„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 12. Oktober 2021

Gottes Verheißungen in der Apostelgeschichte

Die Apostelgeschichte ist ein Buch, in der sich viele der Verheißungen Gottes erfüllen, die Er im Alten Testament den Propheten offenbart hat. Schon früh in der Bibel lesen wir (1 Mose 12:3): 
 
Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen,
die dich verfluchen;
und in dir sollen gesegnet werden
alle Geschlechter auf der Erde!

Das Buch der Apostelgeschichte lässt diese Verheißung wahr werden, als nach Pfingsten alle Jünger begeistert das Evangelium von Jesus weitertragen – zu den Juden, zu den zum Judentum bekehrten Heiden, den Proselyten, und zu den Heiden. Ja, die weltweite Bewegung Gottes – hin zu allen Geschlechtern (Völkern) der Erde begann.

Und diese Bewegung wird ausgelöst durch die Salbung mit Kraft von oben. Diese „Kraft von oben“ hatte Jesus seinen Jüngern bereits vor Seinem Tod verheißen, aber in Apostelgeschichte 1:8 erneuert Jesus Seine Verheißung mit den Worten: 

Ihr werdet Kraft empfangen,
wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist,
und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem
und in ganz Judäa und Samaria
und bis an das Ende der Erde!

Das dies nicht eine Verheißung für die zwölf Jünger allein war, ist klar. Zwei Gründe (von vielen) sollen hier erwähnt werden:

Erstens waren die Jünger nach Apostelgeschichte 1:15 vor Pfingsten in einem Obergemach beieinander und warteten gemeinsam mit etwa 120 anderen auf die Erfüllung der Verheißung Jesu. Als diese Erfüllung dann kam, heißt es in Apostelgeschichte 2:1+4, dass sie alle (nicht nur die 12 Jünger) beisammen waren und alle erfüllt wurden. Das ist der eine Grund.

Der andere Grund ist, dass es den Jüngern in den verleibenden Jahren ihres Lebens unmöglich war, alle Völker mit dem Evangelium zu erreichen. Außer Johannes starben der Überlieferung nach alle den Märtyrertod. Was wir mit Flugzeugen, Radio, Fernsehen, Internet und Satellitenkommunikation nicht fertig gebracht haben, das konnten die Jünger unmöglich in ihrer Zeit schaffen. Sie schafften zu ihren Lebzeiten allerdings ein enormes Pensum nach Asien, Europa und Afrika hinein. Und nach Apostelgeschichte 1:8 ist dies nicht dem Eifer oder den Fähigkeiten der Jünger, sondern der Kraft des Heiligen Geistes zuzuschreiben.

Diese Verheißung der „Kraft aus der Höhe“ ist nicht die Verheißung des ewigen Lebens oder der Bewahrung in Not. Es ist die Verheißung der Bevollmächtigung, den Auftrag auszuführen, den der Herr uns hinterlassen hat: Die Evangelisierung aller Völker der Welt.

Herrlich ist es zu sehen, dass Jesus die Verheißung gibt – und wenig später erfüllt. Lehrreich ist es auch festzustellen, dass diese Kraft von oben nicht etwas ist, was nicht erneuert werden müsste. In Apostelgeschichte 4 mussten sich Petrus und Johannes vor dem Hohen Rat verantworten und wurden daraufhin bedroht. Dann gingen sie ‚zu den ihren’ und berichteten. In einer Atmosphäre der gefühlten Kraftlosigkeit wendet man sich an Gott und dann heißt es in Kapitel 4:31:

Und als sie gebetet hatten, erbebte die Stätte, wo sie versammelt waren, und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimütigkeit.

Wieder wurden sie erneut mit dem Heiligen Geist der Kraft erfüllt und wieder es bewirkte die unmittelbare Fortsetzung des Auftrags.

Mein Fazit: Zum Wirken im Segen für Jesus benötige ich die Erfüllung mit dem Heiligen Geist mehr als alles andere. Aber die Kraft aus der Höhe ist allen verheißen.

Montag, 11. Oktober 2021

Der Durchbruch

Ein Durchbruch kann etwas Gutes und etwas Schlechtes sein. Wehe dem, der einen Blinddarmdurchbruch oder einen Magendurchbruch erlebt. Keine erhebende Erfahrung. Ebenso wenig wie ein Deich- oder Dammdurchbruch. Das kann zur wahren Katastrophe werden.

Aber man stelle sich eine Handvoll entführter Missionare in einem Krisengebiet vor: Die Gespräche mit den Entführern ziehen sich hin – und dann kommt der Durchbruch bei den Verhandlungen. Befreiung! Oder ein Jugendfußballspieler hat endlich den Durchbruch geschafft und einen Profivertrag unterschrieben. Erfolg!

Vergangene Woche habe ich wieder etwas Neues über Jesus gelernt. Es ist einer Seiner Titel, der uns Mut machen darf, besonders dann, wenn wir auf einem Gebiet in unserem Leben einen Durchbruch brauchen. Der Prophet Micha prophezeit:

Ich will dich, Jakob, sammeln, und zwar ganz sammeln; ich will den Überrest Israels vollständig zusammenbringen, will sie vereinigen wie die Schafe in d. Hürde, wie eine Herde auf ihrem Weideplatz, dass es von Menschen wimmeln soll. 13 Der Durchbrecher wird vor ihnen hinaufziehen; sie werden durchbrechen und zum Tor ein- und ausziehen; ihr König wird vor ihnen hergehen und der Herr an ihrer Spitze. (Micha 2:12+13)

Gerade wurden Gericht und Zerstörung vorhergesagt, da prophezeit Micha Sammlung, Festigung und einen Durchbrecher, einen König, den Herrn an ihrer Spitze.

Das sind tröstliche Worte! In den nächsten Kapiteln erfahren wir durch Micha noch mehr von diesem Durchbrecher. In Bethlehem wird er geboren (5:1), in Jerusalem wird Er regieren und Menschen aus der ganzen Welt werden zu Ihm hinströmen. (4:1+2)

Gewaltig! Dieser Durchbrecher, König und Herrscher soll aus der Ewigkeit Gottes in die Zeitlichkeit der Menschen hineinkommen. In Bethlehem soll Er geboren werden und als Hirte den Enden der Erde Gottes Frieden bringen.

Aus dem Neuen Testament wird glasklar, wer dieser königliche Durchbrecher ist, der nicht zerstreut, sondern sammelt; der nicht verdirbt, sondern heilt: Jesus, der Herr!

Und aus dem Neuen Testament wissen wir ebenfalls, dass Jesu Kommen und Handeln nicht auf Gottes Volk, Israel, beschränkt ist. In 1. Johannes 2:2  heißt es über Jesus:

Er ist das Opfer für unsere Sünden.
Er tilgt nicht nur unsere Schuld, sondern die der ganzen Welt.

Das ist  Jesus Christus, der Durchbrecher, König, Herr und Wiederhersteller. Den haben wir heute genauso nötig wie Israel.

Jesus durchbricht Mauern, die uns einengen: Mauern der Sünde, Mauern der Süchte, der Bitterkeit, der Einsamkeit … Mauern, hinter denen wir uns verstecken und die uns förmlich einmauern!

Menschliche Herzen schreien nach Freiheit – und wir sind eingemauert! Vielleicht durch unsere eigene Schuld … vielleicht durch Scham, vielleicht auch die Maurerarbeiten anderer Menschen, die es nicht gut mit uns meinen und Mauern um uns herum erreichtet haben.

JESUS ist der Durchbrecher jeglicher Mauern.

Er reißt die stärksten Mauern ein, bricht Türen hindurch oder hilft, einfach über die Mauer zu springen, wie David es in Psalm 18:30 beschreibt:

Mit dir kann ich ganze Armeen zerschlagen,
mit dir überwinde ich jede Mauer.

Die dicksten Mauern, die uns unserer Freiheit in Jesus berauben – aber auch die sündigsten Mauern. Wenn Jesus Mauern der Sünde durchbricht, dann vergibt Er richtig und schenkt uns Freiheit durch Vergebung und auch Freiheit vom schlechten Gewissen. Oft leiden wir nicht mehr an der Sünde, denn die hat Jesus vergeben. Wir leiden an einem schlechten Gewissen … vielleicht an Zweifel, ob Jesus eine so schlimme Sünde wie die unsrige wirklich vollständig vergibt. Als Bestätigung, dass es so ist ruft Jesus uns laut und klar durch den Propheten zu:

Wer ist ein Gott wie du, der die Sünde vergibt und dem Überrest seines Erbteils die Übertretung erlässt, der seinen Zorn nicht allezeit festhält, sondern Lust an der Gnade hat? 19 Er wird sich wieder über uns erbarmen, unsere Missetaten bezwingen. Ja, du wirst alle ihre Sünden in die Tiefe des Meeres werfen! (Micha 7:18+19)

 Was für ein Durchbrecher!

Sonntag, 10. Oktober 2021

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

 

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss

Predigttext:
Das Buch Micha
 
Denn die Zeit des Gerichts ist gekommen, und
es muss bei den Kindern Gottes beginnen. 
(1. Petrus 4:17)

Ich will dich, Jakob, sammeln, und zwar ganz sammeln; ich will den Überrest Israels vollständig zusammenbringen, will sie verei-nigen wie die Schafe in d. Hürde, wie eine Herde auf ihrem Weide-platz, dass es von Menschen wimmeln soll. 13 Der Durchbrecher wird vor ihnen hinaufziehen; sie werden durchbrechen und zum Tor ein- und ausziehen; ihr König wird vor ihnen hergehen und der Herr an ihrer Spitze. (Micha 2:12+13)

Und du, Bethlehem-Ephrata, du bist zwar gering unter den Haupt-orten von Juda; aber aus dir soll mir hervorkommen, der Herrscher über Israel werden soll, dessen Hervorgehen von Anfang, von den Tagen der Ewigkeit her gewesen ist. (…)Und Er wird auftreten u. sie weiden in d. Kraft des Herrn u. in d. Hoheit des Namens des Herrn, seines Gottes; u. sie werden sicher wohnen; denn nun wird Er groß sein bis an die Enden der Erde. 4 Er bringt uns Frieden! (…) 6 Und der Überrest Jakobs wird inmitten vieler Völker sein wie ein Tau vom Herrn, wie Regenschauer auf das Gras, das auf niemand wartet und nicht auf Menschenkinder hofft. (Micha 5:1,3-4a,6)

Wo ist ein Gott wie du, d. die Sünden vergibt u. die Missetaten seines Volkes verzeiht? Der nicht für immer an seinem Zorn festhält, son-dern der sich freut, wenn er barmherzig sein kann? Er wird sich wieder über uns erbarmen, alle unsere Sünden zertreten und alle unsere Verfehlungen ins tiefe Meer werfen! (Micha 7:18+19)

 
Anbetung - Kindersegnung
Gottes Wort - Gebet
Gemeinschaft
 
Calvary Chapel Freier Grund 
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn:10:30 Uhr

HIER findest Du weitere Information über unseren Gottesdienst
 
Sonntagszitat:   
Empfangen wir durch das Kreuz die Vergebung, 
erschließt uns Christus den Weg in Gottes Heiligtum, 
dann sind wir ans Ziel gekommen. 
Dann stehen wir da, 
wo die Sonne der Barmherzigkeit uns bescheint. 
Dann sind wir in der Lage, 
in der uns nichts mehr fehlt und nichts mehr verdammt, 
weil Gottes Liebe uns völlig umfasst.  
(Friedrich von Bodelschwingh)

Samstag, 9. Oktober 2021

Der Name Gottes wird meinetwegen gelästert?

Es gab nur einen Tempel! Wer immer dem Gott Israels am Passah opfern wollte, musste nach Jerusalem. Jüdische Männer und Frauen aus dem ganzen römischen Reich strömten nach Jerusalem. Die Hauptstadt Israels war Jahr für Jahr überfüllt um diese Zeit.

Aber es waren nicht nur jüdische Frauen und Männer. Der Tempel hatte einen großen Vorhof, in dem Heiden, die den Gott Israel suchten, zu Andacht und Gottesdienst kommen konnten. Allerdings gab es da ein Problem!

Lange Reisen machten es fast unmöglich, Opfertiere mitzubringen. Darum wurden sie in Jerusalem den  Pilgern verkauft. Es gibt Quellen, die von 260.000 Lämmern sprechen, die am Passahfest geschlachtet wurden. Baba ben Buda, ein jüdischer Lehrer, soll einmal 3000 Stück Kleinvieh in den „Vorhof der Heiden“ getrieben haben.

Der Lärm der Händler, das Blöken unzähliger Schafe, das Schreien der Wechsler – all das machte es den Heiden unmöglich, zur Andacht zu kommen. Ganz abgesehen vom Dreck und Gestank, den die Tiere erzeugten. Hier diskutierten ein paar Männer miteinander ihren Kauf, dort feilschten andere um den Wechselkurs. Das rege Treiben, der Transport von Vögeln und Schafen, das Hin- und Herlaufen von jüdischen Männer und Frauen, die den Vorhof durchqueren mussten – wie sollte man da noch Gott begegnen?

Juden, Hoher Rat, Tempelverwaltung – sie alle hatten vergessen, dass in diesem Bereich die Heiden Gott finden sollten. Man hatte den Vorhof der Heiden für persönlichen Gewinn Beschlag genommen und eine Gottesbegegnung unmöglich gemacht.

dann kommt Jesus. Mit heiligem Zorn! Mit einer Peitsche in der Hand. Und mit den Worten:

„Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker?
Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht.“  
(Markus 11:17)

Jesus reinigt das Haus, das ein Bethaus sein soll von dem, was die Menschen vom Gebet abhält. Der Glaube war korrupt geworden. Geld war kostbarer als Seelen. Formalitäten wichtiger als Gottesdienst. Anstatt ein Haus zu sein, in dem Wohlgeruch verbreitet wurde, wurde Gestank verströmt. „Heiden“ wurden abgestoßen vom Glauben. Das Volk Gottes stand den Zöllnern und Sündern im Weg zum Heil.

Kann es sein, dass wir heute eine neue Tempelreinigung brauchen? Kann es sein, dass Gott heute zu mancher Gemeinde (und manchem einzelnen Gläubigen) sagen muss:

"Der Name Gottes wird euretwegen unter den Nationen gelästert" (Römer 2:24)

Lust nach Sünde statt Last für Seelen. Toter Formalismus statt totale Freude. Gier statt Gebet! Wie anziehend ist eigentlich unser Glaube? Wie offen sind unsere Gottesdienste für die Heiden unserer Tage?

Anstatt jetzt in die Ferne zu schauen und die Fehler bei der Gemeinde, anderen Gemeinden oder sonst wo zu finden – lasst uns unser eigenes Leben unter die Lupe nehmen. Wir Jesusjünger sind der „Tempel des Heiligen Geistes.“ Erlauben wir Jesus, aus unserem Leben auszutreiben, was anderen im Wege steht, Jesus zu sehen. Die Folgen in unserem Leben werden Kreise ziehen bis in unsere Gemeinden hinein und darüber hinaus!
 
Lass Dich einladen zu unserem Gottesdienst morgen früh!
 
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr