Aus der Politik ist man einiges gewöhnt. Vor den Wahlen übertrifft man sich selbst mit Versprechungen und Zusicherungen. Ob man nach den Wahlen dann wirklich etwas erreicht, ist eine andere Frage. In der Bibel hat Gott uns wunderbare Zusagen gegeben. Nur fragt sich mancher Zeitgenosse, was denn daraus geworden ist oder ob man mit Gottes Versprechungen wirklich etwas erreicht. Kürzlich las von einem Gespräch zwischen einem Seifenfabrikant und einem Pfarrer. "Das Christentum hat nichts erreicht!" meinte der Fabrikant. "Obwohl es schon 2000 Jahre gepredigt wird, ist die Welt nicht besser geworden. Immer noch gibt es Böses und schlechte Menschen."
Als Antwort darauf weist der Pfarrer auf ein ungewöhnlich schmutziges Kind hin, das auf der Straße im Dreck spielt. "Seife hat nichts erreicht!" entgegnet er dem Fabrikant. "Schau dort - es gibt immer noch Schmutz und schmutzige Menschen auf der Welt."
"Seife," erklärt der Fabrikant, "nutzt nur, wenn sie angewendet wird."
"Mit der Botschaft der Bibel verhält es sich genauso!" kommt postwendend die Antwort.
Die Zusagen der Bibel sind herrlich, haben Gewicht und erreichen etwas. Vergebung, Hoffnung, Versorgung, Liebe, Frieden, Versöhnung, ewiges Leben und vieles andere hat Gott seinen Kindern versprochen. Allerdings verhält es sich mit diesen Zusagen ähnlich, wie mit Seife. Ein Ergebnis wird nur dann erzielt, wenn ich die Seife zur Hand nehme und mich damit wasche. Die Zusagen der Bibel erfahre ich auch nur dann, wenn ich verbunden bin mit dem, der diese Zusagen macht, Jesus. Jesu Worte nur theoretisch zu kennen, ist zu wenig. "Zur Fabrik des Seifenbesitzers zu gehören" (um im Bild zu bleiben), ist zu wenig. Nicht das Christentum verändert, sondern die lebendige Verbindung mit Jesus Christus. Und wo immer diese lebendige Beziehung zu Jesus besteht, wird vieles besser! In Johannes 1:12 ruft Gott uns zu:
"Wie viele Ihn (Jesus) aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Gottes Kinder zu heißen, denen, die an Seinen Namen glauben"
Mittwoch, 11. August 2010
Dienstag, 10. August 2010
Einladung für Mittwochabend
Am Mittwoch, dem 11.8. wird John K. Gastredner in unserer Bibelstunde sein. Beginn: 19:30 Uhr.
John arbeitet mit seiner Frau seit etlichen Jahren als Botschafter Gottes außerhalb seines Heimatlandes (USA). Kennengelernt haben wir uns auf einer einwöchigen Gebetsreise im Ausland.
Johns Anliegen ist es, Gottes Liebe und Versöhnung zu verbreiten und bekannt zu machen. Dies geschieht durch Jesus Christus, sowohl die Versöhnung der Menschen mit Gott, wie auch die Versöhnung von Gottes Kindern untereinander. Es wird ein gesegneter Abend werden, zu dem wir Euch alle herzlich einladen.
John arbeitet mit seiner Frau seit etlichen Jahren als Botschafter Gottes außerhalb seines Heimatlandes (USA). Kennengelernt haben wir uns auf einer einwöchigen Gebetsreise im Ausland.
Johns Anliegen ist es, Gottes Liebe und Versöhnung zu verbreiten und bekannt zu machen. Dies geschieht durch Jesus Christus, sowohl die Versöhnung der Menschen mit Gott, wie auch die Versöhnung von Gottes Kindern untereinander. Es wird ein gesegneter Abend werden, zu dem wir Euch alle herzlich einladen.
Montag, 9. August 2010
(Un)Zufrieden?
"Sind Sie zufrieden, sagen Sie es anderen - sind Sie es nicht, sagen Sie es uns!"
Der Satz ist in verschiedenen Variationen bekannt. Netter Werbespruch. Der Kunde soll zufrieden sein und dann Werbung machen fürs Geschäft. Zufriedenheit ist ein hohes Gut. So wie Gesundheit und Sicherheit. Aber an Zufriedenheit ist gar nicht so leicht ran zu kommen. Es braucht nicht viel, um unzufrieden zu sein. Manchmal sind es Tatsachen, die uns unmittelbar gar nicht betreffen - und doch machen sie uns unzufrieden. Der Schreiber des 73. Psalms schreibt: (Zusammenfassung aus den Versen 2-12)
"Ich wäre fast ich gestrauchelt, leicht hätte ich einen Fehltritt getan! Denn ich beneidete die Übermütigen, sah das Wohlergehen der Gottlosen. Sie leiden keine Qual, und ihr Leib ist wohlgenährt. Sie leben nicht in der Not der Sterblichen und sind nicht geplagt wie andere Menschen. Das sind die Gottlosen; denen geht es immer gut, und sie werden reich!"
