„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Dienstag, 3. Oktober 2023

Ein besonderer Vers aus dem Buch des Propheten Zephanja

Eigentlich müsste es heute nicht ein besonderer Vers sein, den wir im Buch des Propheten Zephanja hervorheben, sondern sein Thema und die Bezeichnung: Tag des Herrn. Kein anderer Prophet benutzt diesen Ausdruck häufiger als Zephanja.

Mindestens sieben Mal predigt oder schreibt er zwischen 635 und 625 vor Christus über den „Tag des Herrn“. Manchmal fügt er die eine oder andere Definition hinzu, wie z.B.: der „Tag des Zornes des Herrn“. Zephanjas Botschaft ist eine deutliche Warnung vor dem kommenden Gericht, aber auch das gnädige Wesen Gottes bleibt im Buch Zephanja nicht verborgen.

Die erste Erwähnung des „Tages des Herrn“ finden wir in Kapitel 1:7. Der Vers beginnt mit den Worten:

Seid still vor dem Angesicht Gottes, des Herrn! Denn nahe ist der Tag des Herrn!

Kann es sein, dass dieser Vers auch ein konkretes Wort Gottes für unsere Zeit ist? Denn „Stille vor dem Herrn“ ist uns angesichts der eschatologischen Ereignisse doch sehr abhanden gekommen. Wir klagen und jammern wie die Weltmeister über das, was uns Christen am wenigsten überraschen sollte.

Seid still vor dem Angesicht Gottes, des Herrn! Denn nahe ist der Tag des Herrn!

Wir zetern und schimpfen wie die Domspatzen über das, was nach Gottes Wort unvermeidlich ist.

Seid still vor dem Angesicht Gottes, des Herrn! Denn nahe ist der Tag des Herrn!

Wir verunglimpfen und beleidigen Gottes Werkzeuge, egal ob sie gläubig oder nicht gläubig sind, nur weil Gottes Hand sie bewegt, Entscheidungen zu treffen, die Jesu Kommen einläuten.

Seid still vor dem Angesicht Gottes, des Herrn! Denn nahe ist der Tag des Herrn!

Also gut, was ist die Alternative? Augen zu und durch? Nein! Augen auf und nach oben gerichtet – hin auf Jesus, den wir freudig erwarten. Und mit unserem Mund? Mund zu und Klappe halten? Nein! Mund auf und füllen lassen mit Lob für Gott, Hoffnung für eine hoffnungslose Welt und mit einem lauten Ruf gegen … nein nicht gegen, sondern für und hin zu Jesus.  Die Welt hat wahrlich genug Propagandisten, Marktschreier, Sozialreformer und Weltverbesserer, die sich für ähnliche Ziele einsetzen, die auch wir für erstrebenswert halten. Unser Auftrag und unsere Ziele sind wichtiger und erlauben keine Ablenkung. Kurz vor dem Tag des Herrn sind noch immer viele Felder reif zu Ernte und noch immer fehlen die Arbeiter, die nur das eine Ziel haben: die Ernte für die Ewigkeit einzubringen.

Ja, Ablenkungen gibt es mehr als genug, und viel zu viele von uns lassen sich fangen, ablenken und verschwenden ihre Kräfte in die Vergänglichkeiten dieser Welt. Durch Habakuk korrigiert Gott unsere Perspektive und ruft allen Seinen Nachfolgern zu:

Seid still vor dem Angesicht Gottes, des Herrn! Denn nahe ist der Tag des Herrn!

Montag, 2. Oktober 2023

Danke!

Gestern war Erntedank. Ein altes Traditionsfest, fast vergessen. Aber durchaus ein biblischer Gedanke, denn auch Israel war angehalten, einen Feiertag mit Opfern aus Dankbarkeit zu feiern. Erntedank heute wird fast nur noch in Kirchen beachtet.

Gerade Saat und Ernte wird heute oft und leicht übersehen. Landwirtschaft, zumindest in unserem Land, wird nur noch in relativ wenigen Landstrichen intensiv betrieben. Erinnerung zur Dankbarkeit für Saat und Ernte ist daher gar nicht schlecht. Aber ich möchte uns alle ermutigen, grundsätzlich Gott gegenüber dankbar zu sein. Und wofür?  Hier einige Vorschläge:

Dankbarkeit für unser Leben
Dankbarkeit für unsere Familie
Dankbarkeit für all das Positive in unserer Vergangenheit
Dankbarkeit für viele schöne Erinnerungen
Dankbarkeit für Eltern, die Dir das Leben gegeben haben.
Dankbarkeit für Deinen Lebensstandard
Dankbarkeit für Deinen Arbeitsplatz
Dankbarkeit für Deine Wohnstätte
Dankbarkeit für Deine Freunde
Dankbarkeit für viel Gutes in deinem Leben
Dankbarkeit für das Maß an Gesundheit, das Du (noch) besitzt
Dankbarkeit für die Freiheit in unserem Land
Dankbarkeit für all meinen Besitz
Dankbarkeit, dass ich lachen kann
Dankbarkeit, dass ich sehen, hören und riechen kann
Dankbarkeit, dass ich lesen kann
Dankbarkeit, dass ich eine Schulausbildung habe
Dankbarkeit, dass ich Jesus kenne
Dankbarkeit dass ich eine ewige Hoffnung habe
Dankbarkeit, dass ich einem Gott gehöre, dem nichts unmöglich ist
 
Füg’ Deine eigenen Gründe für Dankbarkeit dazu! Dafür können wir Gott auch heute noch danken ... und morgen ... und danach ...!

Seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes
in Christus Jesus an euch. (1 Thessalonicher 5:18)

Sagt allezeit Gott, dem Vater, Dank für alles,
in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus (Epheser 5:20)

Sonntag, 1. Oktober 2023

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat!

Kolosser 3:15-17

15 Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen; zu diesem seid ihr ja auch berufen in einem Leib; und seid dankbar!
16 Lasst das Wort des Christus reichlich in euch wohnen in aller Weisheit; lehrt und ermahnt einander und singt mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern dem Herrn lieblich in eurem Herzen.
17 Und was immer ihr tut in Wort oder Werk, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.

Anbetung - Gottes Wort 
Gebet - Gemeinschaft 
Mittagessen!
Beginn: 10:30 Uhr
 
Herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen

"Wenn wir Gottes Wort hören und Gottes Werke tun, 
dann wird unser ganzes Leben ein nie endendes Erntedankfest."
(Friedrich von Bodelschwingh)
 
"Wolltest du Gott Danke sagen für jede Freude, 
du fändest keine Zeit mehr, 
noch über Leid zu klagen. " 
(Arno Backhaus)

Samstag, 30. September 2023

Besiegte Riesen – und wie? (4)

In dieser Woche haben wir uns mit dem Thema befasst, wie Riesen in unserem Leben besiegt werden können – Riesen der Wut, des Hasses, des Redens über andere, Riesen der Sucht oder andere Riesen, die uns im Leben knechten wollen.

Manchmal, wenn Riesen aufstehen und uns herausfordern wollen, empfinden wir das als gewaltige Anfechtungen. Dabei haben wir aber auch erkannt, dass Riesen besiegt werden können. Gott hat uns eine himmlische Waffenrüstung gegeben, die wir anziehen – und uns mit Waffen versorgt, die wir einsetzen können.

Ziel der Anfechtung, die Gott in unserem Leben zulässt, ist Reinigung und Stärkung unseres geistlichen Lebens. Der Apostel schreibt in 1 Petrus 1:6+7:

„Dann werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, damit euer Glaube als echt und viel kostbarer befunden werde als das vergängliche Gold, das durchs Feuer geläutert wird, zu Lob, Ehre und Herrlichkeit, wenn offenbart wird Jesus Christus.“

Petrus nennt in Vers 7 ein zweifaches Ziel der Anfechtung:

Zum einen soll die Echtheit des Glaubens kostbarer befunden werden als Gold. Bedenkt man, das Gold das wohl kostbarste Edelmetall war zu der Zeit, sagt uns Petrus: „Ein durch Anfechtung geläuterter Glaube ist kostbarer als alles andere auf der Welt, wertvoller als alles Vorstellbare." Echtes Gold (echter Glaube) hält Feuer aus. Gold verliert durch das Feuer weder an Wert noch an Gewicht. Es wird durch Hitze geläutert, reiner – und daher kostbarer. Das Aushalten in Anfechtungen und Leid, das „Sich-Klammern-an-Jesus“ macht unseren Glauben kostbarer als alles. Darum wollen wir weiter Festhalten an Jesus.

Zum anderen soll ein geprüfter Glaube bei der Offenbarung Jesu Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge haben. Wenn Jesus offenbar wird, wird solch ein Glaube Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge haben. Nicht meine – Seine!

Das ist beides verständlich. Wenn Riesen in unserem Leben erst mal besiegt sind, ist das ein gewaltiges Zeugnis, ein gewaltiger Beweis der Kostbarkeit unseres Glaubens. Außerdem bringt ein Leben im Sieg über die Riesen im Leben Ehre und Lob für Jesus. Hell und herrlich wird an jenem Tag unser Glaube erscheinen – zu Seinem Lob.

Gott hat das reinigende Feuer genau kontrolliert und hat uns zubereitet auf den Tag der Offenbarung Jesu – zu Seiner Ehre! Dann wird alles Irdische vergehen – wer aber für Gott gelebt hat, wird in Ewigkeit Seine Herrlichkeit widerspiegeln.

Ich stell es mir (als Laie, nicht als Theologe) so vor:

Jener Tag bricht an, an dem Jesus kommt und wir vor Ihm versammelt sind. Jesus holt Sein Buch hervorholt und ruft die die Namen auf, die darin gefunden werden.

Dein Name wird aufgerufen. Du stehst auf. Du stehst da, im leuchtenden Kleid der Gerechtigkeit Jesu, Jesus widerspiegelnd wie geläutertes Gold.

Der Himmel applaudiert - nicht Dir, sondern Jesus in Dir! Du gehst zu Ihm, stellst Dich auf Seine Seite und hast nur einen einzigen Gedanken: Es war es ALLES wert! Jede Träne, jedes Leid, jeden Kampf! Die Riesen sind Vergangenheit! Jesus hat gesiegt! Satan hat verloren!

