„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Mittwoch, 5. Mai 2010

Zweifel ...

… mag ich nicht! Du wahrscheinlich auch nicht! Wir wollen es in der Regel genau wissen. Wir sind so gesponnen. Und dennoch ist absolutes Wissen nicht immer möglich. Man kann Theorien zwar als Wahrheit und absolutes Wissen vermarkten (man denke nur an die Evolutionstheorie), aber ständig neue Erkenntnisse lassen doch immer wieder berechtigte Zweifel aufkommen. Nicht selten kommt es dann dazu, dass die bisherige "Wahrheit" bezweifelt und neu definiert - und "absolutes Wissen" überarbeitet und neu formuliert werden muss.

Auch wir Christen kennen Zeiten des Zweifelns. Vielleicht nicht, wenn wir gerade eine tolle Predigt gehört oder an einem Anbetungsabend teilgenommen haben. Eher in Zeiten, wenn wir müde, frustriert und "out of touch" sind mit der geistlichen Realität. Selbst die "Großen" des Glaubens kannten solche Zeiten. Dr. Martin Luther, dem es Millionen zu verdanken haben, dass sie vom Zweifeln zum Glauben gekommen sind, bekannte einmal (betreffs Anfechtungen):

"Ich kann nicht verhindern, dass die Raben über meinen Kopf hinweg fliegen. Aber ich kann verhindern, dass sie darauf Nester bauen."

Als Christ tappt man ja auch nicht immer im Dunkeln. Man hat auch nicht ständig Zweifel. Es sind bestimmte Auslöser, die Zweifel hervorrufen - und eben meistens dann, wenn wir aus dem Licht in den Schatten treten. Jemand hat einmal den guten Rat gegeben:

"Zweifle in der Dunkelheit nicht an dem, was du im Licht gesehen hast!"

Als Christen HABEN WIR Jesus erfahren - auch wenn wir Ihn momentan vielleicht nicht "spüren". Als Christen KENNEN WIR die Freude am Herrn - auch wenn unsere Herzen momentan vielleicht arm sind an Freude. Als Christen WISSEN WIR, dass unser Retter bei, um und in uns ist und lebt - auch wenn Er momentan Welten weg zu sein scheint.

David kennt das - und stellt sich im Glauben gegen seine Zweifel:

"Und wenn ich auch wanderte durchs Tal des Todesschattens, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, die trösten mich." (Psalm 23:4)

Zweifel sind Anfechtungen, durch die der Feind uns versucht und die Gott zulässt, um uns zu stärken. Satan versuchte die ersten Menschen durch Zweifel: "Hat Gott wirklich gesagt …?" Gott ließ es zu um den Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre Liebe zum Schöpfer zu bestätigen. Sie vermurksten es. Anstatt sich zu erinnern, was Gott gesagt hatte, anstatt der Anfechtung durch Sein Wort zu begegnen, gab man den Zweifeln Raum - und sündigte. Nicht der Zweifel war die Sünde, sondern die positive Reaktion darauf. Niemand muss verzweifeln an seinen Zweifeln. Niemand muss sich schuldig fühlen für seine Fragen. Wenn die Fragen kommen, sollten wir die Antworten dort suchen, wo die ewige Wahrheit zu finden ist: Im Wort Gottes. Wenn in Zeiten der Dunkelheit die Zweifel kommen, sollten wir uns erinnern, dass sie keine Berechtigung haben. Wir haben die Wahrheit im Licht erkannt und wollen in der Dunkelheit nicht daran zweifeln.

Bleib dran! Es gibt keinen Tunnel ohne Ende!

Dienstag, 4. Mai 2010

Satanische Kopfschmerzen

Gibt's das? Migräniker würden sagen: "Klar!" Glaubensheiler würden fragen: "Was sonst?" Mediziner würden sagen: "Du Ärmster!"

Satanische Kopfschmerzen - eigentlich meine ich das andersherum. Nicht Kopfschmerzen, unter denen wir leiden und die wir versuchen, mit Aspirin oder irgendwelchen anderen -pirins loszuwerden. Sondern "Kopfschmerzen", die wir verursachen.

Einer meiner früheren Chefs pflegte morgens zu sagen: "Today give Satan a big headache!" "Bereite dem Teufel heute ordentliche Kopfschmerzen!"
Ohne respektlos klingen zu wollen - genau das sollten wir heute tun: uns verantwortlich machen für ein paar ordentliche Kopfschmerzen für Satan. Und wie?

Die Gründe für die manchmal mörderischen Kopfschmerzen von Migränikern sind reichhaltig. Einer unter vielen ist eine ausgeprägte Nahrungsmittelintoleranz. Der Mensch toleriert bestimmte Zutaten nicht, die in Nahrungsmittel vorkommen und reagiert mit Migräne. Satan hat auch bestimmte Zutaten, auf die er allergisch reagiert.

Eine dieser Zutaten ist Abschottung!

"Gebt dem Teufel keinen Raum!" (Epheser 4:27)

Eigentlich ist es unser Feind gewohnt, dass der Mensch mehr oder weniger unkritisch aufnimmt, was so angeboten wird. Und das macht er sich zunutze. Die Folgen sind Not, Elend, Krankheit, Sucht, Lieblosigkeit, Egoismus, Geldliebe, geistliche Gleichgültigkeit, etc.
Wenn wir aber alle Bereiche unseres Lebens unter die Leitung des Heiligen Geistes stellen, bleibt Satan kein Raum mehr für sein zerstörerisches Werk. Das bereitet ihm "Kopfschmerzen".

Eine andere Zutat ist Widerstand! Gott fordert uns auf:

"Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch." (Jakobus 4:7)

Widerstand ist für den Teufel etwas Unnormales. Er ist es gewohnt, dass die Menschen ihm nicht widerstehen. Da der Mensch von Natur aus erst einmal blind ist, läuft er blindlings ins Verderben. Wer aber durch Jesus zum Licht gekommen ist, sollte nicht nur bewusst seinen Weg mit Jesus gehen, sondern auch der Finsternis und ihren Werken aktiv widerstehen. Widerstand! Ja, bewaffneter Widerstand (siehe nächster Punkt)! Dadurch, dass wir uns nicht nur damit zufrieden geben, dass wir gerettet sind, sondern auch den bewaffneten Widerstand gegen den Feind aufnehmen, werden seine Kopfschmerzen so stark, dass er fliehen muss. Aus dem Zusammenhang des zitierten Verses geht allerdings hervor, dass unser Widerstand nicht in eigener Kraft geschehen darf (dann werden wir fliehen!) - sondern in Hingabe an Gott!

Eine dritte Zutat ist die Rüstung, die Gott uns gegeben hat. Die macht Satan echte Probleme!

"Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels." (Epheser 6:11)

Die aufgezählten Rüstungsteile, wenn von uns getragen, werden uns stehen - und Satan fliehen lassen. Dazu gehören: Heil, Jesu Gerechtigkeit, Wahrheit, Verkündigung des Friedens, Glauben, Gottes Wort und Gebet! Herrlich!

Schließlich sei eine letzte Zutat genannt, die für Satan so etwas sein muss wie ein künstlicher Geschmackverstärker für einen Migräniker: Lob Gottes!

"Lasset uns aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens" (Hebr 12:2a)
"Wer Dank opfert, der preiset mich, und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes." (Psalm 50:23)

Auf Jesus zu blicken, uns zu vergegenwärtigen, wer Er ist, was Er getan hat, tut und tun kann, unsere Freude an Ihm unsere Stärke sein zu lassen, seinen Namen zu erheben - in guten und in bösen Tagen - das gibt dem Feind den Rest. Solch einen Widerstand im Glauben kann er nicht vertragen und muss fliehen!

So, und was kommt bei diesen Gedanken heute als Fazit raus? Hier ist es:

"Bereite dem Teufel heute ordentliche Kopfschmerzen!"

