„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Mittwoch, 26. Juni 2024

Jesaja 5:20 zur Abtreibung

Abu Bakr durchquerte seit Tagen mit seinem Kamel die Wüste. Heiß, heiß, heiß am Tag und bitterkalt in der Nacht. In einer besonders kalten Nacht steckte das Kamel seine Nase in Abu Bakrs Zelt, um sich ein wenig zu wärmen. Abu Bakr blinzelte, drehte sich um und schlief weiter. Kurze Zeit später war der ganze Hals des Kamels im Zelt. Dem Mann im Zelt gefiel das zwar nicht, aber er zeigte Verständnis für das frierende Kamel. Als das Kamel um Mitternacht bereits mit den Vorderbeinen im Zelt lag, musste Abu Bakr doch mal was sagen. „Kopf und Hals hatte ich Dir erlaubt, aber das geht nun doch zu weit.“  Nur noch soweit und nicht weiter“, erbat sich das Kamel. „Draußen ist es entsetzlich kalt und ich kann vor Kälte gar nicht schlafen!“ Müde und ohne Interesse zu argumentieren, korrigierte Abu Bakr seine Vorsätze erneut. Nur kurze Zeit später wachte er mit einem Hilfeschrei auf. Das ganze Kamel war ins Zelt gekrochen, drohte ihn zu erdrücken und reagierte auf seine Schreie mit den Worten: "Was schreist du so herum? Draußen ist genug Platz. Für zwei ist dieses Zelt eh zu klein. Verschwinde aus meinem Reich, du dummer Mensch!".

Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die Finsternis zu Licht und Licht zu Finsternis erklären, die Bitteres süß und Süßes bitter nennen! (Jesaja 5:20)

Vermehrt und immer regelmäßiger wird über die Streichung des § 218 und damit über die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs diskutiert und geschrieben. Und um das Töten wehrlosen Lebens – halt! – wehrlosen Menschenlebens zu rechtfertigen (denn für das Leben von Kröten, Küken und Walfischen setzt man sich ja ein!) … um also das Töten wehrlosen Menschenlebens zu rechtfertigen, kreiert man einfach wohlklingende Begriffe wie den des „graduellen Lebensrechts“. Da ein ungeborener Mensch nicht allein lebensfähig ist, kann er nicht das gleiche Lebensrecht erhalten wie zum Zeitpunkt nach seiner Geburt. (Es bleibt die Frage, wie ein Säugling nach seiner Geburt ohne Hilfe lebensfähig sein soll, und es bleibt die Frage, wann „graduelles Lebensrecht“ für pflegebedürftige Senioren diskutiert werden wird.)

Noch 1993 wurde ein „graduelles Lebensrecht“ vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig abgelehnt. Jetzt werden die Akten neu gewälzt, die Argumente in neue Worte gekleidet und daraufhin gearbeitet, dass der § 218 fällt. 106.000 Kindstötungen im Mutterleib hat es im Jahr 2023 gegeben – so viele wie seit 2012 nicht mehr. 106.000 Handlungen, die nach dem deutschen Strafgesetzbuch rechtswidrig und strafbar sind. Um dennoch straffrei töten zu dürfen, hat man 1995 Hintertürchen geschaffen, um die Strafe zu umgehen. Jetzt soll Abtreibung legalisiert werden.

Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die Finsternis zu Licht und Licht zu Finsternis erklären, die Bitteres süß und Süßes bitter nennen! (Jesaja 5:20)

In der Bevölkerung wird es wieder die gewohnte Diskussion geben. Ein lauter Teil der Bürger wird sie Legalisierung fordern. Ein weiterer Teil wird sich dagegen wenden und ein großer Teil wird sich kaum dazu äußern, weil es ihn nicht direkt betrifft. Gottes Wort aber erklärt:

„Gerechtigkeit erhöht ein Volk, aber die Sünde ist der Leute Verderben.“ (Sprüche 14:34)

  • Böses wird nicht gut, weil Politik und Gesellschaft entscheiden, es „gut“ zu nennen.
  • Falsches wird nicht richtig, weil die Mehrheit es anstrebt und tut.
  • Tötung von Leben wird nicht zur simplen „Entfernung von Zellgewebe“, weil es die Beratungsstellen oder sogar das behandelnde Personal es so bezeichnen. 
  • Und Gott wird nicht zuschauen, wie ein Volk die Schwächsten und die Stummen wie einen schlimmen Tumor behandeln, der entfernt werden muss. In Galater 6:7 gibt Er uns zu verstehen:

Irrt euch nicht: Gott lässt sich nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten.

