Da heute die Mitarbeiterkonferenz in Siegen beginnt, wird es mir diese Woche nicht möglich sein, selbst Blogeinträge zu schreiben. ABER: Damit niemand sich langweilt, habe ich einen der besten und herausforderndsten Artikel aufgeteilt, die ich kenne. Der heutige Teil ist etwas länger, die folgenden kürzer. Es lohnt sich, die Beiträge jeden Tag zu lesen. Sie gehen mir jedes Mal neu unter die Haut.
Teil 1:
APOSTOLISCHE LEIDENSCHAFT (von Floyd Mclung)
Das Wort "Leidenschaft" wird benutzt, um alles mögliche zu beschreiben - von Liebesromanze bis Hungerqualen. Ich weiß nicht, was Sie mit diesem Begriff verbinden, aber für mich bedeutet Leidenschaft das, wofür ein Mensch bereit ist zu leiden, was immer das sein mag. Das ist auch die ursprüngliche Bedeutung des Wortes. Es kommt vom lateinischen paserre = leiden. Es ist etwas, nachdem Sie so sehr hungern und dürsten, dass Sie bereit sind, alles zu geben, um es zu bekommen.
Das Wort "Apostel" steht für einen, der gesandt ist, ein Bote. "Apostolische Leidenschaft" ist somit eine wohlerwogene bewusste Entscheidung, dafür zu leben, dass Jesus in allen Nationen geehrt und erhoben wird. Darin liegt mein Engagement, mich so für die Verbreitung seiner Herrlichkeit einzusetzen, dass ich bereit bin, dafür zu sterben. Es ist das, was jene auszeichnet, die für Jesus entbrannt sind, die davon träumen, dass die Herrlichkeit des Herrn die ganze Erde bedeckt.
Ich weiß es, wenn die apostolische Leidenschaft in meinem Herzen gestorben ist. Das passiert, wenn ich in meiner Stillen Zeit nicht davon träume, dass Jesus einmal angebetet werden wird in Sprachen, die bisher noch nicht im Himmel gehört werden. Ich weiß, dass ich mein Leben verpasse, wenn ich vom Himmel singe, aber so lebe, als wäre die Erde mein Zuhause. Die apostolische Leidenschaft ist in meinem Herzen erloschen, wenn ich mehr an Sport und Spielzeug denke, an Orte, die ich besichtigen möchte und an Menschen, die ich treffen will, als an die Nationen, die Jesus noch nicht anbeten.
Verloren habe ich die apostolische Leidenschaft auch, wenn ich meine Entscheidungen von den möglichen Gefahren abhängig mache, anstatt von der Ehre, die Gott erwiesen wird. Diejenigen, die apostolische Leidenschaft haben, planen loszugehen, sind aber bereit, zu bleiben. Dass Sie dieses brennende Sehnen haben, erkennen Sie daran, dass Sie tief enttäuscht darüber sind, dass Gott Sie nicht berufen hat, Ihre Heimat zu verlassen und zu jenen zu gehen, die noch nie seinen Namen gehört haben. Wenn Sie nicht für eine Sache leiden und Opfer bringen wollen, sind Sie nicht leidenschaftlich entbrannt.
Wenn Sie sagen, dass Sie alles für Jesus tun wollen, aber leiden nicht für ihn, dann sind Sie nicht wirklich entbrannt für ihn und seine Ziele auf Erden.
Was können Sie tun, um es zu bekommen, wenn Ihnen das fehlt, was apostolische Leidenschaft umfasst? Geht das wie bei einer Pizzabestellung zur Anlieferung zu Hause, garantiert innerhalb von 30 Minuten oder schneller? Gibt es da eine Telefonnummer 0130..., wo man anrufen kann? Oder, noch besser, "schicken Sie uns umgehend Ihre Sonderspende über 15 Euro oder mehr, und wir werden Ihnen per Eilzustellung über Nacht etwas Leidenschaft zusenden." Wenn Sie ein Mensch sind wie ich, benötigen Sie Hilfe, um herauszufinden, wie Sie das, was Leidenschaft genannt wird, anpflanzen und hegen zu können.
