„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Mittwoch, 28. Juni 2023

Frech gegenüber Gott

Das war kein Ausrutscher, das mit Adam und Eva im Paradies! Der ersten Sünde folgten gleich mehrere: sie versteckten sich vor Gott, sie versteckten ihre Sünde, anstatt sie zu bekennen, sie beschuldigten andere … und dann natürlich der erste Mord kurz nach der ersten Sünde. Nie hatte man zuvor einen Toten gesehen. Hat es Kain erschrocken, Abel leblos zu sehen … ohne, dass er wieder aufwacht? Hatte er Gewissensbisse? Scheinbar nicht.

In 1 Mose 4:9 fragt Gott Kain: „Wo ist dein Bruder Abel?“ und Kain antwortet schnippisch und frech: „Bin ich meines Bruders Hüter?“  Eine unglaublich dreiste Antwort an seinen Schöpfer. Ein Zurückweisen jeglicher Verantwortung gegenüber Abel und gegenüber Gott.

Dieser Vers kommt mir in den letzten Tagen immer wieder in den Sinn, wenn ich die Gebetsanliegen einer bestimmten App vor Gott ausbreite. Gestern hieß über eine Volksgruppe in Bangladesch:

Die 134.000.000 Shaikh Bangladeschs gehören zu den größten unerreichten Volksgruppen der Welt! Sie sind zu 100% muslimisch, verloren und zu 0,00% christlich. … Es ist keinerlei christliche oder erweckliche Bewegung unter ihnen bekannt. Um in Bangladesch wenigstens 1 christlichen Arbeiter für 50.000 Shaikhs zu haben, müssen 2685 Arbeiter ausgesandt werden.

Bereits vor über 2000 Jahren schickte Jesus seine Jünger in alle Welt, um allen Volksgruppen das Evangelium zu verkündigen. 7387 Volksgruppen, große und kleine sind noch nicht erreicht. Und in manchen – wie den Shaikh in Bangladesch – gibt es nicht mal eine missionarische Arbeit.

"Wo ist Dein Bruder, Deine Schwester?“ fragt Gott Seine Kinder heute. Dabei müssen Bruder oder Schwester nicht unbedingt Glaubensgeschwister sein. Es sind unsere unerreichten Mitmenschen, die Jesus uns vor über 2000 Jahren ans Herz legte und uns beauftragte, ihnen Jesus zu bringen.

Nicht immer (!!!) - aber viel zu oft hört Gott unsere Antwort: „Bin ich meines Bruders Hüter?“ „Ist es meine Aufgabe, auf meine Schwester aufzupassen?“

Zu oft hört Gott Antworten wie: „Ich habe gerade eine Investition gemacht und muss unbedingt die Entwicklung beobachten; ich bitte dich, entschuldige mich!“ oder „Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft (oder ein neues Haus, oder ein neues Auto oder ein neues Sonstwas) und gehe hin, um es zu erproben; ich bitte dich, entschuldige mich!“ oder „Ich habe eine Frau geheiratet, darum kann ich grad nicht!“ oder „Ich habe mich für einen Beruf, ein Studium, einen neuen Arbeitsplatz entschieden. Meine Zukunft ist verplant. Bitte entschuldige mich!“

Möge der Herr uns bewahren! Möge Er uns davor bewahren, dass Er ähnliche Worte zu uns sagen muss, wie Er zu Kain sagen musste (1 Mose 4:10): „Die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu mir von dem Erdboden!“

Und möge uns der Herr im Angesicht von 3,400.000.000 unerreichten Menschen in 7387 Volksgruppen davor bewahren, dass unsere Herzen sich verhärten gegenüber der Tatsache, dass diese Menschen ohne Jesus ewig verlorenen sind.

In einem alten Lied heißt es:

Herr, lege Seelen mir aufs Herz
Und liebe sie durch mich.
Und mög ich flehen immelwärts,
gewinnen sie für Dich!

Ja, Amen!

