Erst heute fiel es mir auf. Erst heute! Eigentlich hätte ich es schon längst gemerkt haben sollen. Ja, müssen! Wie konnte ich das nur übersehen? Wie konnte ich es nicht gemerkt haben? Sie sind weg!
Jeden Tag schaue ich aus dem Fenster meines Büros. Monatelang habe ich mich an ihnen erfreut. Im Winter, im Frühling und auch noch im Sommer. Ja, mir war aufgefallen, dass das Gras immer länger wurde, aber ich habe nicht soweit gedacht, mich zu fragen, woran das wohl lag. Die Schafe sind weg! Tagaus, tagein habe ich sie grasen sehen, hab beobachtet, wie sie durch den Schnee hindurch ihr Futter fanden oder wie sie im Frühsommer geschoren wurden und zunächst wie ein nacktes Häufchen Elend aussahen. Jetzt sind sie weg. Naja, der Nachbar wird hoffentlich wissen, wo sie sind. Darum brauche ich mich nicht zu kümmern.
Mir kommen andere Schafe in den Sinn. Mit-Schafe, die auch zur Herde des Guten Hirten, Jesus, gehören. Monatelang, jahrelang sind sie mit uns in derselben Herde. Wir freuen uns aneinander, wärmen einander, nähren uns miteinander, sind zufrieden miteinander und folgen dem Guten Hirten miteinander. Und dann wird in der Herde plötzlich etwas anders. Ja, etwas wird anders - aber wir denken nicht soweit, uns zu fragen, was es ist. Wir haben ja noch Futter, Wasser, Sonne und Unterkunft und auch der Gute Hirte ist noch da. Also nehmen wir die Veränderung nur im Halbbewusstsein wahr und fragen uns nicht weiter, woran die Veränderung liegt. Und dann trifft es uns eines Tages wie ein Blitz: einige Schafe sind weg!
Zunächst waren sie nur noch sporadisch mitgezogen; hatten andere Weide gefunden. Nicht mehr bei der Herde, nicht mehr die gute Weide, die der Gute Hirte selbst ausgesucht hatte, nicht mehr das frische, lebensspendende Quellwasser, nicht mehr die sicheren Plätze, wo man unter Seiner Obhut ruhen konnte - aber eben "andere" Weide. Weder nahrhaft, noch schmackhaft -anders eben. Und dann waren sie eines Tages ganz weg geblieben. Es gab so viele Neues zu sehen auf der anderen Wiese. Und die Herde schien sie ja eh nicht zu vermissen. Niemand drängte sie liebevoll, sich zur Herde zu halten. Niemand erinnerte sie, wie gut der Gute Hirte wirklich war und wie nötig zum Überleben. Ja, die Stimme des Guten Hirte, der ihren Namen kannte, rief sie in ihren Herzen. Aber der Herde fiel ihr Fehlen kaum auf. Sie merkten zwar, dass was anders war, aber sie fragten sich nicht, was es wohl war.
Ich danke Jesus, meinem Herrn, dass Er mir immer wieder nachgegangen ist, wenn ich eigene Wege gegangen bin. Der Gute Hirte kümmert sich! Ich danke Ihm auch für seine Kinder, meine Mit-Schafe, die mir in Seinem Namen nachgegangen sind, die meine gefährlichen Alleingänge gemerkt, und sich aufgemacht haben, mich zur Herde zurück zu bringen.
Dass der Gute Hirte uns doch die Augen öffne und uns erinnert an die, die eigene, gefährliche Wege gehen. Dass der Gute Hirte uns doch merken und fragen lässt, warum plötzlich etwas "anders" ist als bisher. Der Gute Hirte geht dem verlorenen Schaf nach. Aber Seine Füße, Lippen und Hände sind oftmals wir. Uns schickt Er hinterher, um Seine Liebe, Seine Geduld und Seine Fürsorge zum Ausdruck zu bringen. Wir sind es, die in Seinem Namen besuchen, telefonieren, Mails schreiben, praktische Hilfe leisten, ermahnen und ermutigen. Du und ich!
"Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen …" (Jakobus 1:27)
"Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan!" (Matthäus 25:40)
"Brüder, wenn auch ein Mensch von einer Übertretung übereilt würde, so helft ihr, die ihr geistlich seid, einem solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht; und gib dabei acht auf dich selbst, daß du nicht auch versucht wirst! Einer trage des anderen Lasten, und so sollt ihr das Gesetz des Christus erfüllen!" (Galater 6:1-2)
Donnerstag, 15. Juli 2010
Dienstag, 13. Juli 2010
Das Kreuz
Immer wieder kann man in letzter Zeit von Diskussionen lesen, die über Sinn oder Unsinn des Kreuzes geführt werden. Den größten Unsinn tragen die bei, die den Sinn am Besten verstehen sollten: die "Religiösen". So meint der ehemalige Fernsehpfarrer Jürgen Fliege, dass er seine Sünden behalten wolle. Blut-, Sühne- und Schuldtheologie seien teil eines "neurotischen Kirchenprogramms." Maria Jepsen, Bischöfin der Evangelischen Kirche schlug vor, das Symbol des Kreuzes durch das freundlichere Symbol der Krippe zu ersetzen. Der amtierenden Nachfolger von Margot Käßmann im Ratsvorsitz der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider meinte im April: "Jesus starb nicht für die Sünden, sondern Gott hat sich am Kreuz den Menschen in Liebe zugewandt."
