„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Dienstag, 19. September 2023

Ein besonderer Vers aus dem Buch des Propheten Nahum

Vor ca 2360 Jahren predigte der Prophet Nahum. Seine Botschaft richtete er an das Volk Israel, aber es war eine Gerichtsankündigung über Ninive, die Hauptstadt Assyriens.

Ninive ist uns bekannt. Der Prophet Jona kam auf Umwegen nach Ninive, predigte ebenfalls Gericht und die Stadt mit einer riesigen Einwohnerzahl tat Buße. Sie schrien zu Gott, ihre Seelen wurden gerettet und sie durften Gottes Gnade schmecken.

150 Jahre später ist alles beim Alten. Ninive ist abgrundtief gottlos und absolut gerichtsreif. Der Gesinnungswandel und das inbrünstige Gebet einer Generation lässt sich nicht unbedingt übertragen auf ihre Nachkommen. Das Gebet der Alten mag die Jungen segnen, aber die Jungen müssen selbst entscheiden, ob sie Gottes Einladung annehmen oder nicht. Ninive hatte die Frohe Botschaft gehört, hatte Buße getan und war wieder abgefallen. Jetzt erklärt Nahum Israel, dass Ninive dafür gerichtet werden wird.

Interessant in diesem Zusammenhang ist unser heutiger besondere Vers aus dem Buch des Propheten. In Nahum 2:1a erklärt er Israel:

Siehe auf den Bergen die Füße dessen,
der frohe Botschaft bringt,
der Frieden verkündigt


Was möchte er damit zum Ausdruck bringen? Soll Israel sich erinnern, wie Ninive 150 Jahre zuvor durch Jona die rettende Botschaft hörte? Oder sollen sie gewarnt werden, es den Assyrern nicht gleich zu tun? Die hatten die Botschaft des Friedens gehört und angenommen, aber nicht bewahrt. Teil der frohen Botschaft des Nahum war sicherlich, dass Israel von ihren Feinden, den Assyrern befreit werden würde, denn das ist die große Botschaft im Buch dieses Propheten.

In Jesaja 57:7a finden wir eine fast identische Aussage. Hier werden die Füße des Friedensboten sogar als liebliche Füße beschrieben:

Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße des Freudenboten,
der Frieden verkündigt, der gute Botschaft bringt,


Jesajas Frohe Botschaft betrifft das Kommen Jesu. Nahums frohe Botschaft die Befreiung des Volkes Gottes von ihren Feinden. Und im Neuen Testament zitiert Paulus das Alte Testament in Römer 10:15 mit den Worten:

Wie lieblich sind die Füße derer, die Gutes verkündigen!

Dass der Vers in Nahum 2 besonders und beachtenswert ist, zeigt schon die Tatsache, dass die Aussage sich mehrmals ähnlich in Gottes Wort findet.

Siehe auf den Bergen die Füße dessen,
der frohe Botschaft bringt,
der Frieden verkündigt


Verachte nicht Gottes Boten der Frohen Botschaft. Und verachte keinesfalls die Botschaft selbst. Es ist die Botschaft des Friedens, den Jesus, unser Friedefürst gebracht hat und jeden erfahren lassen wird, der sich Seiner Botschaft zuwendet.

Frieden! Ein großes Wort! Frieden – abwesend in unserer Welt, in unseren Familien, in unserem Umfeld und oft in unseren Herzen. Frieden – erfahrbar für jeden – JEDEN! – durch Jesus!

Und noch etwas: Nahum fordert auf, auf die Füße des Friedensboten zu schauen. Jesaja und Paulus haben das scheinbar getan und festgestellt, dass es „liebliche“ Füße sind.

Deine Füße können in Gottes Augen liebliche Füße sein – egal, was für eine Schuhgröße, was für Druckstellen oder was für einen Geruch sie haben. Die Füße dessen, der die Botschaft der Befreiung und des Friedens, durch Jesus verkündet, sind in Gottes Augen „lieblich“!

Montag, 18. September 2023

Geistesgaben - Die Gabe, um die ich bitte

Ich glaube, dass die Gaben des Heiligen Geistes, die im Neuen Testament beschrieben werden, wichtig und biblisch sind. Ich bete darum, dass der Herr Seine Gaben in solche Herzen ausgießt, die demütig genug sind, sie zu empfangen und zu Seiner Ehre einzusetzen. Es verlangt mich danach, Auswirkungen der Gaben der Heilung zu sehen, ebenso wie die Gabe der Erkenntnis, die Gabe der Wunderwirkungen und die anderen geistlichen Gaben.

Es gibt eine weitere geistliche Gabe, um deren Ausgießung ich den Herrn immer wieder mal bitte. Ich sehne mich danach, eine globale Ausgießung dieser Gabe des Heiligen Geistes zu sehen. Diese Geistesgabe, an die ich denke, wird von vielen als "nicht ganz so wichtig" eingestuft. Dies umso mehr, weil diese Gabe nicht so sichtbare Auswirkungen hat wie die Gabe der Heilung und nicht so hörbare Auswirkungen wie die Gabe der Zungenrede. Die Gabe, an die ich denke wird leicht übersehen, gering geachtet oder gar verachtet. Aber unsere Welt würde anders aussehen - besonders würden unsere Gemeinden anders aussehen - wenn Gottes Kinder diesen Schatz wertschätzen und sich danach ausstrecken würden. Ich rede von der Gabe der Barmherzigkeit, die in Römer 12:8 gelistet wird:


Wer ermahnt, diene in der Ermahnung; wer gibt, gebe in Einfalt; wer vorsteht, tue es mit Eifer; wer Barmherzigkeit übt, mit Freudigkeit! 

Vielleicht meinen wir, dass doch eigentlich jeder Gläubige diese Gabe besitzt. Aber das entspricht nicht den Tatsachen. Richtig ist, dass wir alle dazu aufgerufen sind, hilfsbereit, rücksichtsvoll und liebevoll zu sein. Aber eine Person mit der Gabe der Barmherzigkeit hat ein höheres Maß an Mitgefühl, Sanftmut, Sympathie und Hilfsbereitschaft. Eine Person mit der Gabe der Barmherzigkeit bringt das Mitleid, die Sanftmut und Liebe Jesu mit besonderer Intensität zu denen, die verletzt und bedürftig sind. Sie tun, was sie tun im Namen Jesu, um Ihn zu verherrlichen.

  • Sie sehen - und empfinden - für den Fremden in ihrer Nachbarschaft, der mit Einsamkeit und Heimweh kämpft.
  • Sie sehen - und empfinden - den Arbeitslosen, der sich immer wieder vergeblich abmüht, einen neuen Arbeitsplatz zu finden.
  • Sie sehen - und empfinden - für die, die von Kollegen, Nachbarn oder selbst von Glaubensgeschwistern missverstanden und gerichtet werden.
  • Sie sehen - und empfinden - für solche, die gemieden werden aus Gründen, zu denen sie sich nicht einmal äußern konnten.
  • Sie sehen - und empfinden - für die unverheiratete Mutter, die versucht, ihr Kind zu erziehen, den Lebensunterhalt zu verdienen und den Haushalt zu erledigen.
  • Sie sehen - und empfinden - für andere Nachfolger Jesu, die geistlich missbraucht und verletzt wurden von denen, die Vorbilder hätten sein sollen.
  • Sie sehen - und empfinden - für die Süchtigen … die Hoffnungslosen … die Hungrigen und Durstigen … das Mädchen, dass an den emotionalen Nachbeben einer Abtreibung leidet … oder die Millionen, die von Tragödien betroffen sind, die unseren Globus regelmäßig heimsuchen.
Wir brauchen eine ganze Armee von Jesus - Nachfolgern, die zum Vater im Himmel schreien, dass Er sie mit der Geistesgabe der Barmherzigkeit ausrüstet. Es ist keine spektakuläre Gabe. Sie wird oft im Verborgenen praktiziert, irgendwo in einer schmutzigen Ecke der Welt, in einem versteckten Raum, zu unmenschlichen Tageszeiten - und oft ohne Anerkennung. Manchmal wird die Ausübung dieser Gabe unsere Herzen schwer machen und unsere Hände schmutzig, denn es ist eine zeitaufwendige und praktische Gabe. Aber unsere Welt und unsere Gemeinden schreien nach Menschen, die diese Gabe haben und praktizieren.

Sonntag, 17. September 2023

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss

 

Predigtthema & Predigttext
Themen, die mir wichtig waren (#4): Das Wort Gottes
Kolosser 3:16; Römer 10:17 u.a.

Kolosser 3:16  Lasst das Wort des Christus reichlich in euch wohnen in aller Weisheit; lehrt und ermahnt einander und singt mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern dem Herrn lieblich in eurem Herzen.

Römer 10:17  Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort.

Wir laden ein zu unserem Gottesdienst mit Anbetung, Predigt und Gebet. Nach dem Gottesdienst besteht die Möglichkeit, Gebet zu empfangen. Komm, bring Freunde mit!

Anbetung - Gottes Wort 
Gebet - Abendmahl 
Gemeinschaft - Mittagessen
 
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen 
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

"Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten,
worauf soll der Glaube ruhn?
Mir ist's nicht um tausend Welten,
aber um dein Wort zu tun."
Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf