„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Donnerstag, 3. November 2022

Katar … WM … LGBTQ … Christen

Doch! Ich muss sagen, es ärgert mich gewaltig, auch wenn man es eigentlich nicht anders erwarten kann.

Wenn es um die Fussball-WM in Katar geht, geht es eigentlich fast nur um das Elend der Gastarbeiter und um die Haltung Katars zu Schwulen und Lesben. Dabei haben Letztere (LGBTQ) mittlerweile Erstere (Gastarbeiter) überholt.

Hundertausende von Webseiten – oder sind es Millionen – gehen im Zusammenhang mit der WM auf die Haltung Katars zur LSBTQ Bewegung ein, einer Minoritätenbewegung mit unglaublichem Volumen und einflussreicher Lobby an höchster Stelle. Niemandem, dem Unrecht geschieht, soll das Recht der Fürsprache abgesprochen werden. Was aber die Medien zur Zeit liefern ist einfach unterirdisch.

Seit Jahrhunderten werden Christen in Katar – und im ganzen Mittleren Osten verfolgt. Weltweit sind Christen die meist verfolgte Glaubensgemeinschaft. Auf dem Weltverfolgungsindex belegt das Land einen Platz unter den ersten 20, z.T. weit vor anderen muslimischen, hinduistischen oder buddhistischen Ländern. Nach einigen Schätzungen stirbt alle 6 Minuten ein Christ, das macht 240 / Tag. Wo ist der Aufschrei? Wo ist die Lobby in der Politik?  

Christliche Flüchtlinge, die in unserem Land Hilfe suchen, werden oft drangsaliert und teilweise deportiert mit dem Hinweis: „Ihr könnt ja Euren Glauben heimlich leben und in eine andere Landesgegend ziehen, wo man Euch nicht kennt.“  Wäre das auch ein akzeptabler Vorschlag für Schwule und Lesben? „Ihr könnt ja Eure Orientierung heimlich leben und in einem Land Fußball schauen, in dem Euer Tun legal ist.“

Wie schön wäre es, wenn man die wesentlich (!) größere Gruppe der Christen weltweit laut und medienwirksam unterstützen würde in ihrem Ruf nach Glaubensfreiheit und Gerechtigkeit. Gut, manche Politiker erwähnen auch die Glaubensfreiheit, wenn sie Staatsbesuche in Ländern wie Katar machen. Aber meist wirkt ihre Erwähnung von Christen nur wie ein genötigter Nebensatz in einem ganzen Buch zu Gunsten der LGTBQ Bewegung.

Möge unser Herr, Jesus Christus, uns allen aufs Herz legen, gerade während der WM in Katar für unsere Glaubensgeschwister zu beten. Möge Er allen gläubigen Reisenden Mut, Freimut aber auch Weisheit schenken, die christliche Gemeinde in Katar zu ermutigen und zu stärken.

Gedenkt an das Wort, das ich zu euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen; haben sie auf mein Wort argwöhnisch achtgehabt, so werden sie auch auf das eure [argwöhnisch] achthaben. (Johannes 15:20)

Gedenkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene, und derer, die misshandelt werden, als solche, die selbst auch noch im Leib leben. (Hebräer 13:3)

Mittwoch, 2. November 2022

Singet dem Herrn mit Freude!

Dient dem Herrn mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Jubel! (Psalm 100:2)

Lasst das Wort des Christus reichlich in euch wohnen in aller Weisheit; lehrt und ermahnt einander und singt mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern dem Herrn lieblich in eurem Herzen. (Kolosser 3:16)

Die Bibel spricht viel von Instrumenten, Musik, Liedern und Singen. Singen ist eine fröhliche Angelegenheit. Musik kann einen frohmachenden, erleichternden Einfluss auf unsere Seelen haben. Nicht alle stimmen mir bei, aber ich bin überzeugt, dass es auch im Himmel Musik und Lieder geben wird. In Kolosser 3:16 werden sogar verschiedene Liedarten erwähnt:

Lasst das Wort des Christus reichlich in euch wohnen in aller Weisheit; lehrt und ermahnt einander und singt mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern dem Herrn lieblich in eurem Herzen.

Musik ist nicht nur ein Geschenk Gottes, sondern auch ein häufiger Auslöser von Streit und Zank. Manche kommen nicht zu unsern Gottesdiensten, weil sie gewisses Liedgut vermissen. Andere kommen nicht, weil wir bestimmtes Liedgut gebrauchen. Manchen ist die Anzahl der Lieder zu viel, manchen ist es zu lebendig, anderen zu steif. Aber Lobpreis, der von Herzen kommt – in welcher Art auch immer – gehört zum Gottesdienst der Gemeinde Jesu dazu.

Eine der ersten Beschreibungen eines Gottesdienstes, die wir besitzen, stammt von Plinius, einem römischen Statthalter von Bithynien im 1. Jahrhundert.  Dieser Plinius berichtete dem römischen Kaiser Trajan über die Aktivitäten der Christen. Er schrieb: Sie treffen sich im Morgengrauen, um eine Hymne zu Christus als Gott zu singen.'

Christen waren offensichtlich für ihr Singen u. Ihren Lobpreis bekannt. Ihre Dankbarkeit äußerte sich immer auch in Lob und Gesang. Kolosser 3:16 erwähnt dreierlei: Psalmen, Lobgesang und geistliche Lieder.

Jetzt kann man natürlich drei Kategorien schaffen, die alle im Gottesdienst vorkommen sollten. Manche sagen: Es geht um Psalmen. Das müssen die alttestamentlichen Psalmen

Sein. Es geht auch um Lobgesang. Das griechische Wort: ‚hunmos‘ … würde eher auf feierliche Lobgesänge, Hymnen der Kirche hinweisen. Dazu kämen dann geistliche Lieder. Das ist dann ein Sammelbegriff für alle anderen Lieder, deren Inhalt vom Geist erfüllt und geleitet ist.

Allerdings gibt es keine Anhaltspunkte – auch nicht im Originaltext – dass wir in Kolosser 3 strenge Liedkategorien erkennen müssten. Ich stimme mit dem Bibellehrer Clarke überein, der schreibt: „Die Betonung liegt auf dem Gedanken der Vielfalt – mehr als auf der Unterteilung in bestimmte Kategorien.“

In der ganzen Schöpfung sehen wir, dass Gott ein Gott unglaublicher Vielfalt ist. Und auch in der Musik wird Er geehrt, wenn wir Ihn in Vielfalt besingen, Ihm danken und Ihn loben mit Psalmen, Lobgesängen u. geistl. Liedern. Dabei legt die Bibel nie die Priorität auf die Qualität der Musik oder des Könnens, sondern auf die Qualität, die Hingabe des Herzens.

Wessen Herz erfüllt ist von der Gegenwart Jesu … von Seinem Geist, dessen Mund ist erfüllt von Seinem Lob!

Jauchzt dem Herrn, alle Welt; singet, jubelt und lobet! (Psalm 98:4)

Heute, am ersten Mittwoch im Monat geben wir die Möglichkeit, zu erzählen, wie wir Gott erlebt haben. Außerdem hören wir auf Sein Wort, singen Ihm Lieder und geben die Möglichkeit, das Abendmahl zu feiern. Wir laden herzlich ein!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn:10:30 Uhr
 

Dienstag, 1. November 2022

Allerheiligen / Allerseelen

In einem der vergangenen Jahre war in unserer Lokalzeitung ein kurzer Artikel zu den beiden kirchlichen Feiertagen abgedruckt: Allerheiligen und Allerseelen. Wie es im Artikel heißt, gedenkt der 1. November (Allerheiligen) vornehmlich der Heiligen, die keinen eigenen Festtag besitzen. Weiter heißt es, da durch die Gemeinschaft mit Gott nach dem Tod die höchste Vollendung erreicht wird, darf dieser Verstorbenen nun als Heilige gedacht werden.  
 

An Allerseelen wird eher generell der Verstorbenen gedacht. Abt Odilo bestimmte vor gut 1000 Jahren, dass man der verstorbenen Christen gedenken solle durch Gebete, Messen und Almosen. Bis heute wird auf Friedhöfen am 1. November das „Ewige Licht“ entzündet.
 
 
Interessant ist in diesem Zusammenhang die Einleitung vieler Paulusbriefe. 
Paulus schreibt nach Ephesus: 
 
„...an die Heiligen und Gläubigen in Christus Jesus, 
die in Ephesus sind.“ (1:1)
nach Kollossä: 
„an die Heiligen in Kolossä ...“ (1:2)
nach Rom:
„Jetzt aber reise ich nach Jerusalem, 
im Dienst für die Heiligen.” (Römer 15:25)
nach Korinth: 
„Was aber die Sammlung für die Heiligen anbelangt, 
so sollt auch ihr so handeln, wie ich es für die Gemeinden 
in Galatien angeordnet habe.“ (1 Kor 16:1) 
 
Hat Paulus seine Briefe an Tote geschrieben, war er für Tote unterwegs und hat Spenden für Tote gesammelt? Nie! Vielmehr hat man sich über die Jahre von der Definition der Bibel für „Heilige“ entfernt. Tatsächlich bezeichnet die Bibel eine bestimmte Gruppe von „Lebenden“ als „Heilige“. Das verbindende Merkmal dieser Lebenden ist, dass sie durch Jesus gerettet und geheiligt worden sind. 
 
In 1. Korinther 6 beschreibt Paulus die Sünde der Menschen und fügt dann in Vers 11 hinzu: 
 
Und solche sind etliche von euch gewesen; aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerechtfertigt worden in dem Namen des Herrn Jesus und in dem Geist unseres Gottes! 
 
Und der Schreiber des Hebräerbriefes belehrt uns: “
„Aufgrund dieses Willens sind wir geheiligt 
durch die Opferung des Leibes Jesu Christi,
und zwar ein für allemal.“  
 
Geheiligt – zum Heiligen – wird man durch die Vergebung der Schuld durch Glauben an das stellvertretende Opfer Jesu. Daraus resultiert unsere Gotteskindschaft. Und das muss hier auf Erden geschehen – oder es geschieht gar nicht.
 
Das im Alten Testament mit „heilig“ übersetzte Wort bedeutet soviel wie „gottesfürchtig“ und auch „gottgeweiht / abgesondert“. Das sind Menschen, die ihr eigenes Leben samt Sünde, Lebensplanung und Zukunft aufgegeben und Gottes Händen anvertraut haben. Sie leben jetzt und hier (auf der Erde) nicht mehr für sich, sondern für Gott. Das unterscheidet sie sichtbar von allen, die Jesus nicht nachfolgen und „sondert sie ab“.
 
Allerheiligen und Allerseelen sind Feiertage, die aus kirchlicher Tradition und Menschenwort entstanden sind, nicht aus Gottes Wort, der Bibel.
 
Wer Jesus liebt und Ihm nachfolgt, der ist geheiligt, ein „Heiliger“ in Gottes Beurteilung. Das macht uns nicht sündlos, aber es fordert uns heraus. Durch Mose und Petrus ruft Gott uns zu: 
 
“Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.“
(3. Mose 19:2; 1 Petrus 1:16) 
 
Werde, was Du bist: heilig!

Montag, 31. Oktober 2022

Reformation

"Süßes oder Saures!“ so werden heute wieder unzählige Menschen auf der Welt an ihrer Haustüre „gewarnt!“ Die Kinder aus der Nachbarschaft lachen zum Fenster rein und warten darauf, ein paar Süßigkeiten in die aufgehaltene Tüte zu bekommen. Seit Jahren wird der 31.10. ja immer mehr als Reformationstag vergessen und mit neuheidnischen Inhalten gefüllt. Trotzdem: die Beschäftigung an diesem Tag mit der Reformation und ihrem Werkzeug, Martin Luther, ist eine willkommene Herausforderung für Glaube und Hingabe. Verschiedene Lektionen aus dem Leben des Reformators fordern uns bis heute heraus:


  1. Gott gebrauchte und formte einen Mann zu einem mächtigen Werkzeug, der zunächst als schüchtern, still und zurückhaltend beschrieben wird. Nicht viele Weise und Mächtige, sondern das Unedle vor der Welt hat Gott erwählt.
  2. Luther wird nicht von einem Tag zum anderen vom Gleichgültigen zum hingegebenen Christen. Immer wieder klopfte Gott an, zog ihn jedes Mal einen Schritt näher zu sich, bis dass Luther sein Leben in Jesu Hände legte.
  3. Luthers „Turmerlebnis“ offenbarte ihm aufgrund von Rämer 1:17 den Wert der Gnade und des Glaubens. Auch wir alle brauchen dieses „Turmerlebnis“ diese Begegnung mit Gott, sei es zum ersten Mal oder für eine erneute Hingabe, die uns neu „unter Strom“ stellt für Jesus.
  4. Luther war bereit, für das Wort Gottes aufzustehen, auch wenn es galt, gegen den Strom zu schwimmen. Das brachte ihm Verfolgung und Todesdrohungen ein, die ihn nicht bremsen konnten. Sein Motto: „Hier stehe ich und kann nicht anders!“
  5. Auch als Christ hatte es Martin Luther nicht einfach. Er litt unter Depressionen. Er war nicht der einzige Christ, der von Depressionen gequält wurde. (Andere namhafte Christen sind: John Bunyan, Amy Carmichael, C.S.Lewis, Charles Spurgeon u.v.a.m.). Depressionen sind keine Schande, sondern eine Krankheit. Von Luther heißt es: Er wehrte sich gegen die ständigen Anfeidungen durch Gebet, „fröhliches Singen“ oder auch: durch den Wurf mit dem Tintenfaß.
  6. Die Refomation hatte gewaltige Auswirkungen. Jede echte, Gott geschenkte  Reformation, hat Folgen; im gesellschaftlichen und / oder persönlichen Bereich.
  7. Auf dem Sterbebett betet ein „verbrauchter“ Streiter Christi: "In Deine Hände befehle ich meinen Geist. Du hast mich erlöst, Herr, Du treuer Gott."
  8. Der Reformationstag lädt ein, die Begegnung mit Gott zu suchen. Wer Jesus bereits begegnet ist, den lädt der Reformationstag ein, dem Herrn neu zu begegnen, zurück zu kommen zum Feuer der ersten Liebe und sich erneut an den Herrn zu binden.
Martin Luther selbst sagte zum Thema "Reformation":

