„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Sonntag, 5. November 2023

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat!

Und Er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer (Epheser 4:11)

Besteht deine Begabung darin, anderen zu dienen, dann diene ihnen gut. Bist du zum Lehren berufen, dann sei ein guter Lehrer. (Römer 12:7)

 

Anbetung 
Einsetzung des neuen Pastors
Gebet - Gottes Wort  
Gemeinschaft 
Mittagessen und Kaffeetrinken!
Beginn: 10:30 Uhr
 
Herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen

Warum gebraucht Gott den einen Pastor mehr als den anderen? Wenn du zwei Öfen hast, von denen einer heiß und einer kalt ist, auf welchem würdest du deinen Tee kochen? (Reinhard Bonnke)

Menschen, die mit dem Druck der realen Welt leben, brauchen den Pastorendienst: immer wieder einmal frisches Wasser, grüne Weiden und Führung auf den richtigen Weg. (Gordon MacDonald)

Samstag, 4. November 2023

Loben und Tanzen in Krisenzeiten?

Heftige Worte in der Zeitschrift der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ):

„Tanzen und Jubeln soll das jüdische Volk an „Simchat Tora“. Als tausende Raketen auf Israel abgefeuert wurden und erste Gerüchte zum grausamen Blutbad durchsickerten, das Hamas-Terrorkommandos an wehrlosen Zivilisten verübt hatten, wurde in vielen Synagogen weiter das Freudenfest der Tora gefeiert. Mit Tora-Rollen im Arm flüchteten die Gläubigen in die Bunker. Während die Detonationen der Raketen zu hören waren, lobten und priesen sie den allmächtigen Gott. Sie feierten. Mit Tränen in den Augen.

Dann geht die Autorin auf die Frage ein: „Wie kann man Gott loben im tiefsten Leid?“ Sie nennt einige interessante Fakten betreffs Lob. Sie schreibt:

TEURE LOBPREISOPFER - Lobpreis ist im Judentum keine Sache des Gefühls, sondern in erster Linie eine Sache des Gehorsams, des Vertrauens, des Willens. Nicht unser Herz, sondern der Verstand entscheidet sich, Gott zu preisen. Das kann Kraft kosten. Sehr viel Kraft. Im Judentum gibt es die Vorstellung, dass Anbetung zum Opfer wird – ein Lobpreisopfer, das wie Weihrauch zu Gott emporsteigt.

Der ganze Artikel ist lesenswert. Betroffen macht die Aussage, dass es die Juden am 7. Oktober verstanden haben (und praktizierten), dass Gott alle Festlichkeit und alle Anbetung verdient – sei es mit Freude oder mit Tränen.

Auch im Leben Hiobs sehen wir diese Einstellung. Sein Gesicht wird nass gewesen sein von Tränen, nachdem er alles – Besitz und Familie – verloren hatte und als er ausrief (Hiob 1:21):

Nackt bin ich aus dem Leib meiner Mutter gekommen; nackt werde ich wieder dahingehen. Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen; der Name des Herrn sei gelobt!

Anbetung im Leid, Anbetung unter Tränen, Anbetung – nicht, weil wir uns danach fühlen, sondern weil Gott jederzeit unserer Anbetung würdigt ist. Häufig heißt es in den Psalmen: ICH WILL den Herrn loben … Wie heißt es in dem Artikel: Es ist nicht unser Herz, sondern unser Verstand, der sich entscheidet, Gott zu preisen.

Ich muss das lernen. Und Du? Wollen wir nicht gemeinsam mit Gottes Kraft einen neuen Versuch starten, Jesus zu loben, zu preisen und Ihn anzubeten – sei es in Freud oder in Leid, mit Tanz oder in Traurigkeit?

Wir danken und preisen den Herrn – nicht, weil wir uns danach fühlen, sondern weil Er es wert ist, egal wie wir uns fühlen. Wie heißt es im Artikel? „Das kann Kraft kosten – viel Kraft!“ Aber das ist das Wesen eines Opfers – es kostet!

Der Herr segne Dich!

Freitag, 3. November 2023

Leben als Christ in den letzten Tagen

Friedemann Wunderlich ist Missionsleiter der Mission für Südost Europa. Die November / Dezember Ausgabe der Missionszeitschrift hatte einige wertvolle Gedanken, die ich hier zusammengefasst wiedergeben möchte. (Webseite der Mission: HIER)

Der Artikel beginnt mit den (wahren) Worten: „Die Welt brennt lichterloh!“ Dann weist der Autor darauf hin, dass wir Christen im Blick auf die Endzeit zwei Fehler begehen können. Zum einen können wir denken, dass wir die letzte Generation vor dem Wiederkommen Jesu sind. Der zweite Fehler ist das gegenteilige Denken: dass wir es nicht sind. Wann immer Menschen gerechnet haben, war die Gleichung falsch. Kein Wunder! Jesus sagt (Matthäus 24:44): „Der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint.“

Unsere vorrangige Aufgabe ist nicht das vergebliche Errechnen der Wiederkunft Jesu, sondern – so Wunderlich – Jesu Zeugen zu sein und den Glauben zu bewahren. Beides durch Wort und unser Leben.

Im weiteren Verlauf schreibt er, dass von den Gemeinden am Ende des 1. Jahrhunderts 71% im Urteil Jesu durchfallen. Wenn das bereits so kurz nach Jesu Himmelfahrt der Fall war – wie sieht heute das Urteil Jesu aus?

Wunderlich zitiert den Evangelisten Theo Lehmann (ehemals DDR) mit den Worten: Während woanders Christen unter der Folter schreien, leiern wir im Dreivierteltakt bis zum Umfallen (im wahrsten Sinne des Wortes) diese nichtssagenden Chorusse, in denen wir uns, sicher im Gemeindesaal sitzend, auffordern, auf den Straßen zu tanzen. Wer kann von dieser seichten Kost leben, wenn er nicht mehr im Gemeindesaal, sondern in einer gemeinen Gefängniszelle sitzt? Wenn nicht mehr fröhlich getanzt, sondern fies gefoltert wird? Wie sollen die jungen Christen, die wir mit coolen Kurzpredigten unterfordern und unterernähren, sich einmal bewähren, wenn es hart auf hart kommt? Oder denken wir etwa, die weltweite Christenverfolgungswelle wird ausgerechnet um das liebe ‚old Germany“, die Insel der Seligen, einen Bogen machen? Wir haben wohl vergessen, was Paulus (aus dem Gefängnis!) geschrieben hat: „Alle, die gottesfürchtig leben wollen in Jesus Christus, müssen Verfolgung leiden“ (2Tim 3,12). Ich genieße es voll Dankbarkeit, dass ich nach den DDR-Jahren in einem freien, demokratischen Land leben darf, in dem ich wegen meines Glaubens an Jesus weder diskriminiert noch verfolgt werde. Aber ich sehe das als eine Atempause an, die Gott uns gönnt – zum Luftholen. Denn dass das alles immer so friedlich bleiben wird, wird mir angesichts der Entwicklung in der Welt immer unwahrscheinlicher. Wir sollten die Atempause benutzen, um uns auf die Zeiten vorzubereiten, in denen Christsein nicht mehr „geil“, sondern gefährlich ist. Was wir brauchen, sind bibelfeste und notfalls auch feuerfeste, KZ-fähige Christen.

Der Missionsleiter Wunderlich schließt seinen Artikel mit Gedanken zur missionarischen Einladung. Er schreibt: „Die missionarische Einladung: „Komm zu Jesus Christus, so wie du bist,“ wird pervertiert, wenn den Menschen in den Gemeinden anschließend vermittelt wird: „Du kannst so bleiben, wie du bist.“ Wir hören heute überall von der christlichen Welt, dass Gott uns so liebt, wie wir sind. Stimmt das? Nein, Gott liebt uns, obwohl wir Sünder sind! Das ist grundsätzlich eine andere Aussage und führt den Menschen zur Buße und zu einem neuen Leben im Gehorsam dem Wort Gottes gegenüber. Den einzigen Menschen, den Gott geliebt hat, wie er ist, dass ist Jesus, der Mensch gewordene Sohn Gottes.

Ernste – aber wie ich meine wertvolle Gedanken. In Anbetracht einer brennenden Welt, in der Gott uns ein kleines Stück Erde gibt, wo die Hitze noch erträglich ist, sollten wir alles tun, konsequent für Jesus zu zeugen – durch Worte und durch unser Leben!