„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 10. Oktober 2023

Ein besonderer Vers aus dem Buch des Propheten Haggai

Fast zwei Jahrzehnte war Israel bereits zurück aus der babylonischen Gefangenschaft. Der Herr hatte ihr Weinen im Exil gehört und ihre Sehnsucht gesehen. Unter Serubabel hatte Er Sein Volk wieder zurückgeführt in ihr Land. Welch ein Segen, was für eine Freude. Und kaum waren sie zurück in Jerusalem, da beschlossen sie, das Haus des Herrn, den Tempel, wieder aufzubauen. Begeisterung … Dankbarkeit … Opferbereitschaft!

Leider hielt nichts davon an! Seit ihrer Rückkehr hatten sie mit Anfeindungen und Widerstand durch heidnische Nachbarn gegen den Bau des Tempels zu kämpfen. Vielleicht war es dieser Kampf, der sie zermürbte, vielleicht gewöhnten sie sich an die Tatsache, dass sie wieder zu Hause waren. Jedenfalls machte sich große Gleichgültigkeit gegenüber Gott im Volk breit.

Das wirkte sich natürlich auf den Tempelbau aus, der dann eingestellt wurde. Alles andere wurde wichtig: die eigenen Häuser, Aufbau der eigenen Existenz – an sich nichts Sündiges in sich selbst – aber es geschah auf Kosten der Sache des Herrn. Das anzuklagen und zur Umkehr aufzurufen war Gottes Auftrag an Haggai. Wahrlich keine erfreuliche Aufgabe.

In Kapitel 1 hält Gott dem Volk vor, dass es sich nicht mehr um Gottes Angelegenheiten kümmert, nur noch um die eigenen. Der Prophet ruft Gottes Volk zum Umdenken auf, ruft sie auf, ihr Handeln zu ändern. Im Fall von Gehorsam gilt ihnen die Zusage Gottes (2:4): „Sei stark … ich bin mit euch!“

Was für herrliche Worte, was für ein herrliches Versprechen, das Gott den Seinen zuruft, wenn sie nur Ihn zu ihrer #1 machen, Ihm von Herzen dienen, Ihm treu nachfolgen. Als neutestamentliche Parallele könnte man Matthäus 6:33 zitiere, wo Jesus verspricht: „Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!“  Dabei bewegte sich das Volk in die falsche Richtung und war dabei, sich in diese Richtung festzufahren.

Auch wir sind so manches Mal in die falsche Richtung unterwegs. Wir haben Jesus zwar noch vor Augen, aber nur noch schattenhaft im Augenwinkel. Lebst Du mit einem klaren Blick auf Jesus?

So manches Mal haben wir den Lauf der Welt liebgewonnen, wie Paulus‘ Teamkollege Demas. Wir leben für uns, nicht mehr in Gemeinschaft mit dem Vater – und enden am Schweinetrog – wie der verlorene Sohn in Lukas 15.

Oder wir wissen genau, was Jesus von uns möchte, haben aber Ausreden, warum das gerade nicht geht.

Israel hatte – menschlich gesehen – nachvollziehbare Ausreden, warum sie sich um sich selbst und ihre Häuser drehten und nicht um ihren Herrn und Sein Reich. Trotzdem verspricht Gott ihnen im Fall einer Umbesinnung (Haggai 2:4): „Sei stark … ich bin mit euch!“

Diese Verheißung gilt auch uns, gilt auch Dir! Sie gilt Dir, wenn Du – wie Josua – stark mit dem Herrn unterwegs bist, mit dem brennenden Verlangen, Ihm zu dienen. Jesus ruft Dir zu: „Sei stark … ich bin mit euch!“

Diese Verheißung gilt Dir aber auch, wenn Dich der Herr – wie Israel zur Zeit Haggais – zum Umdenken und zu einer Neubesinnung ruft. Hör auf Sein Rufen und Dir gilt Sein Zuspruch: „Sei stark … ich bin mit euch!“

Montag, 9. Oktober 2023

Angst oder Freude?


Kriege und Unruhen

Krieg in der Ukraine
Krieg in Bergkarabach
Krieg in Israel
Bürgerkriege im Kongo, Jemen, Somalia, Syrien etc. (Diese Kriege dauern schon so lange, dass wir uns dran gewöhnt haben und sie kaum noch beachten)
Chaos und Unsicherheit nach Krieg in Afghanistan
Konflikte, Bürgerkriege und Umstürze in Mali, Niger, Haiti, Nigeria, Äthiopien und viele andere Regionen

Erdbeben

Brandneu: Afghanistan
Iran
Türkei
Syrien
Marokko
… und andere

Naturkatastrophen

Massive Überflutungen in überaus zahlreichen Ländern mit vielen Toten
Massive, z.T. nie dagewesene Feuerbrände in zahlreichen Ländern
Trockenheit und Ernteverluste


Religionsfreiheit

300 Millionen Christen werden in unserer Zeit verfolgt, unterdrückt, benachteiligt, ermordet.
In verschlossenen und „offenen“ Ländern wächst der Hass auf Christen und ihre Glaubensgrundlage: die Bibel


Anderes

Anarchie in vielen Ländern
- Haiti: Kenianische Gewaltpolizei soll für Ordnung sorgen
- Schweden: Militär soll Bandengewalt bekämpfen
- Afrikanische Länder: die mörderischen Wagner Söldner sollen Regierungen helfen
- Trockenheit und Kriegstaktiken verhindern Ernte und / oder Export/Import von Grundnahrungsmittel
- Alte und neue Krankheiten
- In vielen Ländern die Demokratie in Gefahr
- Starker Moralischer Verfall und gleichzeitige Intoleranz gegenüber Andersdenkender

Wer regelmäßig Nachrichten anschaut oder liest, fragt sich momentan jeden Tag, welche neue Schauernachricht heute präsentiert wird. Menschen ohne Gott haben Angst – berechtigte Angst. Sie haben keine begründete Hoffnung auf Besserung, wenn sie Tag für Tag das Elend in der Welt sehen.

Menschen, die Jesus kennen freuen sich nicht über Not, Tod, Elend und Leiden. Im Gegenteil: sie sind bestrebt, Leiden zu lindern und Trauernden beizustehen. Aber sie handeln nicht aus Verzweiflung, nicht mit Klagen, Kleben, zornigen oder verzweifelten Weltrettungsversuchen, sondern mit dem Wissen: Es wird nicht mehr besser. Ihr Augenmerk gilt nicht der Rettung einer Welt, deren Zustand (siehe oben) immer lauter ruft: „Jesus kommt wieder! Alle Zeichen stehen auf grün!“  Ihr Augenmerk gilt vielmehr ihrem Herrn, Jesus. Die Zeichen, die uns zurufen, dass Er bald kommt, bewirken in Christen, dass sie sich bereit machen, Ihn zu empfangen. Gleichzeitig rufen sie ihren Mitmenschen zu: „Mach Dich bereit, Gott zu begegnen!“

Wer Jesus kennt, hat keine Angst, sondern Freude
Keine Freude über den traurigen Zustand der Welt, sondern Freude über das baldige Kommen Jesu.
Wer Jesus kennt, der wartet auf Ihn!
Wer die Geschehnisse der Welt beobachtet, erkennt, dass Er bald kommt!
Wer erkennt, dass Jesus bald kommt, beachtet Sein Wort:

Wenn aber dies anfängt zu geschehen, so richtet euch auf und erhebt eure Häupter, weil eure Erlösung naht. (Lukas 21:28)

Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich, gleichwie auch Er rein ist. (1. Johannes 3:3)

Sonntag, 8. Oktober 2023

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat!

Philemon 8-25

8 Darum, obwohl ich in Christus volle Freiheit hätte, dir zu gebieten, was sich geziemt,
9 so will ich doch, um der Liebe willen, vielmehr eine Bitte aussprechen, in dem Zustand, in dem ich bin, nämlich als der alte Paulus, und jetzt auch ein Gefangener Jesu Christi.
10 Ich bitte dich für mein Kind, das ich in meinen Fesseln gezeugt habe, Onesimus[1],
11 der dir einst unnütz war, jetzt aber dir und mir nützlich ist. Ich sende ihn hiermit zurück;
12 du aber nimm ihn auf wie mein eigenes Herz!
13 Ich wollte ihn bei mir behalten, damit er mir an deiner Stelle diene in den Fesseln, die ich um des Evangeliums willen trage;
14 aber ohne deine Zustimmung wollte ich nichts tun, damit deine Wohltat nicht gleichsam erzwungen, sondern freiwillig sei.

15 Denn vielleicht ist er darum auf eine kurze Zeit von dir getrennt worden, damit du ihn auf ewig besitzen sollst,
16 nicht mehr als einen Sklaven, sondern, was besser ist als ein Sklave, als einen geliebten Bruder, besonders für mich, wie viel mehr aber für dich, sowohl im Fleisch als auch im Herrn.
17 Wenn du mich nun für einen hältst, der Gemeinschaft mit dir hat, so nimm ihn auf wie mich selbst.
18 Wenn er dir aber Schaden zugefügt hat oder etwas schuldig ist, so stelle das mir in Rechnung.
19 Ich, Paulus, schreibe es eigenhändig: Ich will es erstatten! Ich will ja nicht davon reden, dass du auch dich selbst mir schuldig bist.
20 Ja, Bruder, lass mich von dir Nutzen haben im Herrn! Erquicke mein Herz im Herrn!
21 Im Vertrauen auf deinen Gehorsam schreibe ich dir, weil ich weiß, dass du noch mehr tun wirst, als ich dir sage.
22 Zugleich aber bereite mir auch eine Herberge, denn ich hoffe, dass ich euch geschenkt werde durch eure Gebete.
23 Es grüßen dich Epaphras, mein Mitgefangener in Christus Jesus,
24 Markus, Aristarchus, Demas, Lukas, meine Mitarbeiter.
25 Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit eurem Geist! Amen.

Anbetung - Gottes Wort 
Gebet - Gemeinschaft
 Mittagessen!
Beginn: 10:30 Uhr

Herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen

"Du sagst, dass du nicht recht beten könntest.
Ist denn kein Oh, kein Ach in deinem Herzen? 
Und gesetzt, du könntest auch dieses nicht finden, 
so sage es dann Jesus nur einfältig, 
dass du nicht könntest beten, 
dann betest du schon."
(Gerhard Tersteegen)

Samstag, 7. Oktober 2023

Das kommende Gericht

Halten wir es nicht alle lieber mit der Liebe als mit Hass? Mit Freude als mit Trauer? Mit Gnade als mit Härte? Mit Vergebung als mit Unversöhnlichkeit? Auch unser Gottesbild ist zeitweise sehr einseitig geprägt. Wir predigen Gnade – gelegentlich ohne Begründung, warum wir eine Begnadigung brauchen; wir predigen Vergebung – und niemand weiß von was. Wir laden ein zum Himmel, ohne die Hölle mit einem Wort zu erwähnen. Wir reden vom Leben – und verschweigen den Tod.

Für unsere Zuhörer ist das leichte Kost – und seichte Kost. Wer nicht weiß, dass er geistlich tot ist,  wird kaum an geistlichem Leben interessiert sein. Wer nicht weiß, dass Gottes Zorn über ihm steht, wird nur wenig Begeisterung für Sein Gnadenangebot empfinden.

1965 wurde Billy Grahams Buch: Welt in Flammen veröffentlicht. Während das Buch geschrieben wurde – so erzählt man – gab er ein Kapitel über die Sünden Amerikas seiner Frau Ruth zum Lesen. Nachdem sie die Seiten durchgelesen hatte, brachte sie das Kapitel zurück in das Büro ihres Mannes mit den ernsten Worten: „Billy, wenn Gott nicht bald kommt und Amerika richtet, dann wird er sich bei Sodom und Gomorra entschuldigen müssen.“

Das war vor über 45 Jahren. Der Standard weltweit ist weiter gesunken – und Gott hat uns durch Seine Gerichte weiter gewarnt (DAS IST Gnade!) und vor dem Schlimmsten verschont! Wir haben uns an die Sünde gewöhnt. Sie belastet nicht mehr. Wir haben das Gewissen geknebelt. Wir rechtfertigen was wir tun und mischen uns unter die gottlose Menge, weil wir meinen, dort nicht aufzufallen, weil es ja jeder macht. Wir predigen Gottes Gnade, Liebe und Barmherzigkeit – und haben die Furcht Gottes verloren!
Die Bibel erwähnt immer beides: Himmel und Hölle, Gerettet sein und Verloren sein, Gnade und Zorn. Selbst Jesus, die inkarnierte Liebe, die geoffenbarte Gnade, das ewige Leben – selbst Er predigte nicht einseitig, sondern erwähnte beides.

„Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; 
wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, 
sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.“ (Johannes 3:36)

Und sie werden in die ewige Strafe hingehen, 
die Gerechten aber in das ewige Leben.(Matthäus 25:46)

Der von Paulus verfasste Römerbrief ist eine hervorragende Illustration. Die Theologie und Lehre des Apostels beinhaltete beides: die schlechte und die gute Botschaft.

