„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Donnerstag, 24. Juni 2010

Sicher ans Ziel ...

Bin wieder gelandet. In Deutschland - und in meinem Büro! Ich liebe diesen Platz! Mein Dank geht an alle Geschwister, die alles so toll weitergeführt haben.  In den nächsten Tagen wird es immer wieder mal einige Reflektionen geben über die Gebetsreise, die am 16.6. begann.

Ok, ich gebe zu: ich bin mit einem Billigflieger geflogen. Der Preis stimmte halt. Allerdings musste man sowohl das Essen als auch die Getränke im Flugzeug kaufen (wenn man dann Wert darauf legte). Immerhin hatte ich einen Sitzplatz! :-) Die Abflugzeit war mit 14:35 Uhr angegeben - los ging's, angeblich pünktlich, um 15:35 Uhr. Das Flugzeug selbst war ok, da es ein relativ kurzer Flug war und ich bereit war, auf Komfort zu verzichten. Mitten im Flug gab es Turbulenzen. Das "Bitte Anschnallen" Zeichen blinkte, und die Durchsage des Kapitäns forderte alle auf, angeschnallt sitzen zu bleiben.

Nun, Turbulenzen bin ich gewöhnt. Irgendwann kennt man das und liest einfach weiter in seinem Buch oder seiner Zeitschrift. Wird es dann heftiger, blickt man kurz aus dem Fenster, schickt ein kurzes Gebet nach "oben" (man ist ja eh schon 13.000 km näher am Himmel) und liest weiter. Diesmal allerdings waren die Turbulenzen heftig. Ich wurde erinnert an einen meiner ersten Flüge 1984. 2 Stunden lang mussten wir auf einem Trans - Atlantik Flug angeschnallt sitzen bleiben - und es war HEFTIG! Ich blickte also auch diesmal aus dem Fenster. Alles schwankte. Man sah es, wenn man nach draußen blickte und man sah es, wenn man im Flugzeug den Gang entlang blickte. - Nun, ich bin immer offen für ein Abenteuer, auch eins, das Turbulenzen beinhaltet. Aber jetzt kam mir doch ein wohl formuliertes Gebet über die Lippen. Ich hatte ja keine Ahnung, ob der Billigflieger gut gewartet war. Und so betete ich: "Herr, bring uns sicher ans Ziel!" Kaum hatte ich es ausgesprochen (vielmehr - zu Ende gedacht), da musst ich auch schon lächeln. Mann, dachte ich, das Gebet wird mit 100%iger Sicherheit erhört. Ich werde auf jeden Fall am Ziel ankommen! Um ehrlich zu sein: Die Turbulenzen nahmen noch zu. Zwar kann ich nicht sagen, dass ich Angst hatte, aber, um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, formulierte ich mein Gebet neu und betete: "Herr, bring uns sicher runter!" - Offensichtlich hat der Herr sich entschieden, auch dieser Bitte nachzukommen.

Der Flug war mir eine Lehre und Ermutigung. Egal, wie wir runter gekommen sind oder wären - ich wäre auf jeden Fall am Ziel angekommen. Mann, sind wir Jesus-Leute eine gesegnete Truppe! Nichts kann uns passieren. Klar, wir können krank werden, wir können entführt werden, wir können entlassen werden, wir können in einem Flugzeug abstürzen - uns können tausend Tragödien und Probleme begegnen wie jedem anderen auch - und doch kommen wir immer sicher ans Ziel - wenn nicht hier, dann dort! Wenn das mal kein Grund zu Gelassenheit und Freude ist.

"Er liebt mich, darum will ich ihn erretten; er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen. Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören; / ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen." (Psalm 91:14-15)

Mittwoch, 23. Juni 2010

Menschen, die ich bewundere: Henry Martyn

Ich bin vom 16.-23.6. auf einer Gebetsreise.  Danke für Eure Gebete!

Immer wieder lese ich gerne Bibliographien von Christen, die ihr Leben für Jesus gelebt haben. Am besten sind Biographien, die den Charakter im Buches nicht nur von Sieg zu Sieg schreiten lassen, sondern die auch sein Versagen erwähnen und vor allem die Kämpfe, die jeder kennt, der sein Leben mit Jesus leben möchte.

