Befiehl dem Herrn deine Werke, und deine Pläne werden zustande kommen. (Sprüche 16:3)
Hier geht es um uns, unsere Pläne, unsere Werke und um den Herrn. Der Vers aus Gottes Wort macht unmissverständlich deutlich, dass es weder die Fähigkeit anderer, noch unsere eigene Fähigkeit ist, die Gottes Werk gelingen lässt. Darüber haben wir bereits gestern nachgedacht.
Ein altes Sprichwort sagt: „Der Mensch denkt – und Gott lenkt!“ Auch da steckt eine Menge Wahrheit hinter, aber der Herr kommt darin nicht vor. Was ist nun besser? Ist es besser, unsere Werke, unser Handeln, unsere Fähigkeiten und Gaben dem Herrn anzubefehlen und Seine Pläne in uns entstehen zu lassen – oder sollten wir uns einfach eigene Pläne entwerfen und drauf hinarbeiten? Ich meine, Ersteres hat Potenzial des Friedens und des Segens. Letzteres hat großes Potenzial eigener Anstrengung, der Unzufriedenheit und der Enttäuschung.
Ein gutes Beispiel ist der Apostel Paulus. Er war ein superaktiver Diener Jesu, mit vielen Teilen, Visionen, Plänen und Wünschen. Er wollte die Welt für Jesus erobern ... und er verkündigte Jesus in einem großen Teil der Welt. Gemeinden entstanden, lebendige Gemeinden, von denen es heißt, dass sie wiederum das Evangelium in ihrem weiteren Umfeld weitertrugen. Allerdings tat Paulus genau das, was uns der einleitende Vers aus Sprüche 16:3 aufträgt.
In Apostelgeschichte 9:6 bittet er Gott bei seiner Bekehrung um Wegweisung: „Herr, was willst du, dass ich tun soll?“ Und Gott leitet ihn.
Wir dürfen davon ausgehen, dass die Bitte um Wegweisung auch sein weiteres Leben geprägt hat, auch seine vielen Reisen im römischen Reich. In Apostelgeschichte 16:6-10 heißt es:
„Als sie aber Phrygien und das Gebiet Galatiens durchzogen, wurde ihnen vom Heiligen Geist gewehrt, das Wort in der Provinz Asia zu verkündigen. Als sie nach Mysien kamen, versuchten sie, nach Bithynien zu reisen; und der Geist ließ es ihnen nicht zu. Da reisten sie an Mysien vorbei und kamen hinab nach Troas. Und in der Nacht erschien dem Paulus ein Gesicht: Ein mazedonischer Mann stand vor ihm, bat ihn und sprach: Komm herüber nach Mazedonien und hilf uns! Als er aber dieses Gesicht gesehen hatte, waren wir sogleich bestrebt, nach Mazedonien zu ziehen, indem wir daraus schlossen, dass uns der Herr berufen hatte, ihnen das Evangelium zu verkündigen.“
Zweimal wird berichtet, dass Paulus in Bewegung war für den Herrn und der Herr ihn leitete – auch, indem Er ihn umlenkte in die Richtung, die Gott für ihn hatte. Und in einem Traum kommt Gottes Ruf nach Griechenland zu ihm. Paulus hatte ein Herz, das von Gott erbat: „Herr, was willst du, dass ich tun soll?“
Und Gott antwortete, schloss Türen zu, öffnete andere und führte Ihn den richtigen Weg.
Auch wir stehen immer wieder vor großen Entscheidungen im Leben. Was soll ich lernen oder studieren? Wen soll ich heiraten? Wo soll ich wohnen. Soll ich meinen Beruf aufgeben und dem Herrn vollzeitig dienen? Soll ich diese oder jene Anschaffung tätigen ... und ... und ... und.
Befiehl dem Herrn deine Werke, und deine Pläne werden zustande kommen. (Sprüche 16:3)
oder auch Psalm 37:4+5:
Habe deine Lust am Herrn, so wird er dir geben, was dein Herz begehrt! Befiehl dem Herrn deinen Weg, und vertraue auf ihn, so wird er es vollbringen.

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