„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 29. November 2022

Namen, Titel und Eigenschaften Gottes – Z

Finale! Seit einem guten halben Jahr haben wir uns mit Namen, Titel und Eigenschaften Gottes beschäftigt, die in der Bibel genannt werden. Dabei sind wir alphabetisch vorgegangen. Heute schließen wir die Serie mit dem Buchstaben „Z“ ab. Auch zu diesem Buchstaben gibt es eine Vielzahl von Namen, Titeln oder Eigenschaften.

Relativ schnell kommt die Bezeichnung Gottes „Jahwe Zebaoth“ in den Sinn.

Wer ist der König der Ehre? Es ist der Herr Zebaoth
er ist der König der Ehre. Sela.

(Psalm 24:10)

Während die meisten Übersetzungen ins Deutsche den Begriff mit „Herr der Heerscharen“ übersetzen, übernimmt Luther den hebräischen Begriff und übersetzt „Herr Zebaoth“. Das ist unser Gott! Er ist der „Herr der Heerscharen“ Ein unbesiegbares Heer von Engeln steht unserem Gott zu Diensten. Wohlgemerkt: Nicht zur Hilfe, denn unser Gott benötigt keine Hilfe; aber zu Diensten. Nichts und niemand ist größer, stärker, mächtiger als unser Gott. Er befehligt das Heer der himmlischen Heerscharen. Kennst Du Jesus? Bist Du „auf Seiner Seite“? Dann hast Du nichts zu fürchten, denn Er ist der Herr Zebaoth – der Herr der Heerscharen.

„Jahwe Zidkeno“ – Auch hier greifen wir auf den hebräischen Gottesnamen zurück. „Der Herr, unsere Gerechtigkeit“. In Jeremia 23:6 heißt es prophetisch von Jesus:

In den Tagen seiner Herrschaft wird Juda gerettet werden und Israel sicher wohnen. Diesem König wird man den Namen geben: „Der Herr ist unsere Gerechtigkeit“.

Das ist unser Gott, unser Jesus! Unsere Gerechtigkeit! Er trug unsere Sünde – darum dürfen wir Seine Gerechtigkeit tragen. Was für ein Tausch!

Eine herrliche Eigenschaft Gottes in einer Welt, die kein Vertrauen mehr verdient ist Gottes Zuverlässigkeit. Der Prophet Jesaja betet Gott an mit den Worten (Jesaja 25:1):

O Herr, du bist mein Gott; dich will ich erheben! Ich lobe deinen Namen, denn du hast Wunder getan; deine Ratschlüsse von alters her sind zuverlässig und wahrhaftig!

Wissen wir, was die Zukunft bringt? Die Zeit, in der wir leben, ist geprägt von Unsicherheiten, Krankheiten, Unruhen, Unzufriedenheit, Kriegen und Kriegsgerüchten. Niemand kann sagen, dass die Welt morgen noch so ist, wie wir sie heute kennen. Aber jeder darf wissen, dass Gottes Wort und der, der es gesprochen hat, zuverlässig ist in Ewigkeit. Wer mit Jesus unterwegs ist, hat eine feste Konstante im Leben!

Zum Schluss Psalm 91:1, wo der Herr mit gleich zwei weiteren Titeln beschrieben wird:

Denn du sprichst: Der Herr ist meine Zuversicht! Den Höchsten hast du zu deiner Zuflucht gemacht.

Nun muss man das nicht zwangsläufig als Titel oder Bezeichnung für Gott verstehen. Aber so, wie der Herr unser „Hirte in Person“ ist, wenn wir sagen: „Der Herr ist mein Hirte“, so ist er unsere „Zuversicht und Zuflucht in Person“ wenn wir bekennen: „Der Herr ist meine Zuversicht, meine Zuflucht!“ Jesus ist in Person, was die Höhle Adullam für David war: ein Zufluchtsort … nur ist Jesus so viel mehr, so viel sicherer, so viel zuverlässiger.

Jesus von A – Z, von vorne bis hinten, von Anfang bis Ende – Jesus Christus, Gottes Sohn, Retter und Erlöser. Möge Er immer unser ein uns alles sein!

Montag, 28. November 2022

Gedanken zum 1. Advent (Vorsicht Spurgeon!)