Wer nicht weiß, dass er unter dem heiligen und gerechten Zorn Gottes steht, durch die Sünde dem Tod geweiht ist und nichts anderes zu erwarten hat als eine ewige Verdammnis, der wird sich kaum Gedanken machen, wie er das ändern kann. Ebenso wenig wird ihn das Angebot der Vergebung und des Lebens interessieren. Eine befreiende Botschaft befreit nur, wenn man erkennt, dass man in Fesseln liegt. Darum lehrt Paulus auch immer beides:

Denn der Lohn der Sünde ist der Tod;
aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben 
in Christus Jesus, unserem Herrn. (Römer 6:23)

Lasst das unsere Botschaft sein, denn das ist die Botschaft Jesu. Lasst uns diese Botschaft verkündigen, wie Jesus sie verkündigt hat: mit Liebe, Begeisterung und Ernsthaftigkeit. Und überlassen wir es dem Heiligen Geist, die Herzen der Menschen zu überführen.

Lass Dich einladen zu unserem Gottesdienst, morgen um 10:30 Uhr!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen

Freitag, 6. Oktober 2023

Außen und Innen

"Alles, was die Kirche in äußerer Form zeigt, 
muss inneres Erleben sein!“
 
Dieser Satz begegnete mir kürzlich in einem Buch, dass ich bereits zweimal gelesen habe (eine ausgesprochene Rarität bei mir). Und diese Aussage fasziniert mich. Was Religion als solche (nicht der Glaube) zu bieten hat, ist in der Regel äußere Form, egal ob es die christliche Religion ist oder eine andere. Im Islam ist die Erfüllung der äußeren Formen ein absolutes Muss. Im Katholizismus ähnlich. In anderen Religionen oder christlichen Sekten läuft es nicht anders. Selbst unter den evangelikalen Christen staunt man mitunter, wie viel die äußere Form betont wird – über dem inneren Erleben. Gebet im Stehen oder Sitzen? Orgel,  Klavier oder Klampfe? Lange Haare oder kurze? Jacket oder Jeans? Formelles Glaubensbekenntnis oder freies Gebet? Rock oder Hose?  Sakrale Dekoration oder alltägliche? Das Kirchenjahr beachten oder nicht?  -  Soll ich fortfahren? Es hat Geschwister gegeben, die unsere Gemeinde verlassen haben, weil wir im Gottesdienst nicht traditionsmäßig das Vater-Unser beten. Anderen gefiel die Musik nicht und wieder andere vermissten die Kerze auf der Bühne.

Formen sind nicht grundsätzlich schlecht. Jesus hat sich an bestimmte Formen gehalten. Nicht weil Er musste – Er wollte es so. Die erste Gemeinde hatte viele Formen, sogar solche, die vom Judentum übernommen waren. Formen können sogar eine Hilfe im Glaubensleben sein. Unbedingt! – Aber ebenso unbedingt müssen sie inneres Erleben sein. Wer seinen Glauben durch leere Formen zum Ausdruck bringt, die nicht erfüllt sind mit dem Leben des Geistes, der ist ein abschreckendes Beispiel für den christlichen Glauben, denn die Menschen merken es. Hier ein Beispiel:

Ich gehe jeden Sonntag mit Krawatte und schwarzem Anzug zum Gottesdienst, um durch äußere Form anzudeuten: Dies ist der Tag des Herrn, den ich besonders heilige!  Nachmittags aber, nach dem Gottesdienst, ist mein Leben nicht anders als das meiner nichtchristlichen Arbeitskollegen. In dem Fall wäre es besser, ich würde in Arbeitsklamotten zum Gottesdienst gehen aber dafür an jedem Tag der Woche leben, wie es Jesus gefällt.

Oder ich bin im Gottesdienst, schließe beim Singen die Augen und hebe meine Hände. Die äußere Form deutet an, dass ich die Nähe Jesu suche und mich ganz auf Ihn konzentrieren möchte. Sobald der Gottesdienst beendet ist, gehe ich nach Hause, um den Streit fortzusetzen, den ich für den Gottesdienst unterbrochen hatte.

„Handle so, wie du es predigst“ heißt es in einem Lied. Was Du lediglich als äußere Form lebst, ohne dass sie erfüllt ist mit innerem /(Er-)Leben, ist wertlos. Sicher, Menschen sehen Dich – aber sie werden Dich nach einer Weile durchschauen. Gott hingegen ist zunächst einmal an Deinem Herzen interessiert. Das sagte sogar Gott selbst in 1 Samuel 16:7:

Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; 
der HERR aber sieht das Herz an.

Darum mach sicher: Was Du anderen als „geistliches Leben“ vorlebst, muss nicht äußerlich sein, sondern aus innerem Erleben kommen. Das wünsche ich Dir und mir!

Donnerstag, 5. Oktober 2023

Betreten verboten / Herzlich Willkommen!

Wir all kennen diese Schilder. Sie stehen vor Eingängen alter Häuser, an Baustellen, auf dem gepflegten Stadtrasen und an vielen anderen Stellen, an denen jemand nicht möchte, das jemand anderes näher kommt. "Betreten verboten" schützt unsere Privatsphäre, unser Eigentum und unsere Ruhe. "Betreten verboten" hält alle draußen, die wir nicht drinnen haben möchten.

Verschiedene Quellen sprechen davon, dass in 70% aller Länder der Welt die Religionsfreiheit eingegrenzt ist. "Betreten verboten" - für Gott! Diese Angaben lassen uns hier in Deutschland (hoffentlich) neu dankbar werden für die Freiheit, die uns gegeben ist. Wenn wirklich in 70% aller Länder die Religionsfreiheit begrenzt ist, dann fragt man sich, wie Gott es je schaffen will, die ganze Welt mit der Erkenntnis seiner Herrlichkeit zu erfüllen. Wenn man Gott ein "Betreten verboten" Schild vor die Nase setzt, was wird geschehen? Psalm 2:1-4 gibt uns die Antwort;

Warum toben die Heiden und ersinnen die Völker Nichtiges? Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Fürsten verabreden sich gegen den Herrn und gegen seinen Gesalbten: "Lasst uns ihre Bande zerreißen und ihre Fesseln von uns werfen!" Der im Himmel thront, lacht; der Herr spottet über sie.


Gott "liest" unsere Verbotsschilder und hört unsere Warnungen - und lacht, ja, spottet über die erbärmlichen Versuche der Menschen, den Allmächtigen "draußen" zu halten. Mittlerweile ist es zumindest unter den Christen akzeptiert, dass es in Wirklichkeit gar keine "geschlossenen" Länder auf der Erde gibt. Es gibt bestenfalls "Länder mit eingeschränktem Zugang. Aber wer will Gott am Betreten eines Landes oder einer Region hindern?

Beispiel Iran:
In einer Missionzeitschrift gab es vorsichtige Informationen über dieses islamische Land, das auf dem weltweiten Verfolgungsindex von Open Doors unter den ersten 10 Ländern auf Rang 8 der Länder steht, in der Christen am härtesten verfolgt werden. Seit 1979 ist diesem Land alles mögliche verboten: Bibeln, Evangelisation und Religionswechsel (vom Islam zu Jesus). Letzteres kann sogar mit dem Tod bestraft werden. Trotzdem ist eine große Offenheit innerhalb der Bevölkerung zu erkennen. Tausende besuchen jede Woche christliche Internetseiten. Trotz Verbot durch die Regierung schauen sich 28 Millionen Iraner christliches Fernsehen an. Dadurch kommen immer wieder Menschen zum Glauben und Hausgemeinden sind dadurch entstanden. Bereits vor Jahren wurden 50.000 Jesus DVDs hergestellt - und sie reichten nicht. Man könnte weitere Beweise aufzählen, die belegen, dass Gott sich nicht ausgrenzen lässt. Sein Geist wirkt, wo er will. (Was nicht bedeutet, dass wir aufhören können, Gottes Befehl ernst zu nehmen, in alle Welt zu gehen. Aber darüber ein andermal). "Betreten verboten!" für Gott lächerlich.

Das gilt aber nicht nur für Länder mit eingeschränktem Zugang fürs Evangelium. Das gilt auch für unser Leben. Nicht wenige haben Bereiche ihres Lebens für Gott ausgesperrt. Ein großes "Betreten verboten!" steht vor dem Lebensbereich `Freizeitgestaltung´ oder `Geld und Besitz´ oder `Dienen und Mitarbeiten´ oder `Freundschaft´ oder vor irgendwelchen anderen Bereichen. Eigentlich könnte Gott auch darüber lachen und einfach in unserem Leben Schalten und Walten wie Er möchte. Aber das tut er nicht. In Sprüche 23:26 ruft er uns zu:

"Gib mir, mein Sohn, dein Herz, und laß deinen Augen meine Wege wohlgefallen!"

Gott möchte, dass wir freiwillig die Schilder austauschen, von "Betreten verboten" zu "Herzlich Willkommen!" Wer dazu bereit ist wird erfahren, dass Gottes Geist auch in unserem Leben weht wo er will und mächtig wirken kann.