„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Montag, 29. Juni 2015

In welcher Zone lebe ich?

Dieser Tage habe ich ein Buch gelesen über Dr. Yonggi Chos Gemeinde in Südkorea. Das Buch war interessant genug, dass ich es zu Ende gelesen habe. Die inspirierenden Ideen kamen allerdings eher scheibchenweise. Empfehlen werde ich es nicht. Ein Gedanke, der mich inspirierte, war das Zeugnis eines Lehrers über einen Besuch auf dem berühmten Gebetsberg. Er schreibt: Dort in der neutralen Zone zwischen Süd- und Nordkorea waren das Gebet und der Lobpreis Gottes der Mittelpunkt des Geschehens. Hier war für mich von einer „neutralen Zone“ nichts zu spüren, hier befand ich mich eindeutig in einer „Gotteszone“.

Eine gute Beschreibung für unser Leben. Tatsache ist: eine neutrale Zone in der Nachfolge Jesu gibt es nicht. Gottes Wort teilt die Menschen ein in Gerettete und Verlorene, solche, die in der Finsternis leben und solche, die im Licht leben. Da sind die Vielen auf dem breiten Weg und die kleine Schar auf dem schmalen Weg. Da sind die Schafe und die Böcke, die, die drinnen sind und die, die draußen sind. Da ist keine neutrale Zone dazwischen.

Manchmal sind wir versucht, „neutrales Land“ zu suchen. Ich erinnere mich gut an das Gespräch mit einer Bekannten auf den Philippinen, die sich aus ihrem Dienst in der Gemeinde (Kinderarbeit) verabschiedete mit den Worten: „Ich brauch mal eine Auszeit“. Ich erinnere mich, wie mir vor Monaten jemand erklärte: „Ich brauch mal Zeit für mich. Ich muss einfach mal eine Pause haben.“

Mit keinem Gedanken möchte der Herr, dass wir zusammenbrechen unter Diensten, die wir für Jesus tun. Darum gibt Er uns auch nie mehr, als wir mit Treue für Ihn tun können. Lässt ein Dienst uns ausbrennen, liegt es sicherlich nicht daran, dass wir uns in der Gotteszone aufgehalten haben, denn dort werden wir nicht überfordert. Es ist, wenn wir die Gotteszone verlassen oder vernachlässigen, dass unsere Kräfte schwinden. Natürlich wollen wir nicht die Gotteszone verlassen. Wir würden nie den schmalen Weg verlassen wollen, nie den Lichtkegel der Liebe Gottes verlassen wollen, um zurück zu gehen in die Finsternis.

Aber vielleicht suchen wir manchmal eine neutrale Zone. Eine Zone, die uns mehr Unabhängigkeit von Gott gibt, weniger geistliche Verantwortung, mehr Freiheit zu eigenen Entscheidungen, ohne Gott fragen zu müssen. Wenn diese Gedanken kommen, sind wir nicht mehr im Zentrum des Lichtes Gottes. Wir bewegen uns aber auch nicht auf neutrales Land zu. Ganz für Jesus – oder eben nicht. Das sind die Optionen. Nachfolge oder keine Nachfolge. Das sind die Optionen. Nachfolge „aus der Ferne“ versuchte Petrus einmal – und fiel fürchterlich auf die Nase.

Lasst uns in der Gotteszone leben. Lasst uns im Lichtkegel der Liebe Gottes Frieden, Zuversicht und Wärme finden. Lasst uns den Gedanken, aufgeben, dass es neutrales Land gibt, in dem wir mal ausruhen können oder eine Pause machen können von der Nachfolge. Auftanken, neue Kraft schöpfen, Jesus lieben – all das geht nur in der Gotteszone, im Zentrum des Lichtkegels Gottes.

Wer da lebt, lebt im Segen!

Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, 
so haben wir Gemeinschaft miteinander, 
und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde.  
(1 Johannes 1:7)

Denn ihr wart einst Finsternis; jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn. 
Wandelt als Kinder des Lichts! (Epheser 5:8)

Sonntag, 28. Juni 2015

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Ende

Predigttext: Jeremia 27+28
(Textauszug)
 
Jeremia 27:1-22: Im Anfang der Regierung Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, erging an Jeremia dieses Wort vom Herrn:
2 So sprach der Herr zu mir: Mache dir Stricke und Jochstangen und lege sie um deinen Hals,
3 und sende sie dem König von Edom und dem König von Moab und dem König der Ammoniter und dem König von Tyrus und dem König von Zidon durch die Boten, die nach Jerusalem zu König Zedekia von Juda kommen,
4 und trage ihnen auf, ihren Herren zu sagen: So spricht der Herr der Heerscharen, der Gott Israels: So sollt ihr zu euren Herren sagen:
5 Ich habe durch meine große Kraft und meinen ausgestreckten Arm die Erde, den Menschen und das Vieh auf dem Erdboden gemacht und gebe sie dem, der recht ist in meinen Augen;
6 und nun habe ich alle diese Länder in die Hand meines Knechtes, Nebukadnezars, des Königs von Babel, gegeben; sogar die Tiere des Feldes habe ich in seinen Dienst gestellt;
7 und alle Völker sollen ihm und seinem Sohn und seinem Enkel dienen, bis auch die Zeit für sein Land kommt und viele Völker und mächtige Könige es unterjochen werden.
8 Es soll aber geschehen: das Volk und das Königreich, das Nebukadnezar, dem König von Babel, nicht dienen will und seinen Hals nicht unter das Joch des Königs von Babel beugen will, dieses Volk werde ich heimsuchen mit dem Schwert und mit Hungersnot und Pest, spricht der Herr, bis ich es durch seine Hand vertilgt habe.
9 So sollt ihr nun nicht auf eure Propheten hören, auf eure Wahrsager, auf eure Träumer, auf eure Zauberer und auf eure Beschwörer, die zu euch sagen: »Ihr werdet dem König von Babel nicht dienen!«
10 Denn sie weissagen euch Lügen, um euch aus eurem Land zu entfernen, damit ich euch vertreibe und ihr umkommt!
11 Das Volk aber, das seinen Hals unter das Joch des Königs von Babel bringt und ihm dient, das werde ich in seinem Land lassen, spricht der Herr, damit es dasselbe bebaue und bewohne.
12 Und ich redete mit Zedekia, dem König von Juda, entsprechend allen diesen Worten und sprach: Bringt euren Nacken unter das Joch des Königs von Babel und dient ihm und seinem Volk, so sollt ihr leben!
13 Warum wollt ihr sterben, du und dein Volk, durch Schwert, durch Hungersnot und Pest, wie es der Herr dem Volk angedroht hat, das dem König von Babel nicht dienen will?
14 Hört doch nicht auf die Worte der Propheten, die zu euch sagen: »Ihr werdet dem König von Babel nicht dienen!«, denn sie weissagen euch Lüge!
15 Denn ich habe sie nicht gesandt, spricht der Herr, sondern sie weissagen Lüge in meinem Namen, damit ich euch vertreibe und ihr umkommt samt den Propheten, die euch weissagen!
16 Auch zu den Priestern und zu diesem ganzen Volk redete ich und sprach: So spricht der Herr: Hört nicht auf die Worte eurer Propheten, die euch weissagen und sprechen: »Siehe, die Geräte des Hauses des Herrn werden jetzt bald wieder aus Babel zurückgebracht werden!«, denn sie weissagen euch Lüge.
17 Hört nicht auf sie; dient dem König von Babel, so sollt ihr leben! Warum soll diese Stadt zur Ruine werden?
18 Wenn sie aber wirklich Propheten sind und das Wort des Herrn bei ihnen ist, so sollen sie beim Herrn der Heerscharen Fürbitte einlegen, damit die übrigen Geräte, die noch im Haus des Herrn und im Haus des Königs von Juda und in Jerusalem vorhanden sind, nicht auch nach Babel kommen!
19 Denn so hat der Herr der Heerscharen gesprochen von den Säulen und dem Wasserbecken und von den Gestellen und von den übrigen Geräten, die in dieser Stadt übriggeblieben sind,
20 die Nebukadnezar, der König von Babel, nicht weggenommen hat, als er Jechonja, den Sohn Jojakims, den König von Juda, samt allen Vornehmen von Juda und Jerusalem gefangen von Jerusalem nach Babel führte —
21 denn so hat der Herr der Heerscharen, der Gott Israels, von den Geräten gesprochen, die im Haus des Herrn und im Haus des Königs von Juda und in Jerusalem übriggeblieben sind:
22 Sie sollen nach Babel gebracht werden und dort bleiben bis zu dem Tag, da ich nach ihnen sehen und sie wieder herauf an diesen Ort bringen werde! spricht der Herr.
Jeremia 28:13-17: Geh und rede zu Hananja und sprich: So spricht der Herr: Du hast ein hölzernes Joch zerbrochen, aber du hast ein eisernes Joch an seiner Stelle bereitet!
14 Denn so spricht der Herr der Heerscharen, der Gott Israels: Ich habe ein eisernes Joch auf den Hals aller dieser Völker gelegt, damit sie Nebukadnezar, dem König von Babel, dienstbar sein sollen, und sie werden ihm auch dienen, und ich habe ihm sogar die Tiere des Feldes gegeben!
15 Und der Prophet Jeremia sprach zu dem Propheten Hananja: Höre doch, Hananja! Der Herr hat dich nicht gesandt, sondern du hast dieses Volk dazu gebracht, daß es auf eine Lüge vertraut.
16 Darum, so spricht der Herr: Siehe, ich schaffe dich vom Erdboden weg; du wirst noch in diesem Jahr sterben, weil du Widerstand gegen den Herrn verkündet hast!
17 Und der Prophet Hananja starb in demselben Jahr, im siebten Monat.