Mich motiviert, wenn ich lese, wie Paulus sie erlangt hat. Er hat sich dafür entschieden. Paulus sagt in Römer 15, dass es sein Verlangen ist, seine Passion, wenn Sie es so wollen, Christus bekannt zu machen. Für ihn begann alles mit einer Offenbarung Jesu, die er sein ganzes weiteres Leben genährt hat. Paulus begegnete Christus nicht nur auf der Straße nach Damaskus, sondern von da an begegnete er Jesus immer wieder, täglich. Seine Offenbarung von Jesus und sein Studium der Absichten und Ziele Gottes brachten Paulus apostolische Leidenschaft hervor. Jesus kennen und ihn bekannt machen nahm Paulus Leben von nun an ganz in Anspruch. Er "rühmte sich in Christus Jesus vor Gott" (Römer 15,17). Im Vergleich dazu war alles andere Dreck, Müll, stinkender Abfall. Paulus' Eifer erwuchs aus seinem Verständnis, dass Gott sich danach sehnt, dass sein Sohn in allen Nationen verherrlicht wird. Er war darauf ausgerichtet, "dass die Heiden ein Opfer werden, das Gott wohlgefällig ist, geheiligt durch den Heiligen Geist" (Römer 15,16).
Menschliche Begeisterung vermag apostolische Leidenschaft nicht am Leben zu halten. Wenn Gott seine eigene Leidenschaft in Sie hineinlegt, muss der tiefe Wunsch, seinen Namen unter allen Völkern verherrlicht zu sehen, das weiterentwickeln, was Gott Ihnen gegeben hat. Vier Dinge werden Ihnen dabei helfen.
(Fortsetzung folgt ...)
Dienstag, 11. Mai 2010
Montag, 10. Mai 2010
Danke, Ihr Frühlingsmärktler!
Ihr Lieben,
auch an dieser Stelle ein ganz herzliches DANKE! für Eure Teilnahme und Hilfe beim Frühlingsmarkt. Meine Erwartungen wurden in jeder Hinsicht übertroffen! Wir haben mit Freude getan, was der Herr von uns wollte. Jetzt wollen wir beten, dass Er Herzen findet, die Ihn auch dort tun lassen, was Er will!
auch an dieser Stelle ein ganz herzliches DANKE! für Eure Teilnahme und Hilfe beim Frühlingsmarkt. Meine Erwartungen wurden in jeder Hinsicht übertroffen! Wir haben mit Freude getan, was der Herr von uns wollte. Jetzt wollen wir beten, dass Er Herzen findet, die Ihn auch dort tun lassen, was Er will!
Gemeindeveranstaltungen diese Woche
Gebetstunde und Bibelstunde fallen bei der CCFG in Neunkirchen in dieser Woche aus. Alle sind eingeladen, abends an den Veranstaltungen der Mitarbeiterkonferenz in der CC Siegen teil zu nehmen. Freitagmorgen-Frühgebet findet in der CCFG statt. Gottesdienst am 16.5. natürlich auch. Allen eine gesegnete Woche!
Haustürmission
Idea Sperktrum veröffentlichte vor einiger Zeit das Ergebnis einer "chrismon" Umfrage. Demnach wollen 76% (!) aller Deutschen nicht an der Haustüre missioniert werden. Was das im Einzelnen bedeutet, erklärte der kurze Artikel nicht.
Ich stimme dem zu. Ich möchte weder an der Haustüre, noch sonst wo missioniert werden. Auf keinen Fall möchte ich von Zeugen Jehovas oder Mormonen an der Haustüre missioniert werden. ABER: Ich bin offen für Gespräche. Für ein kurzes an der Haustüre (vielleicht ein ganz kurzes, aber freundliches) und für ein etwas längeres auf der Strasse.
Vieles hängt von der Definition des Begriffes: "missioniert werden" ab. Gestern waren wir mit der Gemeinde auf der Strasse. Es war ein durchaus erfolgreicher Tag, der (nach meiner subjektiven Beobachtung) allen Spaß gemacht hat. Einer unserer Mitarbeiter hatte ein 40 Minuten Gespräch mit einem Mann, der sich weigerte, sich unseren Glauben "aufdrängen zu lassen". Wodurch erhielt er diesen Eindruck? Man hatte ihm ein kostenloses Traktat angeboten (so wie es die Parteien bis vor der Landtagswahl auch taten, ebenso einige Firmen, die ebenfalls am Frühlingsmarkt vertreten waren). Aber was bei anderen eine Infobroschüre war, war bei uns eine Missionskeule (meine Definition).
Mir liegt es am Herzen, das Umfeld unserer Gemeinde flächendeckend mit der Frohen Botschaft zu erreichen. Niemand soll uns später anklagen: "Warum habt ihr uns das nicht gesagt?" Auch wenn 76% nicht an der Haustüre "missioniert" werden wollen, 24% freundliche oder gar interessierte Menschen ist ein phänomenaler Prozentsatz. Außerdem wollen wir nicht "missionieren" (im säkular verstandenen Sinn) sondern wichtiges Informationsmaterial und Einladungen austeilen.
Allerdings, auch das ist wahr: Wir brauchen weder eine Rechtfertigung vor Menschen noch ihren Beifall. Wir haben einen Auftrag erhalten von dem, vor dem sich jedes Knie einmal beugen und den jede Zunge einmal als "Herrn" bekennen wird. Jesus sagt:
"Friede sei mit euch! Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch." (Johannes 20:21)
"Wie der Vater mich … so ich euch!" Und wie hatte der Vater ihn gesandt?
Ich stimme dem zu. Ich möchte weder an der Haustüre, noch sonst wo missioniert werden. Auf keinen Fall möchte ich von Zeugen Jehovas oder Mormonen an der Haustüre missioniert werden. ABER: Ich bin offen für Gespräche. Für ein kurzes an der Haustüre (vielleicht ein ganz kurzes, aber freundliches) und für ein etwas längeres auf der Strasse.
Vieles hängt von der Definition des Begriffes: "missioniert werden" ab. Gestern waren wir mit der Gemeinde auf der Strasse. Es war ein durchaus erfolgreicher Tag, der (nach meiner subjektiven Beobachtung) allen Spaß gemacht hat. Einer unserer Mitarbeiter hatte ein 40 Minuten Gespräch mit einem Mann, der sich weigerte, sich unseren Glauben "aufdrängen zu lassen". Wodurch erhielt er diesen Eindruck? Man hatte ihm ein kostenloses Traktat angeboten (so wie es die Parteien bis vor der Landtagswahl auch taten, ebenso einige Firmen, die ebenfalls am Frühlingsmarkt vertreten waren). Aber was bei anderen eine Infobroschüre war, war bei uns eine Missionskeule (meine Definition).
Mir liegt es am Herzen, das Umfeld unserer Gemeinde flächendeckend mit der Frohen Botschaft zu erreichen. Niemand soll uns später anklagen: "Warum habt ihr uns das nicht gesagt?" Auch wenn 76% nicht an der Haustüre "missioniert" werden wollen, 24% freundliche oder gar interessierte Menschen ist ein phänomenaler Prozentsatz. Außerdem wollen wir nicht "missionieren" (im säkular verstandenen Sinn) sondern wichtiges Informationsmaterial und Einladungen austeilen.
Allerdings, auch das ist wahr: Wir brauchen weder eine Rechtfertigung vor Menschen noch ihren Beifall. Wir haben einen Auftrag erhalten von dem, vor dem sich jedes Knie einmal beugen und den jede Zunge einmal als "Herrn" bekennen wird. Jesus sagt:
"Friede sei mit euch! Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch." (Johannes 20:21)
"Wie der Vater mich … so ich euch!" Und wie hatte der Vater ihn gesandt?
- In eine Welt, die nicht hören wollte! Danke, Jesus, dass du trotzdem gesprochen hast!
- In eine Welt, in der mehr als 76% nicht "missioniert" werden will! Danke, Jesus, dass Du uns trotzdem alle Informationen zur Verfügung gestellt hast, die wir brauchen.
- In eine Welt, die so wenig missioniert werden wollte, dass sie die Quelle des Lebens ans Kreuz nagelte. Danke, Jesus, dass Du bis zum Ende durchgehalten hast!
Sonntag, 9. Mai 2010
Nur für Mütter!
Allen Müttern einen gesegneten Muttertag. Wir schätzen Euch, sind Gott dankbar für Euch und wünschen Euch Gottes Segen und einen schönen Tag mit Euren Lieben. (Ihr Männer, die paar Sekunden hättet ihr euch schenken können. Lest doch mal die Überschrift!)
