In seinem lesenswerten Buch
„Gottes Gnade hört niemals auf“ fragt Tim LaHaye, warum ein liebender
Gott so gewaltige Gerichte prophezeit. Dabei erklärt er, dass ein nur düsterer
Blickwinkel, der nur auf die Katastrophen und Gerichte schaut, den Blickwinkel
entscheidend verkĂĽrzt. Sein Buch soll zeigen, dass auch Sein Handeln in der
Endzeit seine Liebe, Gnade und Sein Wohlwollen zum Ausdruck bringt.
Die Propheten Joel und Hesekiel waren Propheten, die viel
ĂĽber das Gericht Gottes prophezeien mussten. Aber auch in ihren Prophetien
kommt der Plan und das Verlangen Gottes zum Ausdruck, barmherzig und gnädig zu
sein.
ZerreiĂźt eure Herzen
und nicht eure Kleider, und kehrt um zu dem Herrn, eurem Gott; denn er ist
gnädig und barmherzig, langmütig und von großer Gnade, und das Übel reut ihn. (Joel 2:13)
Sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht Gott,
der Herr: Ich habe kein Gefallen am Tod des Gottlosen, sondern daran, dass der
Gottlose umkehre von seinem Weg und lebe! Kehrt um, kehrt um von euren bösen
Wegen! Warum wollt ihr sterben, o Haus Israel? (Hesekiel 33:11)
LaHaye beschreibt einen Sohn, der in
ein ganz anderes Bundesland zum Studium umziehen soll und von Angst und
Selbstzweifeln geplagt wird. Werde ich es schaffen? Was, wenn ich keine Freunde
finde, versage, der Lehrstoff zu schwer ist etc.? Der Vater, der seinen Sohn ermutigen möchte
stellt ihm alle Vorteile vor Augen, alles, was helfen wird und spricht ihm Mut
zu. Dann warnt er ihn: „Halte Dich abends
von diesem und jenem Park fern. Da geschehen schlimme Dinge, die Dich ablenken
und vom Studium wegziehen werden.“
LaHaye vergleicht den Vater mit unserem
himmlischen Vater, der nicht Ängste schüren will. Im Gegenteil: Gott möchte uns
Menschen, die Er mit einem freien Willen geschaffen hat, davor bewahren, in
unser Verderben zu rennen. Er zeigt uns den guten Weg auf, lädt uns ein, hilft
uns darauf zu gehen – und zeigt uns gleichzeitig auf, wohin der andere Weg
fĂĽhrt, den Menschen ohne Jesus gehen. Durch die VerheiĂźungen des Segens, der
Bewahrung, Seiner Gegenwart, Seiner Hilfe … ermutigt uns der Herr, mit
Zuversicht in die Zukunft zu gehen – in Seine Zukunft. Gleichzeitig ist er in
Seiner Gnade so offen, die Konsequenzen aufzuzeigen, die eine falsche
Entscheidung nach sich zieht.
Als Gott durch Joel, Hesekiel und
andere Propheten Israel in Seiner Gnade warnte und zur Umkehr einlud, hatte
Israel die Wahl. Gott hat sie damals nicht gezwungen – und Er zwingt auch heute
niemanden.
In Seiner Gnade hat Er uns durch viele
Prophetien im Alten und Neuen Testament aufgezeigt, was wir zu erwarten haben. Jeder,
der den Weg mit Jesus geht und Ihm nachfolgt, hat die Entscheidung getroffen,
Jesu Gnade erfahren und braucht sich nicht zu fĂĽrchten. Wer andererseits den
Weg mit Jesus nicht geht, Ihm nicht nachfolgt, hat auch die Entscheidung
getroffen. Auch er erfährt die Gnade Gottes, nämlich dadurch, dass Gott genau
das offenbart hat, was auf ihn wartet und wofĂĽr er sich entschieden hat.
Somit ist auch die Offenbarung und
Prophetie ĂĽber das Gericht Gottes ein Zeichen Seiner groĂźen Gnade und Seines
Verlangens, alle Menschen zu retten.
Ein weiteres Zeichen Seiner Gnade ist
die Tatsache, dass es heute – am 30. November 2023 – noch nicht zu spät ist,
eine Entscheidung zu korrigieren. Petrus erklärt (2 Petrus 3:9):
Es ist aber nicht
so, dass der Herr seine versprochene Wiederkehr hinauszögert, wie manche
meinen. Nein, er wartet, weil er Geduld mit uns hat. Denn er möchte nicht, dass
auch nur ein Mensch verloren geht, sondern dass alle BuĂźe tun und zu ihm
umkehren.
Will heißen: Jedem von uns ist bis heute die Möglichkeit
gegeben, uns auf die Seite Jesu zu stellen, Ihm zu folgen und in Seinen
VerheiĂźungen Frieden zu finden.