spricht der Herr.
22 Denn gleichwie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor meinem Angesicht bleiben werden, spricht der Herr, so soll auch euer Same und euer Name bestehen bleiben.
23 Und es wird geschehen, das an jedem Neumond und an jedem Sabbat alles Fleisch sich einfinden wird, um vor mir anzubeten, spricht der Herr.
24 Und man wird hinausgehen und die Leichname der Leute anschauen, die von mir abgefallen sind; denn ihr Wurm wird nicht sterben und ihr Feuer nicht erlöschen; und sie werden ein Abscheu sein für alles

Komm, feier mit uns!
Sing mit, hör zu, hör auf Gottes Wort
Freu Dich mit uns!
Bleib anschließend zum Mittagessen
Außerdem:
Angebot zu Seelsorge 
persönlichem Gebet
Gemeinschaft
10:30 Uhr – CCFG, Am hohen Rain 20,
57290 Neunkirchen-Zeppenfeld 

SONNTAGSZITAT:

Lasst uns nie vergessen, dass unsere Empfindungen über Sonntage ein sicherer Test des Zustandes unserer Seelen sind. Der Mensch, der kein Vergnügen daran finden kann, Gott einen Tag in der Woche zu geben, ist offensichtlich unpassend für den Himmel.
John Charles Ryle
Quelle: Aus dem Buch "Lukas - Band 2, Vers für Vers von J.C. Ryle", 2006, 3L Verlag, Friedberg

Samstag, 21. April 2012

Auf hohem Niveau!

In einem seiner Bücher* erzählt Anthony de Mello die Geschichte eines Pensionsbesitzers. Dieser jammerte heftig darüber, dass die neu gebaute Schnellstraße ihn noch in den Ruin treiben würde. „Sie hat nur negative Folgen für mich!“

"So ganz kann ich dich aber nicht verstehen“, erwidert sein Freund. "Ich sehe jeden Abend ein Schild draußen vor Deiner Pension hängen mit der Aufschrift: ‚BELEGT’“.

"Ach," klagt der Besitzer "das vermittelt einen falschen Eindruck. Tatsache ist: Bevor es die Schnellstraße gab, habe ich jeden Abend 35-40 Leute wegschicken müssen. Jetzt sind es höchstens 20.“

Wir schmunzeln, drehen uns um – und jammern weiter. Nein, nicht alle von uns und auch nicht immer. Aber doch relativ oft, oder? Mal ist es das Wetter, mal das Essen. Oder es sind die Worte eines anderen Menschen: mal zu wenige, mal zu viele, mal die falschen. Wir jammern über das Alte, was wir haben, und über das Unerschwingliche, das wir nicht haben. Wir jammern über die Politik, das Sozialsystem und die medizinische Versorgung. Nicht immer – aber oft – gleichen wir dem Pensionsbesitzer aus de Melos Geschichte. Wir jammern auf hohem Niveau.

Gestern habe ich an einem Gebetstreffen teilgenommen. Eine Frau berichtete von einer Reise in ein Land, in dem Christen sich heimlich treffen. An einem solcher Treffen nahm sie teil und fragte den Hauskreisleiter, ob sie damit nicht die kleine Hausgemeinde in Gefahr bringen würde und ob die Christen keine Angst haben, sich zu treffen. „Nein!“ war die Antwort. „Was wir hier tun, tun wir für Jesus. Wir haben keine Angst.  Wenn was passiert, akzeptieren wir es aus Seiner Hand.“ Da war kein Jammern und kein Klagen. Da war Freude über die Möglichkeit, sich zu treffen, wenn auch nur heimlich.

An einem anderen Tag traf sich die Bekannte mit einem Ehepaar, die in ihrem Heimatland Wohlstand, Luxus und Besitz zurückgelassen hatten, um in ihrem Rentenalter in diesem anderen Land zu dienen. Auf die Frage meiner Bekannten: „Was kann ich Euch denn mal Gutes tun?“ kam die Antwort: „Hier isst man nur mit großen Löffeln oder einheimischem Besteck. Wir haben nur zwei kleine Teelöffelchen. Davon hätten wir gerne noch mehr.“  Wie leicht hätten sie jammern können über die Schlichtheit des Landes, das spartanische Leben und das Fehlen von Wohlstand. Wie leicht hätte man sich zurücksehnen können in die Heimat und den eigenen Besitz mit – wie viel? – vielleicht 20 Teelöffelchen. Stattdessen haben sie sich entschlossen, ihren Dienst für Jesus dort zu verlängern.