 
Herzliche Einladung zum Gottesdienst!
 (parallel Kindergottesdienst)
 Predigt
Anbetungszeit
Einladung zum Mittagessen @ CCFG
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst
 Beginn: 10:30 Uhr 
 
Calvary Chapel Freier Grund 
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)
57290 Neunkirchen-Zentrum  

Sonntagszitat:
 
Wenn Menschen aufhören, an Gott zu glauben, 
glauben sie nicht an nichts, sondern an alles Mögliche. 
Das ist die Chance der Propheten - und sie kommen in Scharen. 
(Gilbert Keith Chesterton)
 
Die biblischen Propheten 
sind weder Hans-im-Glück-Leute noch Miesmacher, 
sondern sie unterscheiden die wahre Zukunft von der falschen. 
Man muss auf sie hören, auch wenn sie harte Worte sagen!
 (Walter Schäble)

Samstag, 27. Juni 2015

Das Vorbild des Hausrotschwanzes

Ich liebe es, morgens durch Singvögel geweckt zu werden. Wellensittiche gehören NICHT dazu! Diese Woche erschien das Bild eines Hausrotschwanzes in unserer Lokalzeitung. Da das Foto gut gelungen war, las man automatisch auch den Text dazu. Im Text heißt es über den Vogel, dass er bereits vor den Hühnern aufsteht und schon zwei Stunden vor Sonnenaufgang sein Lied singt.

Zwei Stunden, bevor der Tag lebendig wird, pfeift dieser Vogel sein Loblied in den Himmel.
Zwei Stunden, mitten in der Finsternis und Einsamkeit, wacht er wie durch eine innere Gewohnheit auf und singt seinem Schöpfer Lieder.
Dass er seinen Schöpfer nicht sehen kann, ist ihm dabei kein Hindernis. Er weiß, dass er in kurzer Zeit wieder versorgt und umsorgt wird.

Der Chinamissionar Hudson Taylor hatte das scheinbar auch gelernt. Über ihn heißt es „dass die Sonne an keinem Tag über China aufging, ohne dass sie Hudson Taylor auf den Knien fand.“

Auch Paulus und Silas scheinen das praktiziert zu haben, als sie den Herrn in Einsamkeit und Schmerzen mitten in tiefster Finsternis des Gefängnisses in Philippi lobten. Auch ich möchte das lernen – den Tag mit Lob zu beginnen, auch wenn es um mich (und vielleicht in mir) noch recht finster ist. Auch dann, wenn das Leben noch gar nicht begonnen zu haben scheint und wenn ich im bloßen Vertrauen zu Loben beginne, dass es irgendwann schon hell werden wird. Der Hausrotschwanz zählt zu den ersten gesangsaktiven Vögeln des Tages. Ich möchte zu den ersten Anbetern des Tages gehören!