Zur Zeit lese ich die Biographie von Henry Martyn. Er wurde im Jahr 1781 in Truro geboren, der südlichsten Stadt Englands. Martyn durchläuft eine relativ "normale" Kindheit und Jugend. Auf dem Weg zu einer Kneipe, entscheidet er sich anders, besucht einen christlichen Vortrag und entscheidet sich nur wenig später für den Missionsdienst in Indien. In der Vorbereitungszeit verliebt er sich in Lydia Grenfell, die seine Liebe zwar nicht zurückweist, aber auch nicht offen erwidert. (Nach heutigem Ermessen unverständliche Gründe lassen sie zögern). Ein enormer innerer Kampf spielt sich in Martyns Herz ab. Die Ratschläge seiner Freunde gehen in verschiedene Richtungen. Martyn weiß, dass sein Weg nach Indien führen muss und wird. 1806 besteigt er das Schiff, das ihn von England und von Lydia wegbringen wird. Selbstmitleid (oder sollte man es Liebeskummer nennen?) und Entmutigung sind seine Begleiter an Bord, aber in Gottes Wort findet er Trost und Stärke. 

Nach zwei Monaten erreicht Martyn Indien und, als wären seine inneren Kämpfe nicht ausreichend, stellt sich einer der dort tätigen Missionare gegen ihn und nutzt sogar eine Predigt, die sich gegen Martyn und seine Überzeugungen stellt. Widersprüchlich und übertrieben seien seine Ansichten, einfach lächerlich. Martyn wird  vorgeworfen, nur sich selbst zu suchen und zu seinem Stolz und seiner eigenen Selbstverwirklichung zu leben.

In den ersten Jahren lebt er in verschiedenen Städten, predigt zu Briten und Einheimischen trotz Störungen und Drohungen. Martyn vertieft sich in Sprachforschungen und übersetzt in sechs kurzen Jahren das Neue Testament in die Sprachen Hindustani, Persisch und Arabisch.

Mehr Zeit ist ihm nicht vergönnt. Mit nur 31 Jahren macht Martyn sich mit neuen Hoffnungen auf den Weg zu ‚seiner' Lydia. Doch er sollte sie in diesem Leben nie wieder sehen. Noch auf dem Weg stirbt Henry Martyn am 16. Oktober 1812 in Kleinasien, entweder an den Folgen der Tuberkulose, an der er litt, oder an der Pest. Einer seiner letzten Tagebucheinträge lautet:

"Oh, wann wird Zeit Raum geben für die Ewigkeit? Wann werden dieser neue Himmel und die neue Erde erscheinen, in denen Gerechtigkeit wohnt? Dort wird absolut nichts hineinkommen, das verunreinigt: nichts dieser Bosheit, die Menschen wilder gemacht hat als wilde Bestien. Nichts von all der Verdorbenheit, die das Elend der Sterblichen nur noch schlimmer macht, wird dort gesehen oder gehört werden." 

"Lass mich für Gott verzehrt werden!" war das Motto dieses Mannes, das hinweist auf seinen Eifer für die Sache seines Herrn.

Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist meiner nicht wert. Wer sein Leben findet, der wird's verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden. (Matthäus 10:37-39)

Dienstag, 22. Juni 2010

Zitate

Ich bin vom 16.-23.6. auf einer Gebetsreise.  Danke für Eure Gebete!

In der Hoffnung, dass Ihr vorgestern alle einen gesegneten Gottesdienst gehabt und eine gute Botschaft gehört habt (… Worum ging es doch grad noch …?) gibt es heute, bedingt durch meine Gebetsreise, nur ein paar lustige - und dennoch nachdenkenswerte - Zitate. Die Quellen sind mir leider unbekannt, werden aber nachgereicht, wenn sie mir bekannt werden.

"Echte Freunde sind die, welche - wenn Du Dich zum Narren gemacht hast - nicht davon ausgehen, dass Du einen permanente Tat vollbracht hast."

"Zwei Dinge habe ich gelernt: Es gibt einen Gott! Und ich bin's nicht!"

"Manchmal bedeutet ‚in der Mehrzahl' zu sein lediglich, dass alle Narren auf derselben Seite stehen."

