„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Freitag, 17. November 2023

Gottes Berufung verlieren

Nicht mehr Gott war Israels Stärke und Vertrauen, sondern ihre Stadt, ihr Tempel, ihre Religiosität und ihre Leistungen. Durch Jeremia klagt Gott:


Ich habe das ganze Haus Israel
und das ganze Haus Juda mir angelegt,
spricht der Herr, daß sie mein Volk und mir zum Ruhm
und zum Lob und zur Zierde sein sollten;
aber sie wollten nicht auf mich hören.

Gottes Volk, Israel – ein Volk mit höchster Berufung hatte seine Berufung verloren!

Was war Israels Berufung? Nun, durch Israel wollte Gott in die dunkle Welt des Alten Testaments hineinleuchten. Sie sollten Gottes Licht sein in der Finsternis heidnischer Götzen. Sie sollten Seine reine Braut sein. Das sollte zur Folge haben, dass die Heiden Israel sehen – und auf Gott aufmerksam werden würden.

Die Heiden sahen zwar Israel, aber sie verhöhnten Israels Gott. Israel verlor seine Berufung.

Im neutestamentlichen Volk Gottes finden wir ein ähnliches Beispiel. Ananias und Saphira sollten Licht und Salz in der Welt sein, belogen aber den Geist Gottes und die Gemeinde – und verloren ihre herrliche Berufung.

Wer auf eigene Stärke oder Weisheit vertraut, wer sich einbildet, irgendetwas im Reich Gottes zu sein oder zu können – außerhalb der Hilfe Gottes – der wird am Ende genauso seine Berufung verlieren. Beispiele dazu gibt es in Hülle und Fülle.

Aber was ist unsere Berufung heute. Wozu hat Gott uns bestimmt? Epheser 1:12 gibt Antwort: Als Christen sind wir vorherbestimmt: (Zitat)„damit wir zum Lob seiner Herrlichkeit dienten.“ Hier sagt uns die Bibel, was unsere Bestimmung ist.

Viele Menschen kämpfen mit der Frage:  Wozu bin ich eigentlich hier? Was ist meine Bestimmung als Mensch? Was ist meine Bestimmung als Christ? Was ist Ziel meines Lebens? Was ich jetzt lebe, kann doch nicht alles sein.

Gott sagte Israel damals und uns heute, was unsre Bestimmung ist:

Israel sollte Gottes Licht für die Völker sein damit die Völker zu Israels Gott finden konnten

Wir sollen Gottes Licht für die Welt sein und zum Lob Seiner Herrlickeit leben und dienen damit die Menschen unseren Glauben „sehen und hören“ und Jesus finden können.

DAS ist unsere Bestimmung! Zum Lob Gottes in der Welt zu leben: Ob als Missionar oder Mutter ... als Elektriker oder Evangelist ... als Pastor oder Putzfrau ... das spielt zunächst überhaupt keine Rolle. Das ist persönliche Berufung. Unser aller Lebensinhalt und Bestimmung als Jesusjünger ist – jeder in seiner Berufung – zum Lob Seiner Herrlichkeit zu leben ... damit Jesus gehört, gesehen, geglaubt und geehrt wird.

Und wie geht das? Die Bibel gibt uns Antwort: Kol 3:17+23:

Was immer ihr tut in Wort oder Werk, das tut alles im Namen des Herrn Jesus u. dankt Gott, dem Vater, durch ihn. Tut es von Herzen, als für den Herrn und nicht für Menschen.

Das zu tun, so zu leben ist unsere Bestimmung, unsere Erfüllung und Gottes und unsere Freude!

Donnerstag, 16. November 2023

Jeremias Unterwäsche

Quelle: Wikimedia Commons
Das sind schon höchst seltsame Aufträge, die Gott Seine Propheten mitunter ausführen lässt. Im Fall Jeremias ging es um dessen Unterwäsche – henauer gesagt: seinen Hüftschurz. Nachzulesen in Jeremia 13:

So hat der Herr zu mir gesprochen: Geh und kaufe dir einen leinenen Hüftschurz und lege ihn um deine Hüften! Aber ins Wasser sollst du ihn nicht bringen. (...) Und das Wort des Herrn geschah zu mir zum zweiten Mal: Nimm den Hüftschurz, den du gekauft hast, der um deine Hüften ist, und mach dich auf, geh an den Euphrat und verbirg ihn dort in einer Felsspalte! Da ging ich hin und verbarg ihn am Euphrat, wie der Herr mir geboten hatte. (1+3-5)

Soweit – sogut! Im Lauf des Kapitels wird deutlich, dass gleichwie ein Hüftschurz eng am Körper anliegt, so wollte der Herr Sein Volk stets in Seine Nähe haben. Sie waren berufen, bei Ihm zu sein. Dann aber die Fortsetzung der Gegenstandslektion:

Und es geschah am Ende von vielen Tagen, da sprach der Herr zu mir: Mach dich auf, geh an den Euphrat und hole von dort den Hüftschurz, den dort zu verbergen ich dir geboten habe! Da ging ich an den Euphrat und grub und nahm den Hüftschurz von der Stelle, wo ich ihn verborgen hatte; und siehe, der Hüftschurz war verdorben, taugte zu gar nichts mehr. (6-8)

Natürlich war das zu erwarten. Ein getragener Hüftschurz, in einer feuchten Felsspalte zweckentfremdet vergraben, würde im Nu verschimmeln – und so war es auch. Gottes Erklärung folgte umgehend:

Und das Wort des Herrn geschah zu mir: So spricht der Herr: So werde ich den Stolz Judas und den großen Hochmut Jerusalems verderben. (8+9)

Nicht Israel, Gottes ewiges Eigentum, sollte vernichtet werden, sondern sein Stolz. Sie hatten zerstörerischen Stolz entwickelt: Gottes Volk zu sein ... Gottes Stadt Jerusalem als Hauptstadt zu haben ... Gottes Tempel in ihrer Mitte zu haben. Ihr Stolz gab ihnen falsche Sicherheit, dass ihnen nichts passieren könne. Ethnischer Stolz, religiöser Stolz, verderblicher Stolz.

Stolz ist immer verderblich. Es war Stolz, der Gottes Lichtengel Luzifer zum Fürsten der Dunkelheit werden ließ. Wollte er nicht den Thron Gottes erklimmen und wurde daraufhin verstoßen?

Kann uns Christen das auch passieren? Kaum, oder? Oder vielleicht doch? Kann unsere Treue zur Bibel uns stolz machen? Im Sinne von: WIR predigen richtig! – Kann unsere Musik oder unser Gottesdienststil uns stolz machen. Im Sinne von: Wir machen es so, wie es den Leuten von heute gefällt! Kann unser vielfältiger Einsatz für Gott uns stolz machen?

Alle diese Aufzählungen sind gut und richtig und wir wollen darauf auch gar nicht verzichten. Aber wir alle müssen uns Paulus’ rhetorische Frage gefallen lassen: „Was hast du, das du nicht empfangen hast?“  
Nichts – NICHTS – haben wir, das Gott uns nicht gegeben hätte! Nichts in unserem Denken und Handeln darf zu Stolz oder Überheblichkeit führen. Dank und Demut sind angemessene Reaktionen.

Unsere Stärke kommt nicht von einem System, einer Methode oder einem Stil. Unsere Stärke kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

Statt mit Jeremias Unterwäsche verglichen zu werden, die weggebacht und vergraben werden musste, damit Stolz und Hochmut verderben, ist es ratsam, den besseren Weg einzuschlagen, auf den Petrus uns hinweist:“So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit!“ (1 Petrus 5:6)

Zur Predigt über das ganze Kapitel 13 des Propheten Jeremia: HIER

Mittwoch, 15. November 2023

Jetzt!

Und genauso, wie es bestimmt ist, dass jeder Mensch nur einmal stirbt, worauf das Gericht folgt, 28 genauso starb auch Christus nur einmal als Opfer, um die Sünden vieler Menschen wegzunehmen. Er wird wiederkommen, aber nicht noch einmal wegen unserer Schuld, sondern er wird all denen Rettung bringen, die sehnsüchtig auf seine Rückkehr warten. (Hebräer 9:27+28)

Ein Gemeindebesucher fragte den Pastor: „Darf ich um Gebet bitten?“

„Klar,“ antwortet der Geistliche. „Wofür möchtest du beten?“

„Mein Cousin ist letzte Woche gestorben. Beten Sie, dass Gott ihn im Jenseits führt.“

Der Pastor fragte weiter: „Angenommen, Sie legen eine Prüfung ab. Sollte man vor oder nach der Prüfung beten?“

„Natürlich vor der Prüfung.“ "

„Richtig! Wenn Sie nach der Prüfung beten, ist es, als würden Sie Gott bitten, die Noten zu ändern. Das ist nicht möglich, weil Gott treu ist. Er kann das Ergebnis nicht fälschen. Ebenso steht das Ergebnis fest, wenn wir sterben. Wir können unser Schicksal dann nicht mehr ändern. In Hebräer 9:27 heißt es, dass wir einmal sterben und dann vor dem Gericht stehen. Das bedeutet keine zweite Chance. Es tut mir leid für Ihren Verwandten. Für ihn kann nicht mehr gebetet werden. Deshalb müssen die Menschen das Evangelium schon zu Lebzeiten verstehen. Sie mussten Jesus als Herrn und Erlöser annehmen, bevor alles vorbei war.“

In fast allen freikirchlichen Kreisen wird diese biblische des Pastors ebenso gesehen. In den großen Kirchen allerdings weniger. Im katholischen Glauben hat man die außerbiblische Lehre vom Fegefeuer und das Gebet für die Toten zur Bibel hinzugefügt. Das soll den verstorbenen Seelen die Öffnung des Himmels beschleunigen. Leider stellt man auch bei evangelischen Beerdigungen immer wieder das offene oder versteckte Gebet für die Verstorbenen fest.

Tatsache ist, dass nach dem Tod die Entscheidung gefallen ist und von Gott akzeptiert wird. Wer sein Angebot angenommen hat und durch Jesus zum Freund Gottes geworden ist, der hat das ewige Leben. Jesus ist die Tür zum Himmelreich, wie Er auch selbst sagt (Johannes 10:9):

Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.

Und bereits lange vor Jesus rief der Prophet Amos (4:12) die Menschen eindringlich auf:

Bereite dich darauf vor deinem Gott zu begegnen!

Menschen, die erst mal abwarten wollen, was es denn nach dem Tod so alles für Optionen gibt – oder die gar nicht erst ein Leben nach dem Tod wahrhaben wollen– werden den größten Schock ihres Lebens erleben. In Seiner Gnade und Liebe zu uns hat Gott uns das alles bereits beschrieben und uns eingeladen, dem Schlimmen zu entgehen und das Herrliche zu empfangen. Kennst Du Jesus? Dann hast Du jeden Grund zur Freude! Kennst Du Jesus nicht? Du kannst Ihn heute kennenlernen, Vergebung und neues Leben empfangen und Deine ewige Zukunft bei Ihm finden.

Fragen? Schreib mir durch das Kontaktformular oder hinterlasse einen Kommentar.

Dienstag, 14. November 2023

Ein besonderer Vers aus dem Evangelium des Markus

Ok – heute ist es nicht ein besonderer Vers – es sind drei. Aber der Zusammenhang bedingt, dass wir zu Markus 16:15 auch die Verse 17+18 hinzunehmen. Besonders sind diese Verse, weil bei den 5 Missionsbefehlen Jesu (4x in den Evangelien, 1x in der Apostelgeschichte) nur im Markusevangelium dieser Zusatz zu finden ist:

Diese Zeichen aber werden die begleiten, die gläubig geworden sind: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, sie werden in neuen Sprachen reden, Schlangen werden sie aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nichts schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.“ (Markus 16:17+18)

Das sind schon heftige und besondere Zeichen, die Jesus hier Seinen Jüngern verspricht. Ich wurde daran erinnert, als ich Berichte las aus verschiedenen Ländern der Welt.

In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben.

Wirklich?

“Gospel for Asia” (GFA) berichtet, dass Tanuj Kapur zum Glauben an Jesus kam, als seine Schwester  von Dämonen befreit wurde:

10 Jahre lang wurde Usri von Dämonen gequält. Weder Krankenhäuser noch Besuche in Tempeln konnten sie befreien von der Bedrückung, die sie erfuhr. Als letzten Versuch brachte Tanuj seine Schwester zu einer Gemeinde, die der Gospel for Asia Pastor Hasit Sengupta leitete. Hasit betete für Befreiung durch den Namen Jesu und die Dämonen mussten weichen. Usri wurde vollkommen frei!

Schlangen werden sie aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nichts schaden.

Wirklich?

In einer Monatszeitschrift der Hilfsaktion Märtyrerkirche (HMK), berichtet ein indonesischer Christ, der unter einem Volk arbeitet, die an Zauberei und Götzendienst gebunden waren. Er schreibt: „Es fing damit an, dass ich sie besuchte und das Wasser trank, das sie mir gaben. Sie hatten es vergiftet. Das erzählten sie mir, nachdem sie Christen geworden waren. Sie erklärten mir, dass sie mich krankmachen wollten. Aber dank Gottes Bewahrung bin ich gesund geblieben. Das hat ihnen Angst gemacht und sie so überrascht, dass sie mich fragten, was ich getan hätte und wer mein Gott sei.  … So konnte ich sie zum Glauben führen.

Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.

Wirklich?

Noch einmal lassen wir GFA zu Wort kommen:  Jesus hat mich geheilt! Jesus hat mich geheilt! rief Sanjula, als sie den GFA Missioinar Rupak wiedersah.

Der hatte die 69jährige Sanjula 10 Tage früher auf einem Missionseinsatz kennen gelernt. Er erfuhr, dass sie seit 10 Jahren verwitwet war. Ihre Söhne hatten geheiratet und waren fortgezogen. Sie war einsam und verarmt. Seit 8 Jahren hatte sie massive Knieschmerzen, konnte aber aus finanziellen Gründen keine medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.

Rupak hörte sich Sanjulas Geschichte an und teilte ihr mit, dass Jesus sie liebt und den Bedürftigen helfen möchte. Er würde auch in der Lage sein, ihr Knie zu heilen. “Wenn Deine Worte wahr sind, glaube ich, dass Er mich heilen wird,” antwortete Sanjula.

Rupak kniete sich hin, betete für Sanjula und betete auch in den folgenden Tagen zu Hause für sie. Bei dem nächsten Zusammentreffen pries Sanjula den Herrn: “Jesus rührte mich an in jener Nacht,” sagte sie. “ab dem nächsten Tag bis heute habe ich keine Schmerzen mehr!”

Sanjula scheute sich nicht, ihren erstaunten Nachbarn die Quelle ihrer Heilung zu bezeugen. Viele Türen sind durch ihr Zeugnis für das Evangelium geöffnet worden.

Das sind gewiss besondere Verse in Markus 16:17+18. Nicht die Zeichen stehen im Mittelpunkt, sondern Jesus und Sein mächtiger Name! Jesus arbeitet (bis heute) auf die Art und Weise, die Er beschrieben hat. Und Sein Name wird geehrt! Halleluja!