Dienstag, 27. Juni 2023

Ein besonderer Vers aus dem Hohenlied

Das Hohelied ist ein ganz besonderes Buch der Bibel. Es wird von verschiedenen Auslegern unterschiedlich interpretiert. Einige sehen es schlicht und einfach als Liebeslied. Im ersten Jahrhundert war es angeblich ein Lied, das als Liebeslied in Wirtshäusern gesungen wurde.

Andere sehen es als ein Bild für Gottes Liebe zu Seinem Volk Israel, und wiederum andere sehen im Buch eine Beschreibung der Liebe Jesu zu Seiner Gemeinde, was nicht verwundert, da auch in Epheser 5 die Beziehung von Mann und Frau ein Bild darstellt für die Beziehung Jesu zu Seiner Gemeinde.

Viele schöne, aussagekräftige Verse sind im Hohenlied zu finden. Der besondere Vers heute kommt aus Hohelied 2:4, wo wir lesen:

Er führte mich ins Weinhaus, und die Liebe ist sein Banner über mir.

Aus diesem Vers geht – wie ich meine – hervor, dass das Hohelied zumindest nicht nur geistlich zu verstehen ist. Obwohl es eine tiefe Bedeutung hat für Gottes Liebe zu Seinem Volk – im AT wie im NT – beschreibt es doch auch die Liebe zweier Menschen zueinander.

Eine Erklärung vorweg: Das Weinhaus war kein Saufhaus, nicht die Bar im Kiez oder die Kneipe an der Ecke. Die „Hoffnung für Alle“ Übertragung der Bibel erklärt „Weinhaus“ in einer Fußnote mit ein „freistehendes Haus, in dem immer wieder Feste gefeiert wurden“. Auch viele englische Übersetzung übersetzen mit „banqueting house“ – ein „Banketthaus, ein Festhaus, in dem man feierte.

Der zweite Teil des Verses soll uns heute ermutigen! „Die Liebe ist sein Banner über mir!“

Sein Banner? Und was ist ein Banner? Ein Banner ist eine Fahne, ein Zeichen, ein Feldzeichen. Das Zeichen Gottes hier ist die Liebe. Die Fahne Gottes, die über den Seinen weht, ist die Fahne der Liebe. Durch die Liebe verbindet Er sich mit Dir. Sein Banner der Liebe lässt Er über Dir wehen, damit jeder Feind schon von Weitem erkennen kann: Du bist Gottes geliebtes Kind; Du stehst unter Seinem Schutz; Er hat sich mit Dir verbunden.

Das ist gewaltig! Und den gewaltigsten Beweis Seiner Liebe, den stärksten Ausdruck finden wir im Symbol des Kreuzes, an dem Jesus selbst den Preis bezahlt und uns erkauft hat. Das Kreuz – das leere Kreuz proklamiert die Liebe des Vaters, den Sieg Jesu und die Rettung aller, über denen das Banner der Liebe Gottes weht.

Unter dem Feldzeichen der Liebe Gottes bewegen wir uns, singen wir, leben wir … versagen wir. Ja, auch das geschieht unter dem Banner der Liebe Gottes. Aber das Banner bleibt. Gottes Liebe verschließt sich uns nicht und sie schließt uns auch nicht aus. Das Banner der Liebe bleibt über uns und wir darunter. Als Nachfolger Jesu sind und bleiben wir Geliebte des Herrn. Grund genug, nach unserem Versagen immer wieder aufzustehen, aufzublicken und weiter vorwärts zu gehen mit den anderen.

Egal, worum es im Hohenlied schlussendlich geht – Gott uns diese Verheißung mitgeben: „Du bist mein! Ich bin Dein! Mein Zeichen über Dir ist meine Liebe! 

Halleluja!

Montag, 26. Juni 2023

Gottes Thron ist nicht unbesetzt!

Als der alttestamentliche Prophet Jesaja seinen Dienst begann, begann in Israel eine Zeit des Umbruchs. Jesajas Dienst erstreckte sich über 60 Jahre, in denen er die Herrschaft von 4 Königen erlebte. Der erste, König Ussia fürchtete Gott, war in seinem Glauben an Gott allerdings abhängig von Menschen. Er leitete sein Volk auch nicht in ein kompromissloses Leben mit Gott. Trotzdem segnete ihn Gott – und dann stieg ihm Gottes Segen zu Kopf und Gott setzte ihn ab.


Ussias Sohn, Jotam, folgte den guten Wegen seines Vaters aber nicht seinen Fehlern.
Jotams Sohn Ahas war das krasse Gegenteil: gottlos, Götzendiener, ein König, der seine Kinder opferte, den Tempel Gottes beraubte, ihn nach einem heidnischen Götzentempel ummodellierte und dabei Gott lästerte. Eine turbulente Zeit.

Erstaunlicherweise wurde sein Nachfolger, Sohn Hiskia, einer der größten Erweckungskönige Israels. Es blieb eine turbulente Zeit.

Jesajas Berufungsjahr wurde zum Todesjahr des Königs Ussia. Und Jesaja hatte es wahrhaftig nicht leicht während seiner Prophetenjahre. Aber inmitten all der Turbulenzen empfängt Jesaja eine Vision: Gott auf dem Thron – in Herrlichkeit, in Macht und gepriesen von den Engeln des Himmels. Gott sitzt noch immer auf dem Thron.

Ich treffe immer wieder Menschen, die durch Turbulenzen gehen. Bei manchen sind es berufliche Turbulenzen, bei anderen Eheturbulenzen. Wieder andere haben Sorgen mit ihren Kindern, den alten Eltern, Einsamkeit oder anderen persönlichen Tragödien. In meinem Leben habe ich immer wieder turbulente Zeiten durchlebt. Heute, wie zur Zeit des Propheten Jesaja, steht die Tatsache: Gott sitzt immer noch auf dem Thron. Der Thron dessen, der Mikro und Makrokosmos regiert; der Thron dessen, der Dein und mein Leben in der Hand hält, ist immer noch besetzt. Gottes Thron ist und bleibt immer besetzt.

Gehst Du gerade durch Turbulenzen? Hast Du den Eindruck, dass alle Ordnung, alle Führung und Kontrolle entgleitet? Gott sitzt noch immer auf dem Thron. ER hält die Zügel in der Hand! Er hält und behält die Kontrolle!

Und Du? Warum tust Du es nicht dem Psalmisten gleich:

Ich aber rufe zu Gott, und der Herr wird mir helfen.
Abends, morgens und mittags will ich beten und ringen,
 so wird er meine Stimme hören.
Er hat meine Seele erlöst und ihr Frieden verschafft vor denen,
die mich bekriegten; denn viele sind gegen mich gewesen.
Gott wird hören und sie demütigen,
er, der auf dem Thron sitzt von Urzeit her.
(Psalm 55:17-20a)

Und die vierundzwanzig Ältesten und die vier lebendigen Wesen
fielen nieder und beteten Gott an, der auf dem Thron sitzt,
und sagten: Amen, Halleluja!
(Offenbarung 19:4)

Sonntag, 25. Juni 2023

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss

Predigttext:
Daniel 12:2 (und andere)

Heute geht es um das Themanpaket: Auferstehung - wer und wann? ... Was geschieht mit meiner Seele unmittelbar nach dem Tod? ... Himmel und Hölle ... Wie ewig ist die Zeit im Jenseits?


Daniel 12:2 Und viele von denen, die im Staub der Erde schlafen, werden aufwachen; die einen zum ewigen Leben, die anderen zur ewigen Schmach und Schande.