Montag, 3. Mai 2010

Bergsteigen mit Jesus und David

Während ich diese Zeilen schreibe, spielt mein Lieblinssender das Lied von Mitchel Schiff: „With you I can climb this mountain“ (Mit Dir kann ich diesen Berg besteigen). Im Lied geht es darum, dass wir mit Jesus Berge besteigen können und mit ihm durch die Wasser gehen können. Das alles, weil Er Wunder tun kann und Wunder tut.

Der Vers erinnert mich an eine Stelle in der Bibel. Diese Verse waren Gott so wichtig, dass Er sie uns gleich zweimal überliefert hat:

„Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschlagen und mit meinem Gott über Mauern springen. Gottes Wege sind vollkommen, / die Worte des HERRN sind durchläutert. Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.“ (Psalm 18:30+31 / 2 Samuel 22:30+31)

Wenn es einer wissen musste, dann war es David. In seinem Leben ging es ständig bergauf. Da gab es den Berg der Verfolgung, des Hasses gegen ihn, den Berg des Betrugs, der Angst, der Todesgefahr, der Sünde, der Versuchungen, der Depression … und viele mehr. Dann meinte er, er habe endlich den Gipfel erreicht, nur um nach einiger Zeit festzustellen, dass es doch wieder nur ein Zwischenstop war. Allerdings machte David auch noch andere Erfahrungen. Er konnte ausrufen, dass er MIT GOTT Kriege gewinnen und Hindernisse überwinden kann. Wieso klappte das bei David?

Zunächst einmal müssen wir feststellen, dass es auch bei David nicht immer innerhalb von Minuten funktionierte. Auch David hatte seine Fehler, Durststrecken und Niederlagen. Trotzdem erlebte und verkündigte er Erfahrungen des Sieges. Wieso?

Es wird wohl eine Sammlung von Gründen gegeben haben.
  1. David versuchte es nicht in eigener Kraft. Er ist nicht mit schwerer Rüstung und Streitkolben gegen Goliath ausgezogen, sondern mit Schleuder und Gottvertrauen.
  2. Sicher ist er auch nicht ständig gegen die Wand gelaufen, sondern – wie er sagt – mit Gott über die Wand gesprungen. In diesem Bild wird das Hindernis nicht einmal zerstört, sondern überwunden und hinter sich gelassen!
  3. David war ein Siegertyp, nicht, weil er David hieß, sondern weil er mit dem Allmächtigen vertraut war. Er pflegte die Gemeinschaft mit der Kraftquelle: Gott! Und er wusste: Ohne stete Verbindung mit der Kraftquelle bleibt die göttliche Sprungkraft aus – und er wird gegen die Wand rennen, statt diese hinter sich zu lassen.
  4. David war auch ein Mann des Lobes. Selbst in den Zeiten, in denen er sich keuchend bergauf kämpfen musste, hatte er immer noch „Munition“, um Gott zu preisen. Er erfuhr, was Asaph beschreibt:
„Wer Dank opfert, der preiset mich, und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes.“ (Psalm 50:23)

Was das Leben angeht, hinken wir David nicht hinterher. Für viele scheint es ständig bergauf zu gehen. Für viele scheint die Kletterei kein Ende zu nehmen. Aber Davids Siegererfahrung soll auch unsere Sein. Auch wir können mit unserem Gott Kriege gewinnen und Hindernisse überwinden. Lasst es uns mal mit Vertrauen, einer bleibenden Verbindung zur Kraftquelle und Lobpreis versuchen. Das wird uns auf jeden Fall weiterbringen.

Allen eine gesegnete Woche

Samstag, 1. Mai 2010

Maradonna, Jesaja und die Hand Gottes

Unter "Hand Gottes" findet sich in "Wikipedia" folgender Eintrag:

Die Hand Gottes (span.: la mano de Dios) bezeichnet eine Situation während der Fußball-Weltmeisterschaft 1986, in der Diego Maradona seine Hand zu Hilfe nahm, um ein irreguläres Tor zu erzielen. Den Ausdruck prägte Maradona selbst, als er nach dem Spiel keine Reue zeigte und vor laufenden Kameras sagte: "Es war ein bisschen die Hand Gottes und ein bisschen Maradonas Kopf." Erst im Jahr 2005 gab Maradona zu, den Ball wirklich mit der Hand gespielt zu haben.
[aufgeführt in Wikipedia "Hand Gottes (Fussball) - http://de.wikipedia.org/wiki/Hand_Gottes_%28Fu%C3%9Fball%29]

Hier sollte es die "Hand Gottes" gewesen sein, die den Sieg durch ein irreguläres Tor brachte.