"Lebe dein Leben auf eine Art und Weise, dass es dich nicht beschämen wird, den Familienpapagei zu verkaufen!"


Euch einen gesegneten Tag!

Montag, 21. Juni 2010

Wie man's nimmt ...

bin vom 16.-23.6. auf einer Gebetsreise.  Danke für Eure Gebete!

Donnerstag, der 21. Juni 1945. Einige von uns haben diesen Tag mit seinen Ereignissen miterlebt. Einige waren so jung, dass sie sich an nichts mehr erinnern können. Andere sind heute so alt, dass sie sich ebenfalls an nichts mehr erinnern können. Was war am 21. Juni 1945? - Sommeranfang!

Heute, am Montag, dem 21. Juni 2010 finden wir den gleichen Kalendereintrag: Sommeranfang. Und jedes Jahr werde ich an zweierlei erinnert, etwas Gutes und etwas nicht so Gutes. Ich freue mich über den Sommer, und obwohl ich weiß, dass mir viele nicht zustimmen werden (müssen sie auch nicht!) - mein Motto ist: "Lieber schwitzen als frieren!"  Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist die, dass ab dem 22.6. jeden Jahres die Tage wieder kürzer werden. Jeden Tag verlieren wir etwas mehr vom Sonnenlicht. JEDEN TAG! Das gefällt mir nicht!

Ist der 21.6. nun ein Freudentag oder ein Trauertag? Kommt drauf an, wie man's nimmt. Ob ich den Sommeranfang feiere oder verdränge, hängt von meiner Perspektive ab.

Vieles im Leben hängt von unserer Perspektive ab. Ich erinnere mich an den Bericht in der Bibel als eine gesamte Armee vor Angst gelähmt war. Es war viele Jahrhunderte vor der Zeit, in der man den Großteil eines Krieges über Distanz führen konnte, mit Langstreckenraketen, Luftangriffen und dergleichen. Es war eine "Armee gegen Armee" Angelegenheit. Mann gegen Mann. Wie viele Soldaten werden es gewesen sein? Tausende? Zehntausende? Wie viele auch immer - es waren viele; so viele, dass sie die feindliche Armee ohne Weiteres hätten in die Flucht schlagen können. Aber es ging nicht - sie waren eben wie gelähmt. Der Feind hatte einen Einzelkämpfer, der jedem Gegner, der ihn sah, das Blut in den Adern gefrieren ließ. War es eine geburtliche Anomalie? Stand der Riese mit dem Teufel im Pakt? Die Antwort war relativ egal. Es war ein Tier von einem Mann, der zudem das faulste und provokativste Mundwerk hatte, dass man seit langem in Israel gehört hatte. Jeder blieb in seinem Loch im Schützengraben und ließ die täglichen Schmährufe des Feindes über sich ergehen. Das Monster musste mit dem Teufel im Bunde stehen. So sah kein normaler Mensch aus!

Israels Heere waren gelähmt. Die Heerführer geblendet von dem Schrecken des Gegners, Augen und Ohren gefangen und wie hypnotisiert auf den zweibeinigen Dämon gerichtet.

Und dann kam David. Ein "junger Spund," zu jung, um in Israels Armee eingezogen zu werden. Er war lediglich gekommen, weil sein Vater ihn geschickt hatte, den Brüdern an der Front Verpflegung - und ein paar Nachrichten vom Kriegsschauplatz mit nach Hause zu bringen.

Wie es so kam, lief der feindliche Gigant - er wurde Goliath genannt - gerade zu seiner morgendlichen Spott- und Hohnattacke auf, als David seine Brüder an der Front fand. Jedes Wort Goliaths all den Spott und Hohn über Israels Gott, den wahren Gott, unseren Gott, musste David sich anhören. Und unter all den zehntausenden von Israels Soldaten hatte er allein eine andere Perspektive. Während jeder um ihn herum zitterte, bebte und stöhnte: "Der ist so riesig, den können wir nie besiegen!" sah David die Situation anders. Mutig griff er zu seiner Steinschleuder mit der Einstellung: "Der ist so riesig, den kann ich gar nicht verfehlen!"

