„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Mittwoch, 24. März 2010

Götzen im Tempel = Götzentempel

Israel’s Tempel! Gebaut von Salomo. Ein Prachtwerk und eine Kostbarkeit, in der Silber vor lauter Gold gar nicht mehr auffällt. Weihrauch erfüllt die Luft. Priester in herrlichen Gewändern sind beschäftigt, dem Allmächtigen zu dienen. Opfer erinnern an die Gnade und Barmherzigkeit Gottes, der bereit ist, zu vergeben und vergessen. Das Kommen eines ewigen Erlösers hat Er verheißen. Dieser wird regieren und eine Art Himmel auf Erden schaffen. Sein Volk dürfen sie sein, Ihm dienen, seine Arme und Beine, Hände und Füße, Augen, Mund und Ohren sein. Durch sie möchte Er wirken, leuchten, einladen, seine Schönheit und Größe auf Erden deutlich werden lassen. Sie will Er nach Seinem Namen nennen und sie überschütten mit Liebe, Segen und Leben. Gesegnetes Volk Gottes!

Hesekiel ist in Babylon, als Gott ihm eine Vision schenkt. (Hesekiel 8) Im Vorhof des Tempels steht er und blickt hinein in den Innenhof, in dem der Brandopferaltar davon zeugte, dass Gott heilig und gerecht ist, aber auch liebend, fürsorgend und vergebend. Doch anstatt Priester zu finden, die am Brandopferaltar dem lebendigen Herrn dienen, wird Hesekiel am Eingang von einem toten Götzenbild überrascht. Gottes Reaktion:

Wegen dieser großen Gräueltaten werde ich mich aus meinem Heiligtum zurückziehen! (6)

Als ob das nicht genug sei, führt Gott Hesekiel tiefer in den Tempel hinein. Dort findet er Verantwortliche des Volkes im schlimmsten Götzendienst. Und sie meinen, ihre Taten seien verborgen und daher sicher.

Schließlich führt Gott ihn weiter und zeigt ihm Männer und Frauen, die in rituelle heidnische Handlungen verfallen sind – und das scheinbar noch gut finden!

All das hatte Gottes Volk begonnen zu tun, weil man meinte, Gott habe sie verlassen (12). Darum wandte man sich anderen trügerischen Optionen zu.

Der Tempel in Jerusalem steht nicht mehr. Gott hat diesen Tempel verlassen, wie Er gesagt hat. Heute hat Er einen anderen Tempel bezogen, den Er sich gründlich gereinigt hat. Mit dem Wertvollsten des Himmels hat Er ihn ausgelegt und möchte ihn täglich neu damit erfüllen. Dort möchte Er jetzt angetroffen und angebetet werden, frei von allen toten Götzen. Dort möchte Er seine Liebe, Fürsorge und Barmherzigkeit deutlich werden lassen. Dort möchte Er den Seinen begegnen. Paulus schreibt in 1 Korinther 6:19+20:

Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt, den ihr von Gott empfangen habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; darum verherrlicht nun Gott mit eurem Leib!

Unser Leib als Tempel des Allmächtigen! Gereinigt, geheiligt, eingerichtet! Das Opfer, Jesus, der Auferstandene, wird geehrt; der Weihrauch des Gebets steigt auf; die Glieder des Leibes sind Gott hingegeben zum freien Gebrauch, Hände, Füße, Beine Arme, Augen, Ohren und Mund. Gott wird verherrlicht und unser Herz wird erfreut, wie John Piper es sagt: „Gott wird am meisten verherrlicht, wenn wir uns am meisten in Ihm freuen.“

Aber, obwohl die Zeiten und Orte sich geändert haben, nicht so der Widersacher Gottes! Er will Götzen aufstellen an den Plätzen, die Jesus gehören. Er will Selbstvertrauen und Eigeninitiative, wo der Weihrauch des Gebets aufsteigen soll. Er will heidnische Handlungen, wo Dienst für Jesus stattfinden soll. Und je mehr wir uns einlullen lassen und schließlich gar nicht mehr merken, wie Gottes Tempel zum Götzenhaus wird, je mehr wird Gott den Platz verlassen, den Er sich eigentlich vorbehalten und eingerichtet hatte, um uns in Seiner Herrlichkeit dort zu begegnen.