Dabei kommt es nicht auf die „Schönheit“ unseres Lobes an, egal ob wir es singen oder aussprechen. Über den Gesang des Hausrotschwanzes heißt es, dass der Mittelteil eher einem kratzenden Geräusch ähnelt. Ein kratzendes Geräusch ist besser als gar keins. Krächzen zeigt, dass Leben vorhanden ist. Stille lässt den Tod befürchten. Schön ist Lob immer (!), wenn es aus aufrichtigem Herzen kommt.

Schließlich heißt es über den Hausrotschwanz, dass er als ungefährdet eingestuft wird und sogar zu den Singvögeln gehört, deren Zahl in den letzten Jahren europaweit leicht angestiegen ist. Das soll der letzte Vergleich für heute sein. Das wäre doch prima, wenn die Zahl der Anbeter in Europa (und darüber hinaus) in den nächsten Jahren ansteigen würde. Der Herr auf jeden Fall würde geehrt und sich freuen, denn es heißt in Johannes 4:23:

Es kommt aber die Stunde und ist jetzt,
da die wahren Anbeter den Vater 
in Geist und Wahrheit anbeten werden;
denn auch der Vater sucht solche als seine Anbeter.

Freitag, 26. Juni 2015

Erstaunliche Gnade (2)

Der Text der gestrigen Andacht hat mich so begeistert, dass ich ein wenig weitergeforscht habe. Dabei bin ich auf Bibelstellen gestoßen, die weiteres Licht auf Gottes Gnade werfen. Ohne viel zu kommentieren hier die Verse der herrlichen Gnade Gottes aus Seinem Wort:

2 Mose 34:6: 
Und der Herr ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: Der Herr, der Herr, der starke Gott, der barmherzig und gnädig ist, langsam zum Zorn und von großer Gnade und Treue;

4 Mose 14:18: 
Der Herr ist langsam zum Zorn und groß an Gnade; er vergibt Schuld und Übertretungen, obgleich er keineswegs ungestraft läßt, sondern die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern, bis in das dritte und vierte Glied.

Psalm 30:6: 
Denn sein Zorn währt einen Augenblick, seine Gnade aber lebenslang; am Abend kehrt das Weinen ein und am Morgen der Jubel.

Psalm 86:15: 
Du aber, Herr, bist ein barmherziger und gnädiger Gott, langsam zum Zorn und von großer Gnade und Treue.

Jesaja 54:8: 
In überwallendem Zorn habe ich einen Augenblick mein Angesicht vor dir verborgen; aber mit ewiger Gnade will ich mich über dich erbarmen, spricht der Herr, dein Erlöser.

Jesaja 60:10: 
Und Fremdlinge werden deine Mauern bauen und ihre Könige dich bedienen; denn in meinem Zorn habe ich dich geschlagen, aber in meiner Gnade erbarme ich mich über dich.

Micha 7:18: 
Wer ist ein Gott wie du, der die Sünde vergibt und dem Überrest seines Erbteils die Übertretung erläßt, der seinen Zorn nicht allezeit festhält, sondern Lust an der Gnade hat?

Johannes 1:16:
Und aus seiner Fülle haben wir alle empfangen Gnade um Gnade.

Diese Verse sollten reichen, unsere Herzen zu erfreuen, zu trösten, zu stärken oder mit Zuversicht in diesen Tag zu senden.

Die Gnade des Herrn sei mit Dir!

Donnerstag, 25. Juni 2015

Erstaunliche Gnade

„Wie wäre es, wenn Gott so wär’ wie ich und gleich erschlüg’ was ihm missfällt – wer könnte dann vor Ihm besteh’n?“ So sang Manfred Siebald vor vielen Jahren in einem seiner Lieder, nachdem er zuvor darüber informiert hatte, wie diese vollblöde Fliege wie hirnlos um die Lampe rumflog und ihn nervte. Na ja, da hatte er sie halt totgeschlagen.

