„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Freitag, 11. November 2022

Der Löffel

Denn wir warten auf das wunderbare Ereignis, wenn die Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Erlösers, Jesus Christus, erscheinen wird. (Titus 2:13)

Ein unbekannter Verfasser berichtet von einer alten Frau, die eines Tages von ihrem Arzt erfuhr, dass sie unheilbar krank sei und bald sterben müsse. Der Arzt gab ihr maximal noch drei Monate.

Daraufhin fing sie an, ihr Leben in Ordnung zu bringen und alles für ihre Beerdigung vorzubereiten.

Sie bat auch den Pfarrer um einen Besuch. Sie sprach offen mit ihm über ihre Wünsche für ihre Beerdigung. Sie sprachen über die Lieder, die Bibeltexte und auch darüber, in welchem Kleid sie beerdigt werden wollte. Sie hatte den Wunsch, dass in ihrer linken Hand ihre Bibel sein sollte.

Nach dem sie über alles gesprochen hatten, wollte der Pfarrer gehen. Da hielt ihn die Frau zurück.

Sie sagte aufgeregt: „Eines noch, Herr Pfarrer. Das ist mir ganz wichtig, ich möchte einen kleinen Löffel in meiner rechten Hand halten, wenn ich im Sarg aufgebahrt werde.“

Der Pfarrer schaute sie erstaunt an. „Einen kleinen Löffel?“

Die Frau schmunzelte und erklärte ihm: „In all den Jahren, in denen ich an vielen Orten zum Essen eingeladen war und nebst Teller, Messer und Gabel auch einen kleinen Löffel sah, wurde ich immer wieder daran erinnert, dass noch ein Nachtisch folgte. Und ich freute mich dann immer, denn ich wusste, dass noch etwas Besseres folgen würde! Leckere Schokoladencremes, Apfelstrudel, Eis… rgendetwas Wunderbares, was das große Mahl perfekt abrundete.“

Nach wie vor schaute sie der Pfarrer verblüfft an. Dann erklärte sie ihm: „Ich möchte, dass wenn die Leute mich im Sarg sehen, dass sie sich wundern und fragen, warum ich einen Löffel in der Hand halte. Und dann möchte ich, dass Sie, Herr Pfarrer, ihnen sagen: Behalten Sie Ihren Löffel und denken Sie immer daran- das Beste kommt noch!“

Sicher gibt es kaum eine Nachricht, die mehr niederschmettert als die ärztliche Prognose des baldigen Todes. Ist es tatsächlich möglich, eine so entspannte Haltung einzunehmen wie die Frau im Bericht des unbekannten Verfassers?

Das gibt es wirklich. Viele Christen sind singend in den Tod als Märtyrer gegangen. Andere haben gebetet. Bis heute gehen viele an Jesus gläubige Menschen ähnlich mit ihrer Krankheit um wie die Frau in der Geschichte. Ich habe das Vorrecht, einige von ihnen zu kennen. Der Tod hat den Schrecken verloren. Nicht, dass man sich ihn herbeiwünscht – aber er ist auch nicht das Ende von allem.

„Das Beste kommt noch!“  bekannte die krebskranke Frau. Vielleicht dachte sie an Offenbarung 21:3-5a, wo wir lesen:

Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen; und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. 4 Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. 5 Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu!

Kennst Du diesen Frieden im Angesicht von Leid, Krankheit, Sorgen und vielleicht sogar Tod? Durch Jesus kannst Du ihn finden, erhalten, geschenkt bekommen.

»Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben«. (1 Korinther 2:9)

Mit alledem wird der beschenkt, der sich Jesus zuwendet. Kennst Du Jesus?

Donnerstag, 10. November 2022

Freunde

Hast Du welche? Hast Du gute Freunde? Freunde die da sind, wenn Du sie
brauchst? Freunde, die auch da sind, wenn Du sie nicht brauchst? Echte Freunde?

Eine Zeitung startete einen Umfrage-Wettbewerb, um herauszufinden, mit welchen Worten ihre Leser Freundschaft beschreiben würden. Die überzeugendste Antwort war:

„Ein Freund ist jemand, der reinkommt, wenn alle anderen rausgehen.“

Starke Antwort! Wohl dem, der JESUS zum Freund hat. Er ist ein Freund, der genau das tut!

Hier einige Verse aus der Bibel, die entweder direkt oder indirekt von Jesus reden.

Ein Freund liebt zu jeder Zeit, und als Bruder für die Not wird er geboren. (Sprüche 17:17)

Ist das nicht genau der Grund, warum Jesus kam?! Wegen unserer Not und Verlorenheit wurde Er geboren. Um zu Sterben wurde Er geboren.

Größere Liebe hat niemand als die, dass einer sein Leben lässt für seine Freunde. (Johannes 15:13)

Er kam, ließ Sein Leben für uns, besiegte den Tod, auferstand von den Toten und beschenkte uns mit jeder Segnung, die aus Seinen Taten der Liebe floss!

Ich nenne euch nicht mehr Knechte, denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut; euch aber habe ich Freunde genannt, weil ich euch alles verkündet habe, was ich von meinem Vater gehört habe. (Johannes 15:15)

Mit hineingenommen hat uns der Herr, hat uns offenbart, was Er tun möchte, hat uns Seine Pläne gezeigt. Und nicht nur das! Er möchte uns mit hineinnehmen in die Erfüllung dieser Pläne!

Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was immer ich euch gebiete. (Johannes 15:24)

Freundschaft mit Jesus offenbart sich durch Gehorsam gegenüber Seinem Auftrag und Seinem Wort. Und diese Freundschaft ist einzigartig eng, treu und verbunden.

Wer viele Gefährten hat, der wird daran zugrunde gehen, aber es gibt einen Freund, der anhänglicher ist als ein Bruder. (Sprüche 18:24)

Jesus als Freund – besser wirds nicht mehr!

Welch ein Freund ist unser Jesus, o wie hoch ist Er erhöht!
Er hat uns mit Gott versöhnet und vertritt uns im Gebet.
Wer mag sagen und ermessen, wie viel Heil verloren geht,
wenn wir nicht zu Ihm uns wenden und Ihn suchen im Gebet!

Mittwoch, 9. November 2022

Von Vergesslichkeit und Weidenkörben

Kennt Ihr den Frust, morgens in Eurer Bibel zu lesen und kurze Zeit später vergessen zu haben, um was es in dem gelesenen Bibelabschnitt ging? Ich kenne das! Und es frustriert mich. Allerdings gibt es Illustrationen, die mir zu verstehen helfen, dass Bibellesen trotzdem gut und wichtig ist. Ich denke da z.B. an ein Essen. Wenn ich mittwochs zu einem Mittagsbüffet eingeladen wurde, weiß ich am Samstag nicht mehr alles, was ich gegessen habe. Aber ich weiß, dass es geschmeckt, mich gestärkt und gesättigt hat. So ähnlich geht es mir auch oft beim Bibellesen. Es erfreut, stärkt und sättigt mich, auch wenn ich nicht alles in Erinnerung behalte. Kürzlich fand ich eine weitere Illustration zum Thema:

Ein unbekannter Verfasser schreibt von einem alten Bergbauer, der von seinem Enkel besucht wird. Der Opa ist ein gläubiger Christ und gewohnt, jeden Morgen in der Bibel zu lesen. Das behält er auch während des Besuchs seines Enkels bei.

An einem Morgen kommt der Junge mit einer Frage zu seinem Opa: „Opa, ich möchte die Bibel genauso lesen wie Du, aber so Vieles verstehe ich nicht. Und wenn ich was verstehe, vergesse ich es oft schon kurz nachdem ich die Bibel wieder weggelegt habe. Was nützt es mir überhaupt, in der Bibel zu lesen, wenn ich alles wieder vergesse?“

Der Opa hatte gerade einige Scheite Holz aus einem alten Weidenkorb genommen und ins Feuer gelegt. Er antwortete dem Enkel: „Nimm den Weidenkorb und hole Wasser aus dem Fluss.“

Der Junge tat, was ihm sein Opa gesagt hatte, doch das ganze Wasser sickerte aus dem Korb, bevor er wieder am Hof angekommen war.

Sein Opa lachte: „Du läufst nicht schnell genug, Junge. Lauf schneller, damit das Wasser im Korb bleibt!“

So rannte der Junge wieder zum Fluss. Er füllte den Weidenkorb erneut und rannte so schnell er konnte zurück. Doch wieder war der Korb leer, als er ankam.

Keuchend stammelte er: „Opa, es ist unmöglich, Wasser in einem Korb zu holen. Ich nehme den Eimer!“ Aber der Opa stoppte ihn und antwortete: „Nein, ich möchte nicht Wasser in einem Eimer, sondern in einem Korb! Du wirst das schon schaffen. Streng Dich noch ein bisschen mehr an!“

Der Junge gehorchte, obwohl er wusste, dass es nichts bringen würde. Als er zurückkam, war der Korb wieder leer. Er sagte: „Opa, das ist sinnlos!“

Sein Opa schaute ihn an, lächelte und sagte: „Du meinst, es sei sinnlos. Aber schau Dir den Korb mal an!“

Jetzt erkannte der Junge, dass der Korb ganz anders aussah. Zuerst war er voller Späne und Staub gewesen. Jetzt war er sauber.

„Das Gleiche passiert, wenn Du die Bibel ernsthaft liest“ erklärte ihm sein Opa. „Du wirst nicht immer alles verstehen. Manches wirst Du auch wieder vergessen. Aber wenn Du sie regelmäßig liest, wird sie Dich von innen heraus verändern.“

Da verstand der Junge, warum sein Opa ihn bat, mit einem Weidenkorb Wasser zu holen. Er verstand auch, wie wichtig es ist, regelmäßig die Bibel zu lesen, auch wenn man so Manches wieder vergisst.

Auch heute Abend - 19:30 Uhr - beschäftigen wir uns wieder mit Gottes Wort in unserer Bibelstunde - u.a. mit dem Thema: Was geschieht mit der Seele eines Gläubigen, wenn er stirbt?

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Herzlich Willkommen!