Gestern haben wir die erste Adventskerze angezündet. Hier ein paar Gedanken zum Advent. Aber warum „Vorsicht! Spurgeon!“? Nun, die folgenden Gedanken sind eine freie, auszugsweise  Übersetzung aus Spurgeons Predigt: „Freude, zu Betlehem geboren“  Spurgeon ist dafür bekannt, dass er sagt, was er denkt und nicht zurück hält.  Genau das machte ihn zu einem großen Prediger, mächtig von Gott gebraucht.

Aus seiner Predigt kommen diese Gedanken zum ersten Advent: 

Lass Christus regieren, und die Menschen werden ihre Bögen und Speere zerbrechen und ihre Kriegswagen verbrennen. Es ist Freude für alle Völker, dass Christus geboren ist, der Friedefürst, der König, der in Gerechtigkeit regiert.  … Aber die größte Freude gilt denen, die Christus als Retter kennen. … Lasst mich jedem von euch ein paar persönliche Fragen stellen. Sind deine Sünden vergeben um Jesu Willen? Ist der Kopf der Schange in deiner Seele zertreten? Regiert [Jesus] in heiligender Kraft über deine Natur. Dann hast du die Freude, die für alle Menschen ist, in ihrer reinsten Form.

Und, ihr Lieben, je mehr Ihr euch Christus, dem Herrn unterordnet, je besser  Ihr Ihn kennt und Ihm ähnlich werdet, je vollkommener wird eure Freude werden.

Freude an der Oberfläche ist für solche, die leben, wo der Retter verkündigt wird. Aber die wahren Tiefen, die großen, unaussprechlichen Tiefen heiliger Freude, die mit Entzücken glitzern und funkeln, die sind für solche, die den Retter kennen, dem Gesalbten gehorchen und die mit dem Herrn selbst Gemeinschaft haben. Der glücklichste Mensch ist der christusähnlichste Mensch.

Ich wünschte, dass einige Christen christlicher wären: sie sind Christen und noch was anderes; es wäre viel besser, sie wären nur Christen. Vielleicht kennst du die Legende – oder möglicherweise die wahre Geschichte, die Augustinus zum Leben brachte.
Augustinus träumte, dass er starb und an die Himmelspforten kam. Der Hüter der Pforte fragte ihn: „Wer bist du?“ Und er antwortete: „Christianus sum,“ - Ich bin Christ. Aber der Hüter antwortete:

„Nein, du bist kein Christ. Du bist ein Ciceronianer, denn deine Gedanken und Studien sind hauptsächlich auf den Werken Cicerons und der Klassiker aufgebaut und du hast die Werke Jesu vernachlässigt.  Hier [im Himmel] beurteilen wir Menschen nach dem, worin ihre Gedanken sich am meisten vertieft haben. Du wirst als Ciceronianer beurteilt, nicht als Christ.”  

Als Augustinus erwachte legte er die klassischen Werke, die er studiert hatte,  beiseite, ebenso wie die Gelehrsamkeit, nach der er sich ausgestreckt hatte und beschloss: „Ich werde Christ und Theologe sein.“

Von der Zeit an richtete  er seine Gedanken auf das Wort Gottes, und seine Feder und Zunge dem Unterrichten anderer in der Wahrheit.

Oh, ich möchte nicht, dass von irgendjemand von euch gesagt wird: „Naja, er ist irgendwo Christ, aber ist viel eher ein Geschäftsmann, der hinter dem Geld her ist.“ Ich möchte nicht, dass  gesagt wird: „Naja, er ist ein Christusgläubiger, aber weit mehr ist er Politiker.“ „Naja, vielleicht ist er ein Christ, aber wenn er redet ist er wesentlich mehr zu Hause auf dem Gebiet der Wissenschaft, der Landwirtschaft, des Maschinenbaus, der Pferde, des Bergbaus, der Schifffahrt der der Unterhaltung.
Nein, nein, du wirst niemals die Fülle von Freuden kennen, die Jesus der Seele bringt – nur, wenn du durch die Kraft des Heiligen Geistes den Herrn, deinen Meister, zu deinem ein und alles machst; wenn du Ihn zum Brunnen deiner intensivsten Freude machst. „Er ist mein Retter, mein Christus, mein Herr,“ das sollte dein lautester Ruhm sein. Dann wirst Du die Freude kennen, die das Lied der Engel den Menschen ankündigen.“ (Spurgeon)

 Und der Engel sprach zu ihnen: 
Fürchtet euch nicht! Denn siehe, 
ich verkündige euch große Freude, 
die dem ganzen Volk widerfahren soll 
… der Heiland … Christus … der Herr! 
(Die Bibel: Lukas 2:10 u.11)

Sonntag, 27. November 2022

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat!

