„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 25. März 2014

Und Er erhört uns doch!

In einem ihrer Rundschreiben berichtet Open Doors von Bibel Verteilaktionen in China in den Jahren 1972 und 1981. Über 1 Million Bibeln wurden durch diese Organisation, die sich für verfolgte Christen einsetzt, ins Land gebracht. Überall im Land verbreiteten Gottes Kinder diese Bibeln. Das Resultat: Hausgemeinden wachsen und wo Bibeln verteilt werden, wird der Glaube unkontrollierbar. Selbst die staatlich kontrollierten Kirchen werden mehr und mehr zu lebendigen Gemeinden. Konservativ geschätzt kommen in China täglich 10.000 Menschen zu Glauben.

In derselben Ausgabe berichtet das Werk über die Freilassung des Usbekischen Christen, Dmitry Shestakov. 4 Jahre war er in Haft. Weltweit wurde für ihn gebetet, auch von Lesern dieses Blogs. Jetzt ist er frei!

Über Monate riefen verschiedene Organisationen zum Gebet auf für den inhaftierten, beinamputierten Said Musa. 9 Monate wurde der Vater von sechs Kindern wegen „Abfall vom Islam“ in Afghanistan inhaftiert. Am 21. Februar durfte er das Land mit unbekanntem Ziel verlassen.

Anfang 2011 schaute die Welt recht pessimistisch auf die Volksabstimmung über die Unabhängigkeit des christlichen Südsudan. Die Christenheit betete! Wider Erwarten wurde es eine friedvolle Abstimmung mit überwältigender Zustimmung für die Unabhängigkeit. UND DIE REGIERUNG AKZEPTIERTE DAS ERGEBNIS! Die Trennung wurde wirksam, für bleibenden inneren Frieden muss weiter gebetet werden.
Das sind einige Beispiele, die bezeugen, wie Gott Gebet erhört. Andere Organisationen berichten über eigene Erfahrungen mit Gott. Gleichzeitig erfahren Christen täglich rund um die Welt, wie Gott ihnen zur Seite steht, ihren Dienst in Schwachheit gebraucht, Menschen rettet, tröstet, heilt, leitet oder bewahrt.

Ich erinnere mich an einen Abend, an dem ich nicht an der wöchentlichen Gebetsversammlung unserer Gemeinde teilnehmen konnte. Parallel dazu hatte ich eine andere Verpflichtung. Allerdings lief für mich der Abend so gut, dass ich mich selbst wunderte. Noch am selben Abend erfuhr ich, dass im Gebetskreis verstärkt für mich gebetet worden war. Gott hatte diese Gebete klar und deutlich erhört.

Wir haben einen Gott, der lebt, der hört, der sich kümmert und der in unserem Leben aktiv sein möchte. Keiner soll sagen: Gott schweigt! Er redet, Er hört und Er erhört.
 
Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; 
klopft an, so wird euch aufgetan!
Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; 
und wer anklopft, dem wird aufgetan. (Matthäus 7:7) (W)

Montag, 24. März 2014

Wem gehört das Gesicht?

In seinem Buch: “Kind in seinen Armen” zitiert Brennan Manning eine Geschichte aus einem anderen Buch.*  Er schreibt von einem kleinen Jungen, der ständig ein in Granit gemeißeltes Gesicht anstarrt. Gleichzeitig fragt er die Touristen, die durch seinen Heimatort kommen, ob sie wissen, wem dieses Gesicht auf dem Berg gehört. Aber seine Mühe ist vergeblich. Niemand kennt die Person, der das Gesicht gehört. Der Junge wird älter, geht durch die Blüte seines Lebens und wird alt. Aber er kann seinen Blick nicht wegnehmen von der in den Berg gemeißelten Form. Bei jeder Gelegenheit schaut er hin und studiert das Gesicht. Und eines Tages geschieht es – ein Tourist sieht den Jungen, der jetzt zum Greis gealtert ist und ruft voller Erstaunen aus: Sie sind das in den Berg gemeißelte Gesicht.

Ich muss an Dagobert Duck denken, den geldbesessenen Onkel von Donald Duck. Dagobert baut Silos und Bäder, in denen er in seinem Geld schwimmen kann. Seine Augen werden immer wieder mal mit dem $ Zeichen dargestellt.

Ich muss auch an die wettergegerbten Fischer auf den Philippinen denken, die wir oft bei ihrer Arbeit beobachten konnten. Sie waren oft stundenlang Tag für Tag den Elementen ausgesetzt. Mal war es Regen, ein andermal Sonne, immer die salzige Luft und der Wind des Meeres. Ihre Haut gab Zeugnis davon.

Und was hat das mit dem Jungen in der ersten Geschichte zu tun? Nun, was wir in all diesen Beispielen sehen, ist die Tatsache: Wir werde von dem geprägt, dem wir uns aussetzen. Das ist unvermeidbar.

Der Junge in der Geschichte setzte sich sein Leben lang dem Gesicht im Berg aus. Am Ende seines Lebens waren die Züge des „Berggesichts“ in seinem eigenen Gesicht eingeschrieben.

Als Mose auf dem Berg für mehrere Wochen die Herrlichkeit des Herrn sehen durfte, kam er vom Berg herab und sein Angesicht leuchtete. Diese Erfahrung – je nach Intensität – haben seither Millionen Menschen auf der ganzen Welt gemacht. Verbring Zeit mit Gott und die Zeit mit Gott wird Dich prägen – Dein Leben, Dein Handeln, Deine Einstellungen, Dein Reden, ja, sogar den Blick Deiner Augen und Deine Ausstrahlung.

Es gibt nichts Größeres! Es gibt nichts Herrlicheres, nichts Erfüllenderes, keine größere Freude. Aber um das zu erfahren, bedarf es der Zeit mit Jesus. Dabei sollten wir diese Zeit nicht nur in Stunden oder Minuten messen, sondern in Intensität und Regelmäßigkeit.

Ich habe einen vielbeschäftigten Familienvater gekannt. Er begleitete ein hohes Amt und war sehr oft unterwegs. Er stand früh auf und hatte oft am Abend noch Termine. Seine Zeit war knapp bemessen, auch seine Zeit mit seiner Frau und den Kindern. Was seine Familie zu einer guten christlichen Familie machte, war nicht in erster Linie die Quantität der Zeit, sondern die Qualität. In seinem Fall segnete der Herr mit Qualität was an Quantität nicht machbar war. Allerdings, und das muss hinzugefügt werden, verbrachte er trotz seiner vielen Arbeit viel Zeit damit, Jesus, seinen Herrn anzublicken. Das prägte sein Leben, sein Handeln, seine Einstellungen, sein Reden, ja, sogar den Blick seiner Augen und seine Ausstrahlung.

Nimm Dir Zeit mit Jesus. Nimm Dir Zeit, auf Ihn zu blicken. Lies die Beschreibungen über Sein Leben in der Bibel (Evangelien). Hör auf Seine Worte an Dich (in der Bibel), rede mit Ihm, als würdest Du Ihn sehen. Lerne von Ihm, blick auf Ihn. Wenn Dir die Zeit fehlt, lass Dein Frühstück ausfallen, oder Dein Mittagessen, die Sportschau oder den Krimi, das Fitness Center oder das Treffen mit Freunden. Jesus ähnlicher werden, indem wir täglich Zeit mit Ihm verbringen ist nie Verlust, immer Gewinn. Auf die tägliche Begegnung mit Ihm zu verzichten, ist immer Verlust, nie Gewinn. Und: Er ist schon bereit! Er wartet!  

* “The face on the mountain“ von Nathaniel Hawthorne

Sonntag, 23. März 2014

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat:

Predigttext: Markus 9:42-50
 42 Wer aber einem der Kleinen, die an mich glauben, Anstoß zur Sünde gibt, für den wäre es besser, daß ein Mühlstein um seinen Hals gelegt und er ins Meer geworfen würde.
43 Und wenn deine Hand für dich ein Anstoß zur Sünde wird, so haue sie ab! Es ist besser für dich, daß du als Krüppel in das Leben eingehst, als daß du beide Hände hast und in die Hölle fährst, in das unauslöschliche Feuer,
44 wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.
45 Und wenn dein Fuß für dich ein Anstoß zur Sünde wird, so haue ihn ab! Es ist besser für dich, daß du lahm in das Leben eingehst, als daß du beide Füße hast und in die Hölle geworfen wirst, in das unauslöschliche Feuer,
46 wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.
47 Und wenn dein Auge für dich ein Anstoß zur Sünde wird, so reiß es aus! Es ist besser für dich, daß du einäugig in das Reich Gottes eingehst, als daß du zwei Augen hast und in das höllische Feuer geworfen wirst,
48 wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.
49 Denn jeder muß mit Feuer gesalzen werden, wie jedes Opfer mit Salz gesalzen wird.
50 Das Salz ist etwas Gutes; wenn aber das Salz salzlos wird, womit wollt ihr es würzen? Habt Salz in euch und haltet Frieden untereinander!

