Der letzte Eintrag hat uns (hoffentlich) nachdenklich gemacht, wessen "Narren" wir gewillt sind zu sein. Am wenigsten närrisch schein es mir, ein "Narr um Jesu Willen" zu sein.
Ich kann leider keine Bestätigung für meine Vermutung finden, dass es der Ruhrpott Pfarrer Wilhelm Busch war, dem eines Tage die Worte entgegengeschleudert wurden: "Ihr Christen seid doch allesamt verrückt!" Wilhelm Busch konnte so ein Kompliment allerdings nicht aus der Bahn werfen. Der Pfarrer war das raue Klima der Bergbaukumpels gewöhnt und antwortete nur erfreut: "Genau! Genau! Verrückt aus der Finsternis ins Licht!"
Diese Schlagfertigkeit wünsche ich mir auch! Die milde Antwort auf eine beleidigende Aussage hat mich begleitet seit meiner Jugendzeit, in der ich von diesem Gespräch zum ersten Mal hörte. Und ja, ich bekenne:
"Ich bin ein Narr um Jesu Willen - und verrückt bin ich auch …"
… aus der Finsternis ins Licht!
… aus dem Tod zum Leben!
… aus der Macht Satans unter die größere Macht Jesu!
… aus Sünde und Schuld in die Vergebung durch Jesus!
… aus Gebundenheit in die Freiheit!
… aus der Gottesferne in die Nähe Gottes!
… aus dem Vorhof der Heiden hinein ins Allerheiligste!
… aus der Kälte in die Wärme!
… aus Hass und Unversöhnlichkeit in die Liebe und Vergebung!
Danke Jesus!
"Aber wie sah euer Leben früher aus? Ihr wart Gott ungehorsam und wolltet von ihm nichts wissen. In seinen Augen wart ihr tot. Ihr habt gelebt, wie es in dieser Welt üblich ist, und wart dem Satan verfallen, der seine Macht ausübt zwischen Himmel und Erde. Sein böser Geist beherrscht auch heute noch das Leben aller Menschen, die Gott nicht gehorchen. Zu ihnen haben wir früher auch gehört, damals, als wir eigensüchtig unser Leben selbst bestimmen wollten. Wir haben den Leidenschaften und Verlockungen der Sünde nachgegeben, und wie alle anderen Menschen waren wir dem Zorn Gottes ausgeliefert.
Aber Gottes Barmherzigkeit ist groß. Wegen unserer Sünden waren wir in Gottes Augen tot. Doch er hat uns so sehr geliebt, dass er uns mit Christus neues Leben schenkte. Denkt immer daran: Alles verdankt ihr allein der Gnade Gottes. Durch den Glauben an Christus sind wir mit ihm auferstanden und haben einen Platz in Gottes neuer Welt. (Epheser 2:1-6; HfA)
Samstag, 31. Juli 2010
Donnerstag, 29. Juli 2010
Wessen Narr bist Du?
Während einer großen Evangelistenkonferenz in Amsterdam lief ein Mann durch die Straßen mit einem Klappschild, das seine Brust und seinen Rücken bedeckte. Wer ihm entgegenkam, las zunächst das Bekenntnis: "Ich bin ein Narr um Christi Willen!" Viele gingen vorbei, grinsend, tuschelnd und verwundert. Sicher ist auch die eine oder andere abfällige Bemerkung gefallen. Wer sich dann kopfschüttelnd noch einmal nach diesem "Narren" umsah, las auf dem Schild, das über den Rücken hing: "Wessen Narr bist Du?"
In 1 Korinther 4:10 sagt Paulus:
"Wir sind Narren um Christi willen, ihr aber seid klug in Christus; wir schwach, ihr aber stark; ihr geehrt, wir aber verachtet."
Wie Christen heute, wurde auch der Apostel Paulus von seinen Zeitgenossen angegriffen für die Wahrheiten, für die er stand. Wie wir heute, so wurde er schon damals als Narr, als Verrückter bezeichnet. Das Lustige dabei ist die Tatsache, dass Paulus dies zu etwas Positivem macht. Nicht mehr nur "Narr", sondern "Narr um Jesu Willen!"