An dieser Stelle wird nicht verurteilt. Natürlich haben wir uns ein Urteil gebildet, gegründet auf Gottes Wort. Aber nicht nur das wertvolle Leben der Ungeborenen liegt uns am Herzen. Auch die Not ungeplant schwangerer Frauen berührt uns.

Als Jesusjünger dürfen wir nicht untätig bleiben. Von Papst Pius XII stammen die Worte: „Wenn gute Menschen nichts tun, wächst das Böse!“  Das Minimum sollte sein, dass wir bekannt sind als solche, die Jesus und unseren Nächsten lieben; als solche, die Sünder, Kranke und Verzweifelte mit DEM in Verbindung bringen können, der helfen kann: Jesus!

Und Jesus kann helfen! Er kann helfen, wenn es noch nicht zu spät ist, und Er kann auch dann helfen, wenn es (scheinbar) zu spät ist. Und er hilft: Seine Liebe durch uns an die Betroffenen, Seine Worte durch uns an die Ratsuchenden, Sein Weg der Vergebung durch uns an die schuldig Gewordenen, Seine praktischen Taten der Fürsorge durch uns an die in Not Geratenen. Lasst uns die Hände Jesu, Seine Ohren und Seine Stimme sein.

"Denn der Herr, dein Gott, ist ein barmherziger Gott;
Er wird dich nicht verlassen." (5. Mose 4, 31)

 Weblinks:

http://www.kaleb.de/
http://www.ausweg-pforzheim.de/
https://www.tclrg.de/adressen/
http://www.pro-leben.de/
https://bundesverband-lebensrecht.de/marsch-fuer-das-leben/

Dienstag, 25. Juni 2024

Die Könige Judas (2) David

Warum der Benjaminiter Saul von Gott als erster König Israels eingesetzt wurde, obwohl die Verheißung der Königs- und Messiaslinie klar über den Stamm Juda kommen sollte, bleibt (meines Erachtens) Gottes Geheimnis. Allerdings wird von Anfang an klar, dass Gott Seine Verheißungen erfüllt, auch, wenn es erst einmal nicht so scheint.

Leben und Berufung Sauls hatten ein tragisches Ende. Tragisch durch seinen Ungehorsam, Unglauben, Stolz und seine Rebellion gegen Gott. Ganz anders sein Nachfolger!

David wurde der zweite König Israels. Noch vor seiner offiziellen Einsetzung zum König bereitete Gott ihn in der Schule des Lebens und des Leidens vor. Diese Schule Gottes beinhaltete die Ausbildung zum Hirtendienst, zum Kämpfer und zum Leitungsdienst – aber, ebenso wichtig, die Ausbildung zum Gehorsam, zum Gottvertrauen, zum Anbeter und zu einem Mann, der bereit war, für seinen Gott und seinen Ruf zu leiden.

Durch die Ausbildung in der Lebensschule Gottes wurde David zu dem, was er schließlich war: „Ein Mensch nach dem Herzen Gottes!“ In 1 Samuel 13:14 heißt es über David:

Der Herr hat sich einen Mann nach seinem Herzen ausgesucht; dem hat der Herr geboten, über sein Volk Fürst zu sein,

Ein Mensch nach Gottes Herzen zu sein gehört sicherlich zum Höchsten, was über einen Menschen gesagt werden kann, und nirgends in Gottes Wort steht, dass diese Bezeichnung ausschließlich auf David zutreffen wird. Was kennzeichnete David als ein Mensch nach dem Herzen Gottes?