Nicht, dass es dem Psalmisten dreckig ging. Nur kam er nicht mit seinen Überlegungen zurecht, störte sich am momentanen Wohlergehen anderer. Das machte ihn unzufrieden. Hätte man ihm gesagt: "Freund, du bist im Leben unzufrieden, weil du nicht zufrieden bist in Gott!" dann hätte er vielleicht mit einigen unserer Zeitgenossen verneint und geantwortet: "Doch, in Gott bin ich schon zufrieden, aber nicht im Leben." Wir trennen halt gern Leib und Geist. Erst weiteres Nachdenken bringt Zufriedenheit zurück in das Herz des Psalmisten. In den Versen 25,26 und 28 heißt es:
"Wen habe ich im Himmel außer dir? Und neben dir begehre ich nichts auf Erden! Wenn mir auch Leib und Seele vergehen, so bleibt doch Gott ewiglich meines Herzens Fels und mein Teil. Mir aber ist die Nähe Gottes köstlich; ich habe Gott, den Herrn, zu meiner Zuflucht gemacht, um alle deine Werke zu verkünden."
Er hatte verstanden, dass Zufriedenheit nicht abhängt ist vom äußeren Umständen, nicht von Gesundheit, nicht von Wohlstand, Popularität, Selbstverwirklichung oder sonst etwas. Sonst dürfte es unter den Erfolgreichen und Großen dieser Welt ja keine Unzufriedenen geben. Zufriedenheit fließt vielmehr aus der Gegenwart Gottes. Zufriedenheit ist Bestandteil des lebendigen Wassers, das Jesus denen umsonst gibt, die zu ihm kommen. Zufriedenheit kommt, wenn wir uns sättigen an der Person Jesu. Alles andere tritt dann in den Hintergrund.
Richte den Blick nur auf Jesus, schau voll in Sein Antlitz hinein
Und die Dinge der Welt werden seltsam trüb
Und im Licht Seiner Herrlichkeit klein!
Und die Dinge der Welt werden seltsam trüb
Und im Licht Seiner Herrlichkeit klein!
Für diesen Tag wünsche ich Dir, dass alle etwaige Unzufriedenheit in Dir dadurch verschwindet, dass Du in Jesus alles findest, was Du brauchst! Versuch mal dies:
"Bist Du zufrieden, sag's anderen - bist Du's nicht, sag's Jesus!"
Sonntag, 8. August 2010
Was bist Du wert?
"Wie viel bin ich eigentlich wert?" - eine Frage, die sich wahrscheinlich mehr Menschen stellen, als man vermutet. Und zusätzlich eine Frage, die man von verschiedenen Gesichtspunkten aus beantworten kann.
Geht man vom Materialwert aus, könnte man die chemischen Bestandteile berechnen und nach Aussage eines Doktors der Chemie käme man 0,15 Euro. Eine andere Quelle kommt auf das 15-fache, mit knapp über 2 Euro. Trotzdem nicht gerade erhebend.
Denkt man an Organe, nun, die sind zwar viel wert, aber die will und (glücklicherweise ) darf ja niemand verkaufen.
Wäre noch die Arbeitskraft. Aber kann man einen Menschen danach bewerten. Was ist mit einem Neugeborenen oder einem Neunzigjährigen? Kürzlich sprach ich mit einem Freund während einer Auslandsreise über Arbeitsunfälle und Sicherheit am Arbeitsplatz. "Bei uns in der Großstadt sterben monatlich* 6 Arbeiter bei Werftarbeiten." Sie fallen von Gerüsten oder kommen durch andere unglaubliche Sicherheitsmängel ums Leben. Getan wird dagegen nichts.
Menschen werden "gehandelt". Vornehmlich in Europa werden Fußballer ge- und verkauft. Ronaldo kostete 94 Millionen Euro. Im Sudan werden Sklaven ge- und verkauft. Ein Sklave kostet 25 Euro. Wie viel ist der Mensch wert? Worin liegt sein Wert? Worin liegt Dein Wert?
In den meisten gesunden Menschen schlummert die Vermutung, dass unser Wert von unseren Fähigkeiten, unserer Produktivität, Schönheit, Beliebtheit, Popularität, Verdienst, Begabungen und dergleichen abhängt. Wirklich? Selbstmordraten, psychische Krankheiten, Einsamkeit und Unzufriedenheit in allen Bevölkerungskreisen scheinen etwas anderes zu sagen.
Die Bibel betont immer wieder, dass der Mensch wertvoll ist, weil er ein Geschöpf des allmächtigen Gottes ist. In Jesaja 43:4, zum Beispiel, lesen wir
"Darum, weil du kostbar bist in meinen Augen und wertgeachtet, und ich dich lieb habe…" **
Immer wieder bringt Gott zum Ausdruck, dass Er uns Menschen bedingungslos liebt, ohne Vorbehalt, ohne "wenn und aber". Gott liebt Dich! Du bist wertvoll! So wertvoll, dass Gott es sich hat etwas kosten lassen, mit Dir Gemeinschaft zu haben. Jesus, Gottes Sohn, starb an Deiner und meiner Statt, damit Du und ich Mitglieder in Seiner Familie werden können. Jesus starb an Deiner und meiner Statt, damit Du und ich die göttliche Kraft erhalten können, unabhängig von den verlogenen Vorgaben der Welt zu leben. Es ist eben nicht Geld, Gaben und gutes Aussehen, die uns Wert geben. Es ist die Zugehörigkeit zu Gottes Familie, die uns wertvoll macht.
Du bist wertvoll, egal was Du empfindest oder was man Dir zu Verstehen gibt. Wirf Dein Leben nicht weg! "Wirf" Dein Leben in Jesu Hände und lass Ihn an Dir arbeiten. Aber auch dann, wenn Du dies bereits getan hast, möchte ich Dich ermutigen: Such Deinen Wert nicht in dem, was Du in der Welt bist und darstellst. Dein höchster Wert und Dein höchster Ruf ist, Sein Kind zu sein und als Sein Kind zu leben.
* ich meine, mich an 6 Tote "wöchentlich" zu erinnern. Aber im Nachhinein scheint mir das so unglaublich, dass ich "monatlich" angegeben habe.
** mehr biblische Belege auf Anfrage
Geht man vom Materialwert aus, könnte man die chemischen Bestandteile berechnen und nach Aussage eines Doktors der Chemie käme man 0,15 Euro. Eine andere Quelle kommt auf das 15-fache, mit knapp über 2 Euro. Trotzdem nicht gerade erhebend.
Denkt man an Organe, nun, die sind zwar viel wert, aber die will und (glücklicherweise ) darf ja niemand verkaufen.
Wäre noch die Arbeitskraft. Aber kann man einen Menschen danach bewerten. Was ist mit einem Neugeborenen oder einem Neunzigjährigen? Kürzlich sprach ich mit einem Freund während einer Auslandsreise über Arbeitsunfälle und Sicherheit am Arbeitsplatz. "Bei uns in der Großstadt sterben monatlich* 6 Arbeiter bei Werftarbeiten." Sie fallen von Gerüsten oder kommen durch andere unglaubliche Sicherheitsmängel ums Leben. Getan wird dagegen nichts.
Menschen werden "gehandelt". Vornehmlich in Europa werden Fußballer ge- und verkauft. Ronaldo kostete 94 Millionen Euro. Im Sudan werden Sklaven ge- und verkauft. Ein Sklave kostet 25 Euro. Wie viel ist der Mensch wert? Worin liegt sein Wert? Worin liegt Dein Wert?
In den meisten gesunden Menschen schlummert die Vermutung, dass unser Wert von unseren Fähigkeiten, unserer Produktivität, Schönheit, Beliebtheit, Popularität, Verdienst, Begabungen und dergleichen abhängt. Wirklich? Selbstmordraten, psychische Krankheiten, Einsamkeit und Unzufriedenheit in allen Bevölkerungskreisen scheinen etwas anderes zu sagen.
Die Bibel betont immer wieder, dass der Mensch wertvoll ist, weil er ein Geschöpf des allmächtigen Gottes ist. In Jesaja 43:4, zum Beispiel, lesen wir
"Darum, weil du kostbar bist in meinen Augen und wertgeachtet, und ich dich lieb habe…" **
Immer wieder bringt Gott zum Ausdruck, dass Er uns Menschen bedingungslos liebt, ohne Vorbehalt, ohne "wenn und aber". Gott liebt Dich! Du bist wertvoll! So wertvoll, dass Gott es sich hat etwas kosten lassen, mit Dir Gemeinschaft zu haben. Jesus, Gottes Sohn, starb an Deiner und meiner Statt, damit Du und ich Mitglieder in Seiner Familie werden können. Jesus starb an Deiner und meiner Statt, damit Du und ich die göttliche Kraft erhalten können, unabhängig von den verlogenen Vorgaben der Welt zu leben. Es ist eben nicht Geld, Gaben und gutes Aussehen, die uns Wert geben. Es ist die Zugehörigkeit zu Gottes Familie, die uns wertvoll macht.
Du bist wertvoll, egal was Du empfindest oder was man Dir zu Verstehen gibt. Wirf Dein Leben nicht weg! "Wirf" Dein Leben in Jesu Hände und lass Ihn an Dir arbeiten. Aber auch dann, wenn Du dies bereits getan hast, möchte ich Dich ermutigen: Such Deinen Wert nicht in dem, was Du in der Welt bist und darstellst. Dein höchster Wert und Dein höchster Ruf ist, Sein Kind zu sein und als Sein Kind zu leben.
* ich meine, mich an 6 Tote "wöchentlich" zu erinnern. Aber im Nachhinein scheint mir das so unglaublich, dass ich "monatlich" angegeben habe.
** mehr biblische Belege auf Anfrage
Freitag, 6. August 2010
Verhältnismäßigkeit
Meine Heimatgemeinde befindet sich in dem kleinen Ort Neunkirchen im Stadtteil Zeppenfeld. Der Stadtteil hat 3362 Einwohner. An evangelischen christlichen Gruppen gibt es die evangelische Kirche, die landeskirchliche Gemeinschaft, den CVJM und die Calvary Chapel.
Wieviel Christen gibt es wohl in Zeppenfeld? Zu unserer Gemeinde kommen sonntags ca 70 Erwachsene zum Gottesdienst. Nicht alle kommen aus Zeppenfeld, aber alle sind - zumindest wenn sie im Ort sind - ein Zeugnis. Wie viele Mitglieder CVJM, Gemeinschaft und Kirche zusammen haben, weiß ich nicht. Ist es zu hoch gegriffen, von 1700 "Christen" zu reden? Das würde dem bundesdeutschen Durchschnitt gar nicht so fremd sein. Ok, dazugezählt sind die Karteileichen. 1700 "Christen" - das wären 50% aller im Ort, oder eben einer von zweien. Und wie viele davon könnte man als wiedergeboren bezeichnen? Ist 300 - 330 eine faire Schätzung? Das wären immer noch 10%, also einer in 10.
Und wie viele von den 3362 hätte ungehinderten und leichten Zugang zum Evangelium? Ausnahmslos alle! 100% der Bevölkerung. In Neunkirchen im Buchladen gibt es Bibeln zu kaufen, Mindestens vier verschiedene christliche Gruppen verkündigen die Botschaft von Jesus, durch Radio und Fernsehen haben sie Zugang, und … und … und.
Folgende Information war kürzlich in der Zeitschrift "Global" zu lesen, die von der Organisation OM veröffentlicht wird:
"Denn es gibt von zehn Millionen Menschen (in Tunesien) nur 1000 Tunesier, die Jesus nachfolgen - das sind 0,001 Prozent der Bevölkerung. In Spanien haben 90% aller Städte und Dörfer keine evangelikale Gemeinde. In Frankreich und Italien ist der Islam die am schnellsten wachsende Religion. Montenegro hat nur drei evangelikale Gemeinden und weniger als 150 Gläubige"
Immer wieder höre ich den Satz: "In Deutschland gibt es noch so viel zu tun!" Und immer wieder stimme ich zu! Und ich arbeite weiter hier in Deutschland, wo der Herr mich hingepflanzt hat. Aber unsere Vision muss über unsere Grenzen hinaus gehen, ja, unsere Einbindung in den Auftrag Gottes muss über unsere Grenzen hinausgehen. Unsere Augen dürfen nicht an einem Fleck hängen bleiben, sondern müssen das ganze Erntefeld sehen. Verhältnismäßigkeit muss beachtet werden. Die Not ist groß bei uns! Aber die Not ist größer, wo Christus weniger bekannt ist. Die Bedürfnisse sind groß bei uns, aber die Bedürfnisse sind riesig, wo es an Arbeitern und Möglichkeiten fehlt. In Tunesien ist es 1 in 10,000 der Jesus kennt. In Zeppenfeld ist es (geschätzt) 1 in 10. Sollten wir da den Rest der Welt vergessen? Jesus sagt uns:
"Er sprach nun zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es sind wenige Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende!" (Lukas 10:2)
Wäre das nicht ein guter Punkt, an dem wir beginnen könnten? Bitten, dass der Herr Arbeiter sendet nach Tunesien, nach Indien, Nepal und die anderen unterversorgten bedürftigen Länder? Das wäre ein guter Anfang, dafür regelmäßig zu beten. Allerdings hat Jesus nach diesem Satz seine Rede nicht beendet. Gleich im nächsten Vers (3) fährt er fort:
"Geht hin!"
Auch das sollten wir in Erwägung ziehen. Also: "Betet und geht!" Wahrscheinlich bewusst in dieser Reihenfolge. "Ja, Herr! Beides!"
Wieviel Christen gibt es wohl in Zeppenfeld? Zu unserer Gemeinde kommen sonntags ca 70 Erwachsene zum Gottesdienst. Nicht alle kommen aus Zeppenfeld, aber alle sind - zumindest wenn sie im Ort sind - ein Zeugnis. Wie viele Mitglieder CVJM, Gemeinschaft und Kirche zusammen haben, weiß ich nicht. Ist es zu hoch gegriffen, von 1700 "Christen" zu reden? Das würde dem bundesdeutschen Durchschnitt gar nicht so fremd sein. Ok, dazugezählt sind die Karteileichen. 1700 "Christen" - das wären 50% aller im Ort, oder eben einer von zweien. Und wie viele davon könnte man als wiedergeboren bezeichnen? Ist 300 - 330 eine faire Schätzung? Das wären immer noch 10%, also einer in 10.
Und wie viele von den 3362 hätte ungehinderten und leichten Zugang zum Evangelium? Ausnahmslos alle! 100% der Bevölkerung. In Neunkirchen im Buchladen gibt es Bibeln zu kaufen, Mindestens vier verschiedene christliche Gruppen verkündigen die Botschaft von Jesus, durch Radio und Fernsehen haben sie Zugang, und … und … und.
Folgende Information war kürzlich in der Zeitschrift "Global" zu lesen, die von der Organisation OM veröffentlicht wird:
"Denn es gibt von zehn Millionen Menschen (in Tunesien) nur 1000 Tunesier, die Jesus nachfolgen - das sind 0,001 Prozent der Bevölkerung. In Spanien haben 90% aller Städte und Dörfer keine evangelikale Gemeinde. In Frankreich und Italien ist der Islam die am schnellsten wachsende Religion. Montenegro hat nur drei evangelikale Gemeinden und weniger als 150 Gläubige"
Immer wieder höre ich den Satz: "In Deutschland gibt es noch so viel zu tun!" Und immer wieder stimme ich zu! Und ich arbeite weiter hier in Deutschland, wo der Herr mich hingepflanzt hat. Aber unsere Vision muss über unsere Grenzen hinaus gehen, ja, unsere Einbindung in den Auftrag Gottes muss über unsere Grenzen hinausgehen. Unsere Augen dürfen nicht an einem Fleck hängen bleiben, sondern müssen das ganze Erntefeld sehen. Verhältnismäßigkeit muss beachtet werden. Die Not ist groß bei uns! Aber die Not ist größer, wo Christus weniger bekannt ist. Die Bedürfnisse sind groß bei uns, aber die Bedürfnisse sind riesig, wo es an Arbeitern und Möglichkeiten fehlt. In Tunesien ist es 1 in 10,000 der Jesus kennt. In Zeppenfeld ist es (geschätzt) 1 in 10. Sollten wir da den Rest der Welt vergessen? Jesus sagt uns:
"Er sprach nun zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es sind wenige Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende!" (Lukas 10:2)
Wäre das nicht ein guter Punkt, an dem wir beginnen könnten? Bitten, dass der Herr Arbeiter sendet nach Tunesien, nach Indien, Nepal und die anderen unterversorgten bedürftigen Länder? Das wäre ein guter Anfang, dafür regelmäßig zu beten. Allerdings hat Jesus nach diesem Satz seine Rede nicht beendet. Gleich im nächsten Vers (3) fährt er fort:
"Geht hin!"
Auch das sollten wir in Erwägung ziehen. Also: "Betet und geht!" Wahrscheinlich bewusst in dieser Reihenfolge. "Ja, Herr! Beides!"
Mittwoch, 4. August 2010
Sex oder Gebet?
In der 2009 Heiligabend Ausgabe der Zeitung "Die Zeit" schrieb Patrik Schwarz im Leitartikel auf Seite 1:
"Sogar den meisten Christen fällt es leichter, über Sex zu reden als über das Beten."
Schwarz meint, dass zu dem Wenigen, das den Leuten heute noch peinlich ist, der Satz gehört: "Ich bete". Im Folgenden zeigt er auf, dass Gebet öfter praktiziert wird, als man im allgemeinen meint und keineswegs etwas Abartiges ist. Ein interessanter Artikel, den man unter http://www.zeit.de/2009/53/01-Glaube nachlesen kann.
Was natürlich ins Auge fällt ist der oben zitierte, provokative Satz. Stimmt er wirklich? Wenn er so nicht stimmt, bewegen wir uns darauf zu? Wenn ja, woran liegt das? Es kann verschiedene Gründe dafür geben:
"Herr, stelle eine Wache an meinen Mund, bewahre die Tür meiner Lippen!" (Psalm 141:3)
und mit Timotheus möchte ich mir sagen lassen:
"Schäm dich also nicht, dich in aller Öffentlichkeit zu unserem Herrn Jesus Christus zu bekennen." (2. Timotheus 1:8)
"Sogar den meisten Christen fällt es leichter, über Sex zu reden als über das Beten."
Schwarz meint, dass zu dem Wenigen, das den Leuten heute noch peinlich ist, der Satz gehört: "Ich bete". Im Folgenden zeigt er auf, dass Gebet öfter praktiziert wird, als man im allgemeinen meint und keineswegs etwas Abartiges ist. Ein interessanter Artikel, den man unter http://www.zeit.de/2009/53/01-Glaube nachlesen kann.
Was natürlich ins Auge fällt ist der oben zitierte, provokative Satz. Stimmt er wirklich? Wenn er so nicht stimmt, bewegen wir uns darauf zu? Wenn ja, woran liegt das? Es kann verschiedene Gründe dafür geben:
- Wir sind so sehr mit dem Leben in dieser Welt verbunden, dass es uns in allem geprägt hat, auch in den Themen, über die wir mit Leichtigkeit reden.
- Wir haben den Blick Gottes dafür verloren, was in der Öffentlichkeit besprochen werden sollte und was nicht.
- Wir sind uns nicht der Tatsache bewusst, dass Sex ein Geschenk Gottes für die Ehe ist. Darum fachsimpeln oder scherzen wir darüber mit einer Leichtigkeit, die dieses Gottesgeschenk verunglimpft und den Schöpfer verspottet.
- Wir schwimmen mit dem Strom. Das ist (fast) immer das Einfachste.
- Wir beten nicht! Wer nicht betet, hat zu dem Thema wohl auch nichts Bedeutungsvolles zu sagen. Also verlagert man das Thema auf ein Gebiet, wo jeder mitreden kann, selbst, wenn oft auch hier nicht viel von Bedeutung gesagt wird.
"Herr, stelle eine Wache an meinen Mund, bewahre die Tür meiner Lippen!" (Psalm 141:3)
und mit Timotheus möchte ich mir sagen lassen:
"Schäm dich also nicht, dich in aller Öffentlichkeit zu unserem Herrn Jesus Christus zu bekennen." (2. Timotheus 1:8)
Montag, 2. August 2010
Aufwärmen - gut oder schlecht?
Im letzten Beitrag wurde von Pastor Wilhelm Busch erwähnt, wie er zustimmte, dass wir Christen einfach verrückt sind. Heute geht es wieder um Aussagen von Wilhelm Busch, aber einem anderen. Es geht um Wilhelm Busch, den humoristischen Dichter, unter anderem durch seine Bubengeschichte "Max und Moritz" bekannt. Und wer kennt sie nicht, die beiden Jungen, deren böse Streiche sie schließlich teuer zu stehen kamen. In ihrem zweiten Streich klauen sie einer Witwe ihre Brathühner aus dem Ofen, als diese sich gerade im Keller Sauerkraut holt. Nach guter Wilhelm Busch Dichtmanier heißt es:
Der letzte Satz hat es mir angetan. Kürzlich las ich ihn in einem völlig anderen Zusammenhang! Es ging um die Ehe. (Wer dies aber liest und noch Single ist, wird trotzdem was lernen. Also bitte weiterlesen!)
Ist Aufwärmen nun gut oder schlecht? - Kommt ganz drauf an, was aufgewärmt wird. Ein aufgebackenes Brötchen kann man noch vertragen. Sauerkraut offensichtlich auch. Solche Art Lebensmittel kann man beruhigt aufwärmen. Aber es gibt auch Nahrungsmittel und Nichtnahrungsmittel, die man NICHT aufwärmen sollte. Darunter fallen Verfehlungen und Streitigkeiten von gestern. Und jetzt kriegen einige sicher Herzklopfen, denn was bei Witwe Bolte aufs Sauerkraut zutraf, trifft bei vielen Menschen auf Streitigkeiten zu:
Wie oft halten wir fest an Verfehlungen anderer uns gegenüber (nicht beachtend, dass auch wir gefehlt haben). Wie oft wärmen wir Streit, Argumente und den Müll von gestern wieder auf, weil wir es versäumt haben, sie früh genug zu entsorgen. Wer aber seinen Müll nicht regelmäßig entsorgt, der hat sich irgendwann eingemüllt und bei dem stinkts ganz gehörig. Gelegentlich liest man dann in der Zeitung, dass solche eingemüllten Leute von Rettungskräften befreit werden müssen. - Das geistlich anzuwenden, überlasse ich jedem selbst! Die Lösung zum Problem dieses gefährlichen Aufwärmens ist ganz einfach. Der Herr sagt uns in Epheser 4:26:
Tja, so einfach ist das. Abends den "Müll" raus bringen. Mit meinem Nächsten reden, mit meinem Ehepartner reden oder beten, ein Anruf, eine ehrliche Mail - einfach den Müll raus bringen, bevor die Sonne untergeht. Dann entstehen auch keine Müllberge, über die ich irgendwann nicht mehr hinwegblicken kann. ABER: Wenn die bereits da sind:
Schwärm nicht länger für Aufgewärmtes! Schmeiß den Müll raus und erlebe neue Frische!
Eben geht mit einem Teller Witwe Bolte in den Keller,
Dass sie von dem Sauerkohle eine Portion sich hole,
Wofür sie besonders schwärmt, wenn er wieder aufgewärmt.
Dass sie von dem Sauerkohle eine Portion sich hole,
Wofür sie besonders schwärmt, wenn er wieder aufgewärmt.
Der letzte Satz hat es mir angetan. Kürzlich las ich ihn in einem völlig anderen Zusammenhang! Es ging um die Ehe. (Wer dies aber liest und noch Single ist, wird trotzdem was lernen. Also bitte weiterlesen!)
Ist Aufwärmen nun gut oder schlecht? - Kommt ganz drauf an, was aufgewärmt wird. Ein aufgebackenes Brötchen kann man noch vertragen. Sauerkraut offensichtlich auch. Solche Art Lebensmittel kann man beruhigt aufwärmen. Aber es gibt auch Nahrungsmittel und Nichtnahrungsmittel, die man NICHT aufwärmen sollte. Darunter fallen Verfehlungen und Streitigkeiten von gestern. Und jetzt kriegen einige sicher Herzklopfen, denn was bei Witwe Bolte aufs Sauerkraut zutraf, trifft bei vielen Menschen auf Streitigkeiten zu:
Wofür man besonders schwärmt, wenn sie wieder aufgewärmt.
Wie oft halten wir fest an Verfehlungen anderer uns gegenüber (nicht beachtend, dass auch wir gefehlt haben). Wie oft wärmen wir Streit, Argumente und den Müll von gestern wieder auf, weil wir es versäumt haben, sie früh genug zu entsorgen. Wer aber seinen Müll nicht regelmäßig entsorgt, der hat sich irgendwann eingemüllt und bei dem stinkts ganz gehörig. Gelegentlich liest man dann in der Zeitung, dass solche eingemüllten Leute von Rettungskräften befreit werden müssen. - Das geistlich anzuwenden, überlasse ich jedem selbst! Die Lösung zum Problem dieses gefährlichen Aufwärmens ist ganz einfach. Der Herr sagt uns in Epheser 4:26:
"Sündigt nicht, wenn ihr zornig seid", und lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen.
Tja, so einfach ist das. Abends den "Müll" raus bringen. Mit meinem Nächsten reden, mit meinem Ehepartner reden oder beten, ein Anruf, eine ehrliche Mail - einfach den Müll raus bringen, bevor die Sonne untergeht. Dann entstehen auch keine Müllberge, über die ich irgendwann nicht mehr hinwegblicken kann. ABER: Wenn die bereits da sind:
- und ich immer wieder aufwärme, was längst entsorgt sein sollte
- und es an mir klebt und ich es irgendwie nicht mehr loswerde
- und es sich eingenistet und eingebrannt hat
Schwärm nicht länger für Aufgewärmtes! Schmeiß den Müll raus und erlebe neue Frische!
Samstag, 31. Juli 2010
Gestern Narr - heute verrückt!
Der letzte Eintrag hat uns (hoffentlich) nachdenklich gemacht, wessen "Narren" wir gewillt sind zu sein. Am wenigsten närrisch schein es mir, ein "Narr um Jesu Willen" zu sein.
Ich kann leider keine Bestätigung für meine Vermutung finden, dass es der Ruhrpott Pfarrer Wilhelm Busch war, dem eines Tage die Worte entgegengeschleudert wurden: "Ihr Christen seid doch allesamt verrückt!" Wilhelm Busch konnte so ein Kompliment allerdings nicht aus der Bahn werfen. Der Pfarrer war das raue Klima der Bergbaukumpels gewöhnt und antwortete nur erfreut: "Genau! Genau! Verrückt aus der Finsternis ins Licht!"
Diese Schlagfertigkeit wünsche ich mir auch! Die milde Antwort auf eine beleidigende Aussage hat mich begleitet seit meiner Jugendzeit, in der ich von diesem Gespräch zum ersten Mal hörte. Und ja, ich bekenne:
"Ich bin ein Narr um Jesu Willen - und verrückt bin ich auch …"
… aus der Finsternis ins Licht!
… aus dem Tod zum Leben!
… aus der Macht Satans unter die größere Macht Jesu!
… aus Sünde und Schuld in die Vergebung durch Jesus!
… aus Gebundenheit in die Freiheit!
… aus der Gottesferne in die Nähe Gottes!
… aus dem Vorhof der Heiden hinein ins Allerheiligste!
… aus der Kälte in die Wärme!
… aus Hass und Unversöhnlichkeit in die Liebe und Vergebung!
Danke Jesus!
"Aber wie sah euer Leben früher aus? Ihr wart Gott ungehorsam und wolltet von ihm nichts wissen. In seinen Augen wart ihr tot. Ihr habt gelebt, wie es in dieser Welt üblich ist, und wart dem Satan verfallen, der seine Macht ausübt zwischen Himmel und Erde. Sein böser Geist beherrscht auch heute noch das Leben aller Menschen, die Gott nicht gehorchen. Zu ihnen haben wir früher auch gehört, damals, als wir eigensüchtig unser Leben selbst bestimmen wollten. Wir haben den Leidenschaften und Verlockungen der Sünde nachgegeben, und wie alle anderen Menschen waren wir dem Zorn Gottes ausgeliefert.
Aber Gottes Barmherzigkeit ist groß. Wegen unserer Sünden waren wir in Gottes Augen tot. Doch er hat uns so sehr geliebt, dass er uns mit Christus neues Leben schenkte. Denkt immer daran: Alles verdankt ihr allein der Gnade Gottes. Durch den Glauben an Christus sind wir mit ihm auferstanden und haben einen Platz in Gottes neuer Welt. (Epheser 2:1-6; HfA)
Ich kann leider keine Bestätigung für meine Vermutung finden, dass es der Ruhrpott Pfarrer Wilhelm Busch war, dem eines Tage die Worte entgegengeschleudert wurden: "Ihr Christen seid doch allesamt verrückt!" Wilhelm Busch konnte so ein Kompliment allerdings nicht aus der Bahn werfen. Der Pfarrer war das raue Klima der Bergbaukumpels gewöhnt und antwortete nur erfreut: "Genau! Genau! Verrückt aus der Finsternis ins Licht!"
Diese Schlagfertigkeit wünsche ich mir auch! Die milde Antwort auf eine beleidigende Aussage hat mich begleitet seit meiner Jugendzeit, in der ich von diesem Gespräch zum ersten Mal hörte. Und ja, ich bekenne:
"Ich bin ein Narr um Jesu Willen - und verrückt bin ich auch …"
… aus der Finsternis ins Licht!
… aus dem Tod zum Leben!
… aus der Macht Satans unter die größere Macht Jesu!
… aus Sünde und Schuld in die Vergebung durch Jesus!
… aus Gebundenheit in die Freiheit!
… aus der Gottesferne in die Nähe Gottes!
… aus dem Vorhof der Heiden hinein ins Allerheiligste!
… aus der Kälte in die Wärme!
… aus Hass und Unversöhnlichkeit in die Liebe und Vergebung!
Danke Jesus!
"Aber wie sah euer Leben früher aus? Ihr wart Gott ungehorsam und wolltet von ihm nichts wissen. In seinen Augen wart ihr tot. Ihr habt gelebt, wie es in dieser Welt üblich ist, und wart dem Satan verfallen, der seine Macht ausübt zwischen Himmel und Erde. Sein böser Geist beherrscht auch heute noch das Leben aller Menschen, die Gott nicht gehorchen. Zu ihnen haben wir früher auch gehört, damals, als wir eigensüchtig unser Leben selbst bestimmen wollten. Wir haben den Leidenschaften und Verlockungen der Sünde nachgegeben, und wie alle anderen Menschen waren wir dem Zorn Gottes ausgeliefert.
Aber Gottes Barmherzigkeit ist groß. Wegen unserer Sünden waren wir in Gottes Augen tot. Doch er hat uns so sehr geliebt, dass er uns mit Christus neues Leben schenkte. Denkt immer daran: Alles verdankt ihr allein der Gnade Gottes. Durch den Glauben an Christus sind wir mit ihm auferstanden und haben einen Platz in Gottes neuer Welt. (Epheser 2:1-6; HfA)
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