Jammern auf hohem Niveau? Das macht jeden unzufrieden. Unzufriedenheit expandiert. Jammern steckt an. Und für jeden Grund des Jammerns gibt es sicher zehn Gründe zum Danken. Wie kann Gott uns sonst auffordern:
Sagt allezeit Gott, dem Vater, Dank für alles, in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus.(Epheser 5:20)
Seid in allem dankbar; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.(1 Thessalonicher 5:18)

Allezeit - in allem - für alles! Sicher läuft auch in unser aller Leben nicht alles immer so, wie wir es uns wünschen. Aber das Jammern auf hohem Niveau, das haben wir nicht nötig. Im Gegenteil, es steht im direkten Gegensatz zum Leben als Christ. Fang an zu danken – sicher gibt es mehr als zehn Gründe für jede scheinbare Klage.

* („Der Ruin“  Anthony de Mello: Gib deiner Seele Zeit, frei nacherzählt)

Freitag, 20. April 2012

Gottes Versprechen an Dich!

Bevor Du weiter liest (ich weiß, Du hast grade erst angefangen) mach mal ein paar Sekunden Pause und überleg’ Dir, auf welchem Gebiet Du heute Gottes Zuspruch oder Hilfe benötigst. Dem einen mag ohne großes Überlegen sofort was einfallen – ein anderer muss vielleicht erst mal überlegen, wo die Baustellen momentan sind. Also – überleg mal kurz (einundzwanzig … zweiundzwanzig … dreiundzwanzig …) Irgendetwas in den Sinn gekommen? Und jetzt geh einfach mal folgende Bibelstellen durch und schau, ob nicht irgendeine Stelle genau zu Deinem Anliegen spricht. Immerhin ist es Gottes Wort und immerhin weiß Gott, was Du brauchst.

Brauchst Du Rettung von Sünde und Tod? Gottes Wort sagt:
Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden! (Römer 10:13)

Brauchst Du Rettung von Unrecht, das Dir geschieht? Gottes Wort sagt:
Der Gerechte muss viel Böses erleiden; aber aus allem rettet ihn der Herr. (Psalm 34:20)

Brauchst Du Gewissheit, dass Gott Dich (immer noch) liebt?
Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. (Johannes 3:16)

Brauchst Du die Gewissheit, dass Er (heute) bei Dir ist und bleibt?
»Ich will dich nicht aufgeben und dich niemals verlassen!« So können wir nun zuversichtlich sagen: »Der Herr ist mein Helfer, und deshalb fürchte ich mich nicht. Was könnte mir ein Mensch tun? « (Hebräer 13:5-6)

Brauchst Du Trost?
Ich, ich bin es, der euch tröstet. Wer bist aber du, dass du dich vor dem sterblichen Menschen fürchtest, vor dem Menschenkind, das wie Gras dahingegeben wird. (Jesaja 51:12)

Brauchst Du Zufriedenheit?
Habe deine Lust am Herrn, so wird er dir geben, was dein Herz begehrt! (Psalm 37:4)

Brauchst Du Vergebung?
Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden. (Jesaja 1:18)

Brauchst Du Beistand im Leid?
Der Gott aller Gnade aber, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus Jesus, der wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, aufrichten, stärken, kräftigen, gründen. (1 Petrus 5:10)

Brauchst Du neue Kraft in Deiner Schwachheit?
Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen! Darum will ich mich am liebsten vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft des Christus bei mir wohne. Darum habe ich Wohlgefallen an Schwachheiten, an Misshandlungen, an Nöten, an Verfolgungen, an Ängsten um des Christus willen; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark. (2 Korinther 12:9-10)

Brauchst Du endlich mal wieder Sieg nach vielen Niederlagen?
Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus. (Philipper 4:13)

Brauchst Du neue Freude?
Du wirst mir den Weg des Lebens zeigen; vor deinem Angesicht sind Freuden in Fülle, liebliches Wesen zu deiner Rechten ewiglich! (Psalm 16:11)

Brauchst Du Gebetserhörungen?
Denn die Augen des Herrn sehen auf die Gerechten, und seine Ohren hören auf ihr Flehen; das Angesicht des Herrn aber ist gegen die gerichtet, die Böses tun. (1 Petrus 3:12)

Brauchst Du Gottes Fürsorge?
Gott aber ist mächtig, euch jede Gnade im Überfluss zu spenden, so dass ihr in allem allezeit alle Genüge habt und überreich seid zu jedem guten Werk. (2 Korinther 9:8)

Brauchst Du Ruhe?
Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben. (Matthäus 11:28)

Brauchst Du Weisheit?
Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden. (Jakobus 1:5)

Brauchst Du Gottes Segen durch Jesus?
Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit jedem geistlichen Segen in den himmlischen Regionen in Christus. (Epheser 1:3)

Das hört sich jetzt vielleicht etwas nach Zigarettenautomat an: Ich komme vorbei, brauche was, stecke ein Gebetchen oben rein, hole mir unten einen Segen raus und gehe weiter im Leben. Falsch! Es ist eher so, dass wir unser Leben in Jesu Hände legen, uns in Seiner Herde und Gegenwart wohl fühlen und dann einfach darauf vertrauen, dass Er tut, was Er sagt. Er verspricht, sich um Seine Schafe zu kümmern. Wenn ich in Jesu Gegenwart lebe, darf ich vertrauen, dass Er Seine Verheißungen an mir wahr macht. Und, war was für Dich dabei?

Donnerstag, 19. April 2012

Der lachende Gott (Teil2)

Nicht nur in Psalm 2, auch in Psalm 37:13 heißt es:

Der Herr lacht über ihn, denn er sieht, dass sein Tag kommt.

Auch in diesem Vers geht es – wie gestern – um solche, die sich für schlauer halten als Gott; die Zukunftsprognosen abgeben können, ohne die Zukunft zu kennen. Gott lacht über die Spötter, denn Er allein kennt die Zukunft und das Ende.

Der französische Spötter Voltaire behauptete vor seinem Tod, dass das Christentum in 100 Jahren nur noch im Museum existieren würde. Voltaire hasste Gott und sparte nicht mit Spott und Hohn. 50 Jahre nach seinem Tod im Jahr 1778 kaufte die Genfer Bibelgesellschaft Voltaires Haus und benutzte dort Voltaires Druckerpresse um Millionen von Bibel herzustellen. Voltaire sagte am Ende seines Lebens: "Ich wünschte, ich wäre nie geboren."

Im Himmel ist keine Freude an der Hoffnungslosigkeit Voltaires oder irgendeines andern Menschen. Im Gegenteil! In Lukas 15:10 heißt es:

So, sage ich euch, ist Freude vor den Engeln Gottes 
über einen Sünder, der Buße tut.

Die Tatsache, dass Voltaire nicht hätte falscher liegen können, ist allerdings ein Hohn für seinen Gotteshass.

Der deutsche Dichter Heinrich Heine war sich sicher, die christliche Religion abfertigen zu können: „Kampf der Philosophen gegen die Religion – zerstören die heidnische, aber eine neue, die christliche, steigt hervor, auch diese ist bald abgefertigt ...“

Gott im Himmel gab ihm schmunzelnd genügend Zeit für seine Versuche, bis Heine 1856 starb. In Amerika war gerade die zweite große Erweckung vorüber. Sie hatte innerhalb von 40 Jahren ungezählte Scharen zum Glauben an Jesus geführt. Während Heines Leben aufs Ende zu ging, begann die dritte Erweckung, die einige Jahrzehnte dauerte. Und eine vierte Erweckung mit weltweiten Ausmaßen dürfte die Jesus Bewegung der 60ger Jahre des 19. Jahrhunderts gewesen sein. Niemand fertigt Gott ab oder die, die an ihn glauben. Gott ist unzerstörbar. Er behält das letzte Wort. Er ist der Anfang und das Ende!

Etliche Quellen sprechen davon, dass Heinrich Heine am Ende seines Lebens seine Einstellung zu Philosophie und Glauben geändert und den Glauben an Gott angenommen hat.

Wie viele Spottlieder Heine wohl geschrieben hat? Bevor er starb, schrieb er folgende Zeilen:

 „Der Kirche ist und ihrem Glauben
Manch Spottlied frevelhaft erschallt.
Es sollte Zucht und Ordnung rauben durch weicher Töne Truggewalt.
Die freie Rotte triumphieret!
Ich hab ihr manchen zugeführet. O Herr, ich schlag die Augen nieder,
Vergib, vergib mir meine Lieder!“

Ich glaube, so wie Gott im Himmel gelacht hat über Heines vergebliche Versuche, IHN abzufertigen und aus der Welt zu kriegen, so hat ER dann freundlich gelächelt über die Umkehr Heines und die Hinkehr zu Gott.

Gott behält den Sieg! Das war bisher so, das ist heute so und das wird immer so bleiben! Sei mutig, frei heraus. Es gibt keinen Grund, sich unseres Gottes zu schämen!

„Die Rechte des Herrn behält den Sieg!“

Mittwoch, 18. April 2012

Der lachende Gott (Teil 1)

Nein, es geht nicht um Buddha. Der hat sich auch nie als Gott oder Gottheit verstanden, auch, wenn er heute scheinbar so verehrt wird. Es geht auch nicht um irgendwelche Göttergeister, die durch grinsende Masken dargestellt werden. Nein, bei dem lachenden Gott haben wir es heute mit unserem Gott zu tun. Aber lacht der denn?

In Psalm 2 heißt es in den Versen 1-3:

Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Fürsten verabreden sich gegen den Herrn und gegen seinen Gesalbten:  „Laßt uns ihre Bande zerreißen und ihre Fesseln von uns werfen!“ Der im Himmel thront, lacht; der Herr spottet über sie.

Stimmt!

Als Noah die Arche erbaute, erntete er Spott, Gelächter und Unglauben. Unter dem Hohn der Mitmenschen baute Noah weiter, bis Gottes Auftrag ausgeführt war. Dann ging er in die Arche und wird mit seiner Familie gerettet. Die Spötter sterben. Wir lesen nichts davon, dass Gott sich über den Tod der Gottlosen gefreut hat. Im Gegenteil! In Hesekiel 18:23 heißt es:

Meinst du, dass ich Gefallen habe am Tode des Gottlosen
spricht Gott der HERR,
und nicht vielmehr daran, dass er sich bekehrt von seinen Wegen 
und am Leben bleibt?

Aber dass Gottes Hand den Sieg behält, ist ein deutlicher Hohn gegenüber den Rebellen.

Vor 100 Jahren verließ das damals größte Schiff der Welt den Hafen von Southampton in England. „Unsinkbar!“ war das allgemeine Urteil. Ein Besatzungsmitglied ging soweit zu behaupten: "Selbst Gott könnte dieses Schiff nicht versenken!"  Auf den Rumpf des Riesenschiffes soll jemand geschrieben haben: „Kein Gott!“

Oberhalb der Tauchlinie auf der einen Seite des Schiffes hatte man versucht, die Worte: „Weder Gott noch der Papst“ zu überpinseln, auf der anderen Seite den Satz: „Weder die Erde noch der Himmel können dich verschlingen!“ Wie heute alle wissen, überlebte die Titanic nicht mal ihre erste große Fahrt. Wieder lesen wir nicht, dass Gott sich am Tod der Menschen erfreut hat. Im Gegenteil! In 2 Samuel14:14 erklärt:

Aber Gott will nicht das Leben wegnehmen, 
sondern er hat die Absicht,
dass der Verstoßene nicht auch von ihm weg verstoßen bleibt.

Dass Gott den Sieg behält, ist genug Hohn gegenüber dem menschlichen Spott.

Psalm 2 macht uns deutlich, dass es Gott ist, der zuletzt lacht. Der Herr ist Sieger. Aller Hohn Ihm gegenüber mag Seine Kinder schrecken. Aller Spott mag Seinen Jüngern den Mund verschließen. Der Schöpfer selbst lacht über die sinnlose Opposition seiner Geschöpfe, die sich manchmal noch recht klug dabei vorkommen. Er behält gut gelaunt den Sieg – und lädt jeden freundlich ein, doch mit – anstatt gegen ihn zu leben.

Dienstag, 17. April 2012

Wer erzieht unsere Kinder?