Sagen wir's so: Erstaunlich ist es nicht. Bereits Paulus schrieb an die Gemeinde in Korinth:
"Wenn wir also Christus als den Gekreuzigten verkünden, sind die Juden entrüstet und die Griechen erklären es für Unsinn." (1 Korinther 1:23; NL)
Das Kreuz war der Ort der Qual, unsagbarer Qual. Ein Ort für Kriminelle, für den Abschaum der Gesellschaft. Die Botschaft vom geKREUZigten Messias war für die Juden ein großes Ärgernis, für die Griechen eine Lachnummer. Aber Paulus hatte über das Kreuz noch mehr zu schreiben. Bereits einige Verse vorher hatte er erklärt:
"Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren gehen; uns aber, die wir gerettet werden, ist es eine Gotteskraft!" (1 Korinther 1:18)
Und im folgenden Kapitel macht er klar:
Denn ich hatte mir vorgenommen, unter euch nichts anderes zu wissen als nur Jesus Christus, und ihn als gekreuzigt. (1 Korinther 2:2)
Das Kreuz, in dem Paulus die Kraft Gottes erfuhr, war seine Botschaft, deren er sich nicht schämte. Das wird auch in seiner Botschaft an die Epheser klar. In Epheser 2:16 schreibt Paulus:
"Er hat sie in einem Leib vereint und durch das Kreuz mit Gott versöhnt, sodass die Feindschaft ein Ende fand!" (Epheser 2:16; NL)
DURCH DAS KREUZ … kam Einheit und Versöhnung; Versöhnung der Menschen mit Gott und miteinander. Das Kreuz der gemeinsame Nenner, die gemeinsame Grundlage
Das Kreuz ist der Feind Satans. Das Kreuz ist der Feinde der Sünde, aber das Kreuz ist der Freund des Sünders. Das Kreuz, an dem Jesus hing und stellvertretend für uns starb, das leere Kreuz, das Jesu Auferstehung bezeugt, ist die zentrale Botschaft all derer, die Jesus von Herzen nachfolgen. Nimm das Kreuz heraus aus der Frohen Botschaft - und es wird eine traurige, da hoffnungslose Botschaft. Verkündige das Evangelium vom Kreuz, und es bewirkt Freude, Befreiung und Gotteskraft!
"Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben!" (Römer 1:16)
Sagen wir's so: Erstaunlich ist es nicht. Bereits Paulus schrieb an die Gemeinde in Korinth:
"Wenn wir also Christus als den Gekreuzigten verkünden, sind die Juden entrüstet und die Griechen erklären es für Unsinn." (1 Korinther 1:23; NL)
Das Kreuz war der Ort der Qual, unsagbarer Qual. Ein Ort für Kriminelle, für den Abschaum der Gesellschaft. Die Botschaft vom geKREUZigten Messias war für die Juden ein großes Ärgernis, für die Griechen eine Lachnummer. Aber Paulus hatte über das Kreuz noch mehr zu schreiben. Bereits einige Verse vorher hatte er erklärt:
"Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren gehen; uns aber, die wir gerettet werden, ist es eine Gotteskraft!" (1 Korinther 1:18)
Und im folgenden Kapitel macht er klar:
Denn ich hatte mir vorgenommen, unter euch nichts anderes zu wissen als nur Jesus Christus, und ihn als gekreuzigt. (1 Korinther 2:2)
Das Kreuz, in dem Paulus die Kraft Gottes erfuhr, war seine Botschaft, deren er sich nicht schämte. Das wird auch in seiner Botschaft an die Epheser klar. In Epheser 2:16 schreibt Paulus:
"Er hat sie in einem Leib vereint und durch das Kreuz mit Gott versöhnt, sodass die Feindschaft ein Ende fand!" (Epheser 2:16; NL)
DURCH DAS KREUZ … kam Einheit und Versöhnung; Versöhnung der Menschen mit Gott und miteinander. Das Kreuz der gemeinsame Nenner, die gemeinsame Grundlage
Das Kreuz ist der Feind Satans. Das Kreuz ist der Feinde der Sünde, aber das Kreuz ist der Freund des Sünders. Das Kreuz, an dem Jesus hing und stellvertretend für uns starb, das leere Kreuz, das Jesu Auferstehung bezeugt, ist die zentrale Botschaft all derer, die Jesus von Herzen nachfolgen. Nimm das Kreuz heraus aus der Frohen Botschaft - und es wird eine traurige, da hoffnungslose Botschaft. Verkündige das Evangelium vom Kreuz, und es bewirkt Freude, Befreiung und Gotteskraft!
"Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben!" (Römer 1:16)
Montag, 12. Juli 2010
... und die Sonne scheint!
Der deutsche Hitzerekord liegt bei 40,2° und wurde zuletzt 2003 in Koblenz gemessen. Den haben wir bisher noch nicht geknackt in diesem Jahr. Aber nahe sind wir dran gekommen. 38,8° waren es am Sonntag in Berlin.
Die (Kl)einen freuen sich, die anderen stöhnen. Für mich ist dieses herrliche Sommerwetter - (sorry, aber ich gehöre nun mal zu denen, sie lieber schwitzen als frieren) - ein Grund, zu überlegen, was die Bibel über die Sonne zu sagen hat. Wem es im Moment zu heiß ist, darüber auch noch Bibelverse zu lesen, komme einfach heute Abend um 21:00 noch mal zurück, wenn's etwas kühler ist:
"Denn Gott, der Herr, ist Sonne und Schild; der Herr gibt Gnade und Herrlichkeit, wer in Lauterkeit wandelt, dem versagt er nichts Gutes." Psalm 84:11
"Der Mächtige, Gott der Herr, er redet und ruft die Erde vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang." Psalm 50:1
"Deine Unschuld wird er sichtbar machen so hell wie das Licht des Tages, und die Rechtmäßigkeit deiner Sache wird leuchten wie die Mittagssonne." Psalm 37:6
"Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobt der Name des Herrn!" Psalm 113:3
"Lobt ihn, Sonne und Mond; lobt ihn, alle leuchtenden Sterne!" Psalm 148:3
"Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte." Matthäus 5:45
"Und er hatte in seiner rechten Hand sieben Sterne, und aus seinem Mund ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert hervor; und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne in ihrer Kraft." Offenbarung 1:16
"Und die Stadt bedarf nicht der Sonne noch des Mondes, daß sie in ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm." Offenbarung 21:23
"Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne im Reich ihres Vaters. Wer Ohren hat zu hören, der höre!" Matthäus 13:43
"Und es wird dort keine Nacht mehr geben, und sie bedürfen nicht eines Leuchters, noch des Lichtes der Sonne, denn Gott, der Herr, erleuchtet sie; und sie werden herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit." Offenbarung 22:5
"Die aber Ihn lieben, sollen sein wie die Sonne, wenn sie aufgeht in ihrer Macht!" Richter 5:31
Wenn Du Jesus liebst, wird Er Dir Leuchte, Schild, Fürsprecher, Lobpreis, Segensquelle und vieles andere sein, und Du selbst wirst Ihn reflektieren, machtvoll wie die aufgehende Sonne. WOW!
Die (Kl)einen freuen sich, die anderen stöhnen. Für mich ist dieses herrliche Sommerwetter - (sorry, aber ich gehöre nun mal zu denen, sie lieber schwitzen als frieren) - ein Grund, zu überlegen, was die Bibel über die Sonne zu sagen hat. Wem es im Moment zu heiß ist, darüber auch noch Bibelverse zu lesen, komme einfach heute Abend um 21:00 noch mal zurück, wenn's etwas kühler ist:
"Denn Gott, der Herr, ist Sonne und Schild; der Herr gibt Gnade und Herrlichkeit, wer in Lauterkeit wandelt, dem versagt er nichts Gutes." Psalm 84:11
"Der Mächtige, Gott der Herr, er redet und ruft die Erde vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang." Psalm 50:1
"Deine Unschuld wird er sichtbar machen so hell wie das Licht des Tages, und die Rechtmäßigkeit deiner Sache wird leuchten wie die Mittagssonne." Psalm 37:6
"Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobt der Name des Herrn!" Psalm 113:3
"Lobt ihn, Sonne und Mond; lobt ihn, alle leuchtenden Sterne!" Psalm 148:3
"Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte." Matthäus 5:45
"Und er hatte in seiner rechten Hand sieben Sterne, und aus seinem Mund ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert hervor; und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne in ihrer Kraft." Offenbarung 1:16
"Und die Stadt bedarf nicht der Sonne noch des Mondes, daß sie in ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm." Offenbarung 21:23
"Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne im Reich ihres Vaters. Wer Ohren hat zu hören, der höre!" Matthäus 13:43
"Und es wird dort keine Nacht mehr geben, und sie bedürfen nicht eines Leuchters, noch des Lichtes der Sonne, denn Gott, der Herr, erleuchtet sie; und sie werden herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit." Offenbarung 22:5
"Die aber Ihn lieben, sollen sein wie die Sonne, wenn sie aufgeht in ihrer Macht!" Richter 5:31
Wenn Du Jesus liebst, wird Er Dir Leuchte, Schild, Fürsprecher, Lobpreis, Segensquelle und vieles andere sein, und Du selbst wirst Ihn reflektieren, machtvoll wie die aufgehende Sonne. WOW!
Donnerstag, 8. Juli 2010
Lohnt es sich?
Ich sitze im Flughafen und lese. Flughäfen, Bahnfahrten, Autofahrten (als Beifahrer!) - das sind mir liebe Gelegenheiten, all die Zeitschriften durchzuschauen, die noch ungelesen auf meinem Schreibtisch liegen. Diesmal ist es die "Global" Monatszeitschrift von OM.
Ein Bild erfasst meine Aufmerksamkeit. Im Artikel wird darüber geschrieben. Eine junge Kurzzeitmissionarin verbringt einige Zeit in Chile und schreibt über ihre Arbeit. Sie schreibt auch über die Begebenheit, die auf dem Bild abgebildet ist. Liebevoll drückt sie ein chilenisches Waisen. Kommunikation ist schwierig zwischen den Beiden. Der Missionarin steht die Liebe Jesu und die Freude im Gesicht geschrieben. Im Gesicht des kleinen Mädchens entdecke ich einen Hauch von Zufriedenheit, gemischt mit Traurigkeit, bald wieder loslassen zu müssen.
Der Gedanke, der mir sofort kommt ist die Frage: "Lohnt es sich?" "Lohnt sich eine kurze Umarmung im Namen Jesu? Lohnt sich ein freundliches Lächeln, ein tröstendes Wort?" Und es dauert nicht lange bis sich die Überzeugung formt: "Ja, es lohnt sich! Im Namen Jesu lohnt es sich!" In Matthäus 25:40 sagt uns Jesus selbst:
"Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan."
Und in Matthäus 10:42 heißt es:
"Und wer einem dieser Geringen auch nur einen Becher mit kaltem Wasser zu trinken gibt, weil er ein Jünger ist, wahrlich, ich sage euch, der wird seinen Lohn nicht verlieren!"
Nicht jedes Mal haben wir die Möglichkeit, mit dem Mund Jesus zu bekennen. Aber immer haben wir die Möglichkeit, durch unser Leben für Jesus zu leuchten und ein wenig Seiner Liebe weiter zu geben. Und es ist nicht umsonst!
Ein Bild erfasst meine Aufmerksamkeit. Im Artikel wird darüber geschrieben. Eine junge Kurzzeitmissionarin verbringt einige Zeit in Chile und schreibt über ihre Arbeit. Sie schreibt auch über die Begebenheit, die auf dem Bild abgebildet ist. Liebevoll drückt sie ein chilenisches Waisen. Kommunikation ist schwierig zwischen den Beiden. Der Missionarin steht die Liebe Jesu und die Freude im Gesicht geschrieben. Im Gesicht des kleinen Mädchens entdecke ich einen Hauch von Zufriedenheit, gemischt mit Traurigkeit, bald wieder loslassen zu müssen.
Der Gedanke, der mir sofort kommt ist die Frage: "Lohnt es sich?" "Lohnt sich eine kurze Umarmung im Namen Jesu? Lohnt sich ein freundliches Lächeln, ein tröstendes Wort?" Und es dauert nicht lange bis sich die Überzeugung formt: "Ja, es lohnt sich! Im Namen Jesu lohnt es sich!" In Matthäus 25:40 sagt uns Jesus selbst:
"Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan."
Und in Matthäus 10:42 heißt es:
"Und wer einem dieser Geringen auch nur einen Becher mit kaltem Wasser zu trinken gibt, weil er ein Jünger ist, wahrlich, ich sage euch, der wird seinen Lohn nicht verlieren!"
Nicht jedes Mal haben wir die Möglichkeit, mit dem Mund Jesus zu bekennen. Aber immer haben wir die Möglichkeit, durch unser Leben für Jesus zu leuchten und ein wenig Seiner Liebe weiter zu geben. Und es ist nicht umsonst!
Mittwoch, 7. Juli 2010
Schäm Dich ruhig!
Scham ist ein kostbares Gut, das uns immer mehr verloren geht. Was vor 100 Jahren undenkbar war, war vor 50 Jahren normal. Was vor 50 Jahren undenkbar war, war vor 25 Jahren Standard. Was vor 25 Jahren illegal war, ist heute erlaubt. Was man vor 10 Jahren noch nicht wagte, wird heute provokativ vermarktet. Und das auf allen Ebenen: Privat, in den Medien und im öffentlichen Leben. Scham wird nicht nur abgebaut, Scham wird verlacht und teilweise als schädlich bezeichnet.
Dabei geht es nicht nur um Scham in moralischen Fragen. Da ist der Verfall seit einem halben Jahrhundert rasant. Es geht um Scham allgemein.
Wikipedia definiert Scham unter anderem mit einem "Gefühl der Verlegenheit oder Bloßstellung, das sowohl durch Verletzung der Intimsphäre auftreten als auch auf dem Bewusstsein beruhen kann, durch unehrenhafte, unanständige oder erfolglose Handlungen sozialen Erwartungen oder Normen nicht entsprochen zu haben."
Verständlicherweise, wo soziale Erwartungen und Normen abgebaut werden, werden auch bestimmte Handlungen nicht länger als "unehrenhaft, unanständig oder erfolglos" definiert. Das Gefühl der Verlegenheit oder Bloßstellung verblasst.
Scham ist unangenehm, peinlich. Scham hilft dem Menschen, bestimmte Handlungsweisen zu überdenken, zu vermeiden oder zu ändern. Scham ist biblisch!
In Jeremia sagt Gott über sein Volk:
"Schämen sollten sie sich, weil sie Gräuel verübt haben! Aber sie wissen nicht mehr, was sich schämen heißt, und empfinden keine Scham. Darum werden sie fallen unter den Fallenden; zur Zeit ihrer Heimsuchung werden sie stürzen! spricht der Herr." (Jeremia 6:15)
Demnach hat es schon früher einmal eine Zeit gegeben, in der Gott seinem Volk vorwarf: "Sie wissen nicht mehr, was ‚sich schämen' heißt." Das war kein Kompliment! Gott hat damit nicht gemeint, dass sie endlich die Zwänge der Gesellschaft abgelegt und zur Freiheit durchgebrochen waren. Im Gegenteil! Die Gott gegebene Scham, das Gefühl der Verlegenheit, der Bloßstellung durch Handlungen, die Gottes Wort entgegenstanden, war verloren gegangen. Das bezeichnet Gott nicht als einen lobenswerten Weg der Freiheit sondern einen gefährlichen Weg, vor dem gewarnt werden musste. "Darum werden sie fallen unter den Fallenden; zur Zeit ihrer Heimsuchung werden sie stürzen!"
Verlust der Scham über unser Abweichen von den Maßstäben Gottes ist gefährlich. "Schämen sollen sie sich," sagt Gott. Scham, gegründet auf dem Wort Gottes ist Gott-geschenkt und Gott-gewollt. DIESE Scham abzulegen, auch wenn die Welt uns dazu drängt, wird für unseren Glauben tödlich sein.
Dabei geht es nicht nur um Scham in moralischen Fragen. Da ist der Verfall seit einem halben Jahrhundert rasant. Es geht um Scham allgemein.
Wikipedia definiert Scham unter anderem mit einem "Gefühl der Verlegenheit oder Bloßstellung, das sowohl durch Verletzung der Intimsphäre auftreten als auch auf dem Bewusstsein beruhen kann, durch unehrenhafte, unanständige oder erfolglose Handlungen sozialen Erwartungen oder Normen nicht entsprochen zu haben."
Verständlicherweise, wo soziale Erwartungen und Normen abgebaut werden, werden auch bestimmte Handlungen nicht länger als "unehrenhaft, unanständig oder erfolglos" definiert. Das Gefühl der Verlegenheit oder Bloßstellung verblasst.
Scham ist unangenehm, peinlich. Scham hilft dem Menschen, bestimmte Handlungsweisen zu überdenken, zu vermeiden oder zu ändern. Scham ist biblisch!
In Jeremia sagt Gott über sein Volk:
"Schämen sollten sie sich, weil sie Gräuel verübt haben! Aber sie wissen nicht mehr, was sich schämen heißt, und empfinden keine Scham. Darum werden sie fallen unter den Fallenden; zur Zeit ihrer Heimsuchung werden sie stürzen! spricht der Herr." (Jeremia 6:15)
Demnach hat es schon früher einmal eine Zeit gegeben, in der Gott seinem Volk vorwarf: "Sie wissen nicht mehr, was ‚sich schämen' heißt." Das war kein Kompliment! Gott hat damit nicht gemeint, dass sie endlich die Zwänge der Gesellschaft abgelegt und zur Freiheit durchgebrochen waren. Im Gegenteil! Die Gott gegebene Scham, das Gefühl der Verlegenheit, der Bloßstellung durch Handlungen, die Gottes Wort entgegenstanden, war verloren gegangen. Das bezeichnet Gott nicht als einen lobenswerten Weg der Freiheit sondern einen gefährlichen Weg, vor dem gewarnt werden musste. "Darum werden sie fallen unter den Fallenden; zur Zeit ihrer Heimsuchung werden sie stürzen!"
Verlust der Scham über unser Abweichen von den Maßstäben Gottes ist gefährlich. "Schämen sollen sie sich," sagt Gott. Scham, gegründet auf dem Wort Gottes ist Gott-geschenkt und Gott-gewollt. DIESE Scham abzulegen, auch wenn die Welt uns dazu drängt, wird für unseren Glauben tödlich sein.
Dienstag, 6. Juli 2010
Bibelstunde morgen, am 7. Juli 2010
Um auch Fussballfreunden die Qual der Wahl zu erleichtern, wird am Mittwoch, dem 7. 7. 2010 die CCFG Bibelstunde pünktlich um 19:30 beginnen und gegen 20:30 Uhr beendet sein. Das nächste Abendmahl findet am Mittwoch, dem 14.7. statt.
Fisch an der Angel
Während unserer fast zwei Jahrzehnte im Ausland fand unser Familienurlaub immer am Meer statt. Echte Berge gab's keine. Was als "Berge" bezeichnet wurde, war in der Regel Rebellengebiet oder unzugänglich - oder beides. Darum war es eben jedes Jahr "Urlaub am Meer." Und dazu gehörte Angeln. Glücklicherweise gibt es noch Länder auf dieser Erde, die nicht alles im Leben durch Scheine und Gesetze regulieren und darum waren unsere Angelaktivitäten auch recht unkonventionell und "un-deutsch." Zunächst musste der Köder an die Angel. Den braucht man nämlich. Ohne Köder keinen Fisch. Die Köder suchten wir uns, bevor wir mit dem Schlauchboot raus fuhren. Und dann kam eine der für uns unangenehmsten Angelegenheiten des Angelsports: den Köder am Haken zu befestigen. Ach, wie oft ging uns der Köder verloren, bevor der erste Fisch ihn auch nur sah. Und wie oft kamen wir nach 2 Stunden mit leeren Netzen zurück. 'Trotz Köder keinen Fisch' hieß es dann. Aber wir hatten die Genugtuung, die Fische zumindest gut gefüttert zu haben.
Fische (oder zumindest Köder) an der Angel erinnern mich regelmäßig an ein Erlebnis, das ich vor vielen Jahren hatte. Seit Jahren (!) hegte ich Groll gegen einen Menschen, der mir Unrecht getan hatte. Nicht, dass ich täglich mit Bitterkeit zu kämpfen hatte. Aber, wenn immer ich irgendeine Arbeit tat, die mich an diesen Menschen erinnerte, kamen Unversöhnlichkeit und Groll hoch. "Wenn ich nur mit ‚Mr. Soundso' mal über diesen Menschen reden kann und erzählen kann, was mir an Unrecht geschehen ist, dann wird es mir besser gehen" - so dachte ich und hielt an der Bitterkeit fest, um irgendwann Rechtfertigung zu erfahren. "Den Menschen, der mich so verletzt hat, den lasse ich nicht so leicht von meiner Angel. Den halte ich mir, damit ich ihn einholen kann, wann immer es mir passt!"
Dann las ich ein Buch. Es ging u.a. um Vergebung, und ich musste feststellen, dass nicht der Andere, sondern ich selbst der Fisch an der Angel war. Bitterkeit und das Verlangen nach Rechtfertigung hielten nicht den Anderen an der Angel, sondern mich. Ich kam nicht davon weg. Über Jahre hinweg hatte ich gedacht, der Andere sei der Fisch. Jetzt wurde mir klar: Ich hing an der Angel. Ich war es, der NICHT frei war. Ich war es, der immer wieder eingeholt wurde. Ich erinnere mich an den Tag, an dem ich auf meine Knie ging, die Bitterkeit im Gebet an Gott abgab und Ihn bat, mich von der Angel zu nehmen. Ich vergab auch dem Anderen und verzichtete auf Rechtfertigung - und erfuhr die Freiheit, die nur Jesu geben kann.
Bitterkeit und Unversöhnlichkeit gehören wahrscheinlich zu den massivsten Bremsen im geistlichen Leben. Nicht zuletzt darum hat Jesus das Thema Vergebung immer wieder angesprochen. Unser Problem ist, dass wir unser Bedürfnis nach Rechtfertigung nicht aufgeben, unsere Rechte einklagen und dem Anderen nicht vergeben wollen. Ganz deutlich warnt uns unser Herr:
"Wenn ihr aber den Menschen ihre Verfehlungen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben." (Matthäus 6:15)
und gleichzeitig verspricht Er:
"Wenn euch nun der Sohn frei machen wird, so seid ihr wirklich frei." (Johannes 8:36)
Bist Du frei? Oder hängst Du noch an einer Angel? Jesus befreit!
Fische (oder zumindest Köder) an der Angel erinnern mich regelmäßig an ein Erlebnis, das ich vor vielen Jahren hatte. Seit Jahren (!) hegte ich Groll gegen einen Menschen, der mir Unrecht getan hatte. Nicht, dass ich täglich mit Bitterkeit zu kämpfen hatte. Aber, wenn immer ich irgendeine Arbeit tat, die mich an diesen Menschen erinnerte, kamen Unversöhnlichkeit und Groll hoch. "Wenn ich nur mit ‚Mr. Soundso' mal über diesen Menschen reden kann und erzählen kann, was mir an Unrecht geschehen ist, dann wird es mir besser gehen" - so dachte ich und hielt an der Bitterkeit fest, um irgendwann Rechtfertigung zu erfahren. "Den Menschen, der mich so verletzt hat, den lasse ich nicht so leicht von meiner Angel. Den halte ich mir, damit ich ihn einholen kann, wann immer es mir passt!"
Dann las ich ein Buch. Es ging u.a. um Vergebung, und ich musste feststellen, dass nicht der Andere, sondern ich selbst der Fisch an der Angel war. Bitterkeit und das Verlangen nach Rechtfertigung hielten nicht den Anderen an der Angel, sondern mich. Ich kam nicht davon weg. Über Jahre hinweg hatte ich gedacht, der Andere sei der Fisch. Jetzt wurde mir klar: Ich hing an der Angel. Ich war es, der NICHT frei war. Ich war es, der immer wieder eingeholt wurde. Ich erinnere mich an den Tag, an dem ich auf meine Knie ging, die Bitterkeit im Gebet an Gott abgab und Ihn bat, mich von der Angel zu nehmen. Ich vergab auch dem Anderen und verzichtete auf Rechtfertigung - und erfuhr die Freiheit, die nur Jesu geben kann.
Bitterkeit und Unversöhnlichkeit gehören wahrscheinlich zu den massivsten Bremsen im geistlichen Leben. Nicht zuletzt darum hat Jesus das Thema Vergebung immer wieder angesprochen. Unser Problem ist, dass wir unser Bedürfnis nach Rechtfertigung nicht aufgeben, unsere Rechte einklagen und dem Anderen nicht vergeben wollen. Ganz deutlich warnt uns unser Herr:
"Wenn ihr aber den Menschen ihre Verfehlungen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben." (Matthäus 6:15)
und gleichzeitig verspricht Er:
"Wenn euch nun der Sohn frei machen wird, so seid ihr wirklich frei." (Johannes 8:36)
Bist Du frei? Oder hängst Du noch an einer Angel? Jesus befreit!
Montag, 5. Juli 2010
Ein bischen weniger tot …
Kann man sich das vorstellen?
Als Kind machten meine Eltern von Zeit zu Zeit einen Spatziergang am Sonntagnachmittag über den Friedhof - aus meiner damaligen Sicht völlig unerklärlich! Aber als Kinder mussten wir natürlich mit. Und so zogen wir durch die Gräberalleen. War es Herbst, lenkten wir uns damit ab, Kastanien zu suchen und zu sammeln.
Viele sonnige Erinnerungen habe ich nicht mehr an die gelegentlichen Spatziergänge an diesem stillen, trostlosen Ort. Aber eines bin ich mir hundertprozentig sicher: Nie, nicht ein einziges Mal, habe ich meine Eltern vor Gräbern stehen sehen und sagen hören: "Tja, der hier hätte es fast geschafft. Er war nicht ganz so tot wie der da drüben. Die da hinten war wirklich mausetot, aber die hier vorne, die war eigentlich noch ganz ok!"
Makaber, nicht wahr? Ja, makaber! Aber was uns im physischen Leben für kapitalen Blödsinn halten, scheinen wir im geistlichen Leben manchmal für möglich zu halten. In Epheser 2:1 schreibt Paulus an die Gemeinde:
"Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden!"
Damit sprach er Menschen aus verschiedenem Hintergrund an. Juden, die ihre Herkunft verwässert hatten, ehemalige Götzendiener, Bürger des römischen Reiches, die keine Probleme damit hatten, Cäsar als "Herrn" (Kyrios) zu bezeichnen. Sie alle, vor ihrer Hinwendung zu Jesus waren "tot," und zwar wegen ihrer Sünden. Die einen hatten davon mehr auf sich geladen als andere, aber alle waren sie geistlich gesehen gleich tot. Keiner von ihnen hatte eine lebendige Beziehung zu Jesus, dem Retter. Alle lagen tot auf demselben geistlichen Friedhof. Keiner weniger tot als der andere.
Geistlich ist das gemäß Epheser 2:1-3 auch unser Zustand gewesen. Tot! Das gefällt uns natürlich nicht. Es schmeckt nicht, im selben Team zu sein wie ein Kim Jung Ill oder ein Mahmud Ahmadinedschad. Das Menschen ihres Schlages "tot in Übertretungen und Sünden" sind, ist nachvollziehbar. Aber verglichen mit ihresgleichen, müssten wir doch eigentlich in die Kategorie fallen "etwas weniger tot." Nur, diese Kategorie gibt es nicht! Vers 2 sagt, dass wir ihre Weggefährten waren, ob uns das passt oder nicht.
Aber! Wieder so ein herrliches "Aber," das einen Wandel andeutet. Seit unserer Hinwendung zu unserem Retter, Jesus, hat der Vater uns von diesen Weggefährten aussortiert. Nicht länger geistlich tot, nicht länger in "deren" Team.
Die Beschreibung, die jetzt auf alle Gotteskinder zutrifft ist diese: "mit Christus lebendig gemacht" (5), "auferweckt in Christus" (6), "mitversetzt in die Himmelswelt in Christus" (6)
… und das alles aus Gnade.
Von geistlich "mausetot" und "Mitspieler der Allerschlimmsten" hin zu "lebendig wie Jesus" und "Mitspieler auf Gottes Team!"
Wohlgemerkt: Nicht weil wir ein wenig besser gewesen wären. Wir waren ihre Weggenossen. Nein, aus unverdienter Gnade. Gnade so wunderbar, dass uns das vollständige Begreifen dieser Gnade hier auf Erden gar nicht möglich ist.
Danke, Jesus! Du bist unbegreiflich - in Deiner Liebe, Deiner Gnade und Deiner Vergebung!
Als Kind machten meine Eltern von Zeit zu Zeit einen Spatziergang am Sonntagnachmittag über den Friedhof - aus meiner damaligen Sicht völlig unerklärlich! Aber als Kinder mussten wir natürlich mit. Und so zogen wir durch die Gräberalleen. War es Herbst, lenkten wir uns damit ab, Kastanien zu suchen und zu sammeln.
Viele sonnige Erinnerungen habe ich nicht mehr an die gelegentlichen Spatziergänge an diesem stillen, trostlosen Ort. Aber eines bin ich mir hundertprozentig sicher: Nie, nicht ein einziges Mal, habe ich meine Eltern vor Gräbern stehen sehen und sagen hören: "Tja, der hier hätte es fast geschafft. Er war nicht ganz so tot wie der da drüben. Die da hinten war wirklich mausetot, aber die hier vorne, die war eigentlich noch ganz ok!"
Makaber, nicht wahr? Ja, makaber! Aber was uns im physischen Leben für kapitalen Blödsinn halten, scheinen wir im geistlichen Leben manchmal für möglich zu halten. In Epheser 2:1 schreibt Paulus an die Gemeinde:
"Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden!"
Damit sprach er Menschen aus verschiedenem Hintergrund an. Juden, die ihre Herkunft verwässert hatten, ehemalige Götzendiener, Bürger des römischen Reiches, die keine Probleme damit hatten, Cäsar als "Herrn" (Kyrios) zu bezeichnen. Sie alle, vor ihrer Hinwendung zu Jesus waren "tot," und zwar wegen ihrer Sünden. Die einen hatten davon mehr auf sich geladen als andere, aber alle waren sie geistlich gesehen gleich tot. Keiner von ihnen hatte eine lebendige Beziehung zu Jesus, dem Retter. Alle lagen tot auf demselben geistlichen Friedhof. Keiner weniger tot als der andere.
Geistlich ist das gemäß Epheser 2:1-3 auch unser Zustand gewesen. Tot! Das gefällt uns natürlich nicht. Es schmeckt nicht, im selben Team zu sein wie ein Kim Jung Ill oder ein Mahmud Ahmadinedschad. Das Menschen ihres Schlages "tot in Übertretungen und Sünden" sind, ist nachvollziehbar. Aber verglichen mit ihresgleichen, müssten wir doch eigentlich in die Kategorie fallen "etwas weniger tot." Nur, diese Kategorie gibt es nicht! Vers 2 sagt, dass wir ihre Weggefährten waren, ob uns das passt oder nicht.
Aber! Wieder so ein herrliches "Aber," das einen Wandel andeutet. Seit unserer Hinwendung zu unserem Retter, Jesus, hat der Vater uns von diesen Weggefährten aussortiert. Nicht länger geistlich tot, nicht länger in "deren" Team.
Die Beschreibung, die jetzt auf alle Gotteskinder zutrifft ist diese: "mit Christus lebendig gemacht" (5), "auferweckt in Christus" (6), "mitversetzt in die Himmelswelt in Christus" (6)
… und das alles aus Gnade.
Von geistlich "mausetot" und "Mitspieler der Allerschlimmsten" hin zu "lebendig wie Jesus" und "Mitspieler auf Gottes Team!"
Wohlgemerkt: Nicht weil wir ein wenig besser gewesen wären. Wir waren ihre Weggenossen. Nein, aus unverdienter Gnade. Gnade so wunderbar, dass uns das vollständige Begreifen dieser Gnade hier auf Erden gar nicht möglich ist.
Danke, Jesus! Du bist unbegreiflich - in Deiner Liebe, Deiner Gnade und Deiner Vergebung!
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