Glaubwürdig ist das
Wort und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um
Sünder zu retten, von denen ich der größte bin. 16 Aber darum ist
mir Erbarmung widerfahren, damit an mir zuerst Jesus Christus alle Langmut
erzeige, zum Vorbild für die, die künftig an ihn glauben würden zum ewigen
Leben. 17 Dem König der Ewigkeit aber, dem unvergänglichen,
unsichtbaren, allein weisen Gott, sei Ehre und Ruhm von Ewigkeit zu Ewigkeit!
Amen. (1 Timotheus 1:15-17)Pastor David Roper erzählt, wie er mit seiner Frau und
Freunden am Krankenbett Barbaras, einer lieben, gläubigen Freundin, saß. Barbara hatte ihr Leben lang Blumen geliebt. Ihre Wohnung war stets erfüllt mit herrlichem Blumenduft. Und auch
ihr Leben war ein herrlicher Wohlgeruch für Jesu.
Alle im Krankenzimmer erzählten sich
Geschichten aus ihrer Kindheit. Pastor David erzählte, dass er einmal Blumen
aus einem Park gestohlen hatte. Es waren wunderschöne Schwertlilien,
von denen er etliche abschnitt um sie seiner Mutter zu schenken.
Einige ältere Jungen hatten ihn
gesehen, wollten
ihm Angst machen und drohten, die Polizei zu rufen.
Der arme Junge lebte wochenlang in Angst, die Polizei
würde kommen und ihn verhaften.
Barbara, die Frau im Krankenbett, legte
ihre Hand auf Davids Hand und murmelte leise: „Das habe ich auch gemacht.“
Was für ein vorbildliches Beispiel!
Barbara hörte von den Kindheitssünden Davids und bekannte: „Das habe ich auch gemacht.“ Sollte / müsste
nicht so auch unsere Antwort lauten, wenn wir die Sünden anderer sehen oder von
ihnen hören? „Ja, das habe ich auch getan.“
Unsere erste Reaktion wäre ja eher: „Schlimm. Gut, dass mir das nicht passiert
ist!“ oder „So schlimm bin ich nie gewesen!“
Und vielleicht sind wir auch nie der gleichen Sünde schuldig geworden wie
unser Nächster, haben nie seine konkrete Sünde begangen: Aber jede Sünde ist
tadelnswert und erfordert Gottes Vergebung.
Als Paulus, der Mann aus frommem Hause, an Timotheus
schreibt, ist ihm voll bewusst, dass er nicht besser ist als die Heiden um ihn
herum, dass er nicht weniger Vergebung benötigt als seine sündigen Zeitgenossen.
Darum schreibt er in 1. Timotheus 1:16:
Aber darum ist mir
Erbarmung widerfahren, damit an mir zuerst Jesus Christus alle Langmut erzeige,
zum Vorbild für die, die künftig an ihn glauben würden zum ewigen Leben.
Lasst uns nie das Maß unserer Sünde mit dem Maß der Sünde
anderer vergleichen. Lasst uns auch nie das Maß unserer Sünde minimieren oder
kleinreden. Das Maß unserer Sünde war dermaßen groß, dass Jesus hätte kommen,
leiden und sterben müssen, wenn wir die einzigen Sünder auf Erden gewesen
wären.
Elia, der große Prophet Israels, bekennt nach einem
gewaltigen Sieg für Gott (1
Könige 19:4b):
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| „Ich bin nicht besser als meine Väter!“ |
Darum, wer
sich im Licht Jesu erkannt hat wie Paulus, hat auch die gewaltigen Ausmaße
seiner Sünde erkannt und kann nichts mehr entschuldigen. Er kann allein das
Erbarmen Jesu rühmen und Ihm alle Ehre geben!
Dem König der
Ewigkeit aber, dem unvergänglichen, unsichtbaren, allein weisen Gott, sei Ehre
und Ruhm von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. (1 Timotheus 1:17)