CCFG auf dem Frühlingsmarkt in Neunkirchen
Von 11:00 - 18:00 Uhr haben wir als Calvary Chapel Freier Grund einen Stand auf dem Frühlingsmarkt in Neunkirchen. Wir werden Kinder schminken und christliche Bücher verkaufen (2. Hand - mindestens :-) ). Pro Buch 1 Euro. Kommt vorbei! Wir stehen neben dem Haupteingang zum Bürgerhaus, schräg gegenüber der Sparkasse unter der Überdachung. Wäre schön, viele Freunde und Bekannte zu sehen. Vor allem aber: Bitte betet für viele gute Gespräche mit solchen, die in keine Kirche gehen und solche, die in keine Kirche mehr gehen. (Und wenn's kühl und feucht ist, bringt 'nen heißen Kaffee mit. :-) ).
Samstag, 8. Mai 2010
Was ich von meiner Topfblume lernte …
Vor einigen Wochen kam ich in mein Gemeindebüro, öffnete die Tür und fand eine wunderbare Gerbera auf dem Tisch in der Mitte des Zimmers. 4 oder 5 Blüten in leuchtendem violett, fette Blätter in saftigem grün - so richtig was fürs Auge. Nicht nur ich selbst habe mich an der Blume erfreut, auch alle, die ins Büro kamen fanden sie schön.
Die Tage vergingen, die Blume behielt ihren Platz in der Mitte des Zimmers, mitten auf dem Tisch. Und alle erfreuten sich an ihr. Aus irgendwelchen Gründen war ich dann einmal 2 Tage nicht im Büro. Das wäre nicht weiter tragisch gewesen - hätte ich die schöne Gerbera immer wieder mal gegossen. Das aber hatte ich versäumt. Und an meinem letzten Tag im Büro muss mein Blümchen wohl seine letzten Reserven aufgebraucht haben. Denn nach meiner Rückkehr ließ es die einstmals saftig-grünen Blätter hängen. Zwei Blüten waren den schwachen Stängeln so schwer geworden, dass diese geknickt waren. Alle Blüten waren recht bleich im Gesicht. Ein erbärmliches Bild! Ganz schnell holte ich Wasser, begoss die Pflanze gründlich und stützte die abgeknickten Blütenhalme. Außerdem forschte ich im Internet nach, wie man mit Gerbera umgeht (ich weiß, ein bisschen spät), und meine Blume erhielt einen schönen Platz auf der Fensterbank. Vielleicht würde ja ein heller, freundlicher Platz mit Lichttherapie einen Erholungsprozess bewirken. Was habe ich für eine Arbeit gehabt mit meiner Gerbera. Immer wieder musste ich die abgeknickten Stängel der beiden Hauptblüten neu stützen. Irgendwann warf eine andere Blüte ihre Blätter ab. Meine Hoffnung für mögliche Überlebenschancen schwanden so langsam dahin.
Eines Morgens komme ich wieder ins Büro. Zwei einsame Blüten stehen noch. Alle anderen sind abgeschnitten und gelbliche Blätter entfernt. Unsere Blumenmutti war da gewesen und hatte "Erste Hilfe" geleistet. Und tatsächlich, seit einer Woche erholt sich mein Pflänzchen. Die beiden übrigen Blüten sind zwar mittlerweile auch weg, ABER: zwei neue sind im Kommen! Farbe! Leben! Überleben!
Und, um ehrlich zu sein, mein Blümchen hat zu mir gepredigt! Interessant, was der Herr alles benutzen kann! Zum Einen dürfen wir nicht vergessen, dass wir Nahrung brauchen. Wer einen Tag ohne Nahrung bleibt, kann überlegen, aber er schwächelt. Wer länger ohne Nahrung bleibt, verwelkt. Nicht umsonst sagt uns die Schrift:
Wohl dem, der "seine Lust hat am Gesetz des Herrn und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht." (Psalm 1:2)
Auch habe ich gelernt, dass es nach einer Schwächeperiode, hervorgerufen durch Nachlässigkeit, nicht unbedingt innerhalb von kürzester Zeit zur vollen Erholung kommt. Auch, wenn ich eine ausgetrocknete Pflanze in ein Wasserbad stelle, so wird doch abfallen, was unwiederbringlich vertrocknet ist. Und es mag sehr wohl einer Erholungsphase bedürfen, bevor der frühere Zustand wieder hergestellt ist.
