Was für eine
Floskel! Zumindest manchmal. Man sagt es, man hört es, man singt es, man betet
es ... und man schreibt es.
Aber was bedeutet es dem, der es zum Ausdruck bringt? Vom Positiven ausgehend bedeutet es, dass jemand sein Leben – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – unter die Herrschaft Jesu gestellt hat und auch unter Jesu Herrschaft lebt. Es bedeutet, von Herzen Gottes Willen zu suchen und – egal was man erkennt – mit David (Psalm 40:9) zu beten:
Deinen Willen zu tun, mein Gott,
begehre ich,
und dein Gesetz ist in meinem Herzen.
Ein Leben, in dem Jesus Herr ist, ist ein selbstloses, Jesus-bezogenes Leben. Auch Paulus bezeugt im Neuen Testament (Galater 2:20):
Ich bin mit Christus gekreuzigt; und
nun lebe ich,
aber nicht mehr ich selbst, sondern
Christus lebt in mir.
Das ist die Art Leben, die Gott gemäß 2 Chronik 16:9 überaus mächtig gebrauchen kann:
Wenn die Augen des Herrn
durchstreifen die ganze Erde,
um sich mächtig zu erweisen an denen,
deren Herz ungeteilt auf ihn
gerichtet ist.
Niemand sollte sich anmaßen, zu beurteilen, wie viel Prozent derer, die „Jesus ist Herr!“ sagen, singen oder beten das auch wirklich so meinen, wie David oder Paulus es gemeint haben. Aber die Bibel offenbart, das viele, selbst in Gottes Volk, die Bedeutung der Aussage nicht erkannt haben. Jesus fragt in Lukas 6:46 Seine Zuhörer:
Was nennt ihr mich aber »Herr, Herr« und tut nicht, was ich sage?
In meiner Stillen Zeit gehe ich z.Zt. durch das Buch Hesekiel. 70-80 Mal finden wir im Buch, in verschiedenen Formulierungen, die Aussage Gottes: „Ich bin der Herr!“
- Gottes Volk soll erkennen, „dass ich der Herr bin“.
- Viele Völker sollen erkennen, „dass ich der Herr bin“.
Diese und andere Verse in der Bibel lassen aber auch erkennen, dass selbst Gottes Volk nicht immer automatisch erkennt, dass Gott der Herr – ihr Herr – ist. Wenn Menschen ihr Leben Jesus anvertraut haben, bedeutet das im Grunde, dass sie die Herrschaft über ihr Leben an Jesus abgetreten haben. Sie haben erkannt, dass sie im Leben unter Eigenherrschaft – im Leben ohne Jesus – so viel Mist gebaut haben, dass sie jetzt die Schaltzentrale an Jesus übergeben haben.
Was sie tun und lassen, wo sie leben und arbeiten, wie sie ihre Zeit verbringen, mit wem sie Umgang pflegen – das und mehr ist jetzt die Entscheidung ihres Herrn, Jesus. Und wer sich daran hält, fährt ausgesprochen gut. Nicht nur erfährt er die gute Führung Jesu im Leben, nicht nur erfährt er vielfach Bewahrung im Leben – er erfährt auch den Einfluss und die Veränderung durch Jesus im Leben. Einen besseren, sichereren, beschützenderen, zufriedenstellenderen, gnädigeren, liebenderen Herrn als Jesus kann man im Leben gar nicht haben. Dazu kommt die Tatsache, dass früher oder später jeder von uns bekennen wird, dass Jesus der Herr ist (Philipper 2:11). Wer das jetzt schon bekennen kann und lebt, wird es mit Freude bekennen.
wird zur Ehre Gottes, des Vaters, bekennen:
JESUS CHRISTUS IST DER HERR!
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