Die Kirche braucht eine Reformation. Diese Reformation ist aber nicht die Angelegenheit nur des Papstes noch der Kardinale. Es ist eine Angelegenheit der ganzen Christenheit, oder noch besser, Gottes allein. Nur er weiß die Stunde der Reformation.

Reformation der ganzen Christenheit, jedes einzelnen Herzens! Nur Gott kennt die Stunde von Erweckungen und Reformationen. Aber zu dem einzelnen Herzen spricht Er:

»Gerade zur richtigen Zeit habe ich dich erhört. 
Am Tag der Erlösung habe ich dir geholfen.« 
Gott ist bereit, euch gerade jetzt zu helfen. 
Heute ist der Tag der Erlösung.  
(2. Korinther 6:2 / NLÜ

Sonntag, 30. Oktober 2022

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat

Am Sonntagmorgen packen Walter und Erich ihre Angelsachen und Fanggeräte zusammen und machen sich mit einem üppigen Picknickkorb auf den Weg zum Fluss. Unter einem Baum finden sie ein gemütliches Plätzchen, verbringen einen gemütlichen Tag beim Angeln, Reden und Picknicken.

Es wird Abend und kühlt ab. Eine frische Brise lässt die beiden Angler frösteln, als Walter meint: "Ich gehe besser jetzt nach Hause, so dass ich heute Abend zum Gottesdienst gehen kann. Hast Du nicht Lust mitzukommen?" "Tut mir echt leid Walter, aber das wird mir heute Abend nicht möglich sein. Meine Frau liegt mit einer heftigen Grippe krank im Bett."

Was ist unsere Ausrede, nicht zum Gottesdienst zu gehen? Es ist interessant, was Menschen alles vom Gottesdienst abhalten kann, aber nicht vom Angelsport oder einem anderen Sport, vom Abhängen mit Freunden, von einem Tag in der Natur. Es ist alles eine Frage der Priorität und der Liebe zu Jesus.

Wir laden herzlich ein zu unserem Gottesdienst um 10:30 Uhr. (Achtung! Zeitumstellung)

Psalm 24

1 Ein Psalm Davids. Dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt, der Erdkreis und seine Bewohner;
2 denn Er hat ihn gegründet über den Meeren und befestigt über den Strömen.
3 Wer darf auf den Berg des Herrn steigen? Und wer darf an seiner heiligen Stätte stehen?
4 Wer unschuldige Hände hat und ein reines Herz, wer seine Seele nicht auf Trug richtet und nicht falsch schwört.
5 Der wird Segen empfangen von dem Herrn und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils.
6 Dies ist das Geschlecht derer, die nach ihm fragen, die dein Angesicht suchen — das ist Jakob! (Sela.)
7 Hebt eure Häupter empor, ihr Tore, und hebt euch, ihr ewigen Pforten, damit der König der Herrlichkeit einziehe!
8 Wer ist dieser König der Herrlichkeit? Es ist der Herr, der Starke und Mächtige, der
Herr, der Held im Streit!
9 Hebt eure Häupter empor, ihr Tore, ja, hebt eure Häupter, ihr ewigen Pforten, damit der König der Herrlichkeit einziehe!
10 Wer ist denn dieser König der Herrlichkeit? Der Herr der Heerscharen, er ist der König der Herrlichkeit! (Sela.)

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Herzlich Willkommen!

Sonntagszitat:

Eine Zeit des Leidens ist ein kleiner Preis
für eine klare Sicht von Gott.
(Max Lucado)