Anbetung - Predigt 
 Gebet
Gemeinschaft
Einladung zum Mittagessen
Beginn: 10:30 Uhr
 
Herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen

"Ich bin der Überzeugung, dass die größten Gefahren, 
die dem kommenden Jahrhundert bevorstehen, 
folgende sind: 
eine Religion ohne den Heiligen Geist, 
eine Christenheit ohne Christus, 
eine Vergebung ohne Buße, 
eine Erlösung ohne Wiedergeburt, 
eine Politik ohne Gott 
und ein Himmel ohne Hölle."
(William Booth)
 
"Die Allversöhnungstheorie gründet sich 
auf menschliche Philosophien und Gefühle."
(Wilfried Plock)

Samstag, 24. Juni 2023

Sonntag und Werktag

Der Unterschied schwindet immer mehr. Zur Zeit der ersten Christen gab es - für die Juden - das Recht, am Sabbath zu ruhen. Die römische Welt hatte keinen Sonntag im heutigen Sinn. Erst 321 n.Chr. wurde der Sonntag als arbeitsfrei erklärt. Heute geht man schrittweise wieder zurück. Der Sonntag, als Tag der Besinnung gedacht, wird zum Tag des Schlafens, der Sportveranstaltungen, der Natur, der Familienbesuche in der Ferne, des Einkaufens und vieles mehr. Leider auch bei Christen. Es fällt ganz leicht, den Gottesdienst "mal" ausfallen zu lassen - und damit einen Teil unseres Lebens, der zum Herzstück des geistlichen Überlebens gehört. Kinder und Jugendliche wissen, dass man Schule oder Arbeit nicht einfach ausfallen lassen kann. Bei den Eltern aber sehen sie, dass die Gemeinschaft der Heiligen verzichtbar ist. Alt und Jung wissen, dass bestimmte Gewohnheiten, z.B. Zähneputzen, Duschen und Kämmen eine für die Körperhygiene unverzichtbare Gewohnheit sind. Heilige Gewohnheiten zur geistlichen Hygiene sind wesentlich wichtiger, werden aber von den Wenigsten so beurteilt. In Apostelgeschichte 2:42 lesen wir:

Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel 
und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten. 

Bereits damals scheint das ein Ansatz des Feindes Gottes gewesen zu sein, das Überwinderleben der Jesusnachfolger zu schwächen, denn in Hebräer 10:25 heißt es:

Versäumt nicht die Zusammenkünfte eurer Gemeinde, 
wie es sich einige angewöhnt haben.

Hier ist offensichtlich die Rede von einer unheiligen Gewohnheit, nämlich die Zusammenkünfte der Gläubigen für andere attraktive Angebote zu opfern. Das taten einige - und opferten damit ihr Leben als geistliche Überwinder. 

Jesus "beordert" uns mit Sicherheit nicht in einen Gottesdienst. Er "verdonnert" uns auch nicht, in eine Gemeinschaft zu gehen, wo wir uns weder wohlfühlen, noch gesegnet wieder heimgehen. Jesus möchte uns im Gottesdienst begegnen, uns segnen und sich an unserer Gegenwart erfreuen.
Ich möchte Dich ermutigen: Geh, und such Gemeinschaft mit anderen, die Jesus lieben und die Gemeinschaft mit Ihm suchen. Gottesdienste, in denen Jesus der Mittelpunkt ist, sind Treffen, aus denen man erfüllt und froh wieder weggeht. Solche Gottesdienste sitzt man nicht ab - man feiert sie.

Wenn Du nicht weißt, wo Du morgen mitfeiern kannst - feier mit uns! Wir halten einen Platz für Dich frei!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5, 
57290 Neunkirchen 
 Beginn: 10:30 Uhr

Freitag, 23. Juni 2023

Aus 4 mach 12

Ich nahm an einem übergemeindlichen Gebetstreffen teil. Jeden 2. und 4. Montag im Monat treffen wir uns für eine Stunde, um für die Türkei und ausgewählte Anliegen aus der islamischen Welt zu beten. Einmal waren wir zu viert. Am Ende des Abends kam es mir so vor, als wären wir zu zwölft gewesen!

In 2.Mose 17:12 heißt es:
Als nun Moses Arme schwer wurden, suchten Aaron und Hur ihm einen Stein, auf den er sich setzen konnte. Dann stützten sie seine Arme - der eine den linken und der andere den rechten. Auf diese Weise blieben seine Arme oben, bis die Sonne unterging.

Jeder von uns Vier an jenem Abend war sowohl ein Moses, der im Gebet gekämpft und gerungen hat, als auch ein Hur für seinen linken und ein Aaron für seinen rechten Mitbeter. Auf diese Weise wurde die Stunde zu einer lebendigen Zeit des Gebets.
Es brauchen nicht einmal 4 Beter anwesend zu sein, um einander im Gebet zu stützen. Zwei reichen auch schon. In Matthäus 18:20 heißt es:

Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, 
da bin ich mitten unter ihnen.

Zu müde, entmutigt,  zu lauwarm oder zu alleine, um zu beten? Such Dir einen Freund und nehmt euch 10 Minuten Zeit, gemeinsam vor Gott zu kommen. Nach der Mathematik dieses Abschnitts seid ihr dann immerhin zu sechst.

Donnerstag, 22. Juni 2023

Leben ... wofür?

Denn Christus ist mein Leben und Sterben ist mein Gewinn.”
(Philipper 1:21)

Wirklich? Während meiner Zeit als Bibelschullehrer  war ich als Beobachter im Unterricht, den unsere Praktikanten durchgeführt haben. Einer der Verse, die besprochen wurden, war der zitierte Vers aus dem Philipperbrief. Wofür lebe ich eigentlich und was wird bleiben, nachdem ich meinen letzten Atemzug gemacht habe? Was werde ich hier auf der Erde zurücklassen, um Staub zu sammeln und was werde ich mitnehmen können in die andere Welt, in die Ewigkeit?

Eine Stunde nach dem Unterricht strampelte ich ordentlich auf dem Fahrrad im Fitness Center, wo ich die Biographie von Amy Carmichael las. Ursprünglich kam sie aus wohlhabenden Hause, aber sie war bereit, Philipper 1:21 auszuleben. Sie achtete ihr Leben nicht über die Maßen, aber dafür das Reich Gottes umso mehr. Sie hätte mit ihrer Mutter in einem normalen Zuhause leben können, aber sie hatte eine innere Last für die Armen in den Slums von Ancoat, im Nordwesten Englands. Darum entschloss sie sich, in den Slums zu wohnen, in denen die Wände dünn wie Papier waren, betrunkene Männer ihre Frauen verprügelten und wo Ratten, Kakerlaken und allerlei anderes Ungeziefer jede Wohngelegenheit zu ihrem Domizil machten. In Janet und Geoff’s Benges Buch “Amy Carmichael” liest man: “Trotz all der Kakerlaken, Ratten und rauhen Männer wollte Amy hier wohnen. Sie hatte den [Armen] immer und immer wieder gesagt, dass sie Frieden und Freude im Leben finden könnten, und für sich selbst musste sie wissen, dass es möglich war ein frohes Christsein zu leben inmitten von Schwierigkeiten und Ungeziefer.“ (eigene Übersetzung)

Als ich das las, habe ich mich gefragt, was ich wohl brauchen würde, um fröhlich, erfüllt und zufrieden zu sein. Wofür lebe ich eigentlich? Für mich selbst? Ruhm, Ehre Bequemlichkeit, Spaß? Tatsache ist, dass all diese Dinge SEHR kurzlebig sind. Manche dauern ein paar Stunden, andere einige Jahre. Dann verblassen sie. Wenn ich dafür lebe, anstatt für Christus (Phil 1:21), dann bringt der Tod vielleicht gar nicht den großen Gewinn, auch nicht, wenn ich Christ bin. Aber für Christus zu leben, sein Reich zuerst zu suchen, das bringt tiefe und bleibende Zufriedenheit und lässt uns mit gespannter Vorfreude auf die Ewigkeit zugehen.