Tja, wie wäre es wirklich, wenn Gott jedesmal drauflos schlagen würde, wenn wir Ihm missfallen? Also ich wäre bestimmt schon 10.000 Tode gestorben. Aber Gott ist anders.

Meine Morgenwache führte mich gestern ins 36. Kapitel des Propheten Hesekiel. Hesekiels Dienstzeit lag größtenteils in Babylon. Ein Großteil des Volkes Israel war bereits dort in der Gefangenschaft, ein weiterer Teil würde folgen. Israel hatte über die Jahrhunderte eine Halsstarrigkeit entwickelt, die Seinesgleichen suchte. Der Überrest in Judäa war genauso unbeugsam wie die Schar, die bereits in Babylon war. Dennoch bezeichnet Gott den (entweihten) Boden Israels immer noch als „mein Land“ (Vs 5) und die (immer noch unbeugsamen) Juden als „mein Volk“. Diese Einstellung der Gnade drückt Paulus mit den himmlischen Worten in Römer 11:29 aus:

Denn Gottes Gnadengaben und Berufung können ihn nicht reuen.

Wie groß diese unverdiente Gnade Gottes ist, stellt man fest, wenn man Hesekiel 36 liest. Gott erklärt, dass Israel Gottes Land verunreinigte, darum unter die Völker zerstreut wurde und dort den Namen ihres Gottes weiterhin entweihte. Gott aber, dessen Ehre sie hätten verbreiten sollten, erklärt (Vs 23):

Darum will ich meinen großen Namen wieder heilig machen, der vor den Heidenvölkern entheiligt worden ist, den ihr unter ihnen entheiligt habt! Und die Heidenvölker sollen erkennen, daß ich der Herr bin, spricht Gott, der Herr, wenn ich mich vor ihren Augen an euch heilig erweisen werde.

Gott wird nicht nur die Ehre Seines Namens wiederherstellen. Das hätte Er auf tausendfältige Weise ohne Israel tun können. Er will es aber durch Sein Volk Israel tun. Sie sollen Instrumente werden, durch die Er Seine Herrlichkeit unter den Nationen aufrichten möchte – ganz so, wie es von Anfang an geplant war. DAS ist Gnade!

Ja, tausend Mal hätte Gott Grund gehabt, uns im Zorn zu verwerfen und uns unserem Schicksal hinzugeben. Aber er hat es nicht getan. Und nicht wir haben dafür gesorgt, dass es so ist. Er selbst hat es so gewollt. Betreffs des Landes erklärt Er:

Denn siehe, ich will mich wieder zu euch wenden und euch mein Angesicht zuwenden, dass ihr angebaut und besät werdet. Und ich will viele Menschen auf euch wohnen lassen, das ganze Haus Israel insgesamt ... (36:9+10)

Betreffs Seines Volkes erklärt Er: (Vs 11, 15, 24-26)
Ich will Menschen und Vieh auf euch zahlreich machen, und sie werden sich mehren und fruchtbar sein; ich will euch bevölkern wie in alten Zeiten und euch mehr Gutes erweisen als je zuvor; und ihr sollt erkennen, daß ich der Herr bin! ... Und ich will dich nicht mehr die Schmähung der Nationen hören lassen, und das Höhnen der Völker sollst du nicht mehr ertragen müssen; ... Denn ich will euch aus den Heidenvölkern herausholen und aus allen Ländern sammeln und euch wieder in euer Land bringen. Und ich will reines Wasser über euch sprengen, und ihr werdet rein sein; von aller eurer Unreinheit und von allen euren Götzen will ich euch reinigen. Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres legen; ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben;

Ich will ... das sind nur einige der vielen Aussagen in Hesekiel 36, die bezeugen, dass Gott (gnädig sein) will. Seine Gnade ist unveränderlich, ewig, für Dich und für mich!

