„Auch wenn du sagst, du könntest ihn nicht sehen, so liegt die Rechtssache doch vor ihm; warte du nur auf ihn!“ (Hiob 35:14)

Donnerstag, 3. September 2026

Warum ich glaube (8)

Glaubt mir, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist;
wenn nicht, so glaubt mir doch um der Werke willen!
(Johannes 14:11) 

Wir nähern uns dem Ende unserer kleinen Serie „Warum ich glaube“. Heute geht es um einen Grund, den Jesus selbst für den Glauben anführt: Seine Werke.

Drei Jahre lang hatte Jesus unter den Menschen Israels gelebt und gewirkt. Sie hatten viele Seiner Wunder gesehen: Jesus hatte Kranke geheilt, Brot vermehrt, Wasser in Wein verwandelt, Tote auferweckt, Pflanzen vertrocknen lassen, Dämonen ausgetrieben – und vieles mehr. Man würde meinen: Wer so etwas miterlebt hat, hat einen felsenfesten Glauben! Weit gefehlt! Zwar haben immer wieder Menschen an Jesus geglaubt, nachdem sie Zeugen Seiner Wunder wurden, aber der Mehrheit halfen die Zeichen und Wunder nicht zum Glauben. 

In Johannes 11 wird berichtet, dass Jesus Lazarus von den Toten auferweckt. Dann heißt es in Vers 45: „Viele nun von den Juden, die zu Maria gekommen waren und sahen, was Jesus getan hatte, glaubten an ihn.“  Wunderbar! Aber in Matthäus 12:24 wollen die Pharisäer das Volk beeinflussen und erklären ihnen: Dieser treibt die Dämonen nicht anders aus als durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen!

Wunder sind gut und wünschenswert, aber sie sind kein magisches Mittel, Menschen zu Jesus zu führen. Die Mehrheit wird Jesus immer ablehnen.

Dennoch dürfen wir uns Jesu Worte zu Herzen nehmen und Seine Werke als Stärkung für den Glauben erfahren. Und auch die ersten Nachfolger Jesu wurden durch die Wunder im Namen Jesu im Glauben gestärkt. Von den Jüngern heißt es nach dem erstem Wunder in Kana (Joh 4:11):

Diesen Anfang der Zeichen machte Jesus in Kana in Galiläa und ließ seine Herrlichkeit offenbar werden, und seine Jünger glaubten an ihn.

Später waren sie im Sturm auf dem See. Jesu Einladung folgend wagt Petrus auf dem Wasser zu gehen. Dann stillt Jesus den Sturm. Zwei Wunder in einer Nacht und es heißt (Mk 14:33):

Da kamen die in dem Schiff waren, warfen sich anbetend vor ihm nieder und sprachen: ‚Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn!‘

Nachdem Eutychus nach seinem Fenstersturz in Troas wieder hergestellt wurde, heißt es über die Gläubigen (Apostelgeschichte 20:12):

Sie brachten aber den Knaben lebendig herbei und waren nicht wenig getröstet.

Immer wieder wird in der Bibel von Situationen berichtet, in denen durch Gottes wunderbare Eingreifen Gläubige gestärkt und getröstet werden.

Bis heute dürfen wir das erfahren. Jede Gebetserhörung ist ein Wunder, das unseren Glauben stärkt. Jede Veränderung durch Gott in unserem Leben ist Sein übernatürliches Eingreifen. Manches davon ist gewaltig, manches weniger. Aber immer wieder dürfen wir Gottes Hand – oder zumindest Fingerzeig – in unserem Alltag erkennen. Das darf zumindest derjenige, der mit Jesus im Alltag unterwegs ist.

Zeichen und Wunder – darüber schreibt Johannes (Johannes 20:30+31):

Noch viele andere Zeichen tat Jesus nun vor seinen Jüngern, die in diesem Buch nicht geschrieben sind. 31 Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus, der Sohn Gottes ist, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.

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