  • David wurde der König Israels schlechthin (Jesus ausgenommen). David war der größte König aller Zeiten des Volkes Israel.
  • David spielte selbst im Leben und der Herrschaft seiner Enkel und Urenkel noch eine segensreiche Rolle (wie wir in dieser Serie feststellen werden)
  • David war – in Freud und Leid, auf Höhen und in Tiefen – ein tiefsinniger Anbeter Gottes.
  • David war nicht sündlos (wirklich nicht!). Aber er hatte ein sensibles, bußfertiges Herz.
  • David suchte den Herrn allezeit – buchstäblich allezeit. Er suchte Gott in Siegen und Niederlagen, in Höhlen und Palästen, auf Festen und Trauerfeiern. Immer!
  • David besprach alles mit Gott, seine Stärken und Schwächen, seine Gedanken, seine Pläne und seine Ängste.
  • David hörte nicht auf, seinem Gott zu folgen, Ihn zu suchen, zu befragen, anzubeten und zu lieben.

Nicht Vollkommenheit und Fähigkeiten zeichnen David am meisten aus, sondern sein Leben mit Gott. Die stete, enge Verbundenheit machten ihn zu dem, was er war: ein Mensch nach dem Herzen Gottes.

Du und ich können von David lernen. Du und ich können Männer und Frauen nach dem Herzen Gottes werden. Lies Dir noch einmal die Beschreibung Davids im vorletzten Abschnitt durch und bespreche die einzelnen Beschreibungen mit Gott. Gott sucht bis heute nach Männern und Frauen, deren Herz auf Ihn gerichtet ist und die trotz ihrer Unvollkommenheit den einen Wunsch haben: Männer und Frauen nach dem Herzen Gottes zu sein, Männer und Frauen, durch die Gott Geschichte schreiben kann; egal, ob die in irdischen Büchern festgehalten wird oder in Himmlischen.

Denn die Augen des Herrn durchstreifen die ganze Erde, um sich mächtig zu erweisen an denen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist.  (2. Chronik 16:9)

Montag, 24. Juni 2024

Wüstenzeiten (3)

Wir haben uns Ende letzter Woche mit Menschen des Alten und Neuen Testaments beschäftigt, deren Leben sich zumindest teilweise in der Wüste abspielte, sowohl physisch als auch seelisch oder geistlich. Sie alle gingen gesegnet und gestärkt aus diesen Zeiten hervor.

Vielleicht verwundert es einige, dass selbst Jesus seine Wüstenzeiten hatte. Noch als Säugling musste Er vermutlich durch die Wüste, denn die Flucht von Bethlehem nach Ägypten verlief der Überlieferung nach durch Gaza und die Wüste Sinai. Was erlebte Er dort – in der Hitze, in Gefahr und in Trockenheit? Bewusst erlebte Er als Säugling wohl so gut wie nichts, außer der Nähe Seiner Mutter Maria und ihrem Mann, Joseph. Aber unbewusst erfuhr Er die Bewahrung, den Schutz und die Versorgung durch Seinen himmlischen Vater. Auch in Wüstenzeiten, in denen wir bewusst keine besonderen Erfahrungen mit Gott machen, ist der himmlische Vater anwesend und hält Seine Hand über uns.

Als Jesus Seinen Dienst beginnt, heißt es in Lukas 4:1:

Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kam zurück vom Jordan. Und er wurde vom Geist in der Wüste umher geführt

Tatsächlich ist es nicht der Teufel, der einen geistlich entkräfteten Jesus in die Wüste treibt, sondern es ist der Geist Gottes, der einen geisterfüllten Jesus in die Wüste führt. Hier erfährt Jesus eine 40-tägige Wüstenzeit, die Er gezielt zur Vorbereitung für Seinen Dienst nutzt. In der Wüste bereitet der Vater im Himmel Ihn zu, und aus dieser Wüstenzeit geht Jesus geistlich gestärkt hervor. Dreimal versucht Ihn Satan anschließend zur Sünde. Dreimal weist Jesus Satan siegreich zurecht. Schließlich muss Satan aufgeben und weichen. Das war NACH der Zeit in der Wüste, in der Jesus vorbereitet wurde für Seinen Dienst.

Aber auch während seines Lebens gab es Zeiten, in denen Jesus in der Wüste Seinen himmlischen Vater aufsuchte und Ihm begegnete. In Lukas 5:16 (NLB) heißt es:

Jesus zog sich jedoch immer wieder zum Gebet in die Wüste zurück.

Gebet in der Wüste. Außerhalb der Wüstenzeiten musste Jesus viele Kämpfe kämpfen: mit Zweiflern, mit Seinen Jüngern, mit den religiösen Fanatikern und Diskutierfreudigen, mit Neidern, mit dämonisierten Personen und mit Menschen, die Ihn umbringen wollten. Das kostete selbst Jesus geistliche Kraft, aber das Gebet in der Wüste ließ Ihn nie kraftlos sein. Selbst in Seiner dunkelsten Stunde – nicht in der Wüste, sondern in einem Garten – fand er Kraft von oben.

Selbst Jesus zog durch Sandwüsten und Er kannte den Kampf in den Wüstenzeiten des Lebens. Aber gerade mitten in diesen Zeiten erfuhr Er auch immer wieder die stärkende Hand Seines Vaters im Himmel. Gott erlaubt – ja, führt manchmal hinein in Wüstenzeiten, um uns näher zu Sich selbst zu ziehen. Er möchte, dass wir Ihm auch in den Hitzezeiten des Lebens vertrauen und Ihn kennenlernen als den, der auf dem Berg und in den Tiefen, im Leben und im Sterben, auf den Höhenwegen und in den Todestälern bei uns ist.

Und der Erfahrungswert, die Qualität unserer Gotteserfahrung, ist vermutlich höher, wenn wir Ihm in der Wüste begegnen als im Schlaraffenland.

Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit. (Hebräer 13:8)

Sonntag, 23. Juni 2024

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!

3. Mose 26:3-13

3 Wenn ihr nun in meinen Satzungen wandelt und meine Gebote befolgt und sie tut,
4 so will ich euch Regen geben zu seiner Zeit, und das Land soll seinen Ertrag geben, und die Bäume auf dem Feld sollen ihre Früchte bringen.
5 Und die Dreschzeit wird bei euch reichen bis zur Weinlese, und die Weinlese bis zur Saatzeit, und ihr werdet euch von eurem Brot satt essen und sollt sicher wohnen in eurem Land.
6 Denn ich will Frieden geben im Land, dass ihr ruhig schlaft und euch niemand erschreckt. Ich will auch die bösen Tiere aus eurem Land vertreiben, und es soll kein Schwert über euer Land kommen.
7 Ihr werdet eure Feinde jagen, dass sie vor euch her durchs Schwert fallen;
8 fünf von euch werden hundert jagen, und hundert von euch werden zehntausend jagen; und eure Feinde werden vor euch her durchs Schwert fallen.
9 Und ich will mich zu euch wenden und euch fruchtbar machen und mehren und meinen Bund mit euch aufrecht halten.
10 Und ihr werdet von dem Vorjährigen essen und das Vorjährige wegen des Neuen wegtun müssen.
11 Ich will meine Wohnung in eure Mitte setzen, und meine Seele soll euch nicht verabscheuen;
12 und ich will in eurer Mitte wandeln und euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein.
13 Ich, der HERR, bin euer Gott, der ich euch aus dem Land Ägypten herausgeführt habe, damit ihr nicht mehr ihre Knechte sein solltet; und ich habe die Stangen eures Joches zerbrochen und euch aufrecht gehen lassen.

 Herzliche Einladung:

Anbetung - Gottes Wort
Gebet - Gemeinschaft
Gemeinsames Mittagessen

  Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

Wenn du Gott ungehorsam bist, verspielst du Freude und Segen.
(John MacArthur)

Gehorsam gegenüber Gottes Plänen führt immer zum Segen!
(Phillip Nunn)