Singen! 
Hören! 
Seelsorge (Angebot)
persönliches Gebet! (Angebot)
Gemeinschaft
Einladung zum Mittagessen!
Beginn: 10:30 Uhr   

Herzlich willkommen! Bring Freunde mit!
Wir freuen uns auf Dich!
 
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)
57290 Neunkirchen-Zentrum
Sonntagszitat:

"Richte nicht! Du kennst die Lebensgeschichte des anderen nicht. 
Überlass das Gott!"
 (unbekannt)


Samstag, 22. März 2014

Nutzlose Rettungsstation

Ich finde die folgende Geschichte dermaßen beeindruckend, dass ich sie hier erneut abdrucken möchte.

An einer gefährlichen Küste befand sich vor Zeiten eine kleine armselige Rettungsstation. Die Küste war schon vielen Schiffen zum Verhängnis geworden. Deshalb hatte sich eine Handvoll Freiwilliger hier eine kleine Hütte gebaut, um den Wachdienst zu versehen. Zu dieser Rettungsstation gehörte nur ein einziges Boot. Mit diesem wagte sich die kleine mutige Mannschaft immer wieder, bei Tag und bei Nacht, auf das Meer hinaus, um die Schiffbrüchigen zu retten.


Es dauerte nicht lange, daß dieser kleine Stützpunkt bald überall bekannt wurde. Viele der Geretteten und auch andere Leute aus der Umgebung waren gern bereit, die armselige Station mit Geld zu unterstützen. Die Zahl der Gönner wuchs. So konnte man sich neue Boote kaufen und neue Mannschaften schulen.

Mit der Zeit gefiel den Gönnern die kleine ärmliche Hütte nicht mehr. Die Geretteten, sagte man, benötigten doch einen etwas komfortableren Ort als erste Zufluchtsstätte. Deshalb beschloß man, die provisorischen Lagerstätten durch richtige Betten zu ersetzen. Man erweiterte das Gebäude und stattete alle Räume mit schöneren Möbeln aus. Auf diese Weise wurde die Rettungsstation allmählich zu einem beliebten Aufenthaltsort. Die Station diente den Männern als Clubhaus, in dem man gesellig beieinander sein konnte.

Gleichzeitig geschah aber auch etwas sehr Verständliches: immer weniger Freiwillige waren bereit, mit auf Bergungsfahrt zu gehen. Was tat man? Man heuerte für die Rettungsboote eine eigene Besatzung an. Immerhin schmückte das Wappen des Seenotdienstes noch überall die Räume, und von der Decke des Zimmers, in dem gewöhnlich der Einstand eines neuen Clubmitgliedes gefeiert wurde, hing das Modell eines großen Rettungsbootes.

Und nun passierte folgendes: Vor der Küste scheiterte ein großes Schiff, und die angeheuerten Seeleute kehrten mit ganzen Bootsladungen Frierender und Halbertrunkener zurück. Unter ihnen befanden sich Schwarze und Orientalen. In dem schönen Clubhaus entstand Chaos. Das Verwaltungskomitee ließ deshalb gleich danach Duschkabinen im Freien errichten, damit man die Schiffbrüchigen vor Betreten des Clubhauses gründlich säubern könne.

Bei der nächsten Versammlung gab es eine Auseinandersetzung unter den Mitgliedern. Die meisten wollten den Rettungsdienst einstellen, weil er unangenehm und dem normalen Clubbetrieb hinderlich sei. Einige jedoch vertraten den Standpunkt, daß Lebensrettung die vorrangige Aufgabe sei und daß man sich auch noch als "Lebensrettungsstation" bezeichne. Sie wurden schnell überstimmt. Man sagte ihnen: Sie könnten ja auch woanders ihre eigene Rettungsstation aufmachen, wenn ihnen das Leben all dieser angetriebenen schiffbrüchigen Typen so wichtig sei.

Das taten sie dann auch. Sie fingen ganz von vorne an mit einer kleinen erbärmlichen Hütte. Ihr guter Ruf aber verbreitete sich sehr schnell. Es gab neue Gönner, und es entstand ein neues Clubhaus... Die neue Station wandelte sich genauso wie die erste. Und so kam es dann schließlich zur Gründung einer dritten Rettungsstation. Doch auch hier wiederholte sich die alte Geschichte. Zuerst gab es wieder nur eine kleine erbärmliche Hütte. Aber der gute Ruf verbreitete sich schnell; es gab Gönner; es wurde ein Clubhaus aus gebaut…

Wenn man heute diese Küste besucht, findet man längs der Uferstraße eine beträchtliche Reihe exclusiver Clubs. Immer noch wird die Küste vielen Schiffen zum Verhängnis; nur - die meisten der Schiffbrüchigen ertrinken!

Theodore WEDEL  aus: Modelle beratender Seelsorge (Chr. Kaiser Verlag München 31985) 9f (erstmals englisch erschienen 1953).

Freitag, 21. März 2014

Erweckung, wenn …

Wenn die Schlafenden aufwachen …
Wenn die Lauwarmen Feuer fangen …
Wenn die Unehrlichen bekennen …
Wenn die Schlechtgelaunten sich freuen …
Wenn die Zerstrittenen sich versöhnen …
Wenn die Plappermäuler verstummen …
Wenn die wahren Christen aufstehen …
Wenn die ausgetrockneten Knochen neu aufleben …
Wenn die Gemeinde zu Beten beginnt …

… dann haben wir Erweckung! (nach R. G. Lee)

Herausfordernde, nachdenkenswerte und erstrebenswerte Worte. Allerdings kann das nicht “gemacht” werden. Erweckungsgeschichtlich gesehen, haben wohl alle Erweckungen mit dem letzten Punkt begonnen. Erweckungen begannen durch Gebet und wurden unter Gebet geboren. Im Folgenden ein paar Gedanken zum Thema aus einem früheren Eintrag:

Susannah Wesley: (1669 – 1749)
… war die Mutter von John Wesley, dem Gründer der Methodistenkirche. Sie hatte 19 (!) leibliche Kinder und dennoch nahm sie sich jeden Tag um die Mittagszeit eine Stunde Zeit zum Gebet. Zwei ihrer Kinder sind in die Kirchen- und erweckungsgeschichte eingegangen: John und Charles Wesley.

John Wesley: (1703 – 1791)
John Wesley war Erweckungsprediger, durch den Tausende zu Jesus fanden. In seinen Worten: "Das wichtigste im Leben ist das Gebet. Wenn ich das Gebet auch nur einen Tag vernachlässige, verliere ich einen großen Teil meines Glaubensfeuers."

Charles Finney (1792-1878)
Er war Erweckungsprediger Gottes in Amerika und begrenzt in Europa. Sein Dienst war ein Dienst des Gebets, über das er sagt: "Wollt ihr etwas erreichen, so müsst ihr viel beten. Sollen eure Gebete Erhörung finden, so müsst ihr im Namen Jesu beten. Ihr könnt auch nicht erhörlich beten, wenn ihr nicht allen euren Sünden den Abschied gebt. Ihr müsst im Glauben beten und erwarten, dass ihr das, worum ihr bittet, auch erhalten werdet."

Dwight L. Moody (1837-1899) 
Auch ein Erweckungsprediger, der bezeugt: "Am Morgen bete ich zwei Stunden, dass Gott Seelen rettet und den Rest des Tages helfe ich Gott dabei, mein Gebet zu erhören."

Der Autor des Buches „Koreas Beter“. R. Monod schreibt: 
„… Das ist unsere reguläre Gebetsstunde“, wurde mir gesagt. „Mitten in der Woche?“ fragte ich ungläubig. „Nicht am Sonntag, wenn die Gemeindeglieder Zeit haben?“ – „Ja, wir kommen täglich hier zusammen“, wurde mir erklärt. Wieder verschlug es mir den Atem. „Wie viele Menschen sind denn das?“ wollte ich wissen. „Beinahe dreitausend, die ganze Gemeinde.“ Ich war wie verstört und stellte das Fragen ein.“

Apostelgeschichte 4, 31:
„Und als sie gebetet hatten, bewegte sich die Stätte, wo sie versammelt waren: und sie wurden alle mit dem Heiligen Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimütigkeit.“

Erweckung ohne Gebet wird es wohl nicht geben. Erweckung ist immer Gott geschenkt.
Die erwähnten Zitate und Beispiele sollen nicht frustrieren. Sie sollen ermutigen und inspirieren. Gott erhört Gebet. Gott verspricht, Gebet zu erhören. Gott verspricht, Gebet für Erweckung zu erhören.

Donnerstag, 20. März 2014

Wohlhabend und Weltmeister - aber keine Gewinner!

  • Im Jahr 2006 hatten die privaten Haushalte in Deutschland laut Bericht der Bundesbank insgesamt 4,5 Billionen Euro auf der hohen Kante – fünf Prozent mehr als im Jahr davor.
  • Im Jahr 2007 – so veröffentlichte eine Finanzberatung – waren die Deutschen so wohlhabend wie nie zuvor.
  • Im Jahr 2008 schätzen Volkswirte der „Dresdner Bank“, dass die Deutschen so wohlhabend sind, wie nie zuvor.
  • Im Jahr 2009 hatte sich das Geldvermögen deutscher Privatanleger (gemäß MPC Capital) auf ein Rekordhoch entwickelt.
  • Das Jahr 2010 schlossen die Deutschen durchschnittlich so reich ab wie nie zuvor
  • Am 18.5.2011 schreibt die Berliner Morgenpost: „Die Deutschen sind wohlhabend wie nie zuvor“
  • Am 29.10.2012 berichtet Spiegel-online in der Wirtschaftsrubrik: Die privaten Haushalte in Deutschland haben so viel Geld auf der hohen Kante wie nie zuvor. Laut Bundesbank stieg das Geldvermögen auf 4811 Milliarden Euro.
  • Im Jahr 2013 wird die Bundesbank zitiert: Deutsche horten so viel Geldvermögen wie noch nie. Dann wird der Betrag von mehr als 5 Billionen Euro auf der "hohen Kante" erwähnt.
  • Und auch für 2014 werden bereits Zahlen vorgelegt. Das Privatvermögen der Deutschen übersteigt die 10-Billionen-Grenze. Demnach wächst das Vermögen der Deutschen jede Sekunde um 10,000 Euro.
Ist das nun alles gut oder schlecht? Das kommt drauf an! Paulus schreibt in 1 Korinther 10:30 an die Gemeinde: Wenn ich's mit Danksagung genieße, was soll ich mich dann wegen etwas verlästern lassen, wofür ich danke?
 
Was Paulus über Götzenopferfleisch schreibt, kann man sicher auch auf den Mammon Geld anwenden. An Timotheus schreibt er:

Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird;  (1 Timotheus 4:4)

Ein Schlüsselwort scheint „Danksagung“ zu sein. Das aber geht nicht immer mit Wohlstand Hand in Hand. RP online überschrieb vor einigen Jahren einen Artikel mit den Worten: „Deutsche Weltmeister im Jammern“ und leitete ein: „Die Deutschen sind Weltmeister. Weil sie mit immer größeren Ängsten in die Zukunft blicken, haben sie jetzt international den Spitzenplatz im Pessimismus unter den Industrienationen übernommen.“  Auch als „Weltmeister im Beschweren“ und als generell unzufrieden sind wir bekannt.

Ich meine, es ist Zeit, Gott ganz neu zu Danken. Für die großen und die kleinen Segnungen; die großen Scheine und die kleinen Münzen; den Wohlstand, den Er uns in unserem Land schenkt und die Möglichkeiten, mit diesem Wohlstand andere in Seinem Namen zu segnen. Es ist Zeit, neu dankbar zu werden für die Errungenschaften, deren wir uns erfreuen. 

Ich hörte das Zeugnis eines jungen Mannes, Timothy, der als Achtjähriger in Nordkorea eine Hungersnot auf der Straße überlebt hatte, dass selbst ein Leben auf der Straße im Westen und vielen anderen Ländern nicht dasselbe ist. In vielen Ländern der Welt gilt: Wer nichts hat, der hat nichts und der bekommt nichts. Leben bedeutet Kampf -  Überlebenskampf – und viele verlieren.

Fakten wie diese wecken in mir den Wunsch, zu einem Dank-Weltmeister zu werden. Dank durch Worte – Dank durch Taten – Dank durch eine dankbare Herzenshaltung. Denn im Vergleich mit dem Rest der Welt geht es uns in Deutschland wirklich gut.

„Wer Dank opfert, der preiset mich, und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes.“ (Psalm 50:23)

Mittwoch, 19. März 2014

Dämonenaustreibung / Exorzismus

Das ist heute der Stoff, aus dem die Horrorfilme gemacht sind. Immer noch populär sind ‚Rosemarys Baby’ und ‚Der Exorzist,’ Filme die weit über 30 Jahre alt sind. Auch heute wird  diese Thematik immer wieder in Filmen und Dokus aufgegriffen. Aber gerade dadurch wird das, was Gottes Feind in Menschen anrichtet, in das Reich der Unwirklichkeit und der Phantasie gedrängt. Eine gelungene Masche des Bösen. Der will ja gar nicht, dass Menschen mit der Realität einer „bösen Existenz,“ eines Satans oder gar Dämonen rechnen. Es ist Gottes Gegenspieler oft ganz recht, dass er als unerkannter Feind agieren kann.

Wenn Jesus allerdings die Bühne betritt, wird mit offenen Karten gespielt, wie wir lesen:

„Und es war in ihrer Synagoge ein Mensch mit einem unreinen Geist,
 der schrie und sprach: Lass ab! Was haben wir mit dir zu tun, 
Jesus, du Nazarener? 
Bist du gekommen, um uns zu verderben? Ich weiß, wer du bist: 
der Heilige Gottes!“ (Markus 1:23-24)

Da war ein Mensch, ein religiöser Mensch, ein Mensch, der sich zumindest rein statistisch zum Volk Gottes zählte. Er traf sich mit Gleichgesinnten, besuchte die wöchentlichen Gottesdienste und war wahrscheinlich als „einer der unseren“ akzeptiert. Aber als er Jesus begegnete, wurde klar, dass er „einen unreinen Geist hatte.“ Dieser unreine Geist kannte ein paar Fakten von Jesus besser als der menschliche „Gastgeber.“ Der unreine Geist wusste: Der Gegenüber war Jesus von Nazareth.  Er wusste, dass Jesus und Dämonen auf verschiedenen Seiten stehen, ohne irgendwelche Gemeinsamkeiten. Er wusste außerdem, dass Jesus Sieger sein würde. Er kam, um die Gebundenen zu befreien und die Mächte der Finsternis zu verderben. Der unreine Geist wusste: Jesus ist der Heilige Gottes, der heilige Gott!

All dieses – für ihn – schreckliche Wissen, ließ den Dämon schaudern und Schreien. Nicht immer wird hörbar geschrien. In einer Mail von früheren Kollegen las ich diese Woche, wie eine junge Frau ausrastete, weil die Stimmen in ihrem Kopf „schrien.“ Was schrien sie? Lügen! Immer nur Lügen, denn Satan ist der Vater der Lüge. Sie schreien laut oder leise, dass es keine Hoffnung gibt, dass Jesus eine Fälschung ist, dass der Sohn Gottes nicht genügend  Macht hat, zu befreien. Sie schreien zerstörerische Befehle, Gotteslästerungen oder als Wahrheiten getarnte Lügen. Wie hilflos sie sind! Jesus, der heilige Gott, durchschaut alle Lügen. Er kam, die Gebundenen zu befreien. Markus berichtet weiter in 1:25-26:
Aber Jesus befahl ihm und sprach: 
Verstumme und fahre aus von ihm! 
Da zerrte ihn der unreine Geist hin und her, 
schrie mit lauter Stimme und fuhr von ihm aus.

Das ist unser Jesus! Wer Jesus begegnet, begegnet dem Richtigen, dem Stärkeren, dem Gewinner, dem Überwinder, dem Allmächtigen, dem Befreier, Ihm, dem alle Gewalt gegeben ist im Himmel und auf Erden. Wer Jesus begegnet, begegnet der Gnade, der Hoffnung, der reinen Liebe, der Barmherzigkeit, der Freiheit.

Bist Du Jesus bereits begegnet? Bist Du befreit von der Macht Satans und der Sünde?
Möchtest Du Ihm begegnen? Möchtest Du frei werden von der Macht des Bösen?

Von Jesus heißt es: Der Geist des Herrn, des Herrschers, ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, zu verbinden, die zerbrochenen Herzens sind, den Gefangenen Befreiung zu verkünden und Öffnung des Kerkers den Gebundenen. (Jesaja 61:1) Und Johannes bestätigt: „Wenn nun der Sohn euch frei machen wird, so werdet ihr wirklich frei sein.“ (Johannes 6:36) (W)

Dienstag, 18. März 2014

Konkurrenz

Regelmäßige Blogleser stellen fest, dass ich einem Tag in der Woche das Thema „Gebet“ gewidmet habe. Letzte Woche habe ich berichtet von einer weltweit tätigen Organisation, die seit über 60 Jahren jeden Werktag mit einer Stunde des Gebets beginnt, integriert in die Tagesarbeitszeit. In einer anderen Woche ging es uns um die Frage: „Was geschah mit der Gebetsversammlung?“ Das Fazit war: sie wurde fast unmerklich kompromittiert und schließlich zu Grabe getragen. Nachdem der Artikel geschrieben war, habe ich weiter darüber nachgedacht. Die Frage lässt mich nicht los: „Was hindert Jesusjünger, eine Stunde in der Woche gemeinsam mit Anderen im Gespräch mit ihrem Meister zu verbringen?“ Natürlich stelle ich mir diese Frage selbst! In meiner Zeit mit Jesus bin ich absolut nicht dort angekommen, wo ich gerne wäre. Und so sind die Antworten eine Mischung meiner persönlichen Antworten, den Antworten von anderen und meinen Beobachtungen. Was also hält Jesusjünger vom gemeinsamen Gebet ab?

Lange Arbeitstage!  Wer einen vollen Tag gearbeitet hat, fühlt sich abends oft zu müde, noch eine Stunde im Gebet dranzuhängen. Das ist verständlich! Wichtig ist es, Gebetsstunden abwechslungsreich zu gestalten, mit kurzen Unterbrechungen (Lieder, Anliegen) und kurzen Gebeten von 1-2 Anliegen pro Gebet. Sonst wird es möglicherweise eine sehr stille Stunde.

Familienzeit! Heute ist die Familienzeit durch äußerst viele Faktoren angegriffen. Dazu gehören die Berufstätigkeit beider Elternteile, Überstunden am Arbeitsplatz, Arbeitsstress, Anforderungen an die Kinder, Medien etc. Oft wird die gemeinsame Gebetszeit geopfert, um Zeit für die Familie zu haben.

Medien! Die Medienlandschaft ist dermaßen explodiert, dass man ihr Angebot nicht mehr mit dem Angebot Mitte des letzten Jahrhunderts vergleichen kann. JEDEN Abend läuft was Interessantes in einem der 200 Digitalprogramme. Oder ich hole einen Film per Internet nach, den ich am Abend zuvor verpasst habe. Tatort steht bei den Deutschen ganz hoch im Kurs, auch wenn er nicht an den Wochentagen läuft, die traditionelle Gebetstage waren. Aber der Tatort Krimi hat wachsende Konkurrenz, UEFA und Champions League sind nur zwei davon.

Das Wetter! Im Sommer ist Grillwetter, im Herbst Regen, im Winter Dunkelheit und Glatteis und im Frühling bin ich zu müde.

Hier die Begründungen, die ich hätte, die Woche ohne Gebetsstunde auszukommen:
Montag – mein freier Tag
Dienstag – Champions League
Mittwoch – Bibelstunde
Donnerstag – Überstunden
Freitag – Familientag
Samstag – Freunde eingeladen
Sonntag – Tatort

Natürlich ist das nur ein theoretisches Beispiel. Aber repräsentativ, oder? Satan hasst Gebet. Er lacht über alles gebetslose Bemühen, über alle geistlosen Gefühlswallungen, über alles Menschen-gemachte Predigen. Er zittert, wenn all dies unter Gebet geschieht. Darum überlegt er sich immer mehr „Konkurrenzunternehmen“ zur wöchentlichen Gebetsstunde (wenn’s die mal noch gibt). Lasst uns Satan mal eine ordentliche Migräne zufügen und das gemeinsame Gebet suchen. Satan wird’s hassen - Gott wird’s lieben. (W)