Mittwoch, 24. Juni 2015

Die Gaben des Heiligen Geistes

In unserer Bibelstunde lernen wir seit einigen Monaten, was Gottes Wort uns über die Geistesgaben zu sagen hat. Es tut gut, ein so umstrittenes Thema auf der Grundlage der Bibel zu betrachten und zu lernen, was Gott darüber sagt. Was Menschen darüber sagen ist bruchstückhaft, zerrissen, und theologisch gefärbt – grad so, wie die theologische Richtung es lehrt, aus der man kommt. Gottes Wort richtet sich nicht nach unseren theologischen Auffassungen – im Gegenteil, es sollte sie prägen.

Jeder Christ hat vom Herrn Talente empfangen, die ihm bereits in die Wiege gelegt wurden. David preist den Herrn in Psalm 139:13-16 mit den Worten:

Du hast alles in mir geschaffen und hast mich im Leib meiner Mutter geformt. Ich danke dir, dass du mich so herrlich und ausgezeichnet gemacht hast! Wunderbar sind deine Werke, das weiß ich wohl. Du hast zugesehen, wie ich im Verborgenen gestaltet wurde, wie ich gebildet wurde im Dunkel des Mutterleibes. Du hast mich gesehen, bevor ich geboren war. Jeder Tag meines Lebens war in deinem Buch geschrieben. Jeder Augenblick stand fest, noch bevor der erste Tag begann.

Gott hat uns gemacht, Talente und Fähigkeiten schon in unserer embyonalen Entwicklung in uns hineingelegt, um Ihm damit zu dienen. Wer später Sein Leben Jesus anvertraut, erhält noch einmal zu dem Segen, der allen Gotteskindern gemeinsam ist (z.B. Vergebung, Rechtfertigung, Ewiges Leben ...) Gaben geschenkt, die der Heilige Geist als „Werkzeuge“ verteilt, um Ihm damit zu dienen.

Über die Gaben des Heiligen Geistes gibt es viele Aussagen, die allgemein anwendbar sind:

Die Gaben des Heiligen Geistes sind zum Nutzen aller gegeben. Die ganze Gemeinde soll davon profitieren:
Jedem wird aber das offensichtliche Wirken des Geistes
zum allgemeinen Nutzen verliehen. (1 Korinther 12:7)

Die Gaben des Heiligen Geistes werden nach dem Willen des Geistes verteilt, nicht nach unseren Wünschen:
Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist,
der jedem persönlich zuteilt, wie er will. (1 Korinther 12:11)

Die Gaben des Heiligen Geistes sollen Jesus Ehre bringen:
Und alles, was ihr tut, das tut von Herzen, 
als für den Herrn und nicht für Menschen. (Kolosser 3:23)

Die Gaben des Heiligen Geistes sollen zur Erbauung der Gemeinde eingesetzt werden:
Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder von euch etwas:
einen Psalm, eine Lehre, eine Sprachenrede,
eine Offenbarung, eine Auslegung;
alles laßt zur Erbauung geschehen! (1 Korinther 14;26)

Die Gaben des Heiligen Geistes sind allesamt erstrebenswert, einige ganz besonders:
Strebt nach der Liebe,
doch bemüht euch auch eifrig um die Geisteswirkungen;
am meisten aber, daß ihr weissagt! (1 Korinther 14:1)

Die Gaben des Heiligen Geistes sollen nach Gottes Gebrauchsanweisung eingesetzt werden:
Lasst aber alles ehrbar und ordentlich zugehen.
(1 Korinther 14:40)

Die Gaben des Heiligen Geistes sind allesamt gut:
Wenn nun ihr, die ihr böse seid,
euren Kindern gute Gaben zu geben versteht,
wieviel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben,
die ihn bitten! (Matthäus 7:11)

Es sind interessante und lehrreiche Themen, die wir zur Zeit durchnehmen. Eigentlich macht es traurig, dass ein Thema wie das der Gaben des Heiligen Geistes so kontrovers und manchmal feindselig diskutiert wird. Tatsache ist: Gott meint es gut mit uns und möchte uns mit Seinem himmlischen Handwerkszeug beschenken, damit Seine Gemeinde gebaut wird zu Seiner Ehre.