Und die Fragen, die unser Zeitgenosse in Amsterdam stellte, ist natürlich angebracht. Wer für Jesus lebt, sein Leben in den Dienst Jesu stellt (nicht nur als Vollzeitler), wer sich dem Ziel hingibt, zur Ehre Gottes zu leben, der ist in den Augen der Welt ein Narr. Dafür zu leben lohnt sich (angeblich) nicht. Für Geld zu leben (selbst in Zeiten der Finanzkrisen), scheint vernünftiger zu sein. Für ein langes Leben zu leben (obwohl es doch niemand ewig festhalten kann), scheint weiser zu sein. Für Vergnügen zu leben (das in jedem Fall zeitlich begrenzt ist), scheint lohnenswert zu sein. Für eine gesicherte Existenz zu leben (was, bitte, ist eigentlich noch sicher?), scheint sinnvoll zu sein.
Die Frage dabei ist nicht, ob ich mich als Christ über Geld, langes Leben, Vergnügen oder eine gesicherte Existenz freuen darf oder nicht. Auch nicht, ob diese Dinge grundsätzlich gut oder schlecht sind. Die Frage ist: Wofür lebe ich? Lebe ich fürs Diesseits oder für Jesus? Erhoffe ich mir Lebenssinn und Erfüllung durch Diesseitiges oder durch Jesus? Wo hinein investiere ich mein Leben? Ich für meinen Teil möchte vorsichtig, aber bestimmt bekennen:
"Ich bin ein Narr um Jesu Willen!"
Wessen Narr bist Du?
In 1 Korinther 4:10 sagt Paulus:
"Wir sind Narren um Christi willen, ihr aber seid klug in Christus; wir schwach, ihr aber stark; ihr geehrt, wir aber verachtet."
Wie Christen heute, wurde auch der Apostel Paulus von seinen Zeitgenossen angegriffen für die Wahrheiten, für die er stand. Wie wir heute, so wurde er schon damals als Narr, als Verrückter bezeichnet. Das Lustige dabei ist die Tatsache, dass Paulus dies zu etwas Positivem macht. Nicht mehr nur "Narr", sondern "Narr um Jesu Willen!"
Und die Fragen, die unser Zeitgenosse in Amsterdam stellte, ist natürlich angebracht. Wer für Jesus lebt, sein Leben in den Dienst Jesu stellt (nicht nur als Vollzeitler), wer sich dem Ziel hingibt, zur Ehre Gottes zu leben, der ist in den Augen der Welt ein Narr. Dafür zu leben lohnt sich (angeblich) nicht. Für Geld zu leben (selbst in Zeiten der Finanzkrisen), scheint vernünftiger zu sein. Für ein langes Leben zu leben (obwohl es doch niemand ewig festhalten kann), scheint weiser zu sein. Für Vergnügen zu leben (das in jedem Fall zeitlich begrenzt ist), scheint lohnenswert zu sein. Für eine gesicherte Existenz zu leben (was, bitte, ist eigentlich noch sicher?), scheint sinnvoll zu sein.
Die Frage dabei ist nicht, ob ich mich als Christ über Geld, langes Leben, Vergnügen oder eine gesicherte Existenz freuen darf oder nicht. Auch nicht, ob diese Dinge grundsätzlich gut oder schlecht sind. Die Frage ist: Wofür lebe ich? Lebe ich fürs Diesseits oder für Jesus? Erhoffe ich mir Lebenssinn und Erfüllung durch Diesseitiges oder durch Jesus? Wo hinein investiere ich mein Leben? Ich für meinen Teil möchte vorsichtig, aber bestimmt bekennen:
"Ich bin ein Narr um Jesu Willen!"
Wessen Narr bist Du?
Dienstag, 27. Juli 2010
Wie oft trainieren?
Kürzlich fing ich folgenden Satz auf:
"Wir trainieren hier jeden Tag. Das alles für einen Tag, um dann an der Spitze zu stehen."
Es war ein Eiskunstläufer, der diese Aussage machte. Täglich musste er trainieren. Tägliches Trainieren brachte ließ ihn gut werden in seinem Fach und machte ihn zu einem Gewinner. Seine Aussage erinnerte mich an das Gespräch zwischen einem Pianisten und einem Bewunderer. Der Fan fragte den Meister, wie oft er denn übe? "Täglich!" kam die Antwort. Jeden Tag mehrere Stunden. "Und wenn Sie einen Tag ausfallen lassen?" war die nächste Frage? "Dann merke ich es am nächsten Tag?" "Und zwei Tage ohne Übung?" - "Dann merkt es meine Frau!" "Und wenn sie drei Tage nicht üben?" - "Dann merken es meine Fans!" antwortete der Meister.
Regelmäßigkeit ist entscheidend. Nicht nur im Eiskunstlauf und Klavierspielen. Regelmäßigkeit ist auch entscheidend im geistlichen Leben. Als Christen leben wir in Gemeinschaft mit unserem Herrn, Jesus. Er möchte uns einsetzen für Seine herrlichen, göttlichen Ziele. Er möchte unser Leben erfüllen und bereichern. In Johannes 10:10 sagt uns Jesus:
"Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Überfluss haben."
In diesem Überfluss zu leben ist nur im Plan Gottes möglich. Um im Plan Gottes zu leben braucht es Regelmäßigkeit. Ein Tag ohne innige Gemeinschaft mit Jesus - und wir merken es. Einige Tage ohne innige Gemeinschaft mit Ihm, und unsere Geschwister merken es. Wirklich! Längere Zeit ohne innige Gemeinschaft mit Ihm - und die Menschen um uns herum, denen wir Salz und Licht sein sollen, merken es. Besser ist, wir trainieren jeden Tag, damit wir all das sind, was Jesus für uns im Sinn hat. Ihm bringt es Ehre, uns Sein Leben im Überfluss.
"Wir trainieren hier jeden Tag. Das alles für einen Tag, um dann an der Spitze zu stehen."
Es war ein Eiskunstläufer, der diese Aussage machte. Täglich musste er trainieren. Tägliches Trainieren brachte ließ ihn gut werden in seinem Fach und machte ihn zu einem Gewinner. Seine Aussage erinnerte mich an das Gespräch zwischen einem Pianisten und einem Bewunderer. Der Fan fragte den Meister, wie oft er denn übe? "Täglich!" kam die Antwort. Jeden Tag mehrere Stunden. "Und wenn Sie einen Tag ausfallen lassen?" war die nächste Frage? "Dann merke ich es am nächsten Tag?" "Und zwei Tage ohne Übung?" - "Dann merkt es meine Frau!" "Und wenn sie drei Tage nicht üben?" - "Dann merken es meine Fans!" antwortete der Meister.
Regelmäßigkeit ist entscheidend. Nicht nur im Eiskunstlauf und Klavierspielen. Regelmäßigkeit ist auch entscheidend im geistlichen Leben. Als Christen leben wir in Gemeinschaft mit unserem Herrn, Jesus. Er möchte uns einsetzen für Seine herrlichen, göttlichen Ziele. Er möchte unser Leben erfüllen und bereichern. In Johannes 10:10 sagt uns Jesus:
"Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Überfluss haben."
In diesem Überfluss zu leben ist nur im Plan Gottes möglich. Um im Plan Gottes zu leben braucht es Regelmäßigkeit. Ein Tag ohne innige Gemeinschaft mit Jesus - und wir merken es. Einige Tage ohne innige Gemeinschaft mit Ihm, und unsere Geschwister merken es. Wirklich! Längere Zeit ohne innige Gemeinschaft mit Ihm - und die Menschen um uns herum, denen wir Salz und Licht sein sollen, merken es. Besser ist, wir trainieren jeden Tag, damit wir all das sind, was Jesus für uns im Sinn hat. Ihm bringt es Ehre, uns Sein Leben im Überfluss.
Samstag, 24. Juli 2010
Still ist's im Jemen!
Kaum etwas Neues hört man aus dem Jemen. Man muss schon fast zu Google News gehen, um irgendetwas zu finden. Und was man liest, ist nicht wirklich neu. Da geht es um Kriege, Terroristen, das Al-Kaida Netzwerk und Entführungen.
Halt! Da war doch was. Da war doch wer. Ach ja, einige Tote bei einer Entführung. Und die deutsche Familie Hentschel. Die Eltern sind immer noch verschollen, das jüngste Kind auch. Zwei Kleinkinder wurden vor ein paar Wochen befreit. Aber still ist's geworden!
Warum eigentlich so still? Wie hatte die Presse geschimpft! Wie hatte sie alle Überzeugungschristen als Fundamentalisten und missionswütig verrissen. Wie hatten sie sich im Namen der Demokratie dem Islam angebiedert. Wie hatte man die Fakten verzerrt, bzw. schlichtweg gelogen. Für die Durchschnittspresse war die Entführung und Ermordung von Christen ein gefundenes Fressen. Das die Christen den Ärmsten im Jemen medizinisch halfen, dass sie in ihrer Stadt beliebt waren, dass sie nicht die Missionskeule schwangen sondern sich kulturell vorbildlich verhielten - all das blieb weithin unerwähnt. Erwähnt und kritisiert wurde lediglich ihr Glaube und die Tatsache ihrer Anwesenheit im Jemen.
Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass man kaum etwas Kritisches gelesen hat über den 32jährigen deutschen "Objektschützer," der im Dienst einer privaten US Sicherheitsfirma tätig war und Anfang Juli in Afghanistan erschossen wurde. Er hatte keinen religiösen Hintergrund!
Auch die Entführung von deutschen Seeleuten Anfang Juli vor der Küste Nigerias hat kaum kritische Kommentare entlockt, obwohl das ganze Gebiet für Überfälle und Entführungen von Ausländern bekannt ist.
Von den Opfern unter den Soldaten der Bundeswehr, vornehmlich in Afghanistan, braucht man nicht zu schreiben. Die Parteien der Opposition erheben pflichtgemäß ihre Stimmen für einige Tage. Dann wird es wieder ruhig.
Den mit Abstand meisten Lärm verursachen die Christen. Im Gegensatz zu sensationslüsternen, gut bezahlten und gut versicherten Journalisten sind sie unterwegs für die Menschenrechte, um Hilfe für Leib und Seele in ein Land zu bringen, in dem die Hoffnung gestorben ist. Mittlerweile hat die Presse sich abreagiert. Aber im Untergrund schwelt es noch. Sollten die noch verschollenen Entführten wieder auftauchen - tot oder lebendig - dann wird es wieder ein Festschmaus werden und alles was geschrieben wurde, wird man wiederholen. Die Stille ist vorübergehend.
Als Jünger Jesu sollten wir uns weder einschüchtern lassen, noch unser Vertrauen wegwerfen. Unserem Vorbild, Jesus, ging es keinen Deut besser. Wenn die Medien sich auch momentan ausgetobt haben und stille geworden sind - warum erheben wir nicht unsere Stimme zu Gott, dem Allmächtigen. Er weiß, wo unsere Geschwister sich befinden, ob auf Erden oder bereits in Seiner Gegenwart.
Halt! Da war doch was. Da war doch wer. Ach ja, einige Tote bei einer Entführung. Und die deutsche Familie Hentschel. Die Eltern sind immer noch verschollen, das jüngste Kind auch. Zwei Kleinkinder wurden vor ein paar Wochen befreit. Aber still ist's geworden!
Warum eigentlich so still? Wie hatte die Presse geschimpft! Wie hatte sie alle Überzeugungschristen als Fundamentalisten und missionswütig verrissen. Wie hatten sie sich im Namen der Demokratie dem Islam angebiedert. Wie hatte man die Fakten verzerrt, bzw. schlichtweg gelogen. Für die Durchschnittspresse war die Entführung und Ermordung von Christen ein gefundenes Fressen. Das die Christen den Ärmsten im Jemen medizinisch halfen, dass sie in ihrer Stadt beliebt waren, dass sie nicht die Missionskeule schwangen sondern sich kulturell vorbildlich verhielten - all das blieb weithin unerwähnt. Erwähnt und kritisiert wurde lediglich ihr Glaube und die Tatsache ihrer Anwesenheit im Jemen.
Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass man kaum etwas Kritisches gelesen hat über den 32jährigen deutschen "Objektschützer," der im Dienst einer privaten US Sicherheitsfirma tätig war und Anfang Juli in Afghanistan erschossen wurde. Er hatte keinen religiösen Hintergrund!
Auch die Entführung von deutschen Seeleuten Anfang Juli vor der Küste Nigerias hat kaum kritische Kommentare entlockt, obwohl das ganze Gebiet für Überfälle und Entführungen von Ausländern bekannt ist.
Von den Opfern unter den Soldaten der Bundeswehr, vornehmlich in Afghanistan, braucht man nicht zu schreiben. Die Parteien der Opposition erheben pflichtgemäß ihre Stimmen für einige Tage. Dann wird es wieder ruhig.
Den mit Abstand meisten Lärm verursachen die Christen. Im Gegensatz zu sensationslüsternen, gut bezahlten und gut versicherten Journalisten sind sie unterwegs für die Menschenrechte, um Hilfe für Leib und Seele in ein Land zu bringen, in dem die Hoffnung gestorben ist. Mittlerweile hat die Presse sich abreagiert. Aber im Untergrund schwelt es noch. Sollten die noch verschollenen Entführten wieder auftauchen - tot oder lebendig - dann wird es wieder ein Festschmaus werden und alles was geschrieben wurde, wird man wiederholen. Die Stille ist vorübergehend.
Als Jünger Jesu sollten wir uns weder einschüchtern lassen, noch unser Vertrauen wegwerfen. Unserem Vorbild, Jesus, ging es keinen Deut besser. Wenn die Medien sich auch momentan ausgetobt haben und stille geworden sind - warum erheben wir nicht unsere Stimme zu Gott, dem Allmächtigen. Er weiß, wo unsere Geschwister sich befinden, ob auf Erden oder bereits in Seiner Gegenwart.
Gott aber, wird er nicht seinen Auserwählten Recht schaffen, die Tag und Nacht zu ihm rufen, wenn er auch lange zuwartet mit ihnen? (Lukas 18:7)
Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind. (Römer 8:28)
Freitag, 23. Juli 2010
Habt Ihr eine Antwort? (2)
Bei meinem gestrigen Eintrag habe ich begonnen, laut nachzudenken und mal einige Fragen loszuwerden, auf die es keine schnelle Antwort gibt. Um den letzten Blogeintrag nicht zu sprengen, habe ich die letzten zwei Fragen für heute aufbewahrt.
Eine weitere Frage, die mich immer wieder umtreibt, ist diese:
"Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist."
Und schließlich die letzte Frage, die mir dieser Tage durch den Kopf schwirrte:
"Denn Christus ist mein Leben und Sterben ist mein Gewinn."
Wie gesagt, dies sind Fragen, die mir durch den Kopf gehen. Gäbe es eine einfache Antwort, sähe es auf der Welt und in unserem Land sicher anders aus. Die Bibelverse, die mir in den Sinn gekommen sind, sollen nicht als Totschläger dienen, sondern als mögliche Inspiration zum Weiterdenken.
Aber wenn jemand diese Zeilen liest (oder die gestern) und auch Antwortvorschläge machen möchte, würde ich mich über weitere Inspirationen freuen. Entweder als Kommentar im Blog oder via E-Mail an pastor@ccfg.de
Eine weitere Frage, die mich immer wieder umtreibt, ist diese:
- 4) Warum braucht es in der Mongolei nur 222 Christen, um einen Missionar zu finanzieren und auszusenden, während es in Deutschland 7226 Christen sind, die einen Missionar finanzieren. Und das auf dem Hintergrund, dass der Durschnittsmongole 455 Euro im Jahr und der Durchschnittsdeutesche 36,460 Euro im Jahr verdient.
"Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist."
Und schließlich die letzte Frage, die mir dieser Tage durch den Kopf schwirrte:
- 5) Warum leben die meisten Christen mittlerweile nicht mehr in der "christlichen" Welt, sondern in den Ländern der Zweiten und Dritten Welt, also in Asien, Afrika und Südamerika? Warum nimmt die Zahl der Christen dort zu, bei uns aber ab?
"Denn Christus ist mein Leben und Sterben ist mein Gewinn."
Wie gesagt, dies sind Fragen, die mir durch den Kopf gehen. Gäbe es eine einfache Antwort, sähe es auf der Welt und in unserem Land sicher anders aus. Die Bibelverse, die mir in den Sinn gekommen sind, sollen nicht als Totschläger dienen, sondern als mögliche Inspiration zum Weiterdenken.
Aber wenn jemand diese Zeilen liest (oder die gestern) und auch Antwortvorschläge machen möchte, würde ich mich über weitere Inspirationen freuen. Entweder als Kommentar im Blog oder via E-Mail an pastor@ccfg.de
Donnerstag, 22. Juli 2010
Habt Ihr eine Antwort? (1)
Ich lese immer noch die Biographie von Henry Martyn – ein untrüglicher Beweis, dass ich mich zu selten im Fitness Studio blicken lasse, wo ich all diese Biographien lese.
Aber heute war ich mal wieder eine knappe Stunde da. Und während ich so über diesen Mann lese, der in 6 Jahren das Neue Testament in 3 Sprachen übersetzt hat, die er erst selbst noch lernen musste, kommen mir eine ganze Reihe von Fragen in den Sinn. Antworten kann ich nur erahnen und ich bin mir nicht mal sicher, ob ich mit meinen Ahnungen richtig liege. Meine Fragen bewegen sich in diese Richtung:
„Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen.“
Sorgt euch um NICHTS; sondern in ALLEM lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden.
„Wenn wir aber Nahrung und Kleidung haben, soll uns das genügen!“
Ich behaupte nicht, dass die Antworten derart einfach zu finden sind. Man sucht sich einen Bibelvers, und schon ist das Problem gelöst. Wir leben in einer komplexen Welt und auf einem Kontinent, wo man nicht alles 1:1 mit der Situation anderer Länder vergleichen kann. Andererseits ist der Glaube, der uns mit Christen früherer Zeiten und mit Christen heute auf anderen Kontinenten verbindet, ein zeitloser Glaube an einen zeitlosen Gott, der gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist.
Ich jedenfalls möchte weiter nachdenken, nachforschen und nach Gottes Antwort Ausschau halten. Mehr darüber morgen.
Aber heute war ich mal wieder eine knappe Stunde da. Und während ich so über diesen Mann lese, der in 6 Jahren das Neue Testament in 3 Sprachen übersetzt hat, die er erst selbst noch lernen musste, kommen mir eine ganze Reihe von Fragen in den Sinn. Antworten kann ich nur erahnen und ich bin mir nicht mal sicher, ob ich mit meinen Ahnungen richtig liege. Meine Fragen bewegen sich in diese Richtung:
- 1) Warum lese ich dass frühere Generationen von Christen Fußmärsche von 2 Stunden (oder länger) in Kauf nahmen, um einen Gottesdienst zu besuchen? Und ich höre von anderen Ländern, in denen das bis heute üblich ist. Und mir fällt es schwer, 20 Minuten mit dem Auto zu fahren.
„Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen.“
- 2) Warum liest man von Gemeinden oder Gruppen, meist in der nicht-westlichen Welt, die stundenlang im Gebet verharren? Noch heute gibt es die Gebetstreffen in Korea, wo Christen sich morgens täglich von 5-6 Uhr treffen, um gemeinsam zu beten.
Sorgt euch um NICHTS; sondern in ALLEM lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden.
- 3) Warum erscheinen die Menschen in der Dritten Welt glücklicher, soviel weniger gejagt und gestresst als ich?
„Wenn wir aber Nahrung und Kleidung haben, soll uns das genügen!“
Ich behaupte nicht, dass die Antworten derart einfach zu finden sind. Man sucht sich einen Bibelvers, und schon ist das Problem gelöst. Wir leben in einer komplexen Welt und auf einem Kontinent, wo man nicht alles 1:1 mit der Situation anderer Länder vergleichen kann. Andererseits ist der Glaube, der uns mit Christen früherer Zeiten und mit Christen heute auf anderen Kontinenten verbindet, ein zeitloser Glaube an einen zeitlosen Gott, der gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist.
Ich jedenfalls möchte weiter nachdenken, nachforschen und nach Gottes Antwort Ausschau halten. Mehr darüber morgen.
Mittwoch, 21. Juli 2010
Bibelstunde heute Abend
Anstatt eines neuen Blogeintrags hier nur eine Erinnerung: Um 19:30 in unserer Bibelstunde haben wir heute Besuch von einem Schäfer, der über Johannes 10:1-18 lehren wird. Alle sind herzlich eingeladen.
Dienstag, 20. Juli 2010
So schnell kann's gehen
Der letzte Winter war (fast) ein Jahrhundertwinter. Jedenfalls für mich! Dieser Sommer könnte zu einem Jahrhundertsommer werden. Wir jagen noch den deutschen Hitzerekord, aber wir holen auf! Aber die letzten Tage war es kalt … ok, kühler … ok, nicht ganz so heiß. Während das Thermometer vor einigen Tagen noch über 35° C anzeigte, sind es dieser Tage so um die 25 oder 27° C. Und heute morgen war es ganz anders.
Ich hätte ja fast um 9:00 Uhr morgens das Licht noch angemacht. Das Zimmer war relativ dunkel, der Himmel bewölkt, keine Sonne zu sehen und der Ventilator im Zimmer blieb aus. Irgendwann schaue ich von meiner Arbeit auf, aus dem Fenster raus und sehe: es regnet! (Bös' bin ich nicht, denn das braucht die Natur ja auch gelegentlich. Wenn's mir nach ginge, wäre das aber nachts). Die Wolken waren dunkel und dicht, der Regen heftig, und ich rechnete mit einem längeren Gastspiel.
Lange hat's aber nicht gedauert. Irgendwann wurde es merklich heller und dann schienen die Strahlen der Sonne sogar noch in mein Zimmer hinein. Es wurde wärmer und der Regen hörte auf. Die Welt war wieder in Ordnung. (Jedenfalls für einen Sonnenfreak wie mich).
Was mich an der ganzen Sache verwundert hat war der unerwartet rasche Wechsel von dunkel zu hell, von Regen zu Sonne, von Kälte zu Wärme! So schnell kann's gehen!
In meinem Leben habe ich so manches Mal ähnliches erfahren. Nicht immer, aber manchmal. Gelegentlich lässt uns der Herr nicht nur durch einen Schatten gehen, sondern durch ein ganzes Schattental. Da musste Hiob durch, das Volk Israel ebenso, sogar David ging manchmal durch lange, dunkle Phasen und auch wir kennen solche Zeiten. Aber eben nicht immer. Manchmal kommt es drauf an, was die Dunkelheit und Kälte ausgelöst hat.
"Sein Zorn trifft uns einen Augenblick, doch seine Güte umgibt uns unser Leben lang! Die Nacht ist noch voll Weinen, doch mit dem Morgen kommt die Freude." (Psalm 30:6)
Gott ist gütig und möchte in Seiner Güte an uns handeln. Manchmal ist es Sünde, mit der wir gespielt haben. Aufrichtiges Bekennen bläst die dunkeln Wolken ganz schnell weg. Manchmal sind wir eigene Wege gegangen. Umkehr zu Jesus lässt uns ganz schnell wieder Seine Güte erfahren.
Und selbst, wenn Wolken, Kälte und Schatten uns unverschuldet treffen - selbst dann wird Seine Güte um uns sein. Vielleicht besonders dann!
"Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer." (Jesaja 54:10)
Ich hätte ja fast um 9:00 Uhr morgens das Licht noch angemacht. Das Zimmer war relativ dunkel, der Himmel bewölkt, keine Sonne zu sehen und der Ventilator im Zimmer blieb aus. Irgendwann schaue ich von meiner Arbeit auf, aus dem Fenster raus und sehe: es regnet! (Bös' bin ich nicht, denn das braucht die Natur ja auch gelegentlich. Wenn's mir nach ginge, wäre das aber nachts). Die Wolken waren dunkel und dicht, der Regen heftig, und ich rechnete mit einem längeren Gastspiel.
Lange hat's aber nicht gedauert. Irgendwann wurde es merklich heller und dann schienen die Strahlen der Sonne sogar noch in mein Zimmer hinein. Es wurde wärmer und der Regen hörte auf. Die Welt war wieder in Ordnung. (Jedenfalls für einen Sonnenfreak wie mich).
Was mich an der ganzen Sache verwundert hat war der unerwartet rasche Wechsel von dunkel zu hell, von Regen zu Sonne, von Kälte zu Wärme! So schnell kann's gehen!
In meinem Leben habe ich so manches Mal ähnliches erfahren. Nicht immer, aber manchmal. Gelegentlich lässt uns der Herr nicht nur durch einen Schatten gehen, sondern durch ein ganzes Schattental. Da musste Hiob durch, das Volk Israel ebenso, sogar David ging manchmal durch lange, dunkle Phasen und auch wir kennen solche Zeiten. Aber eben nicht immer. Manchmal kommt es drauf an, was die Dunkelheit und Kälte ausgelöst hat.
"Sein Zorn trifft uns einen Augenblick, doch seine Güte umgibt uns unser Leben lang! Die Nacht ist noch voll Weinen, doch mit dem Morgen kommt die Freude." (Psalm 30:6)
Gott ist gütig und möchte in Seiner Güte an uns handeln. Manchmal ist es Sünde, mit der wir gespielt haben. Aufrichtiges Bekennen bläst die dunkeln Wolken ganz schnell weg. Manchmal sind wir eigene Wege gegangen. Umkehr zu Jesus lässt uns ganz schnell wieder Seine Güte erfahren.
Und selbst, wenn Wolken, Kälte und Schatten uns unverschuldet treffen - selbst dann wird Seine Güte um uns sein. Vielleicht besonders dann!
"Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer." (Jesaja 54:10)
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