Schließlich wird mir klar, dass eine Pflanze, die keine Nahrung erhalten hat, nicht tun kann, was sie tun soll: Frucht bringen. Und was ist die "Frucht" einer Gerbera? Nun, Freude und Farbe ins Leben der Betrachter zu bringen.
Nun, so langsam kommt auch das wieder in die Gänge. Aber wie viele Tage (und Blüten) sind verloren gegangen, weil kein Wasser da war. - Wie viele Tage sind in meinem Leben verloren gegangen, weil ich nicht regelmäßig zur Quelle gegangen bin. Jesus sagt:
"Wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst!" (Offenbarung 22:17)
Was ich vergessen habe, das ist, mein Blümchen zu begießen, das vergisst unser Herr niemals. Er hat alles Wasser der Welt - Wasser des Lebens - für uns bereitgestellt. Wir brauchen nur zu kommen und zu trinken. Wenn wir das vernachlässigen, verlieren wir Farbe, Saft und Kraft. Wenn wir uns täglich satt trinken, werden wir Frucht bringen, die dem Herrn und uns Freude bringen wird!
Die Tage vergingen, die Blume behielt ihren Platz in der Mitte des Zimmers, mitten auf dem Tisch. Und alle erfreuten sich an ihr. Aus irgendwelchen Gründen war ich dann einmal 2 Tage nicht im Büro. Das wäre nicht weiter tragisch gewesen - hätte ich die schöne Gerbera immer wieder mal gegossen. Das aber hatte ich versäumt. Und an meinem letzten Tag im Büro muss mein Blümchen wohl seine letzten Reserven aufgebraucht haben. Denn nach meiner Rückkehr ließ es die einstmals saftig-grünen Blätter hängen. Zwei Blüten waren den schwachen Stängeln so schwer geworden, dass diese geknickt waren. Alle Blüten waren recht bleich im Gesicht. Ein erbärmliches Bild! Ganz schnell holte ich Wasser, begoss die Pflanze gründlich und stützte die abgeknickten Blütenhalme. Außerdem forschte ich im Internet nach, wie man mit Gerbera umgeht (ich weiß, ein bisschen spät), und meine Blume erhielt einen schönen Platz auf der Fensterbank. Vielleicht würde ja ein heller, freundlicher Platz mit Lichttherapie einen Erholungsprozess bewirken. Was habe ich für eine Arbeit gehabt mit meiner Gerbera. Immer wieder musste ich die abgeknickten Stängel der beiden Hauptblüten neu stützen. Irgendwann warf eine andere Blüte ihre Blätter ab. Meine Hoffnung für mögliche Überlebenschancen schwanden so langsam dahin.
Eines Morgens komme ich wieder ins Büro. Zwei einsame Blüten stehen noch. Alle anderen sind abgeschnitten und gelbliche Blätter entfernt. Unsere Blumenmutti war da gewesen und hatte "Erste Hilfe" geleistet. Und tatsächlich, seit einer Woche erholt sich mein Pflänzchen. Die beiden übrigen Blüten sind zwar mittlerweile auch weg, ABER: zwei neue sind im Kommen! Farbe! Leben! Überleben!
Und, um ehrlich zu sein, mein Blümchen hat zu mir gepredigt! Interessant, was der Herr alles benutzen kann! Zum Einen dürfen wir nicht vergessen, dass wir Nahrung brauchen. Wer einen Tag ohne Nahrung bleibt, kann überlegen, aber er schwächelt. Wer länger ohne Nahrung bleibt, verwelkt. Nicht umsonst sagt uns die Schrift:
Wohl dem, der "seine Lust hat am Gesetz des Herrn und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht." (Psalm 1:2)
Auch habe ich gelernt, dass es nach einer Schwächeperiode, hervorgerufen durch Nachlässigkeit, nicht unbedingt innerhalb von kürzester Zeit zur vollen Erholung kommt. Auch, wenn ich eine ausgetrocknete Pflanze in ein Wasserbad stelle, so wird doch abfallen, was unwiederbringlich vertrocknet ist. Und es mag sehr wohl einer Erholungsphase bedürfen, bevor der frühere Zustand wieder hergestellt ist.
Schließlich wird mir klar, dass eine Pflanze, die keine Nahrung erhalten hat, nicht tun kann, was sie tun soll: Frucht bringen. Und was ist die "Frucht" einer Gerbera? Nun, Freude und Farbe ins Leben der Betrachter zu bringen.
Nun, so langsam kommt auch das wieder in die Gänge. Aber wie viele Tage (und Blüten) sind verloren gegangen, weil kein Wasser da war. - Wie viele Tage sind in meinem Leben verloren gegangen, weil ich nicht regelmäßig zur Quelle gegangen bin. Jesus sagt:
"Wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst!" (Offenbarung 22:17)
Was ich vergessen habe, das ist, mein Blümchen zu begießen, das vergisst unser Herr niemals. Er hat alles Wasser der Welt - Wasser des Lebens - für uns bereitgestellt. Wir brauchen nur zu kommen und zu trinken. Wenn wir das vernachlässigen, verlieren wir Farbe, Saft und Kraft. Wenn wir uns täglich satt trinken, werden wir Frucht bringen, die dem Herrn und uns Freude bringen wird!
Donnerstag, 6. Mai 2010
Von Sand und Steinen
Kürzlich las ich folgende Geschichte (Verfasser unbekannt): Zwei Freunde wanderten durch die Wüste. Es kam zu einem Streit in dem der eine den anderen im Affekt ins Gesicht schlug. Der Geschlagene war gekränkt. Ohne ein Wort zu sagen, kniete er nieder und schrieb folgende Worte in den Sand: "Heute hat mich mein bester Freund ins Gesicht geschlagen."
Sie setzten ihre Wanderung fort und kamen bald darauf zu einer Oase. Dort beschlossen sie beide, ein Bad zu nehmen. Der Freund, der geschlagen worden war, blieb auf einmal im Schlamm stecken und drohte zu ertrinken. Aber sein Freund rettete ihn buchstäblich in letzter Minute. Nachdem sich der Freund, der fast ertrunken war, wieder erholt hatte, nahm er einen Stein und ritzte folgende Worte hinein: "Heute hat mein bester Freund mir das Leben gerettet."
Der Freund, der den anderen geschlagen und auch gerettet hatte, fragte erstaunt: "Als ich dich gekränkt habe, hast du deinen Satz nur in den Sand geschrieben, aber nun ritzt du die Worte in einen Stein. Warum?" Der andere Freund antwortete: "Wenn uns jemand gekränkt oder beleidigt hat, sollten wir es in den Sand schreiben, damit der Wind des Verzeihens es wieder auslöschen kann. Aber wenn jemand etwas tut, was für uns gut ist, dann können wir das in einen Stein gravieren, damit kein Wind es jemals löschen kann."
Jesus hat uns etwas ganz Ähnliches gesagt. Sein Jünger, Petrus, war wohl besorgt, dass er zu oft vergeben müsse. Und so fragt er Jesus:
"Herr, wie oft soll ich meinem Bruder vergeben, der gegen mich sündigt? Bis siebenmal?
(Matthäus 18:21)
Das war schon großzügig gerechnet, denn die Rabbis lehrten, dass dreimal genug sei. Jesu Antwort muss Petrus überrascht haben. Er sagt:
"Ich sage dir, nicht bis siebenmal, sondern bis siebzigmalsiebenmal!" (Matthäus 18:22)
Moment bitte! --- Ok, nach meinem Taschenrechner ergeben das genau 490x. Hat Jesus das gemeint? Niemals! Was Jesus gemeint hat ist dies: Hör auf zu zählen! Vergib einfach! Lass den Wind des Verzeihens das Vergehen auslöschen. Lass den Wind des Heiligen Geistes Dein Herz mit der vergebenden Barmherzigkeit Gottes füllen. Und wirf deine Strichliste weg!!!
