„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Mittwoch, 28. Oktober 2026

Nur eine Scheidung in über 300 Jahren

Laut Statistik gab es im vergangenen Jahr, 2025, in Deutschland 130.053 Ehen, die geschieden wurden. Das sind knapp 30% aller neuen Ehen. Wahnsinn!

Ehelöffel 
Verschiedene Webseiten berichten von Biertan (dt: Birthälm) in Siebenbürgen. Im Zentrum des Dorfes thront eine Kirche aus dem 15. Jahrhundert. Sie soll eine der beeindruckendsten und besterhaltensten im heutigen Rumänien sein. Auf dem Gelände der Kirche – so berichten die Quellen – gab es einen kleinen Raum, etwa die Größe einer damaligen Speisekammer. Der Raum war bekannt als Ehegefängnis. Trennungswillige Paare wurden bis zu sechs Wochen hier untergebracht, um ihre Probleme zu lösen. So sollte die Scheidung verhindert werden. Das Paar musste die sparsame Einrichtung teilen, die aus nur einem Tisch, einem Stuhl, einem traditionellen, sächsischen Bett, einem Kissen, einem Teller und einem (Ehe-)Löffel bestand. Kirchenbücher – so der Bericht weiter – belegen die Wirksamkeit dieses Brauchs: In über 300 (andere Quellen erwähnen 400 Jahre) Jahren gab es in der Gegend nur eine Scheidung.

130.053 Scheidungen waren es letztes Jahr in Deutschland. Dabei ist es richtig, dass es damals sicher keine, im heutigen Sinn zuverlässigen, Studien gab, warum Ehen geschieden wurden. Allerdings war es damals aus gesellschaftlichen und religiösen Gründen deutlich schwerer, eine Ehe zu annullieren und sich zu trennen. Interessant ist auch die Beobachtung, dass man verlangte, dass an der Ehe gearbeitet wurde und dass man den beiden Seiten „half“, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Traurig ist, dass die Bestrebung der „Eherettung“ auch in christlichen und sogar evangelikalen Kreisen zurückgegangen ist. Staat und Kirche haben die Trennung im Zuge der Eigenverantwortung so leichtgemacht, dass sich manch einer fragt, warum er überhaupt für seine Ehe kämpfen soll. Nun, für uns Christen liegt die Antwort natürlich in der Heiligen Schrift. In Markus 10:7-9 lehrt Jesus Seine Jünger:

»Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen; 8 und die zwei werden ein Fleisch sein.« So sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. 9 Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden!

Dazu nennt die Bibel an anderer Stelle zwei oder drei Ausnahmen. Allerdings gehört vieles, was heute als Scheidungsgrund angegeben wird, nicht dazu. Darum sollten gläubige, christliche Paare alles tun, um es nicht zur Scheidung kommen zu lassen.

Die Bibel ist dabei unser bestes Therapiebuch. Gott, als Stifter der Ehe, hat auch beschrieben, wie sie funktionieren kann und soll. Ehescheidung ist kein ‚Muss‘, ist keine ‚Notwendigkeit‘. Was Gott gesagt hat, kann Er auch tun. Darum sei allen Trennungswilligen zugerufen: Es gibt Hoffnung. Vielleicht mit einem gläubigen Seelsorger oder Berater. Aber es gibt Hoffnung – und damit meine ich nicht eine vage Möglichkeit, sondern eine „feste Zuversicht“.

Natürlich mag für manch einen der Zug bereits abgefahren sein. Die Scheidung ist vorbei, die Ehe beendet. Für die Restaurationsarbeit ist es zu spät. Aber nicht für die Restaurationsarbeit Jesu an unseren Herzen. Wer zu Jesus kommt, wird nicht zurückgewiesen. Er verspricht mit deutlichen Worten (Johanns 6:37): Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.

Dabei ist es egal, ob es der Hauptschuldige oder der Hauptverlierer ist. Jesus hält die Tür offen für jeden. Er hält Seine Arme offen für jeden, der zu Ihm kommt, für jeden, der Vergebung sucht und für jeden, der Heilung braucht. Das ist Jesus!

Lasst uns in die offenen Arme Jesu laufen, sei es um eine Scheidung zu vermeiden oder zu verarbeiten.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Kommentare, die nur Werbung zum Inhalt haben oder zu Werbezwecken verlinkt sind, werden gelöscht!
Sie haben die Möglichkeit, anonym zu kommentieren. Dann wird Ihr Name nicht unter Ihrem Kommntar erscheinen. Mit dem Absenden Ihres Kommentars wird Ihre IP-Adresse allerdings im Zusammenhang mit Ihrem Kommentar gespeichert. Natürlich werden keinerlei Daten veröffentlicht oder weitergegeben, es sei denn, Sie treffen diese Wahl selbst, indem Sie nicht anonym kommentieren.