Gestern habe ich an einem wunderbaren Missionsabend teilgenommen. Eine Bekannte berichtete über ihre Arbeit unter einem der Indianerstämme Nordamerikas. Die Menschen leben in Reservaten und sind gebeutelt von Alkohol (90% der jungen Leute), Drogen und Sex (Teenageschwangerschaften im Alter von 13-14 Jahren sind keine Rarität.) Eine kleine Gemeinde möchte Gottes Hoffnung in diese Hoffnungslosigkeit bringen. Auch an diesem Abend ging es um die Hand Gottes, allerdings nicht nach der Version Maradonas.

"Den ganzen Tag habe ich meine Hände ausgestreckt nach einem widerspenstigen Volk, das seinen eigenen Gedanken nachgeht auf einem Weg, der nicht gut ist." Jesaja 65:2

Auch hier geht es um Gottes Hand. Aber hier die echte. Die Hand, die sich unermüdlich nach Dir und mir ausgestreckt hat. Den ganzen Tag, morgens nachmittags, abends und nachts. 24/7, Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Trotz unserem Unverständnis und Spott, unserer Gleichgültigkeit, Rebellion und abstoßenden Religiosität. Trotzdem! Den ganzen Tag. 24 Stunden! Und irgendwann hat Seine Gnade uns erreicht; unsere Blindheit wurde durchbrochen, es wurde Licht. Warum? Weil die Hand Gottes den Durchbruch und den Sieg brachte. Nicht durch irreguläre Mittel, sondern durch ein völlig reguläres Mittel: den stellvertretenden Tod Jesus am Kreuz. Durch Sein kostbares Blut! Für unsere Sünden. Und der Sieg ist unser! Gerettet! Gewonnen! Sicher! Versprochen! Preis dem Herrn!

Immer noch streckt Gott Seine Hände den ganzen Tag aus. Zu denen, die gebunden sind in Alkohol, Drogen, Sex. Und auch zu den anderen; zu denen, die gebunden sind in religiöser Show und Heuchelei, in Eheproblemen, in heimlichen Sünden, in Ausgebranntsein, in den akzeptierten Sünden unserer Gesellschaft, wie Geldliebe, Neid, Zorn, Bitterkeit oder üble Nachrede.

Seine heilende und vergebende Hand möchte Er ausstrecken - durch Dich! Gott möchte Deine Hände zu den Seinen machen. Mit der einen ergreifst Du Seine Hand. Mit der anderen Hand teilst Du Seine Liebe aus und berührst die Menschen um Dich herum. "Gottes Hand" - ausgestreckt durch Dich - hinein in eine Welt der Not und Sünde. Nicht Deine Berufung als Gotteskind? O doch! DEINE Berufung! Alles andere in unserem Leben sind Nebensachen, die der einen Berufung dienen müssen: Gott zu verherrlichen, indem wir Seine Hände sind, die unsern Nächsten mit der Liebe Jesu berühren; indem wir Seine Füße sind, die auf den Nächsten zugehen, indem wir Sein Mund sind, der Seine Botschaft in die Welt hineinträgt. Das ist unsere Berufung, Deine und meine! Egal, was die Zweitrangigkeiten im Leben sind. Die sind bei jedem von uns verschieden. Die primäre Berufung ist es, unsere Hände nach Ihm auszustrecken, sie füllen zu lassen und dann Seine Hände zu sein, die sich ausstrecken nach einer dunkeln Welt. Wer in dieser Berufung lebt, erfährt Gott!

In seinem Lied "Two Hands" (Zwei Hände) singt Chuck Girard:
"Streck' die eine Jesus entgegen. Mit der anderen bringe einen Freund!"

So soll es sein. "Hand Gottes" wollen wir sein in dieser Welt. An Jesus festhalten, Gottes Segen und Sieg durch uns fließen lassen und uns in Jesu Liebe ausstrecken zu unserem Nächsten.

Donnerstag, 29. April 2010

Deine Knochen & Sein Geist

Einige von uns können sich noch an die Bilder der Schreckensherrschaft von Pol Pot in Kambodscha erinnern. Meterhoch aufgetürmte Schädelberge, Knochenfelder, Skelette von Erwachsenen und Kindern.

Kannst Du Dir gedanklich ein Bild malen? Hast Du Vorstellungskraft? Stell Dir vor, Du stehst auf einer weiten Ebene. (Hast Du das Bild?) Um Dich herum - verblichene Knochen, Schädel, Skelette. Um Deinen Weg zu finden, musst Du Deine Schritte genau wählen. Der Toten sind nicht weinige; die Luft, die Atmosphäre scheinen nur noch aus Tod zu bestehen. Leblosigkeit und Schrecken soweit das Auge reicht. (Siehst Du es?) Schrecklich! Beklemmend! Unheimlich! - So beschrieben in Hesekiel 37.

Wie Hesekiel sich wohl gefühlt hat, inmitten von Tod, Elend, Knochen und Skeletten? Das Gute an dem Kapitel ist: Es zeigt, dass Gott mittendrin und dabei ist. Inmitten von Tod und Elend war Hesekiel nicht allein. Vielleicht haben die Umstände eine Bedrückung in ihm ausgelöst - aber allein war er nicht! Vielleicht haben der Tod und die Hoffnungslosigkeit um ihn herum versucht, ihn zu infizieren und in ihn hineinzukriechen - aber allein war er nicht!

Inmitten von Tod und Elend spricht Gott zu ihm. Er soll was ganz Verrücktes machen. (Sorry, aber nicht selten gibt Gott uns etwas zu tun, das ziemlich "verrückt" erscheint). Was war das? Gott beauftragt Hesekiel, zu den Knochen und Skeletten zu reden. Sicher wird er sich gewünscht haben, dass niemand ihn sieht. Aber was für eine Botschaft er für die alten Knochen hat: Gott will Seinen Geist in sie hinein geben. Er will sie mit Seinem Leben erfüllen. Er will sie wiederherstellen. Er will sie neue Gotteserfahrungen machen lassen.

Hesekiel tut genau das, was Gott ihm aufträgt, und Gott tut genau, was Er verheißen hat. Das Ganze ist ein Bild für die Wiederherstellung Israels!

Schade, ich hatte gedacht, es sei eine Verheißung, dass der Herr Tod und bleiche Knochen in meinem (geistlichen) Leben erneuern, erfrischen und mit Seinem Leben füllen will. Ich hatte gehofft, dass Er mich neu mit Seinem Geist erfüllen, ausrüsten und stärken will. Also wieder mal nur Israel…

Nein! Auch uns! Hesekiel malt ein wunderbares Bild von dem, was geschieht, wenn Gottes Geist eingeladen wird, uns zu erfüllen und uns mit dem Leben von oben zu erquicken.

Das Neue Testament fordert uns auf, die Kraft des Heiligen Geistes zu empfangen (a), in der Fülle des Heiligen Geistes zu leben (b) und das erfrischende Leben Gottes zu erfahren (c).
  • a) "Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein" (Apostelgeschichte 1:8)
  • b) "Betrinkt euch nicht mit Wein; sonst ruiniert ihr damit euer Leben. Lasst euch stattdessen vom Heiligen Geist erfüllen." (Epheser 5:18)
  • c) "Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit." (Galater 5:22)
Also auch für uns! Hallelujah! Herr, fülle uns neu mit der Kraft des Heiligen Geistes! Lass uns den Knochen gleichen, die du mit neuem Leben erfüllst! Du möchtest es tun! Danke!

Mittwoch, 28. April 2010

Der komplizierte Wille Gottes

Jeder wahre Jesusjünger kennt das: Wir wollen den Willen Gottes erkennen, in den großen Entscheidungen des Lebens und in den kleinen. Also beten wir, suchen das Angesicht Gottes, lesen in Seinem Wort, tauschen uns mit anderen aus, achten auf die Umstände im Leben. Und doch bleibt manchmal die Antwort aus - zumindest in der Klarheit, wie wir sie uns wünschen.

In Hesekiel lesen wir ständig die Aussage Gottes: "Ich will…!" In Kapitel 36 allein 14 mal. Gott will! Und Er weiß, was Er will und Er weiß, was Er mit Dir und mir will. Sein Wille ist nicht kompliziert, allerdings könnte man unsere Aufnahmefähigkeit manchmal so beschreiben. Dankbarerweise macht Gott es uns oft sehr einfach. Meine eigene Berufung in die Mission war unmissverständlich. Unsere Berufung, nach 20 Jahren im Ausland wieder nach Deutschland zurückzukehren, war nicht einfach anzunehmen, aber deutlich. Ebenso Gottes Führung in den Dienst, in dem Er mich jetzt gebrauchen möchte. Auch momentan stehen wir wieder vor schwerwiegenden Entscheidungen, in denen es unerlässlich ist, Gottes Willen klar zu erkennen. Aber nicht immer ist alles so schwarz und weiß. Dennoch steht Gottes "Ich will…" über dem Leben jedes Seiner Kinder. Das gilt grundsätzlich für verschiedene Aussagen, wie etwa:

"Ich will dich nicht verlassen noch versäumen!" (Hebräer 13:5)
"Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen" (1 Korinther 1:19)

Das gilt aber auch für konkrete Fragen Seiner Kinder betreffs Gottes Wille für ihr Leben:

Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du gehen sollst (Psalm 32:8a)
Ich will dich mit meinen Augen leiten (Psalm 32:8b)
Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich. (Psalm 16:11)
"Der Geist der Wahrheit wird euch in die ganze Wahrheit leiten!" (Johannes 16:13)

DARAUF WOLLEN WIR VERTRAUEN UND UNS DARAN FESTHALTEN!

Natürlich kann es jeder machen wie die Händlerin, die kreuz und quer durchs Land zog, um ihre Waren an den Türen der Häuser zu verkaufen. Kam sie an eine Weggabelung, warf sie einen Stock in die Luft und ging in die Richtung weiter, in die der Stock anschließend zeigte.
Eines Tages jedoch schien sie nicht mehr aufhören zu wollen, den Stock zu werfen. Auf die Frage, warum sie den Stock mehr als einmal werfe, antwortete sie: "Er zeigt immer nach links, aber ich will nach rechts gehen." *

Wo der Mensch Gott seinen Willen aufdrücken will, geht die Sache schief. Wenn Gott eine Türe verrammelt, sollten wir nicht versuchen, durchs Fenster einzusteigen. Gott will uns mit seinen Augen leiten und Seine Führung bewahrt uns vor Wegen, die ins Leere führen.

Ich gehe davon aus, dass einige, die diese Zeilen lesen, in einem Entscheidungsfindungsprozess stehen und nach dem Willen Gottes fragen. Wir wollen an der Tatsache festhalten, dass Jesus weiß, was Er tun will (s. Eintrag am 23.4.10), dass Er Seine Kinder unterweisen und führen will und dass Sein Geist uns in alle Wahrheit leiten wird.

Wir wollen Gott nicht drängen. "Er will…!" hat er versprochen. Er will NICHT, dass wir Seinen Willen erraten müssen, Er will uns führen! Sein Wille ist nicht kompliziert. Er ist in Grundzügen bereits offenbart, und wird im Detail denen entfaltet, die Ihn suchen.

* nach: Walter Knight in "Today in the Word, May, 1989"

Dienstag, 27. April 2010

Keine Bibelstunde am Mittwoch, dem 28.4.10

In unserer Gemeinde in Neunkirchen Zeppenfeld wird am Mittwoch, dem 28.4. abends keine Bibelstunde stattfinden. Jeder der möchte, ist eingeladen, an einem besonderen Abend mit Bruder Yun in der Calvary Chapel Siegen teilzunehmen. Beginn: 19:30 Uhr. Es könnte sehr voll werden und sich daher lohnen, früh zu kommen. (wegen Parken und Sitzen)

Montag, 26. April 2010

… dann wird Jesus sich wohl entschuldigen müssen!

Gestern Abend, als ich versuchte, so langsam abzuschalten und mich von der Fernbedienung zu trennen, drückte ich eine Taste, die mir einen christlichen Sender auf den Bildschirm brachte. Allerdings konnte ich mich nicht entschließen, lange zuzuschauen. Es ging um die Vaterliebe Gottes, ein herrliches, aufbauendes und wichtiges Thema. Vielleicht (ich habe ja nicht lange zugeschaut und auch nicht von Anfang an) - vielleicht, um die Liebe und Barmherzigkeit Gottes, des Vaters, zu unterstreichen, wurde auch die Hölle erwähnt, ein ernstes, warnendes und schreckliches Thema. Die Gedanken wurden geäußert, dass ein liebender Vater keinen Menschen ewig in der Hölle quälen wird. Menschen, die zu Jesus gehören, würden in die Herrlichkeit Gottes eingehen, Menschen ohne Jesus würden sterben, d.h., aufhören zu existieren. Der Gedanke gipfelte in der Aussage, dass keine andere Lehre so viele Menschen zu Atheisten gemacht hat, wie die Lehre von der Hölle. Ungefähr zu diesem Zeitpunkt habe ich dann den "Aus" Knopf auf der Fernbedienung gefunden.

Sollte der Redner recht gehabt haben, würde sich Jesus wohl für seine Irrlehre entschuldigen müssen. Niemand anders hat so oft und so plastisch wie unser Herr über die Hölle gelehrt, wo

"ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlöscht." (Jesus in Markus 9:48)

Niemand hat eindringlicher vor der Hölle gewarnt, als Jesus, der in Matthäus 10:28 mahnt:

Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib verderben kann in der Hölle!

Niemand anders hat mehr gelitten unter der Tatsache der Hölle als Jesus selbst, der über solche weinte, die auf dem Weg waren zu diesem schrecklichen Ort. (vgl. Lk 19:41-42)

Jesu Lehre über die Hölle war nicht zusammengefasst in einer einzigen langen Predigt. Immer wieder in den drei Jahren seines Dienstes hat er darüber gelehrt. Ohne Angstmacherei und ohne Leichtherzigkeit. Jemand drückte es so aus: "Versucht nicht, die Menschen mit Höllenglocken in den Himmel zu treiben. Aber ihr dürft die Himmelsglocken auch nicht so laut läuten, dass von den Höllenglocken gar nichts mehr zu hören ist." Eine gute Beschreibung dessen, wie Jesus es gemacht hat.

Es schmerzt, Scherze über die Hölle zu hören. Es schmerzt ebenso, Prediger zu hören, die mit Leichtfertigkeit über diesen Ort der ewigen Qual lehren. Und wenn ein Bibellehrer die Lehre Jesu über die Hölle aus der Bibel streichen will und behauptet, dass keine andere Lehre mehr Menschen zu Atheisten gemacht hat wie die Lehre von der Hölle, dann schmerzt das auch!

Jesus wird sich nicht entschuldigen! Noch wird sich Gott entschuldigen, der im Alten wie im Neuen Testament zwei Wege aufgezeigt hat, den Weg ins ewige Verderben und den Weg in die Herrlichkeit. Der Schöpfer braucht sich bei keinem Seiner Geschöpfe zu entschuldigen, weder dafür, dass Er heilig ist, noch dafür, dass Er Rebellion nicht unter den Tisch kehrt.

Neben dem Anspruch des Schöpfers, dass alle Seine Geschöpfe Ihn ehren sollen, und neben der Einladung des Guten Hirten, dass alle Beladenen zu Ihm kommen dürfen um Frieden zu finden, ist die biblische Lehre der ewigen Verdammnis ein Motivator für Sünder, umzukehren. Sie ist außerdem ein Ansporn für Jesusjünger, die Gute Nachricht zu bezeugen.

http://www.scribd.com/doc/5361290/Holle-Jesus-spricht-daruber