Heute Abend schließen wir das Thema „Gabe der Zungenrede“ ab und schauen uns die „Gabe der Auslegung der Zungenrede“ an. Herzliche Einladung an alle.

Zu Seiner Ehre! Zur Verbreitung Seines Reiches! Zur Erbauung Seiner Gemeinde!

Dienstag, 23. Juni 2015

Wie kommt’s?

Vor einer Woche haben wir festgestellt, dass wir das Gebet verkompliziert haben. Wir haben uns gefragt: Wie kommt’s? Warum sind alle Gemeindestunden besser besucht als die wichtigste – die Gebetsstunde? Die Antwort vor einer Woche war: Wir machen es uns zu kompliziert. Statt einfach mit unserem Papa im Himmel zu reden, haben wir Rituale entwickelt, die uns zu mühsam werden, sie zu erfüllen. Also lassen wir es ganz sein und gewöhnen uns daran, als Gemeinschaft nicht mehr miteinander zu beten. Diese Antwort war nur eine von vielen. Und auch der heutige Eintrag kratzt nur an der Oberfläche. Denn Satan’s Köcher mit feurigen Pfeilen ist unerschöpflich. Trotzdem: Hier einige weitere Antworten:

Viele Gebetsstunden sind verwaist, weil Christen nicht mehr glauben, dass jede Arbeit auf Gebet gegründet sein muss. Weil wir singen, predigen, uns unterhalten, helfen, begleiten, bauen und organisieren können, fehlt uns die Einsicht, dass all das ohne Gebet nutzlos ist.

So ist also weder der etwas, welcher pflanzt, noch der,
welcher begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.
(1 Korinther 3:7)

Viele Gebetsstunden sind verwaist, weil Christen sie wertloser einstufen als andre Aktivitäten. Wenn eine Gemeindestunde gestrichen werden muss, weil „zu viel los ist“, man „eine Pause braucht“ oder „jeden Abend etwas anderes läuft“, streichen viele zuerst das, was man nicht so sieht – und schwupps – hat man sich das Herz aus dem Leib gerissen.

Und er kommt zu den Jüngern und findet sie schlafend
und spricht zu Petrus: Könnt ihr also nicht eine Stunde mit mir wachen?
(Matthäus 26:40)

Viele Gebetsstunden sind verwaist, weil Gebet Arbeit und Konzentration bedeutet. Es ist leichter, eine Gemeindestunde zu besuchen, in der man passiv bleiben kann als solche, in der man aktiv eingebunden wird.

Und als er im Kampf war, betete er heftiger. (Lukas 22:44)

Viele Gebetsstunden sind verwaist, weil im Fernseher ein neuer Tatort, ein UEFA / Championsleaguespiel oder eine interessante Doku läuft.

Da stellte ich die zuständigen Männer zur Rede:
"Warum wird der Tempeldienst so vernachlässigt?"
(Nehemia 13:11)

Viele Gebetsstunden sind verwaist, weil die Gestaltung dieser Stunden mehr zum Schlafen als zum Beten einlädt. (Auch daran muss man arbeiten)

Ich bete immer für euch und tue es mit frohem Herzen. (Philipper 1:4)

Viele Gebetsstunden sind verwaist, weil Gebete zu lang, zu "gesalbt" oder zu ungläubig-allgemein sind. Wenn Menschen – jung im Glauben – in die Gebetsstunde einer Gemeinde kommen, sollten sie Gebete hören, durch die sie das Beten lernen können: kurz, natürlich, konkret und inbrünstig!

 Weiter sage ich euch: Wenn zwei von euch auf Erden
übereinkommen über irgend eine Sache, für die sie bitten wollen,
so soll sie ihnen zuteil werden von meinem Vater im Himmel.
(Matthäus 18:19)

Und schließlich – viele Gebetsstunden sind verwaist, weil Gottes Volk fleißig ist, Ausreden zu finden und träge ist, zu beten.

Ihr habt es nicht, weil ihr nicht bittet. (Jakobus 4:2)

Wenn Gebet zur Gesetzeserfüllung wird, ist es nutzlos.
Wenn Gebet das Gespräch mit unserm Vater im Himmel ist, ist es ausschlaggebend und explosiv.
Gebet ist durch nichts zu ersetzen! Nicht durch zusätzlichen Einsatz, nicht durch weitere Dienste und auch nicht durch mehr Mitarbeiter. Gebet ist unersetzlich!