Kinder sind ein Geschenk des Herrn, 
sie sind ein Lohn aus seiner Hand. (Psalm 127:3; NLÜ)

In der Rubrik „Leserbriefe“ äußerte sich im letzten Jahr ein Fachmann zu einem Artikel in IDEA Spektrum, in dem es gegen die Diskriminierung von Müttern ging. In seinem leidenschaftlichen Appell setzte sich der Fachmann dafür ein, dass Mütter in den ersten drei Jahren nach der Geburt bei ihren Kindern bleiben sollen. Er belegte dies mit jahrzehntelangen Forschungsergebnissen zum Thema Mütterentbehrung. Viele Wissenschaftler aus der Bindungs- und der Hirnforschung, so schreibt er, zeigen auf, welche Schädigungsformen Kinder davontragen können, die früh aus der Hand der Mütter genommen werden. Die ersten drei Jahre bezeichnet er als die wichtigsten im Leben eines Kindes und erinnert daran, dass das Leben einem emotional-sozial missbrauchten Kind keine zweite Chance gibt.

Klar, das ist nur eine Momentaufnahme der einen Seite des Themas. Keine Momentaufnahme jedoch, die alleine steht oder unbedacht abgetan werden kann. In einer anderen Zeitschrift (PRO 6/2011) fand ich folgende Statistik, in der es um eine Studie von 6-13 jährigen (Kindern!) geht:

  • 42% haben einen eigenen Fernseher in ihrem Zimmer
  • 56% der Mädchen haben Vorbilder im Fernsehen
  • 51% surfen allein im Internet
  • 900 Werbespots sehen Kinder im Monat
  • 57% der Erstklässler und 82% der Viertklässler schauen vor dem Schlafen fern.
  • 180 Minuten verbringen Kinder am Tag vor dem Fernsehen
  • 45% haben Schlafstörungen
Ich gebe zu, der Inhalt des Leserbriefes am Anfang und die Statistik haben mich schon erschrocken und beunruhigt. Medien machen Menschen. Medien prägen – und bei den 6-13jährigen scheinbar nicht zu knapp.

Was mir auffällt ist die Tatsache, dass es sich bei beiden Gruppen um Kinder handelt, die noch vollständig unter der Erziehungsverantwortung der Eltern stehen.

Kinder sind ein Geschenk des Herrn, 
sie sind ein Lohn aus seiner Hand. (Psalm 127:3; NLÜ)
 
Es ist der Herr selbst, der uns unsere Kinder anvertraut hat. Leider leben wir in einer Zeit, in der scheinbar weder Kinder, noch Gott willkommen sind. Eine Zeit, in der unser Wert an Erfolg, Position, Attraktivität, Produktivität, Erscheinungsbild etc. gemessen wird. Kinder haben da keinen Platz und sind potentielle Bremsklötze dieser gesellschaftlichen Wertmaßstäbe. Sie landen daher oft auf den hinteren Plätzen in unserem Leben.

Kinder sind ein Geschenk des Herrn, 
sie sind ein Lohn aus seiner Hand. (Psalm 127:3; NLÜ)
 
Dieser Blog ist weder ein Plädoyer für, noch gegen das Betreuungsgeld. Weder für noch gegen eine Kinderbetreuung durch die Mutter. Dieser Blog ist lediglich eine Erinnerung, dass Kinder mehr sind als erklärbare Naturprodukte, soziale Wesen, die halt irgendein soziales Umfeld brauchen um sich irgendwie sozial zu entwickeln. Gottes Wort sagt, dass Kinder ein Geschenk Gottes an uns sind, direkt aus Seiner Hand. Wie wir damit umgehen, kann kein Politiker und kein Blogger entscheiden. Das ist eine Entscheidung zwischen Gott und den Eltern.

Kinder sind ein Geschenk des Herrn, 
sie sind ein Lohn aus seiner Hand. (Psalm 127:3; NLÜ)

Montag, 16. April 2012

Schon wieder verloren!

Nein, es geht nicht um die Bundesliga. Es geht auch nicht um den letzten Boxkampf, Wahlkampf oder Wettkampf. Es geht um den Feind der Menschen schlechthin.