„Ich bin der Herr, das ist mein Name; und ich will meine Ehre keinem anderen geben, noch meinen Ruhm den Götzen!“ (Jesaja 42:8)

Dienstag, 23. März 2010

Jesus genügt!

Gestern Abend hatten wir unser Gebetstreffen für die Türkei und die islamische Welt. In solchen Gebetstreffen wird man mit Anliegen konfrontiert, für die in vielen anderen Treffen nicht gebetet wird. Da ist der arbeitslose Vater, der wegen seinem Glauben keine Arbeit findet, oder die Mutter, die vor die Wahl gestellt wird: Jesus oder Familie! Da ist der Missionar auf ganz einsamemGestern Abend hatten wir unser Gebetstreffen für die Türkei und die islamische Welt. In solchen Gebetstreffen wird man mit Anliegen konfrontiert, für die in vielen anderen Treffen nicht gebetet wird. Da ist der arbeitslose Vater, der wegen seinem Glauben keine Arbeit findet, oder die Mutter, die vor die Wahl gestellt wird: Jesus oder Familie! Da ist der Missionar auf ganz einsamem Posten, die Beobachtung durch die Geheimpolizei, die fragliche Aufenthaltsverlängerung, das beschädigte Gemeindehaus, die mutwillig zurückgehaltenen Bewilligungen, und … und … und! Manchmal weiß man gar nicht recht, wie man beten soll, und das gilt nicht nur im Gebet für die islamische Welt.

Ich habe eine Erfahrung gemacht, die mir in ausgesprochen vielen Situationen Mut zum Gebet geschenkt hat: Lobpreis! „Ach, nicht diese Pauschalantwort schon wieder!“ mag der ein oder andere stöhnen. Aber bevor Du abschaltest, lass mich erklären. Wenn die Last der Anliegen oder deren Inhalt erdrückend scheint, blick auf Jesus! Wie? Erinnere Dich an die Namen, Titel und Eigenschaften Jesu. Damit ich nicht immer dieselben nehme, gehe ich oft durchs Alphabet, fange bei irgendeinem Buchstaben an (z.B. „K“) und rede mit Jesus über alles, was mir zu „K“ in den Sinn kommt. Als erstes vielleicht: „König.“ Und dann lobe ich Ihn in seiner Funktion als König, erinnere mich, was das bedeutet, was das „Königtum Jesu“ für das Problem bedeutet, das mir auf dem Herzen liegt – bis dass mir nichts mehr einfällt. Dann gehe ich zum nächsten Namen, Titel oder Charakterzug – oder zum nächsten Buchstaben. Das wäre „L“. Ich lobe Ihn, dass Er das „Licht der Welt“ ist, für die, die noch in der Finsternis sind, aber auch für die Dunkelheit, in der ich selbst manchmal noch herumirre. Während ich Jesus lobe und mich an Ihm in Seiner Eigenschaft als „Licht der Welt“ erfreue, wird mein Glaube, meine Zuversicht, meine Hoffnung gestärkt, weil der Blick von meinen Problemen oder Anliegen auf Ihn gerichtet wird. Dann, in Seinem Licht, sehen alle meine Anliegen meist ganz anders aus – und meine Gebete dafür hören sich ganz anders an. Dem „Licht der Welt“ mag dann eine Zeit der Anbetung des „Lammes Gottes“ folgen, immer mit dem Gedanken: was bedeutet das für Ihn, für mich und für meine Anliegen.

Was ich feststelle, ist die Tatsache, dass mein Herz immer leichter wird und mehr und mehr von Jesus erfüllt. ER genügt! Wie oft singen wir diese Worte in dieser oder jener Form. „Jesus, du bist alles, mein Herz schlägt für dich!“ „In Dir ist alles, was ich brauch!“ „Take the world, but give me Jesus is my cry!” Aber Singen ist in der Regel einfacher als sich vergegenwärtigen und sich im Glauben daran festhalten.

Wenn Dir das nächste Mal beim Beten der Mut fehlt, erinnere Dich: Jesus genügt! Psalm 73:25-26 sagt:

„Wen habe ich im Himmel als Dich? Und neben dir begehre ich nichts auf Erden! Wenn mir auch Leib und Seele vergehen, so bleibt doch Gott ewiglich meines Herzens Fels und mein Teil.“


Ja, wen haben wir eigentlich im Himmel. Meditiere drüber, wen Du da oben hast! Probier das mal aus mit den Namen, Titeln und Eigenschaften und wenn Du möchtest, schreib mir Deine Erfahrungen an pastor@ccfg.de . Gerne schicke ich Dir auch eine kurze, alphabetische Auflistung von Namen, Titeln und Eigenschaften für Dein Gebet.

Montag, 22. März 2010

Albert Collins und Maleachi

Albert Collins, Blues Legende der 1970 und 80ger Jahre hatte einen Hit mit dem Titel: „If you love me like you say why do you treat me like you do?“ “Wenn du mich so liebst, wie du behauptest, warum behandelst du mich dann so, wie du es tust?”

Das ist eine Frage, die ich von meiner Frau lieber nicht hören möchte. Sie erinnert mich an eine Begebenheit, von der ich kürzlich hörte.

Ein Mann, der mit dem Glauben nichts am Hut hat, macht eine Beobachtung, die, seines Erachtens, unchristlich war. Ohne lange zu zögern geht er auf den Beteiligten zu und stellt ihm unverblümt die Frage: „Sind Sie Christ?“, die der Angesprochene positiv, allerdings erstaunt beantwortet. „Nun,“ meint der Beobachter, wie Sie sich da gerade verhalten haben, das war nicht gerade christlich.

Als mir diese Begebenheit erzählt wurde, war ich doch ein wenig überrascht. Mir wurde neu bewusst, wie sehr wir Christen beobachtet werden. Und recht so! Unser Leben (neben unseren Worten) soll eine Herausforderung zum Glauben sein für Menschen, die Jesus nicht kennen. Aber zu oft hat Albert Collins mit seiner Frage recht: Wenn du das Eine sagst, warum tust du dann das Andere? Bereits im 19. Jahrhundert hat der Philosoph Friedrich Nietzsche gesagt: „Erlöster müssten die Christen aussehen, wenn ich an ihren Erlöser glauben sollte.“ So etwas hört man nicht gerne, aber haben solche Worte nicht oft ihre Berechtigung?

Die Frage, die Collins in seinem Lied verarbeitet, hat bereits der Prophet Maleachi als Anklage an die Priester seiner Zeit gerichtet mit den tragischen Worten:

„Ihr seid schuld, dass viele im Gesetz zu Fall gekommen sind!“
(Maleachi 2:8)

Priester hatten die Verantwortung, dass ihre Worte und Werke miteinander harmonieren sollten. Das war bei den Angesprochenen nicht der Fall. Allerdings zeigt der Prophet auch am positiven Beispiel vergangener Priestergenerationen auf, wie es eigentlich hätte sein sollen und wie es am Anfang des Priesterdienstes auch mal war:

„Viele brachte er (der Priester nach Gottes Herzen) zur Umkehr von der Missetat!“ (Maleachi 2:6)

Da Priester Gottes im Neuen Testament keine Elite mehr sind wie im Alten Testament, müssen sich alle Jesus-Jünger fragen: Zu welcher Kategorie Priester gehöre ich eigentlich? Gehöre ich zu denen, die viel reden und wenig tun, die in kraft- und geistloser Routine die Fassade aufrecht erhalten – oder gehöre ich zu denen, die ihren Worten Taten folgen lassen?

Maleachi 2:2 zeigt uns den Knackpunkt: Bei der ersten Kategorie Priester ist Glaube, Nachfolge und Dienst zur lauwarmen Gewohnheit geworden. Das Wort Gottes wird vernachlässigt und neu interpretiert und alle Geistes – Kraft geht verloren. Die zweite Kategorie Priester ist mit dem Herzen dabei. Leben, Frieden und Frucht ist ihnen verheißen.

Mein Leben mit Jesus soll raus aus allen festgefahrenen Furchen, hinein in geistgefüllte Hingabe und erfüllenden Dienst. Das bringt bleibende Frucht für Jesus, Ehre für Ihn und Freude für Ihn und für mich. Gemäß 1. Petrus 2:9 gehören Du und ich als Jünger Jesu zu einem königlichen Priestertum, berufen und begabt, Ihn zu verkündigen. Das zu erfahren wünsche ich Dir und mir in dieser Woche!

„Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Herrlichkeiten (Tugenden, Vollkommenheiten) dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht.“ (1 Petrus 2:9)

Samstag, 20. März 2010

Was ist billig UND teuer?

Heute morgen in unserer Familienandacht kam ein Gedanke in dem Andachtsbuch vor, der mir im Gedächtnis geblieben ist: „billig und gleichzeitig teuer.“ Zunächst meint man, dies sei ein Oxymoron, ein Widerspruch in sich selbst. Wenn man durch die Geschäfte schlendert, sieht man auch nur Waren, die entweder billig sind oder teuer. Beides zusammen gibt es nicht.

Im geistlichen Bereich findet man das schon. Die Bibel sagt es und das Leben beweist es.

Mancher Weg erscheint dem Menschen richtig, aber zuletzt führt er ihn doch zum Tod. (Sprüche 14:12)

Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind's, die auf ihm hineingehen. (Matthäus 7:13)

Hier werden Wege beschrieben, die recht und billig zu sein scheinen. Die Masse bewegt sich auf diesen Wegen. Sie können also keine verwerfliche Billigware sein. Aber sie sind einfach zu gehen. Ohne große Anstrengung, ohne Kratzer zu bekommen, ohne groß aufzufallen. Einfach der Masse folgen, sich treiben lassen. Angenehm! Billig! Recht so!

Allerdings das Ende dieser Massenbewegung, das Ziel dieser angenehmen, billigen Schnellstraßen ist teuer. Die Bibel nennt uns die Mautgebühr: Tod und Verderben! DAS IST TEUER!

Bis heute leben die meisten Menschen mit der Einstellung, die breiten Schnellstraßen des Lebens seien die billigste Variante, mit möglichst viel Spaß zum Ziel zu kommen. Leider mischt sich viel Christenvolk unter die Massen, ohne sich die Konsequenzen bewusst zu machen.

Davids Ehebruch mit Bathseba und der anschließende Auftragsmord an ihrem Ehemann waren für den König eine billige Handlung. Es bedurfte nicht mehr als ein paar Boten, (vielleicht ein paar Gläser Wein) einen Brief – und schon war alles erledigt. Das war billig. Allerdings hatte er eine Ehe ruiniert, einen Menschen auf dem Gewissen, ein gezeugtes Kind, dass seinen ersten Geburtstag nicht miterlebte und Tränen, Tränen und nochmals Tränen. Das war TEUER! (Davids Ehebruch ist nur ein Beispiel von vielen. Andere wären z.B. Eva, Mose oder Samson)

Ob es vor- oder außerehelicher Sex, Drogen oder Alkohol, Lügen oder unfreundliche Worte, Streit oder Grollen oder sonst eine Sünde ist – Sünde scheint zunächst immer billig. Das Ergebnis hingegen ist TEUER! Wie der Wurm, der dem Fisch wie ein billiger Schnellimbiss erscheint – und ihm schließlich das Leben kostet.

Sünde kostet. Sie scheint billig – und wird in Satan’s Discounter auch immer als Blickfang und Schnäppchen auf der ersten Seite angepriesen. Aber sie zerstört. Sie zerstört Familien, sie zerstört unsere Freude am Herrn, unsere Liebe, unseren Frieden zu Hause und im Herzen – einfach alles, was es zu zerstören gibt, denn der Anbieter ist ein Durcheinanderbringer.

Lasst uns daran denken, wenn der Versucher kommt. Sünde erscheint zunächst billig wie ein Schnäppchen, am Ende kommt sie uns aber TEUER! zu stehen!

Donnerstag, 18. März 2010

Viel(e) oder Wenig(e)

Es ist dem HERRN nicht schwer, durch viele oder durch wenige zu retten! (1 Samuel 14:6)

Wie oft hat mich dieser Vers bereits getröstet und aufgebaut. Und wenn man dann noch verschiedene Übersetzungen vergleicht und die ganze Bandbreite entdeckt, die in diesen Worten steckt, dann muss man einfach neu Mut fassen!

Luther: es ist dem HERRN nicht schwer, durch viel oder wenig zu helfen.
Elb: für den HERRN gibt es kein Hindernis, durch viel oder durch wenig zu helfen.
Hfa: für ihn spielt es keine Rolle, ob wir viele oder wenige sind."
EÜ: für den Herrn ist es ja keine Schwierigkeit zu helfen, sei es durch viele oder durch wenige
NL: Er kann eine Schlacht gewinnen, ganz gleich, ob er viele oder nur wenige Krieger hat!

Was ich aus 1 Samuel 14:6 in den verschiedenen Übersetzungen lerne ist folgendes:
  • Nichts, NICHTS, NICHTS! Kann den Herrn hindern, zu retten, zu helfen oder zu gewinnen.
  • Die Menge der Teilnehmer – „viele oder wenige“ - macht für Gott keinen Unterschied. Die Größe des feindlichen Heeres mag uns einschüchtern, Gott nicht. Psalm 2:4 sagt, dass Gott über die Menge seiner Feinde und ihre Überlegungen lacht.
  • Die Anzahl der uns zur Verfügung stehenden Mittel – „viel oder wenig“ – fällt nicht ins Gewicht. Es liegt ja eh nicht primär an uns, wie das Endresultat aussieht. Mit 5 Laiben Brot und 2 Fischen sättigte Jesus Tausende. Sofern die Mittel in seine Hände gelegt werden, kann Er was daraus machen.
  • „Gott“ und „Hindernis“ sind unvereinbar. Gott ist Gott und der Berg, der für uns als Hindernis erscheint, ist für Gott weniger als ein Staubkorn.
  • Für Gott gibt es keine verschiedenen Schwierigkeitsgrade. Alles ist leicht für Ihn. Über keine Lösung muss Er sich den Kopf zerbrechen. NICHTS! ist zu wunderbar, NICHTS! ist im Ansatz wunderbar (seltsam)., NICHTS! ist unmöglich. NICHTS!
Gott ist allmächtig, gütig und helfend. Er hilft – manchmal durch wenige, manchmal durch viele. Manchmal durch wenig, manchmal durch viel. Viel Arbeit oder ein paar Handgriffe, viele Predigten oder ein schlichtes Zeugnis, viel Anstrengung oder mühelos, über lange Zeit oder in einem Moment, durch die Menge oder durch einen Einzelnen.

Gott ist souverän. Schlussendlich ist es Sein Wirken. Das zählt! Sein Wirken, in das Er uns aber einbauen möchte. Unser Teil ist es, bereit und treu zu sein. Dann kann Er handeln. Der Vers ruft uns nicht auf, die Arbeit des Herrn auf die leichte Schulter zu nehmen. Aber er erinnert uns, dass wir Ihm in Treue dienen sollen, auch wenn wir meinen, nur wenig bieten zu können.

Nichts, NICHTS, NICHTS! kann Gott ein Hindernis sein, zu helfen und zu retten, sei es durch viel(e) oder wenig(e)!

So, und jetzt wissen wir, an wen wir uns am Besten wenden sollten!

Mittwoch, 17. März 2010

Der Mann an der Spitze!

(*)

Je größer der Betrieb, umso unwahrscheinlicher, dass der einfache Mann an der Maschine den Mann an der Spitze persönlich getroffen hat oder treffen wird. Und das aus verschiedenen Gründen. Wie viele, die weltweit durch Microsoft ihr Brot verdienen, haben Bill Gates bereits die Hand geschüttelt? Oder welcher Aldi Angestellte, Marktleiter oder Regionalmanager hat schon mit Kurt oder Theo Albrecht zu Abend gegessen? Und dafür gibt es Gründe.
  • Der Mann an der Spitze ist einfach zu beschäftigt.
  • Der Mann an der Spitze interessiert sich wenig für den Angestellten, der das Dosenregal täglich auffüllt oder nach Ladenschluss den Boden wischt.
  • Der Mann an der Spitze möchte seine Persönlichkeit schützen und macht sich daher lieber unsichtbar anstatt sichtbar.
  • Der Mann an der Spitze möchte seine wenigen freien Minuten am Tag nicht mit "Otto Normalverbraucher" verbringen, auch wenn der für ihn arbeitet.
Es gibt viele zusätzliche Gründe. Egal, welchen Namen der Betrieb, die Organisation oder das Werk trägt, der Mann an der Spitze und der Mann an der Basis haben keine oder wenige Berührungspunkte.

BEI GOTT IST DAS ALLES ANDERS! "Hallelujah!" - das muss zuerst gesagt werden! Bei Gott ist das nicht nur anders, es ist das genaue Gegenteil! 180° anders!
  • Bevor Gott seinen Propheten Jesaja beauftragte, rief er ihn, begegnete ihm persönlich und offenbarte sich ihm in Seiner Macht und Herrlichkeit! (Jesaja 6)
  • Bevor Gott seinen Propheten Jeremia "einstellte", unterhielt er sich persönlich mit ihm, ermutigte ihn, rührte in an und bevollmächtigte ihn! (Jeremia 1)
  • Bevor Gott Hesekiel losschickte, ließ er ihn Seine Herrlichkeit und Majestät sehen und redete persönlich mit ihm. (Hesekiel 1)
  • Bevor Gott Paulus zum größten Heidenapostel aller Zeiten aussandte, begegnete er ihm auf mächtige, unerklärbare Weise, sprach mit ihm, beauftragte ihn und füllte ihn mit dem Heiligen Geist. (Apostelgeschichte 9)
Gottes Art und Weise, mit seinen "Arbeitern" umzugehen hat sich bewährt. Seit tausenden von Jahren verbreitet sich sein Werk - und wird in Ewigkeit nicht untergehen. Seine Arbeiter kennen Ihren "Herrn an der Spitze". Sie haben seine Herrlichkeit gesehen. Sie haben seine Berührung erfahren. Durch persönliche Unterhaltung mit dem Höchsten wissen sie um die Bedeutung und Dringlichkeit ihrer Arbeit. Und die Arbeit geht weiter, das Werk wächst und breitet sich aus.

Manchmal werden auch Arbeiter im Dienst für den Höchsten müde. Aber ihr Herr ist IMMER bereit für eine sofortige Begegnung, eine bestätigende Berufung, eine stärkende Berührung, eine neue Offenbarung seiner Herrlichkeit, eine frische Erfüllung mit der Kraft seines Heiligen Geistes. DAS IST UNSER HERR, DEM WIR DIENEN!

Hallelujah? - Hallelujah!

Weißt du es denn nicht, hast du es denn nicht gehört? Der ewige Gott, der Herr, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt; sein Verstand ist unerschöpflich! Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden. Knaben werden müde und matt, und junge Männer straucheln und fallen; aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden. (Jesaja 40:28-31)

(*) Die Begriffe "Mann" und "Frau" sind in diesem Beitrag durchweg austauschbar!

Dienstag, 16. März 2010

Handy und Bibel

1992 gab es in Deutschland das erste kommerzielle Handy in der Art, wie wir es heute kennen. Bis dahin kamen wir ohne aus. Vor 2000 Jahren (gleich mit dem Beginn der Gemeinde) begann Gott, uns sein Wort (NT) zu offenbaren. Bereits einige Tausend Jahre vorher offenbarte Er das, was wir hinführend zum NT wissen sollten. Gott wusste, was viele Menschen heute nicht (mehr) wissen: Der Mensch kann ohne Kommunikation mit Gott nicht bestehen. Folgenden Vergleich fand ich im Internet und er machte mich nachdenklich.

Hast Du Dich je gefragt, was geschehen würde, wenn wir mit unserer Bibel umgehen würden wie mit unseren Handys?
  • Was, wenn wir sie herumtragen würden in unseren Hand- und Hosentaschen?
  • Was, wenn wir mehrmals am Tag darin rumblättern würden?
  • Was, wenn wir umkehren würden, wenn wir sie vergessen hätten?
  • Was, wenn wir sie benutzen würden, um Botschaften durch den Text zu bekommen?
  • Was, wenn wir sie behandeln würden, als könnten wir nicht ohne sie leben?
  • Was, wenn wir sie unseren Kindern als Geschenk geben würden?
  • Was, wenn wir sie unterwegs auf Reisen benutzen würden?
  • Was, wenn wir sie in Notfällen heranziehen würden?
Recht hat er, der unbekannte Autor dieser Zeilen. Vieles im Leben hat heute einen höheren Stellenwert als Gottes Wort, auch bei uns Christen. Natürlich leben wir in einer anderen Zeit als Moses, David oder Paulus. Das aber verringert die Bedeutung des Wortes Gottes keineswegs – im krassen Gegenteil – es macht die Beschäftigung mit Gottes Gedanken umso wichtiger! Wir müssen wieder neu die Liebe und Begeisterung für die Kommunikation mit dem Allmächtigen entdecken, die die Schreiber der Bibel kannten – und die viele Christen in der Verfolgung erfahren.
  • Ich freue mich über dein Wort wie einer, der große Beute findet. (Ps 119:162)
  • Um Mitternacht stehe ich auf, um dir für deine gerechten Gesetze zu danken. (Ps 119:62)
  • Wie wird ein junger Mann seinen Weg unsträflich gehen? Indem er ihn bewahrt nach deinem Wort (Ps 119:9)
  • Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht gegen dich sündige (Ps 119:11)
  • Der Morgendämmerung bin ich zuvorgekommen und habe um Hilfe gerufen. Auf deine Worte habe ich gehofft.(Ps 119:147)
  • Das Wort Gottes hat die Kraft, von Sünde zu überführen (Apg 2:37)
  • Es hat die Macht, die Wiedergeburt zu bewirken (1 Pe 1:23)
  • Es hat die Macht, Glauben zu erzeugen (Rö 10:17)
  • Es schenkt Gewissheit des ewigen Lebens (1 Joh 5:13)
  • Es hat die Kraft, Freude hervorzubringen (Ps 119:162)
  • Es hat die Macht, zu verändern (Joh 17:17)
  • Es ist effektiv gegen Satan, Sünde und die Welt (Eph 6:17)

Herr, dein Wort, die edle Gabe,
diesen Schatz erhalte mir;
denn ich zieh es aller Habe
und dem größten Reichtum für.
Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten,
worauf soll der Glaube ruhn?
Mir ist's nicht um tausend Welten,
aber um dein Wort zu tun.

Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf (1700 - 1760)

Montag, 15. März 2010

138 jede Stunde

Gestern Abend habe ich mir im Fernsehen die IDEA Nachrichten auf einem der christlichen Sender angeschaut. Eine der Nachrichten enthielt Zahlen - schockierende Zahlen. Es sind:

138 jede Stunde in Europa (EU)
das sind 3309 jeden Tag
oder 1 alle 26 SEKUNDEN!

Worum geht's? Es geht um Abtreibungen! In der Umrechnung auf Deutschland liegt unser Land mit 303 Abtreibungen pro Tag mehr als voll im Trend und gehört zur unrühmlichen Führungsspitze in der EU. Trotzdem kann man (triumphierende?) Zeilen lesen wie:

"In Deutschland verringert sich die Zahl der Abtreibungen immer mehr." Oder: "Laut dem Statistischen Bundesamt wurden bundesweit nur noch 110 700 Schwangerschaftsabbrüche verzeichnet."

Was die Formulierung "nur noch" in dem Satz soll, kann man nicht mal erahnen. Die Zahl der gemeldeten Abtreibungen sank von 2007 auf 2008 gerade mal um 2387, von 2008 auf 2009 um 3784. Soll unser Land darauf stolz sein? Offizielle Abtreibungsstatistiken sind freiwillige Erhebungen. Das Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung schätzt, dass von der offiziellen Statistik nur rund 60 Prozent der tatsächlich durchgeführten Abtreibungen erfasst werden... Tatsache ist: Ganze Völker sterben im Mutterleib.

Spricht die Bibel dieses, in unserer Zeit so aktuelle Thema, überhaupt an? Wie verhalten wir uns als Christen? - Nun, das Wort "Abtreibung" kommt in der Bibel nicht vor. Trotzdem hat Gott seine Gedanken zum Leben geoffenbart, und es gibt durchaus Verse, die richtungweisend sind:

Hat nicht der, der mich im Mutterleib bereitete, auch ihn gemacht? Hat nicht ein und derselbe uns im Mutterleib gebildet? (Hiob 31:15)

"So ist's auch nicht der Wille eures Vaters im Himmel, dass eines von diesen Kleinen verloren werde." (Matthäus 18:14)

"Ich kannte dich, ehe denn ich dich im Mutterleibe bereitete, und sonderte dich aus, ehe denn du von der Mutter geboren wurdest, und stellte dich zum Propheten unter die Völker." (Jeremia 1:5)

"Siehe, Kinder sind eine Gabe des HERRN, und Leibesfrucht ist ein Geschenk." (Psalm 127:3)

"Du hast mich geschaffen - meinen Körper und meine Seele, im Leib meiner Mutter hast du mich gebildet. Herr, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast! Großartig ist alles, was du geschaffen hast - das erkenne ich! Schon als ich im Verborgenen Gestalt annahm, unsichtbar noch, kunstvoll gebildet im Leib meiner Mutter, da war ich dir dennoch nicht verborgen. Als ich gerade erst entstand, hast du mich schon gesehen. Alle Tage meines Lebens hast du in dein Buch geschrieben - noch bevor einer von ihnen begann! (Psalm 139:13-16)

Als Christen:
  • … halten wir uns an Gottes Wort und anerkennen es als Maßstab für alle ethischen, Fragen
  • … setzen wir uns ein für die, die unsere Hilfe brauchen
  • … weisen wir in Wort und Tat auf DEN hin, der Leben gibt und jedermann helfen kann
  • … stehen wir den Ratlosen und Verzweifelten mit Rat, Tat und Nächstenliebe zur Seite
  • … verkündigen wir die Frohe Botschaft der Vergebung und Heilung durch Jesus denen, die falsche Entscheidungen getroffen haben unter den Folgen leiden.

Zum Schluss der Hinweis auf eine Webseite...:
http://www.aktion-leben.de/Abtreibung/Argumente/sld05.htm

... und auf eine sehr gute Predigt aus biblischer Perspektive:
http://www.calvarychapelsiegen.de/predigt-online/podcast/arne2009020832.mp3