Wenn nun ihr, die ihr böse seid,
euren Kindern gute Gaben zu geben versteht,
wieviel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben,
die ihn bitten! (Matthäus 7:11)

Montag, 22. Juni 2015

Besser als der Klempner!

Jemand entdeckte in Südafrika den Lieferwagen eines Klempners, auf dessen Seiten der Werbeslogan zu lesen war:

„Kein Platz ist zu tief, zu dunkel oder zu schmutzig für uns“

Volltreffer! Solche Klempner brauchts. Wenn die dann noch arbeiten ohne zu Meckern, dann kann der Kunde zufrieden sein. Aber es gibt Tiefen, Dunkelheiten und Schlammgruben, in die kein Klempner der Welt einsteigen würde: Die Abgründe des menschlichen Herzens. Da muss jemand anders ran. Da würde man auch niemanden ranlassen, dem man später noch in die Augen schauen muss.

Was für Tiefen hat die Menschheit erlebt unter Menschen, die schlimmer waren als Tiere, ob das Regierungen waren in Kambodscha, der Sowjetunion, den USA oder in Deutschland. Ob das die kirchlichen Folterkammern des Mittelalters waren oder die ideologischen der heutigen Zeit. Die Tiefen der Abartigkeit und der Unmenschlichkeit sind unvorstellbar.

Was für Dunkelheiten des Leids haben Menschen erlebt. Eltern werden ihrer Kinder beraubt, Kinder ihrer Eltern.  Menschen verbringen ein Leben lang in quasi absoluter Isolation (Beispiel: Hellen Keller war taub, stumm und blind). Unbeschreibliches Leid wird in unsere Wohnzimmer geflimmert, wenn irgendwo auf der Welt Tsunamis, Erdbeben oder andere Katastrophen zuschlagen. Die traumatisierten Blicke der Kinder, die in der vergangenen Woche im türkischen Erdbebengebiet nach Tagen der Verschüttung zu sehen waren, müssen erschüttern. Nie wieder wird ihr Leben dasselbe sein können.

Was für Schlammgruben haben Menschen erlitten und erleiden sie bis heute. Man wagt es nicht, sich vorzustellen, was in den Herzen der geschätzten 3-4 Millionen Kinder vorgeht, die zur Prostitution gezwungen oder verkauft werden – von den Erwachsenen im Gewerbe hier mal abgesehen. Was für Schlammgruben tun sich auf in Politik und Wirtschaft, wo Gesundheit und Menschenwürde dem Mammon geopfert werden.

Tiefen, Dunkelheiten und Schlammgruben, in die kein Klempner einsteigen kann oder würde. Zu höllisch tief, zu stockfinster, zu teuflisch! Wer würde da hineinkommen wollen?

JESUS!

In Johannes 1:5 wird über JESUS, das Licht der Welt gesagt:

„Und das Licht leuchtet in der Finsternis, 
und die Finsternis hat es nicht begriffen.“

Die bodenlose Tiefe, in die die Menschheit gefallen ist, die hoffnungslose Finsternis, die Schlammgruben des Entsetzens – nichts konnte JESUS abhalten.

Vielleicht sind Tiefen, Dunkelheiten und Schmutzgruben Deines Lebens nicht so extrem, wie sie hier beschrieben werden. Aber vielleicht erzeugen sie dennoch eine lähmende Hoffnungslosigkeit in Deinem Herzen. Dafür ist JESUS heute da! Bring Deine Tiefen, Dunkelheiten und Sünden zu Ihm. JESUS ist das Licht, das Dein Leben hell macht. Du kannst Dich weiter fallen lassen, Dich weiter in der Dunkelheit beselbstmitleiden, und weiter in Deiner Sünde verzweifeln. Oder Du kannst zu JESUS schreien und Seine Hand fassen. Das ist die bessere Entscheidung, denn JESUS wird Dir begegnen! (w)