Bevor die Welt erschaffen wurde, wurde er erschaffen, mit dem Vorrecht, himmlischer Anbetungsleiter zu sein. Er war besonders schön, mächtig, und mit besonderer Ausstrahlung. Aber all das stieg ihm zu Kopf. Er war mit seiner Position unzufrieden, wollte Gottes eigenen Thron und fing die unvermeidbare Niederlage ein. Verloren! (nachzulesen in Jesaja 14,12; Hesekiel 28,12-15)

Keine Chance gegen Gott! Also versuchte er Gottes Geschöpfen zu schaden und sich so am Schöpfer zu rächen. Tatsächlich richtete er großen Schaden an. Allerdings versprach der Schöpfer Seinen Geschöpfen Heil durch einen zukünftigen Retter. Über dem Diabolos, dem Durcheinanderbringer aber sprach Gott den Fluch aus. Verloren! (nachzulesen 1 Mose 3:1-15)

Und was hat er seither nicht alles versucht. Nichts war ihm zu brutal, zu grausam, zu heuchlerisch oder zu gemein, um das Kommen des Retters zu verhindern. Durch Versklavung der Nation, aus der der Retter kommen sollte, durch Tod in der Wüste, durch Auslöschung seiner Dynastie, durch abgrundtiefe Rebellion der Nation gegen ihren Gott – Hunderte von Versuchen – und genauso viele Niederlagen. Immer wieder: Verloren! (nachzulesen überall im AT)

Auch im Leben Einzelner hat er immer wieder versucht, den Endsieg zu verbuchen. Simson, ein Gottgeweihter, missbrauchte seine göttliche Salbung, wurde gefangen, seine Augen geblendet und er musste arbeiten, wie ein Tier und diente der Volksbelustigung. Aber in seinem Tod erhörte Gott ihn und er führte Gottes Volk zum Sieg und Gottes Feinde in eine vernichtende Niederlage. Verloren! (nachzulesen überall in Richter 13-16)

König David, den Vorfahren des Retters versuchte er durch Sünde zu disqualifizieren. Aber David tat von Herzen Buße. Verloren!

Petrus, Jünger, Apostel, Missionar. Ihn versuchte er durch gravierendes Versagen und Lügen zu disqualifizieren. Aber Petrus wandte sich mit Tränen zurück zu Jesus. Verloren!

Vor etwas über 2000 erschallte ein Triumphruf über Jerusalem und breitet sich bis heute aus über die Welt. Der Retter hing am Kreuz und schrie es hinaus: ES IST VOLLBRACHT! Damit meinte Er den endgültigen Sieg über den Durcheinanderbringer, den Diabolos, Satan selbst. Das war der Sieg – bestätigt 3 Tage später, als Jesus, der Retter, aus den Toten auferstand. Für Jesus und die Seinen: Sieg! Gewonnen! Für Satan und die seinen: Verloren!

Paulus, den Apostel der Nationen versuchte er immer wieder umzubringen, lahm zu legen, zum Schweigen zu bringen. Paulus predigte bis zuletzt. Verloren!

Jim Elliot wollte die Botschaft des Retters 1956 zu den Indianern in Ecuador bringen. Mit vier anderen bereitete er sich penibel auf die ersten Kontakte vor. Gemeinsam mit den vier andern wurde er grausam ermordet. Aber die Geschichte hört hier nicht auf. Seine Frau führte diese Arbeit weiter und im Stamm der Mörder entstand eine christliche Gemeinde. 9 Jahre nach den Morden tauften zwei der Mörder zwei der Kinder der Ermordeten. Verloren.

Satan ist ein Verlierer! Und er weiß es! Der Rauswurf aus dem Himmel liegt hinter ihm. Der Fluch Gottes liegt auf ihm. Das Feuer der Hölle liegt vor ihm. Und er hat Angst!

Um Gott und Seinen Geschöpfen zu schaden, will Satan nur noch Unheil säen. Ein letztes Aufbäumen vor dem Gericht. Er will Dich faszinieren mit Sünde, will Dich verstricken in einem schlechten Gewissen. Er tut alles erdenkliche, um Dich abzulenken von Jesus, dem Retter. Aber Satan ist ein Verlierer! Er hat verloren, verliert immer wieder und wird endgültig verlieren. Was ihm bleibt, sind kleine Teilerfolge. GIB IHM KEINE CHANCEN IN DEINEM LEBEN!

Lass am heutigen Tag über Deinem Leben stehen: Der Teufel hat wieder verloren!  - oder, wie es jemand anders ausdrückte: Verpass dem Teufel heute ordentliche Kopfschmerzen!

Inspiration zu diesem Eintrag im Seitenfenster: 2nd Chapter of Acts – Topgruppe der Jesus People Bewegung der 70ger und 80ger Jahre des vergangenen Jahrhunderts)