Mittwoch, 21. Juni 2023

Lieber reich und gesund ...

Der scherzhaft Spruch „Lieber reich und gesund als arm und krank“ bringt zum, Ausdruck, wonach uns der Sinn steht. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich diese Gleichung unter Umständen auch für mein Leben übernehmen. Bereits der Theologe und Philosoph, Thomas von Aquin, stellte fest: „Das letzte Ziel des Menschen ist das Glück“. Verschiedene Gruppierungen innerhalb der christlichen Kirche haben diese Lebensphilosophie aufgegriffen und versucht, sie irgendwie zu begründen. Als Demonstration ihrer „Wahrheit“ prangen an ihren Fingern teure Ringe, und ihre privaten Transportmittel bewegen sich auf den Strassen und in der Luft.

Menschen, die sich das Leben Jesu zum Vorbild nehmen, leben anders. Wer die persönliche Verbindung mit Gott durch Jesus Christus gefunden hat, ist am Ziel angekommen. Er hat das ultimative Glück gefunden. Reichtum, Gesundheit und Erfolg können immer noch erfreuen, aber sie sind nicht mehr notwendig zur Freude. Der Prophet und König, David, der mehr Reichtum hatte als vermutlich alle, die diese Zeilen lesen, schreibt in Psalm 16:11: „Du führst mich den Weg zum Leben. In deiner Nähe finde ich ungetrübte Freude; aus deiner Hand kommt mir ewiges Glück.“ (GNB)

Ungetrübte Freude findet ein Mensch lediglich in der Gegenwart Gottes. Ewiges Glück kommt allein als Geschenk aus Gottes Hand.

„Mit Freuden ernten“ ist ein Buch, das ich vor Jahren einmal gelesen habe. Es enthält 35 Kurzbiographien von Frauen und Männern, denen Reichtum und Gesundheit nicht vergönnt waren, die aber trotzdem in ihrer Beziehung mit Jesus Freude und Glück fanden – mehr als andere, die sich für zu aufgeklärt hielten. Drei Beispiele:

  • Corrie ten Boom, eine holländische Christin, die sich für Juden einsetzte, überlebte den Holocaust nur knapp. Sie erfuhr, dass Jesu Liebe tiefer als alle Tiefen geht und in aller Not ein tragendes Fundament bietet.
  • Wang Mingtao, ein chinesischer Christ, überlebte 23 Jahre in schwerstem Straflager im kommunistischen China. Als er starb, war sein Leben von unsagbarem Leiden gezeichnet und er war fast völlig erblindet.
  • Adolf Storz war Sportler, seit 4 Jahren verheiratet und hatte eine kleine Tochter, als ein Motorradunfall ihn für den Rest seines Lebens querschnittsgelähmt ans Bett fesselte. Medikamente waren teuer, eine Rente bekam er nicht und die Familie verarmte. In dieser Not begegnete ihm Jesus. Adolf Storz wurde in seiner Krankheit und Armut unzähligen Menschen zum Trost und zur Ermutigung. Seine Aussage war: „Denkt an die Ewigkeit! Sonst seid Ihr bei allem Glück und aller Gesundheit die Allerärmsten.“

„Lieber reich und gesund als arm und krank.“ Wirklich? Jesus lehrt: „Was hilft es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, womit er seine Seele auslöse?“ (Mt 16:26 LÜ)

Gott verspricht uns kein irdisches Leben in Reichtum und permanenter Gesundheit. Aber er verspricht uns seine Gegenwart, Hilfe, Freude, seinen Trost und Rat.

Für meine Person bevorzuge ich das Motto: Lieber noch Wünsche offen und nahe bei Gott als wunschlos (un-)glücklich und ohne Gottes Gegenwart.“ Dieses Motto hat sich bei unzähligen Christen bewährt. Noch Fragen? Schreib doch mal.

Herzliche Einladung zu unserer Bibelstunde heute Abend um 19:30 Uhr!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen