„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 1. Mai 2012

Tag der Arbeit

Nicht nur in Deutschland – auch in vielen anderen Ländern der Welt, ist der 1. Mai der Tag der Arbeiterbewegung. Am 1. Mai 1886 wurde in den USA zu einem Generalstreik aufgerufen, um verschiedene Anliegen der Arbeiterbewegung durchzusetzen. 30 Jahre zuvor hatte es bereits Streiks der Arbeiter in Australien gegeben. 1886 wurde der Streik ausgeweitet. Es kam zu Gewalttätigkeiten mit vielen Toten und Verletzten. 3 Jahre später wurde der 1. Mai zum Kampftag der Arbeiterbewegung erklärt. Im Jahr darauf gab es Massenstreiks und Massendemonstrationen weltweit. In Deutschland wurde der 1 Mai 1933 zum Feiertag. Bis heute wird er genutzt, um für Rechte und Forderungen der Arbeiter zu demonstrieren.

Christ und Arbeit – ein wichtiges, brisantes und mitunter heikles Thema. Denn Christen sind immer für Gerechtigkeit, haben gleichzeitig aber auch einen anderen Blickwinkel, aus dem sie Arbeit betrachten. Natürlich arbeiten wir Christen für unser täglich Brot. Natürlich arbeiten die meisten Christen als Arbeiter oder Angestellte für ihren Arbeitgeber. Aber bei Jesusjüngern kommt eine weitere Komponente hinzu, die inallen Fragen unsere Einstellung prägt. Eine Komponente, die uns unterscheidet von solchen, die sich nicht als Jünger Jesu verstehen.

So weist Paulus in 1 Korinther 10:31 darauf hin, dass alles, was wir tun, wir zur Ehre Gottes tun sollen. Das ist ein starkes Wort, denn auch Christen arbeiten in Systemen, in denen Ungerechtigkeit herrscht. Auch Christen finden sich in Situationen, in denen sie ungerecht behandelt, unterbezahlt oder gemoppt werden. 1 Korinther 10:31 beschränkt den Auftrag, alle unsere Arbeit zur Ehre Gottes zu tun, nicht auf solche, die in gerechten Arbeitsverhältnissen stehen. Christen schweigen nicht zu Ungerechtigkeit, aber sie begegnen Ungerechtigkeit nur mit gerechten Mitteln. Sie begegnen Lieblosigkeit mit Liebe, und sie folgen den Fußstapfen Jesu, der manches Mal zur Ehre Gottes den Mund aufmachte, aber auch oft Unrecht in Geduld ertrug und sich auf Wichtigeres besann.

Manchmal wird dieser Weg schwer. Auch für Jesus bedeutete das (Er-)Tragen von Ungerechtigkeit eine Last. Manchmal möchten wir lieber ausbrechen. Manchmal sehnen wir uns vielleicht sogar danach, einen „geistlichen“ Dienst zu tun, „vollzeitig“ für Jesus zu arbeiten, um der Ungerechtigkeit der säkularen Arbeitswelt zu entfliehen. Vielleicht ging dieser Wunsch auch dem Arbeiter durch den Kopf, der auf Martin Luther zukam. „Wie kann ich Gott wirklich dienen?“ war seine Frage an den Reformator. „Was ist Deine Arbeit?“ wurde er von Luther gefragt. „Ich bin ein Schuhmacher,“ kam die Antwort. Er war völlig überrascht, als Luther ihm eine unerwartete Antwort gab:  "Wenn Du Gott wirklich dienen willst, dann mach gute Schuhe und verkaufe sie zu einem gerechten Preis!“
Luther forderte den Mann nicht auf, „christliche Schuhe oder Schuhe mit Fisch-Symbol“ zu machen. Er forderte ihn nicht auf, seine Arbeit zu kündigen und Mönch zu werden. „Tue, was du tust vor Gott und für Ihn und lebe in Gerechtigkeit!“

1. Mai – Tag der Arbeiterbewegung. Wenn dieser Tag uns bewegt, als Jesusjünger in unserem Beruf für Jesus zu arbeiten und Ihm durch Wort und Tat Ehre zu bereiten, dann haben wir mehr erreicht als viele derer, die der Ungerechtigkeit durch Ungerechtigkeit oder Gewalt begegnen.

Montag, 30. April 2012

Halbe / Halbe - oder: Nichts Halbes und nichts Ganzes!

Manche Illustrationen kann man ganz anders auslegen als sie gemeint sind. Zum berühmten halbvollen Glas des Optimisten (das halbleere des Pessimisten) könnte man auch sagen: Ob halbvoll oder halbleer - es ist und bleibt eine halbe Sache. Es ist nicht voll! Vielleicht nicht weiter tragisch - es sei denn, es könnte und sollte eigentlich voll sein.

Mir kommt die Geschichte des Weltreisenden in den Sinn, der auf einem Kreuzfahrtschiff um die Welt fährt. In dem halben Jahr kann er sich kaum an all den Luxus und die Angeboten des Kreuzfahrtschiffs gewöhnen. Dreimal täglich Mahlzeiten im Büffetstil, Schwimmbad, Kino, mehrere Bars, eine Minigolfanlage und ein Friseur. Die Augen des Weltreisenden können sich nicht satt sehen an all den Angeboten und er kommt aus dem Staunen nicht heraus. Am Tag vor der Rückkehr hat er sogar noch das Privileg, dass ihm der Kapitän des Schiffes persönlich begegnet und die beiden kommen ins Gespräch. "Ein wunderbares Schiff, ein einmaliges Erlebnis, ein überwältigendes Angebot," schwärmt unser Freund. Wenn ich je die Gelegenheit zu einer zweiten Reise dieser Art erhalte, möchte ich unbedingt auch von diesen Angeboten Gebrauch machen können." Erstaunt und erschrocken blickt der Kapitän ihn an und entgegnet: "Haben Sie Ihr Ticket nicht gelesen? Diese Angebote waren komplett im Preis inbegriffen!"

Man sagt sich nach solch einer Geschichte: Na ja, eine Geschichte. Niemand auf diesem Globus wird so blöd sein! Und ich stimme zu! Aber geht es uns als Christen nicht oft ganz ähnlich. Wir geben uns zufrieden mit einem halbvollen Glas, sind noch stolz darauf, dass es halbVOLL ist, und merken gar nicht, dass wir Zugang haben zu einem VOLLEN Glas. Wir merken es nicht, weil wir unser Ticket nicht lesen. Denn da steht drauf, was auf unserer Reise bereits mitbezahlt wurde und uns zur Verfügung steht:

Psalm 16:11: Vor deinem Angesicht sind Freuden in Fülle. (Freude)
Ps 65:10: Der Strom Gottes hat Wasser in Fülle. (Erfrischung)
Ps 66:12: Du hast uns herausgeführt in die Fülle. (Befreiung)
Ps 68:10: Regen in Fülle hast du ausgegossen, o Gott; (…) du hast erquickt. (Erquickung)
Ps 72:7: Fülle von Frieden wird sein (Frieden)
Ps 81:11: Tue deinen Mund weit auf, so will ich ihn füllen! (Versorgung)
Ps 112:3: Reichtum und Fülle ist in seinem Haus (Versorgung)
Ps 130:7: Israel, hoffe auf den HERRN! (…) bei ihm ist Erlösung in Fülle. (Erlösung)
Joh 1:16: Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen Gnade um Gnade. (Gnade)
Eph 3:19 Und ihr könnt auch die Liebe erkennen, die Christus zu uns hat, die doch alle Erkenntnis übersteigt, damit ihr erfüllt werdet bis zur ganzen Fülle Gottes. (alles Nötige)
Kol 2:9-10: Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig; und ihr seid zur Fülle gebracht in ihm (Gottes Gegenwart)
Joh 10:10: Ich bin gekommen, damit sie das Leben und überreiche Fülle haben. (Leben)

Ich für meinen Teil möchte mich im verbleibenden Abschnitt meiner Lebenskreuzfahrt ständig daran erinnern und erfreuen, dass ich ein Pauschalticket habe, das die Fülle, die Gott schenkt, beinhaltet. Er möchte meinen Becher nicht halbleer oder halbvoll - Er möchte ihn zum Überfließen bringen!

Psalm 23:5: Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde; du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über.                                                                   (Whg.v.23.10.10)

Sonntag, 29. April 2012

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Die grauhaarige, alte Dame war schon lange Mitglied ihrer Gemeinde. An diesem Sonntag strahlte sie über das ganze Gesicht. So schnell sie konnte eilte sie nach dem Gottesdienst auf den Pastor zu, um ihm die Hand zu schütteln und sich zu bedanken. "Das war eine wunderbare Predigt!", lobte sie ihm, "Einfach herrlich! Alles, was Sie gesagt haben, trifft auf irgendjemanden zu, den ich kenne."

Wir lächeln. Warum eigentlich? Vielleicht, weil wir genau nachvollziehen können, worum es geht. Wie wär’s, wenn wir uns heute mal ganz feste vornehmen, nicht mit den Ohren eines anderen, sondern mit den eigenen zuzuhören?

Hebräer 1:1-3

1 Nachdem Gott in vergangenen Zeiten vielfältig und auf vielerlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten,
2 hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn. Ihn hat er eingesetzt zum Erben von allem, durch ihn hat er auch die Welten geschaffen;
3 dieser ist die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens und trägt alle Dinge durch das Wort seiner Kraft; er hat sich, nachdem er die Reinigung von unseren Sünden durch sich selbst vollbracht hat, zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt.

Komm …
Sing mit uns (oder hör einfach zu),
hör mit uns auf Gottes Wort
Freu Dich mit uns!
Bleib zum Mittagessen
Außerdem:
Angebot zu Seelsorge 
persönlichem Gebet
Gemeinschaft

10:30 Uhr – CCFG, Am hohen Rain 20,
57290 Neunkirchen-Zeppenfeld 

SONNTAGSZITAT:

„Ein Hund bellt, sobald er seinen Herrn angegriffen sieht. Ich wäre wohl lasch, wenn ich angesichts eines Angriffs gegen die Wahrheit Gottes verstummen würde, ohne etwas verlauten zu lassen.“ (Johannes Calvin)

Samstag, 28. April 2012

HEUTE: WORSHIP NIGHT SIEGEN

Beginn: 19:30 Uhr, Bismarckhalle Siegen-Weidenau!
ACHTUNG: Kirmes auf dem Bismarckplatz in Weidenau. Parken auf dem OBI Parkplatz und Umgebung!

Gib NIEMALS auf!

Aufgeben kann schwer sein – wenn’s um Dinge geht, an denen wir hängen. Für den einen ist es Geld, für den anderen sein Haus oder Wohnort. Für andere ist es der Arbeitsplatz oder eine liebgewordene Routine.

Aufgeben kann durchaus heilsam sein: eine unheilsame Freundschaft, eine schlechte Gewohnheit, einen ungesunder Lebensstil oder eine Sucht aufzugeben kann die Lebensqualität steigern oder Leben retten.

Aber es gibt auch eine andere Art des Aufgebens – eine ungesunde und für Jesusjünger unnötige Art des Aufgebens: Resignieren!

Eine Kurzgeschichte erzählt von Schülern, die ihr Meister mit auf einen Ausflug nahm. Als es Zeit war, auszuruhen, setzten sie sich an das Steilufer eines Flusses. Es dauerte nicht lange, bis einer der Schüler fragte: „Lehrer, würde ich jetzt abrutschen und in den Fluss fallen, müsste ich dann ertrinken?“ „Natürlich nicht,“ antwortete der Meister. „Man ertrinkt doch nicht, wenn man in einen Fluss fällt. Man ertrinkt nur, wenn man drin bleibt.“

Immer wieder drücken Jesu Worte diese Wahrheit aus, die auch durch die Berichte der Bibel illustriert wird: Gib NIEMALS auf!


So sagt Jesus zu einer Ehebrecherin: „Geh hin und sündige hinfort nicht mehr!“ (Johannes 8:11)

Anstatt diese Frau aufzugeben, wegzuschicken oder zu verachten, spricht Jesus ihr Hoffnung zu und fordert sie auf, sich nicht aufzugeben, sondern neu anzufangen. Jesus erzählt außerdem eine Geschichte, die zeigt, dass es sich lohnt, im Gebet nicht zu resignieren, auch wenn die Erhörung sich nicht sofort einstellt. In der Geschichte klagt eine Witwe unermüdlich ihr Recht ein, ohne aufzugeben oder zu resignieren. Diese Geschichte erzählte Jesus, um zu zeigen

„… wie wichtig es ist, beständig zu beten und nicht aufzugeben.“ (Lukas 18:1, NLÜ)

Ein praktisches Beispiel liefern die beiden Jünger Petrus und Judas. Beide versagten – also RICHTIG! Judas verriet Jesus an seine Mörder und kassierte dafür ab. Es dauerte nur ein paar Stunden, bis er seinen Fehler einsah. Er versuchte, alles rückgängig zu machen. Vergebens! In Panik über die Folgen seiner Tat verlor er alle Hoffnung, resignierte und beging Selbstmord.
Der andere Jünger, Petrus, hatte auch einen Kapitalfehler begangen. Eigentlich mehrere hintereinander. Er hatte großspurig geprahlt, gelogen, seinen besten Freund in dessen größter Not alleine gelassen. Was geschehen war, konnte er nicht rückgängig machen. Aber als er seinen Fehler erkannte, suchte er einen einsamen Ort auf und weinte in tiefer Buße über seine Sünde. Auch Petrus versank zunächst in Hoffnungslosigkeit, aber er gab nicht auf. Er kehrte um, er begegnete Jesus erneut. Anstatt zu resignieren und aufzugeben, ließ er sich neu von Jesus ansprechen, berühren und rundum erneuern.

Nirgends – NIRGENDS! – in der Bibel wird irgendein Hoffnungsloser, Lebensmüder, Schwacher, Verzweifelter, Trauernder, Versagender, Kämpfender aufgefordert, zu resignieren und die Flinte ins Korn zu werfen. Im Gegenteil! Die Bibel spricht davon, dass Jesus gesiegt hat und dass Er als der Sieger uns zum Sieg führen will. Immer wieder verspricht Jesus denen, die „dran bleiben“ Gutes zu tun, Ihm zu folgen und den Kampf nicht aufgeben:

Denn zur bestimmten Zeit werden wir ernten, 
wenn wir nicht ermatten. (Galater 6:9)

Darum, meine geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich, 
nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, 
dass eure Arbeit nicht vergeblich ist im Herrn! (1 Korinther 15:58)

Vielleicht der stärkste Grund, NIEMALS aufzugeben, zu resignieren, liegt in Jesu Zusage:

Denn er hat gesagt: "Ich will dich nicht aufgeben 
und dich nicht verlassen!" (Hebräer 13:5)

Freitag, 27. April 2012

Diskriminierung

So war es diese Woche in der Lokalzeitung zu lesen: „Muslime werden in Europa diskriminiert“. In dem Artikel beruft man sich auf Ansichten von Amnesty International, die Europas Regierungen auffordern, Muslimen mehr Hilfe zu gewähren. Diskriminierung gäbe es im Blick auf Kleidung, die die Religionszugehörigkeit demonstriert und den Bau von Moscheen. Auch das ZDF verbreitete am 24.4. diese Meldung, die von vielen großen und kleinen Zeitungen in deutschen Haushalte und Büros propagiert wurde. Deutschland war zwar nicht im Fokus der AI Untersuchung, aber generell heißt es, dass „viele“ europäische Länder die Grundrechte ihrer muslimischen Bürger verletzen.

Man würde sich wünschen, AI, gemeinsam mit anderen Menschenrechtsgruppen, Politikern und den Medien würden sich gleichermaßen gegen die Diskriminierung von Christen in Europa einsetzen, einschließlich Deutschland. Eine Entwicklung zur Diskriminierung von Christen im eigenen Umfeld ist seit vielen Jahren zu beobachten. Hier einige Beispiele:

-         Christen aus der südöstlichen Türkei werden abgeschoben, obwohl in ihren zerstörten Dörfern jede Lebensgrundlage zerstört ist und ihnen weiter mit Mord gedroht wird.
-         In Gießen wird ein Christ als „befangen“ eingestuft und von einer Aufgabe entbunden, die ihm aufgetragen wurde. Ein anderer Lehrer wird in den Medien verleumdet, weil er eine Diskussion im Biologieunterricht ermutigt hat, in der es um Schöpfung und Evolution ging.
-         Von bestimmten Diskussionsrunden werden Christen bewust ausgelassen mit der Einstellung: "Wir wollen Kreationisten keine Plattform geben"
-         In Frankreich verliert ein Lehrer seinen Job, weil er einen Filmclip im Unterricht benutzt, der kritisch zur Abtreibung steht.
-         In Deutschland geht kaum noch eine christliche Initiative gegen Abtreibung auf die Straße, ohne dass Gegendemonstrationen geplant werden und Polizeischutz gewährleistet werden muss.
-         Von Christen veranstaltete Seminare zum Thema Homosexualität benötigen in der Regel ebenfalls besondere Schutzvorkehrungen.
-         Deutsche Medien finden zunehmend Spaß daran, Christen und ihren Glauben zu verhöhnen, beleidigen und  durch bewußte Falschmeldungen zu verleumden.
-         Als im vergangenen Jahr in Paris ein blasphemisches Theaterstück aufgeführt wurde, bildete eine riesige Christusdarstellung das Bühnenbild. Die Botschaft lautete: „Du bist nicht mein Hirte“ und das Bild wurde mit Fäkalien beschmiert und beworfen. Christliche (kniende) Beter wurden teilweise in Handschellen abgeführt.

Man kann diese Liste leicht um ein vielfältiges verlängern. Tatsache ist: Während der Ruf nach Toleranz gegenüber Nichtchristen lauter werden wird, wird die Intoleranz und Diskriminierung von Christen Europaweit zunehmen, auch in Deutschland!

Sollten wir uns ärgern, ängstigen, unsere Glaubensinhalte ändern oder zumindest anpassen? Nein zu allem! Wir sollten uns bewusst werden, dass die relativ diskriminierungsfreie Zeit irgendwann zu Ende geht, wir sollten unsere Rechte, wo angemessen, in Anspruch nehmen und im Namen Jesu unsere Feinde lieben und segnen. Jesu Liebe ist unser Erkennungsmerkmal. Gottes Wort sagt:
  • Alle, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, werden Verfolgung erleiden. (1 Tim 3:12)
  • Gedenkt des Wortes, das ich euch gesagt habe: Ein Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie mein Wort gehalten haben, werden sie auch das eure halten. (Joh 15:20)
  • Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen. (Matthäus 5:44)

Donnerstag, 26. April 2012

31. Hochzeitstag

„Wunder gibt es immer wieder ...“ so könnte man den heutigen Blog überschreiben. Warum?
Im Jahr 2010 war die Zahl der Ehescheidungen die höchste seit der Wiedervereinigung Deutschlands. 187.000 Ehepaare ließen sich scheiden. Die Durchschnittsdauer der Scheidungsehen liegt bei 14 Jahren und 2 Monaten.

Natürlich gibt es auch Begründungen. Hier die „Top Ten*“ einer Untersuchung:
  1. Wir haben uns auseinander gelebt. (37%)
  2. Wir waren zu unterschiedlich. (30%)
  3. Das Geben und Nehmen war nicht ausgeglichen. (26%)
  4. Wir hatten unterschiedliche Bedürfnisse nach Nähe und Freiraum. (26%)
  5. Wir konnten nicht miteinander reden. (23%)
  6. Einer von uns ist fremdgegangen. (21%)
  7. Unsere Sexualität ist eingeschlafen. (19%)
  8. Wir hatten keine gemeinsamen Ziele. (17%)
  9. Es fehlte die gegenseitige Unterstützung. (16%)
  10. Einer von uns hat sich in jemand anderen verliebt. (15%) 
Eigentlich sollte eine weitere Untersuchung durchgeführt werden mit der Frage: „Hat sich Ihr Leben nach der Scheidung wirklich verbessert oder grundlegend geändert?“ - denn wenn sich auch Umstände durch eine Scheidung ändern, ändern sich nicht unbedingt Einstellungen und Lebensweisen. Leben wird – so wie es ist – weitergelebt und importiert in das anschließende Singledasein oder eine neue Beziehung. Scheitern oft vorprogrammiert.

Gestern haben wir unseren 31. Hochzeitstag gefeiert. Darum der Ausruf: „Wunder gibt es immer wieder!“ 31 Jahre Ehe – das ist ein Wunder! Aber Experten sind wir noch immer keine! Etwas haben wir allerdings gelernt und einige Lektionen haben uns geholfen, getragen und gesegnet. Hier unsere „Top Ten“ für Stabilität in der Ehe (nicht unbedingt in dieser Reihenfolge)

  1. Scheidung ist KEINE Option! – Markus 10:11
  2. Dienet einander! (Unser Ehevers) – 1 Petrus 4:10
  3. Ehrt einander! – Römer 12:10
  4. Achtet einander höher als Euch selbst! – Philipper 2:3
  5. Vergebt einander! – Epheser 4:32
  6. Lasst die Sonne nicht untergehen über Eurem Zorn! – Eph. 4:26
  7. Gefallt einander! – 1 Korinther 7:33+34
  8. Augen weg von anderen Frauen / Männern! – Hiob 31:3
  9. Betet miteinander! 1 Petrus 3:7
  10. Seid Euch Eurer Schwachheit bewußt; verlasst Euch ganz auf die Gnade! – 2 Korinth. 12:19
Kaputte Ehen sind nichts Neues. Die gabs in der Zeit vor Jesus und in der Zeit seit Jesus bis heute. Starke Ehen sind aber auch nichts Neues. Wichtig ist, dass wir dem Design des Erfinders, des Ehearchitekten folgen. Gott hat die Ehe als perfekte Lebensform für einen Mann und eine Frau entworfen. Sie ist Gottes Gabe an zwei Menschen. (Einigen hat er die Gabe der Ehelosigkeit geschenkt, die für sie die perfekte Lebensform darstellt – 1 Kor. 7:7).

Gott hat uns die Gebrauchsanleitung für die Ehe in die Hand gegeben: Sein Wort. Trotzdem ist und bleibt es Seine starke und gnädige Hand, die jede, auch christliche Ehe, halten und tragen muss. Allein durch IHN sind wir, was wir sind. Allein durch Ihn können wir werden, was zu Seiner Ehre dient!
* http://www.amigos-unidos.de/2011/01/12/scheidungsrate-in-deutschland-eu-der-welt/

Mittwoch, 25. April 2012

In Sand oder in Stein?

Zwei Freunde sind zu Fuß in der Wüste unterwegs. An einem Punkt der Reise haben sie einen heftigen Streit, und einer der Freunde schlägt dem anderen ins Gesicht. Der Geohrfeigte hat ordentliche Schmerzen, aber ohne ein Wort zu sagen, schreibt in den Sand:

“Heute hat mich mein bester Freund ins Gesicht geschlagen.“

Sie gehen weiter, bis sie an eine Oase kommen und beschließen, ein Bad zu nehmen. Derjenige, der geschlagen worden war, bleibt allerdings in einem Morastloch stecken und droht, zu ertrinken. Sein Freund kommt ihm gerade noch zur Rettung..

Nachdem er sich von dem Beinahe-Tod erholt hat, meißelt er auf einen Stein:

“Heute hat mir mein bester Freund das Leben gerettet.“ 

Der Andere, der seinen besten Freund geohrfeigt und gerettet hatte, fragt nun verwundert: "Nachdem ich dich verletzt habe, hast Du in den Sand geschrieben – jetzt meißelst Du auf einen Stein. Was bedeutet das?"

Der Freund antwortet: "Wenn uns jemand verletzt, sollten wir es in den Sand schreiben, wo Winde der Vergebung es auslöschen können. Wenn aber jemand etwas Gutes für uns tut, dann müssen wir es in Stein gravieren, wo kein Wind es jemals auslöschen kann.

Ist das weise? Ist das möglich? Ja zu beidem. Diese Geschichte eines unbekannten Autors illustriert viele Verse, die Jesus immer wieder zum Thema Vergebung ausgesprochen hat. Hier einige Beispiele:

Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater euch auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen ihre Verfehlungen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.“ (Matthäus 6: 14-15)

Solchen zu vergeben, die uns Schmerzen zugefügt haben ist kein Vorschlag Gottes oder keine Option unter anderen. Es ist vielmehr DER EINE Weg, mit Verletzungen fertig zu werden. Herzliche Vergebung ist die Türe zum Überwinden der Vergangenheit und zur Heilung des verwundeten Herzens. Ohne Vergebung läuft gar nichts! Ohne Vergebung bleibe ich verletzt! – Aber auch dies ist wahr: Zum Vergeben ist es nie zu spät. Entscheide Dich heute – nein, jetzt! – die Verletzungen, die Dir zugefügt wurden, in den Sand zu schreiben, wo der Wind der Vergebung die Verletzung auslöschen kann. Vergib nicht nur in Gedanken – vergib im Herzen. Sag Gott, dass Du dem anderen vergeben hast, sag es (wenn angebracht) dem Andern, dass Du ihm vergeben hast. Dann triff die Entscheidung, die Angelegenheit nicht wieder hervorzuholen. Vielleicht kostet es anfangs Kraft – ABER ES BEFREIT!  Und dann tue noch etwas: Erinnere Dich an Segnungen, die Du von Gott, von anderen Menschen – und vielleicht sogar von der Person empfangen hast, der Du gerade vergeben hast. Meißele diese Segnungen in Stein. Schreib sie auf, schreib eine Dankeskarte, bedank Dich per Telefon oder zumindest im Gebet bei Gott. Tue irgendetwas, damit Du Dich immer wieder an die Segnung erinnerst. Das bewirkt DANKBARKEIT!  Allerdings musst Du sowohl das Schreiben in Sand, wie auch das Meißeln auf Stein, selbst erledigen. Das nimmt Dir niemand ab. ABER ES BEFREIT! Lerne, Deine Schmerzen in den Sand zu schreiben und Deine Segnungen in Stein zu hauen.

MANN – MACHT DAS FREI!