"…ich … komme zu dir im Namen des Herrn der Heerscharen, des Gottes der Schlachtreihen Israels, die du verhöhnt hast! An diesem heutigen Tag wird dich der Herr in meine Hand ausliefern … damit die ganze Erde erkenne, dass Israel einen Gott hat! … denn der Kampf ist die Sache des Herrn …!" (1 Samuel 17:45-47)

Mit dieser Perspektive und seiner Steinschleuder in der Hand nahm er die Herausforderung an, seine (inneren) Augen nicht auf Goliath, sondern auf Gott gerichtet. Mit seiner biblischen Perspektive hatte David recht: Er hat Goliath nicht verfehlt!

Perspektive - worauf sind Deine Augen heute gerichtet?

Samstag, 19. Juni 2010

"Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte"

Ich bin vom 16.-23.6. auf einer Gebetsreise. Dies ist ein Fremdbeitrag von Erma Bombeck nachdem sie erfahren hatte, dass sie ihren Kampf gegen den Brustkrebs verlieren würde.

"Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte"
  • Ich würde ins Bett liegen, wenn ich krank bin anstatt zu denken die Welt stehe still, wenn ich für einen Tag nicht da bin.
  • Ich würde die schöne Kerze anzünden, bevor sie in der Vitrine schmilzt.
  • Ich würde weniger reden und mehr zuhören
  • Ich würde Freunde zum Essen einladen, auch wenn der Teppich fleckig und das Sofa abgeschossen ist.
  • Ich würde Popcorn im "guten" Esszimmer essen und mir weniger Gedanken über den Schmutz machen, wenn jemand das Kamin anzünden will.
  • Ich würde mir Zeit nehmen, meinem Großvater zuzuhören, wenn er gedankliche Streifzüge durch seine Jugend unternimmt.
  • Ich würde meinem Ehemann mehr helfen, die Verantwortung zu tragen
  • Ich würde nicht reklamieren, wenn jemand im Auto die Fenster aufmacht, nur weil meine Haare frisch frisiert sind.
  • Ich würde mit meinen Kindern im Gras sitzen und mir keine Gedanken über die Grasflecken machen.
  • Ich würde weniger heulen und lachen während ich TV schaue, aber mehr während ich das richtige Leben beobachte.
  • Ich würde nichts mehr kaufen nur weil es praktisch ist, nicht verschmutzt oder eine lebenslange Garantie hat.
  • Ich würde mir die 9 Monate der Schwangerschaft nicht mehr wegwünschen, sondern jeden Moment genießen und realisieren, dass das Wunder des Wachsens in mir die einzige Möglichkeit ist, Gott bei einem Wunder zu unterstützen!
  • Wenn meine Kinder mich heftig küssen wollen, würde ich nie mehr sagen: "Später, geht jetzt und wasch' dir die Hände, wir essen gleich"
  • Es würde mehr "ich liebe Dich", mehr "es tut mir leid" geben.
  • Aber vor allem würde ich, wenn ich nochmals eine Chance im Leben hätte, jede Minute auskosten, anschauen und sie wirklich sehen.... sie leben... und niemals zurück geben.
  • Ich würde mich nicht mehr mit Kleinigkeiten abgeben und darüber klagen.

Macht Euch keine Gedanken über jene, dich Euch nicht mögen, mehr besitzen oder über das was sie tun.

Lasst uns stattdessen die Beziehungen hegen und pflegen zu jenen die uns lieben. Denken wir an die Dinge, mit denen uns Gott gesegnet hat. Und was wir jeden Tag tun können um uns selbst mental, physisch, emotional wie auch geistig zu fördern.

Das Leben ist zu kurz um es einfach vorbeiziehen zu lassen. Wir haben nur dieses eine und dann ist es vorüber. Ich hoffe, Ihr habt alle einen gesegneten Tag!

Freitag, 18. Juni 2010

Nichts ist schlimmer, als …

bin vom 16.-23.6. auf einer Gebetsreise.  Danke für Eure Gebete!

Morgens nach dem Frühgebet in der Gemeinde sitze ich mit einem Freund zusammen am Frühstückstisch. Vieles kommt uns in den Sinn, Schönes und weniger Schönes, Freuden und Probleme. Persönlicher Alltag und politischer Alltag. Wir haben uns unterhalten über die Arbeitslosigkeit, die wachsende Kurzarbeit und das zusammenbrechende Finanzsystem. (Nicht dass ich Ahnung davon hätte …)   Wir haben uns unterhalten über das Renten- und das Gesundheitssystem und die Leistungen, von denen immer mehr gestrichen werden. Und wir haben uns unterhalten über unsere westliche Perspektive, die immer nur sieht, was uns von unseren Sicherheiten und Bequemlichkeiten weggenommen wird, ohne den Vergleich zu ziehen zu der weltweiten Armut, die wir (im Großen & Ganzen) nur aus den Medien kennen.

Wie würde ich den Satz beenden, der mit den Worten beginnt:
"Nichts ist schlimmer als …"

Wäre meine Antwort:
"Nichts ist schlimmer als - an einer unheilbaren Krankheit zu erkranken!"
"Nichts ist schlimmer als - in die Arbeitslosigkeit hineinzurutschen!"   
"Nichts ist schlimmer als - den Zusammenbruch der eigenen Familie/Ehe zu erleben!"
Zweifelsfrei, alles tragische, dramatische Erfahrungen. James und Boota haben eine andere Antwort auf diese Frage.

Im Jahr 2006 wurden diese beiden - über 70jährigen (!)  - Christen in Pakistan verhaftet und zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt. Sie wurde von Nachbarn beschuldigt, einen Koran verbrannt zu haben, als sie den Papiermüll eines moslemischen Arbeitgebers verbrannten. Nur mit Mühe konnte die herbeigerufene Polizei die beiden Männer vor dem lynchwütigen Mob retten. Erst nach über 3 Jahren wurden sie von diesem (in Pakistan) todeswürdigen Kapitalverbrechen freigesprochen. Aus dem Gefängnis entlassen, berichten die alten Männer:

"Die ersten Wochen im Gefängnis waren wir ohne Hoffnung, erschlagen von den Anschuldigungen, und in Angst vor Wärtern und muslimischen Mitgefangenen. … Nichts ist schlimmer, als sich allein zu wissen." "Nichts ist schlimmer, als sich allein zu wissen."

Dieser Satz blieb bei mir hängen! Wahrscheinlich haben sie recht. NICHTS ist schlimmer als alleine zu sein, ohne Gewissheit, ob andere um mich wissen, wie es mir geht, wo ich bin, ob ich den morgigen Tag noch erlebe und wenn ja, dann wie? Diese Aussage ermutigte mich neu, für die ungezählten, ungenannten Geschwister zu beten, die um des Glaubens willen irgendwo auf der Welt weggesperrt sind. Ohne unser Wissen, ohne Besuche, ohne irdischen Rechtsbeistand. Alleine!

Um einsame Menschen zu finden brauchen wir nicht nach Pakistan zu gehen. Die Suppenküchen, der Straßenstrich, Übernachtungshäuser und Altenheime sind voll davon. Aber auch hinter den Mauern der Wohnblöcke und so vieler Häuser verkriechen sich Menschen in ihrer Einsamkeit. Wirklich schlimm ist, dass es viel zu viele Menschen in unseren christlichen Gemeinden gibt, die alleine sind. In der Masse - in der Familie Gottes - unter Brüdern und Schwestern - und doch alleine!

In 2 Tagen kommen wir wieder zusammen, um Gott zu dienen und Gemeinschaft zu feiern. Darf ich Dich im Namen Jesu darum bitten, Dir von Jesus den Mut schenken zu lassen, auf jemanden zuzugehen, auf den/die Wenige zugehen? "Nichts ist schlimmer, als sich allein zu wissen - besonders in der Masse!"

Und der König wird ... antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan!  (Matthäus 25:40)

Donnerstag, 17. Juni 2010

Was das Herz bricht ...

bin vom 16.-23.6. auf einer Gebetsreise.  Danke für Eure Gebete!

Immer wieder, wenn ich einen neuen Blog einstelle, fällt mein Blick auf die "Unerreichte Volksgruppe des Tages". Zumindest dann steigt ein Gebet zum Vater im Himmel auf, dass Er Arbeiter sende in Seine Ernte. Meistens öffne ich das angegebene Link um einige Momente gezielt für die jeweilige Volksgruppe beten zu können.

Oft bricht es mir fast das Herz, wenn ich die Informationen lese. Kürzlich, zum Beispiel, ging es um die Zhugqu, ein Volk in den Bergen Tibets. Ihre Zahl ist klein, 45,000 Menschen; ihre Religion ein Gemisch aus Buddhismus und Volksglauben. Diese gesamte Volksgruppe wurde nie, zu keiner Zeit, mit dem Evangelium erreicht. Die meisten wissen nicht einmal, dass das Christentum als Religion existiert. Christliche Dörfer oder Gruppen gibt es rundum keine in der Region, ebenso wenig irgendwelche Berichte über irgendwelche christlich-missionarischen Aktivitäten. Gibt es nicht und hat es nie gegeben! Weder ist ein einziger Christ dieser Volksgruppe im In- oder Ausland bekannt, noch gibt es irgendeine Organisation / Mission, die diese Volksgruppe "adoptiert" hätte, um sich gezielt zu bemühen, Arbeiter nach Tibet ins Erntefeld zu senden. Eine Bibel in der Sprache des Volkes gibt es nicht, nicht mal ein Neues Testament.

In der Offenbarung lesen wir die herrlichen Verse:

"Nach diesem sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, bekleidet mit weißen Kleidern, und Palmzweige waren in ihren Händen. Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Das Heil ist bei unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und bei dem Lamm!" (Offenbarung 7:9-+10)

Diese Verse versprechen, dass Menschen aus dem Volk der Zhugqu im Himmel sein werden. Allerdings ist in den letzten 2000 Jahren niemand von ihnen dazu gestoßen. Wie hätten sie sollen? Keine Bibelübersetzung, keiner, der zu ihnen geht, niemand, der Arbeiter sendet, nicht einmal eine Organisation, die sich die Sendung zum Ziel gesetzt hat.

Als Jesus nach Jerusalem einritt, hat Er über die Stadt geweint! Über ihre Herzenshärte, ihre Blindheit in der Gegenwart des Lichts und Ihre Rebellion im Angesicht der Gnade Gottes.

Sollte Jesu Barmherzigkeit weg geschmolzen sein? Sollte sich Sein Herz für die Menschen, für die Er starb und überwunden hat, geändert haben? Sollten Ihm die, die bisher übersehen wurden, weniger am Herzen liegen als solche, die bisher gut versorgt wurden? Sollte Er nicht weinen über die, die in der Irre gehen, ohne Licht und Warnung? Die Schrift offenbart uns das Herz Jesu,

"welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen!" (1 Timotheus 2:4)

Bob Pierce, der Gründer von World Vision schüttete sein Herz vor Gott aus mit dem Gebet:
"Lass mein Herz von den Dingen zerbrochen werden, die dein Herz zerbrechen!"

Wenn wir Jesusjünger ein solches Gebet von Herzen mitbeten können, dann wird es bald keine unerreichten Volksgruppen mehr geben, bald keine Sprache mehr existieren, deren Lobpreis im Himmel nicht gehört wird.

Mittwoch, 16. Juni 2010

Herrliche Tatsachen aus Psalm 55

Ich bin ab heute bis zum 23.6. auf einer Gebetsreise.  Danke für Eure Gebete! 

Psalm 55:

Vs 17: Ich aber will zu Gott rufen und der HERR wird mir helfen.
TATSACHE: Ich rufe – der Herr wird helfen!

Vs 18: Abends und morgens und mittags will ich klagen und seufzen; so wird er meine Stimme hören.TATSACHE: Ich seufze – der Herr wird hören!

Vs 20: Gott wird hören und sie demütigen, er, der auf dem Thron sitzt von Urzeit her.
TATSACHE: Der Herr sitzt auf dem Thron – Er wird handeln!

Vs 23: Wirf dein Anliegen auf den HERRN; der wird dich versorgen und wird den Gerechten in Ewigkeit nicht wanken lassen.
TATSACHE: Ich werfe mein Anliegen auf den Herrn – Er wird versorgen und mich nicht wanken lassen!

Vs 24: Ich aber hoffe auf dich.
TATSACHE: Ich hoffe auf Gott – und habe jeden Grund dazu!

DANKE, JESUS!