 Predigttext:
Kolosser 4:7-9

7 Alles, was mich betrifft, wird euch Tychikus mitteilen, der geliebte Bruder und treue Diener und Mitknecht im Herrn,
8 den ich eben deshalb zu euch gesandt habe, damit er erfährt, wie es bei euch steht, und damit er eure Herzen tröstet,
9 zusammen mit Onesimus, dem treuen und geliebten Bruder, der einer der Euren ist; sie werden euch alles mitteilen, was hier vorgeht.

Anbetung - Predigt
Gebet - Abendmahl
Heute KEIN gemeinsames Mittagessen!
Beginn: 10:30 Uhr
 
Herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Dich!
(Besuch anschließend unseren Stand am Grönner Weihnachtsdorf in Neunkirchen) 

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen

"Die Gemeinde braucht nicht glänzende Persönlichkeiten, 
sondern treue Diener Jesu.
(Dietrich Bonhoeffer)
 
"Wir sollen Zeugen sein und keine Richter. 
Wir sollen Diener sein und keine Vorgesetzten. 
Wir sollen Respekt zeigen und niemanden verachten. 
Das ist das Leben von Christen."
(Bruder Andrew / Open Doors)

Samstag, 26. November 2022

Von Duplos, Legos und anderen Steinen

Als Kinder haben wir mit Lego oder Duplo gespielt, haben die Steinchen zusammengefügt und Häuser gebaut, Mauern und Treppen so hoch, dass sie scheinbar in den Himmel reichten.

Später haben wir im Freien mit anderen Steinen Mauern und Dämme gebaut bis wir als Erwachsene – zumindest manche von uns – verschiedene Arten von Steinen in die Hand genommen und gemauert haben. Manche machen das beruflich, manche als Hobby oder aus Gefälligkeit. Und wieder anderen gefallen Computerspiele, in denen sie sich als Baumeister betätigen können.

Das ist die eine Art Steine: Bausteine, mit denen man viel anfangen und Gutes erreichen kann. Aber dann gibt es auch die andere Art Steine.

Meine Mutter hat oft gestöhnt, wenn ich als 6jähriger mal wieder mit kaputter Hose nach Hause kam. Ich bin wohl überdurchschnittlich oft gestolpert, gefallen und mit kaputten Knien heimgekommen. Die Steinchen, die mich zu Fall brachten, waren keine Bausteine oder Lego, aber viel größer als Legos dürften sie nicht gewesen sein. Es braucht manchmal nicht viel, um ins Stolpern zu geraten und zu fallen.

Bausteine oder Stolpersteine – beides kennen wir auch im geistlichen Leben. Da sind die Bausteine, die uns helfen, unser geistliches Leben zu bauen, einzurichten, zu stärken, zu untermauern, ja, die manchmal wie eine Treppe in den Himmel zu führen scheinen. In der Bibel kristallisieren sich vier Bausteine heraus, die für uns Christen unumgänglich sind. In Apostelgeschichte 2:42 werden diese vier geistlichen Bausteine in einem Atemzug erwähnt:

„Und sie blieben beständig …
… in der Lehre der Apostel und …
… in der Gemeinschaft und
… im Brotbrechen und
… in den Gebeten.“

Die Gemeinde in der Apostelgeschichte wuchs, weil sie täglich mit diesen Bausteinen ihr geistliches Leben baute, stärkte und verstärkte. Da war das Zusammenkommen, um Gottes Wort zu hören, da war der Baustein der Gemeinschaft, da war das Bekenntnis des Glaubens, das u.a. durch Brotbrechen geschah und da war das beständige Gebet.

Aber auch seit den Tagen der ersten Gemeinde gibt es Stolpersteine, Stolpersteine innerhalb der Gemeinde und im persönlichen Leben; Stolpersteine, die gar nicht groß sein müssen, um weh zu tun und zu zerstören. Da sind Irrlehren, die zerstören, wenn wir nicht oft und nahe genug am Wort Gottes sind. Da sind Streitigkeiten und Unstimmigkeiten, die entstehen, wenn wir nicht herzliche Gemeinschaft pflegen, da sind die innergemeindlichen und außergemeindlichen Stolpersteine, wenn wir Bekennen und Beten vernachlässigen. Und dann sind da all die kleinen Stolpersteine im Alltag.

Gottes Bausteine sind stärker und wertvoller als Satans Stolpersteine. Wenn wir mit Gottes Bausteinen bauen, werden wir automatisch auf der Hut sein. Klar, wir werden Stolpersteine auf unserem Weg entdecken, aber wir müssen nicht fallen.

Wir laden herzlich ein zu unserem Gottesdienst am Sonntag:

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Freitag, 25. November 2022

... wie die Kinder

Der Herr hat sich nie auf  eine Hierarchie im Reich Gottes konzentriert. Er hat Menschen aufgefordert, das Reich Gottes zu suchen. Er hat sie aufgefordert, Buße zu tun und hineinzukommen. Er hat das Reich Gottes als herrlich und überaus attraktiv beschrieben – so attraktiv, dass es sich lohnt, alles andere dafür dran zu geben. Aber Er hat nie eine Hierarchie für die Teilnehmer an Gottes Reich erstellt. Das war nicht wichtig, zumindest nicht für Jesus. Es war allerdings wichtig für Seine Jünger. Sie wollten „Wer“ sein, im Reich ihres Herrn.

Ich habe mich gefragt, was es wohl war, mit dem sie ihre Wunschposition im Reich Gottes begründeten. Warfen Petrus, Johannes und Jakobus ihre besondere Nähe zu Jesus in die Wagschale? Brüstete sich Andreas mit seiner Verwandtschaft  zu Petrus? Prahlte irgendjemand damit, besondere Wunder getan zu haben im Namen Jesu, während man den Missionsauftrag erfüllte, den Jesus ihnen einmal gegeben hatte? Irgendwie muss die Debatte ja verlaufen sein. Aber was ihnen auch immer als ein gewichtiges Argument erschien, löste sich in Luft auf, als Jesus Seine Kriterien aufzählte:

Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder,
so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel kommen!  
(Matthäus 18:3)

Umkehr und kindlicher Glaube! Nicht große, offensichtliche, leuchtende, allen bekannte Kriterien sind wichtig, sondern solche, die schnell und leicht übersehen werden.

Wir wissen bereits, dass Kinder nicht gerade hoch auf der Liste bevorzugter Zuhörer bei den Jüngern standen. Selbst in vielen unserer heutigen Kulturen sind Kinder „kleine Nichtse“ und werden ignoriert oder gar verachtet. Aber etwas, das vielfach den Charakter eines Kindes ausmacht, Demut, ist unabdingbar für den Einzug ins Reich Gottes – und zwar nicht zur Bestimmung der Hierarchie, sondern um überhaupt erst mal hineinzukommen. Wie furchtbar verkehrt die Blickrichtung der Jünger!

Wir tun gut daran, in dieses Wochenende, in den neuen Monat zu gehen, ohne unseren Blick auf uns zu richten. Worauf sollten wir da blicken? Nach welcher Position wollen wir streben?

Statt dessen wollen wir uns Jesus als Beispiel nehmen, auf Ihn unsere Augen richten und in Seine Fußstapfen treten. Hier ist die Richtung, die Er angibt:

Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir,
denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig;
so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen!
(Matthäus 11:29)

 

Donnerstag, 24. November 2022

Geistliche Erkältung

Wenn unser geistliches Leben erkältet ist, krankt oder sogar am Absterben ist, dann gibt es – wie bei Husten, Grippe oder Krebs bestimmte Symptome, die früher oder später auftreten, um uns zu warnen. Während ständiges Frieren, Niesen oder ein Halskratzen uns motiviert, unseren Körper zu beobachten, sind wir bei geistlicher Erkältung oft gar nicht so besorgt. Es tut uns (zunächst) nichts weh und wir denken, dass die „geistliche Erkältung“ sicher wieder schnell und von alleine verschwindet. Tut sie aber nicht!

Gott hat es geschenkt, dass geistliche Erkältung eine ganze Reihe von Symptomen besitzt, die uns warnen und erinnern, unser geistliches Leben zu pflegen und zu stärken. Unter der Überschrift: „10 Anzeichen, dass Du geistlich stirbst“ fand ich folgende Krankheitssymptome unseres geistlichen Lebens:

1.     Verlust der Leidenschaft (für Jesus)

2.     Falsche Prioritäten

3.     Rückzug und Absonderung

4.     Klagende Einstellung

5.     Kein Mangel an Ausreden

6.     Überempfindlichkeit

7.     Ausrichtung auf das Negative

8.     Lesen ohne zu Lernen

9.     Zuhören ohne zu Hören

10.  Angriff auf geistliche Autorität

Klar, nicht alle Symptome treten immer auf und nicht alles in gleicher Stärke. Aber es lohnt sich sicher, einen nachdenklichen Blick – vielleicht unter Gebet – auf die Liste zu werfen. Wenn wir dann merken: Oh, dieses oder jenes Symptom kann ich nicht bei mir erkennen – dann haben wir allen Grund, dem Herrn zu danken.

Vielleicht stellen wir allerdings auch hier oder da ein leichtes „geistliches Halskratzen“ fest, weil Gottes Geist uns die Augen öffnet und uns in unser Herz hineinschauen lässt. Dann lasst uns die Symptome beim Namen nennen, vor Gott bringen und Seine himmlische Medizin empfangen. Wie wohltuend sind Jesu Worte, der uns in Johannes 10:10 zuspricht:

Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu töten und zu verderben; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluss haben.

 

Leben im Überfluss – gesundes, geistliches Leben – durch die Nähe zum Hirten – Jesus!

Mittwoch, 23. November 2022

Gottes Frau

Es lohnt sich, auf längeren Autofahrten Predigten anzuhören. Es sind ergiebige Zeiten der Inspiration und des Lernens. Gestern ging es um Epheser 5:1:

Werdet nun Gottes Nachahmer als geliebte Kinder

Folgende Begebenheit soll sich laut einem Augenzeugenbericht in New York abgespielt haben, offensichtlich in einer lang vergangenen Zeit:

Es war Dezember und es war kalt. Barfüßig und zitternd steht ein kleiner Junge vor dem großen Schaufenster eines New Yorker Schuhgeschäftes. Eine Frau kommt vorbei, sieht den Achtjährigen verwundert an und meint dann: „Junge, Du bist aber in ganz tiefen Gedanken, so wie Du in dieses Schaufenster hineinstarrst!“

“Ich habe Gott gerade gebeten, mir ein paar Schuhe zu geben,“ kommt die Antwort. Ohne ein weiteres Wort nimmt ihn die Frau an der Hand, geht mit ihm in den Laden und schnurstracks auf einen Verkäufer zu. Als erstes bestellt sie 6 Paar Strümpfe für den Jungen. Als nächstes fragt sie, ob sie eine Schüssel mit warmem Wasser und ein Handtuch bekommen kann. Schnell wird es ihr gebracht.

Gemeinsam mit dem sprachlosen Jungen geht die Frau in den hinteren Teil des Ladens, zieht ihre Handschuhe aus, kniet sich vor ihn, wäscht seine Füße und trocknet sie mit dem Handtuch ab. Gerade als sie damit fertig wird, kommt der Verkäufer mit den Socken. Ein Paar zieht sie ihm sofort an, bevor sie ihm ein Paar Schuhe kauft.

Nachdem sie ihm die restlichen Paar Socken zu einem Bündel zusammengeschnürt und ihm gegeben hat, streicht sie ihm über den Kopf mit den Worten: „Sicher wird es Dir jetzt besser gehen.“ Sie wendet sich um, um zu gehen, als das Kind ihre Hand ergreift. Mit Tränen in den Augen schaut es  völlig überrascht zu ihr hoch und fragt ernsthaft: „Bist Du Gottes Frau?“

Werdet nun Gottes Nachahmer als geliebte Kinder (Epheser 5:1)

Das sind die Worte, die Paulus den Ephesern und uns mit auf den Weg gibt. Das Wort „nachahmen“ kann auch „Mimik“ bedeuten. Wir sollen Gott mimiken, nachahmen, handeln, schauen, berühren, reden, lieben - so, wie Jesus es uns vorgemacht hat. Die Begebenheit oben zeigt, wie so etwas aussehen kann – vielleicht aussehen muss. Wir sollen unser Leben so gestalten, dass Gott gesehen wird. Das wird Erstaunen, Überraschung und Sprachlosigkeit hervorrufen; es wird viel Gutes bewirken, es ist der Weg, den Gott für uns hat und der Ihn ganz froh macht. Und würde es uns nicht auch froh machen, wenn jemand aufgrund unseres Lebens ganz ernsthaft zu uns sagen würde: „Bist Du ein Freund Gottes?"

Freunde und NAchamer Gottes möchten wir sein ... und darin immer besser werden. Heute Abend treffen wir uns zur Bibelstunde mit Anbetung, Predigt, Abendmahl (Teilnahme freiwillig) und Gemeinschaft. Herzlich Willkommen! 

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 19:30 Uhr