„Wir können sicher sein, dass niemand jemals in den Himmel kommen und sagen wird: ‚Ich wünschte, ich hätte weniger getan.‘“ (Andrew Knight)

Freitag, 29. Mai 2026

Gottes Müdigkeit

Tatsächlich finden wir Verse in der Bibel, die davon reden, dass Gott „müde“ ist.

Eure Neumonde und Festzeiten hasst meine Seele; sie sind mir zur Last geworden; ich bin es müde, sie zu ertragen. (Jesaja 1:14)

Du hast mir nicht für Geld Würzrohr gekauft noch mit dem Fett deiner Schlachtopfer mich gesättigt. Vielmehr hast du mir Arbeit gemacht mit deinen Sünden, du hast mich ermüdet mit deinen Sünden. (Jesaja 43:24)

Offensichtlich handelt es sich hier nicht um die Müdigkeit, die uns abends überfällt, wenn wir von der Arbeit des Tages erschöpft sind. Es ist vielmehr eine bildhafte Sprache, durch die Gott zum Ausdruck bringt: Ich habe genug von euren Sünden und eurer Falschheit.

Was echte Müdigkeit angeht, wie wir sie täglich empfinden – Müdigkeit, die ein Runterfahren, Abschalten und Schlafen verlangt – die kennt Gott nicht! Und das ist gut!

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Im März 2024 berichteten verschiedene Medien über einem Flug der indonesischen Fluggesellschaft „Batik Air“. Zwei Piloten dieser Airline schliefen mitten während ihres Fluges über Indonesien ein. Der verantwortliche Pilot hatte zwar die Erlaubnis, ein Nickerchen zu machen, sobald das Flugzeug die Reiseflughöhe erreicht hatte, doch als er aufwachte, stellte er fest, dass auch sein Copilot eingenickt war. Die beiden schliefen etwa dreißig Minuten, während sich über 150 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord befanden und das Flugzeug sich in einer Höhe von etwa 11.000 Metern befand. Das Flugzeug war vom Kurs abgekommen, kam aber glücklicherweise dennoch sicher am Zielort an.

Welch ein Segen, dass unser Gott keinen Schlaf benötigt. Der Prophet Jesaja erklärt (Jesaja 40:28):

Weißt du es denn nicht, hast du es denn nicht gehört? Der ewige Gott, der Herr, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt; sein Verstand ist unerschöpflich!

Fast noch deutlicher beschreibt der Psalmist den Gott der Bibel (Psalm 121:3+4):

Er wird deinen Fuß nicht wanken lassen, und der dich behütet, schläft nicht. Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht.

Die Tatsache, dass unser Gott nicht schläft, sondern Tag und Nacht über uns wacht, jede Stunde, jede Minute, jede Sekunde – diese Tatsache macht uns dankbar. Wir sind nie allein, nie unbeobachtet von Gott. Wir erleben nichts, was Er nicht sieht. Wir erfahren nichts, was Er nicht weiß. Wir gehen durch nichts, was Er nicht zulässt. Unser Gott wird nicht müde und schläft nie! Im Gegenteil: Er wacht über den Seinen und passt auf sie auf.   

Natürlich kann man fragen: „Aber warum dann ...?“ ... all das Leid? ... all die Trauer? ... all der Schmerz? ... all die Katastrophen?

Die möglichen Antworten darauf sind vielfältig – und manchmal gibt es keine. Aber es gibt Trost: Unser Herr ist im Bilde! Er weiß um unsere Not und weiß, was Er tun will. Ihm ist weder etwas entgangen noch außer Kontrolle geraten. Der Hüter Israels, der auch unser Hüter ist, schläft noch schlummert nicht. Wir dürfen uns sogar im Glauben festhalten an Seinem Versprechen (Römer 8:28):

„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.“

Nicht nur, dass unser Herr um alles weiß. Er hat auch mit allem einen guten und vollkommenen Plan – selbst, wenn wir es im Moment noch nicht erkennen können.

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