Zur gleichen Zeit schaut Satan mit hochrotem Kopf aus der Entfernung zu. Wütend, zornig, beschämt, besiegt. Geblendet vom Lob, Preis und der Herrlichkeit Jesu, die durch Dich geoffenbart wird, weil Du bei Ihm geblieben bist, auch in der Zeit der Läuterung und Hitze und des Kampfes!

Liebe Brüder, wenn in schwierigen Situationen euer Glaube geprüft wird, dann freut euch darüber. Denn wenn ihr euch darin bewährt, wächst eure Geduld. Und durch die Geduld werdet ihr bis zum Ende durchhalten, denn dann wird euer Glaube zur vollen Reife gelangen und vollkommen sein und nichts wird euch fehlen. (Jakobus 1:2-4)

Freitag, 29. September 2023

Besiegte Riesen - aber wie? (3)

Eigentlich ist doch alles gesagt zum Thema, oder? Wir hatten 5 mögliche Siegessteine gefunden, die David zum Sieg über Goliath verhelfen sollten. Außerdem hatten wir die geistliche Waffenrüstung aus Epheser 6 erwähnt als göttliche Waffen gegen die verschiedenen Riesen in unserem Leben. – Aber vielleicht gibt es doch noch etwas, das erwähnenswert ist im Kampf gegen die hartnäckigen Giganten.

Der berühmte österreichische Komponist und Violinist, Fritz Kreisler, sagte einmal: "Eng ist der Weg, der zum Leben als Geiger führt. Stunde um Stunde, Tag für Tag und Woche für Woche habe ich seit Jahren mit meiner Geige gelebt. Es gab so viele Dinge, die ich gerne tun wollte aber aufgeben musste. Es gab so viele Orte, die ich gerne besucht hätte, deren Besuch ich aber aufgeben musste, wenn ich Meister der Geige werden wollte. Die Straße, auf der ich reiste, war nur eine schmale Spur und der Weg war hart."

Ähnliches habe ich von anderen großem Musikern gehört. Ihr Leben war die Musik, ihr Instrument oder ihre Kompositionen. Bei anderen Künstlern ist es oft nicht anders.

Paulus sagte etwas ganz Ähnliches. In 2 Timotheus 2:4-8 heißt es:

Wer Kriegsdienst tut, verstrickt sich nicht in Geschäfte des Lebensunterhalts, damit er dem gefällt, der ihn in Dienst gestellt hat. Und wenn sich auch jemand an Wettkämpfen beteiligt, so empfängt er doch nicht den Siegeskranz, wenn er nicht nach den Regeln kämpft. Der Ackersmann, der sich mit der Arbeit müht, hat den ersten Anspruch auf die Früchte. Bedenke die Dinge, die ich sage; und der Herr gebe dir in allem Verständnis! Halte im Gedächtnis Jesus Christus, aus dem Samen Davids, der aus den Toten auferstanden ist nach meinem Evangelium.

Paulus nennt drei Beispiele:

  • Wer als Kämpfer erfolgreich Riesen besiegen möchte, geht durch eine harte und entbehrliche Ausbildung und weiß, worauf er sich im Leben konzentrieren möchte.
  • Wer als Athlet siegen möchte, muss die Regeln kennen, trainieren und hart sein gegen sich selbst. Das aber bringt wertvollen Lohn.
  • Der Landwirt, der eine Ernte einfahren möchte, muss früh aufstehen und oft bis in den Abend hinein wirken.

Erfolg, Frucht, Überwinden – all das bedarf der Zielstrebigkeit. Bereit sein, nicht-so-Wichtiges für das Wichtigste zu opfern, das Gute aufzugeben für das Beste. Als Christ bedeutet das: zu Bedenken! Es bedeutet: Jesus Christus im Gedächtnis zu behalten.

Ich darf auf Jesus blicken, auf Sein Opfer, Seine Auferstehung, Sein Leben und Seine Kraft. Ich schließe mit den Worten des Violinisten Fritz Kreisler, dem ich die Worte eines Christen in den Mund lege:

"Eng ist der Weg eines Jüngers Jesu, der Weg des Überwindens. Stunde um Stunde, Tag für Tag und Woche für Woche habe ich seit Jahren mit und für Jesus gelebt. Es gab so viele Dinge, die ich gerne tun wollte aber aufgegeben habe. Es gab so viele Orte, die ich gerne besucht hätte, deren Besuch ich aber um Jesu willen gerne aufgegeben habe, da ich Frucht bringen, Überwinden und siegreich sein wollte. Die Straße, auf der ich reise, ist nur eine schmale Spur und der Weg ist hart – aber allein hier habe ich Leben im Überfluss."

Das englische Wort single-mindedness – ein passendes englisches Wort für das, was Fritz Kreisler zum Ausdruck bringen möchte: Zielstrebigkeit, Unbeirrbarkeit, denn Sinn auf eine Sache zu fokussieren. Ja, auch das gehört dazu, den Riesen den Garaus zu machen!