Wie oft kritzeln wir die Vergehen anderer in Stein. Und wie schwer werden uns diese Steine oft. Und wie unwillig sind wir, den Ballast der markierten Steine abzuwerfen. Wir halten bewusst an den Erinnerungen der Vergehen anderer uns gegenüber fest, sei es in unseren nachbarschaftlichen Beziehungen, unseren Freundschaften, Ehen, Arbeitsverhältnissen - oder sogar unseren Gemeinden. Und irgendwann beugt sich unser Rücken unter dieser freiwilligen Last und wir verkrüppeln mehr und mehr - nur weil wir die Erinnerungen an Verletzungen, anstatt in Sand zu schreiben, in Stein geritzt haben. Lass die Steine fallen! Lass den Wind die Erinnerungen an Verletzungen verwehen! Gib dem Wind des Heiligen Geistes Raum, zu vergeben, zu heilen und den freigewordenen Platz mit der Frucht des Geistes (Galater 5:22) auszufüllen!
"Seid nachsichtig mit den Fehlern der anderen und vergebt denen, die euch gekränkt haben. Vergesst nicht, dass der Herr euch vergeben hat und dass ihr deshalb auch anderen vergeben müsst." (Kolosser 3:13)
Sie setzten ihre Wanderung fort und kamen bald darauf zu einer Oase. Dort beschlossen sie beide, ein Bad zu nehmen. Der Freund, der geschlagen worden war, blieb auf einmal im Schlamm stecken und drohte zu ertrinken. Aber sein Freund rettete ihn buchstäblich in letzter Minute. Nachdem sich der Freund, der fast ertrunken war, wieder erholt hatte, nahm er einen Stein und ritzte folgende Worte hinein: "Heute hat mein bester Freund mir das Leben gerettet."
Der Freund, der den anderen geschlagen und auch gerettet hatte, fragte erstaunt: "Als ich dich gekränkt habe, hast du deinen Satz nur in den Sand geschrieben, aber nun ritzt du die Worte in einen Stein. Warum?" Der andere Freund antwortete: "Wenn uns jemand gekränkt oder beleidigt hat, sollten wir es in den Sand schreiben, damit der Wind des Verzeihens es wieder auslöschen kann. Aber wenn jemand etwas tut, was für uns gut ist, dann können wir das in einen Stein gravieren, damit kein Wind es jemals löschen kann."
Jesus hat uns etwas ganz Ähnliches gesagt. Sein Jünger, Petrus, war wohl besorgt, dass er zu oft vergeben müsse. Und so fragt er Jesus:
"Herr, wie oft soll ich meinem Bruder vergeben, der gegen mich sündigt? Bis siebenmal?
(Matthäus 18:21)
Das war schon großzügig gerechnet, denn die Rabbis lehrten, dass dreimal genug sei. Jesu Antwort muss Petrus überrascht haben. Er sagt:
"Ich sage dir, nicht bis siebenmal, sondern bis siebzigmalsiebenmal!" (Matthäus 18:22)
Moment bitte! --- Ok, nach meinem Taschenrechner ergeben das genau 490x. Hat Jesus das gemeint? Niemals! Was Jesus gemeint hat ist dies: Hör auf zu zählen! Vergib einfach! Lass den Wind des Verzeihens das Vergehen auslöschen. Lass den Wind des Heiligen Geistes Dein Herz mit der vergebenden Barmherzigkeit Gottes füllen. Und wirf deine Strichliste weg!!!
Wie oft kritzeln wir die Vergehen anderer in Stein. Und wie schwer werden uns diese Steine oft. Und wie unwillig sind wir, den Ballast der markierten Steine abzuwerfen. Wir halten bewusst an den Erinnerungen der Vergehen anderer uns gegenüber fest, sei es in unseren nachbarschaftlichen Beziehungen, unseren Freundschaften, Ehen, Arbeitsverhältnissen - oder sogar unseren Gemeinden. Und irgendwann beugt sich unser Rücken unter dieser freiwilligen Last und wir verkrüppeln mehr und mehr - nur weil wir die Erinnerungen an Verletzungen, anstatt in Sand zu schreiben, in Stein geritzt haben. Lass die Steine fallen! Lass den Wind die Erinnerungen an Verletzungen verwehen! Gib dem Wind des Heiligen Geistes Raum, zu vergeben, zu heilen und den freigewordenen Platz mit der Frucht des Geistes (Galater 5:22) auszufüllen!
"Seid nachsichtig mit den Fehlern der anderen und vergebt denen, die euch gekränkt haben. Vergesst nicht, dass der Herr euch vergeben hat und dass ihr deshalb auch anderen vergeben müsst." (Kolosser 3:13)
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