Mein Angesicht kannst du nicht sehen, denn kein Mensch wird leben, der mich sieht!
Wenn wir Gottes Angesicht suchen, suchen wir Seine Nähe, Seine Gegenwart, Sein Wesen. „Vor sein Angesicht“ zu kommen hatten wir als sinnbildliche Aufforderung verstanden. Aber es gibt ein erfreuliches „ABER“!
Bis zum heutigen Tag hat tatsächlich kein Mensch Gott in Seiner ganzen Herrlichkeit gesehen, denn – wie Gott selbst sagt: “kein Mensch wird leben, der mich sieht!“ ABER: Es wird eine Zeit wird kommen, in der wir tatsächlich Sein Angesicht sehen werden: Bereits im AT ruft der vom Leid gebeutelte Hiob aus (Hiob 19:26+27):
Und nachdem diese meine Hülle zerbrochen ist, dann werde ich, von meinem Fleisch los, Gott schauen; 27 ja, ich selbst werde ihn schauen, und meine Augen werden ihn sehen, ohne ihm fremd zu sein. Danach sehnt sich mein Herz in mir!
Im Neuen Testament verspricht Jesus Seinen Jüngern höchstpersönlich (Matt. 5.8):
Glückselig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen!
Der Apostel Johannes war dabei, als Jesus das lehrte und erklärt viele Jahre später auch noch einmal in seinem 1 Brief (1 Johannes 3:2):
Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes, und noch ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen aber, dass wir ihm gleichgestaltet sein werden, wenn er offenbar werden wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.
Und noch einmal bestätigt Johannes das in Offenbarung 22:4. Man kann fast sagen: Gottes Wort entlässt uns im letzten Kapitel der Bibel mit dieser lebendigen, erhebenden, Mut machenden Zusage:
Sie werden Gott von Angesicht zu Angesicht sehen, und seinen Namen werden sie auf ihrer Stirn tragen.
Was für eine himmlische Zusage betreffs des Angesichts Gottes.
Was für ein Trost für alle die trauern!
Was für eine Hoffnung für alle, die leiden!
Was für eine vollkommene Freude für alle, die voll Kummer sind
Was für ein Friede für alle Ruhelosen.
Fanny Crosby war eine der größten Kirchenlieddichterinnen. Etliche ihrer Lieder sind auch im Deutschen bekannt:
Sicher in Jesu Armen
Seliges Wissen, Jesus ist mein
Gehe nicht vorbei, o Heiland
Gott wird dich tragen, drum sei nicht verzagt
Fanny Crosby wurde blind geboren, gab Gott allerdings niemals die Schuld und stellte sich nie als Opfer dar. Tatsächlich lobte sie Gott einmal für ihre Blindheit und sagte: „Gott hat mir einen Gefallen getan, indem er mich blind machte, denn die erste Person, die ich sehen werde, wenn ich starb, wird der Herr Jesus selbst sein!
Aus dem Englischen kommt dieses Lied über das Angesicht Gottes. Du findest das Original im Seitenfenster. Der Titel lautet:
Wenn wir Sein Angesicht sehen werden
Auch wenn die Dunkelheit überwältigend ist
Und die hellsten Lichter erlöschen
Auch wenn das Wort Gottes
Von törichten Menschen mit Füßen getreten wird
Auch wenn die Gottlosen niemals straucheln
Und überall in Hülle und Fülle vorhanden sind
Werden wir alle demütig sein, wenn wir Dein Antlitz sehen
Und die Dämonen, gegen die wir gekämpft haben,
Die äußeren und die inneren,
Werden unter unseren Füßen liegen, Um nie wieder aufzustehen.
All unsere Sünden werden hinter uns liegen,
Durch das Blut Christi ausgelöscht,
Und wir werden Deine Güte kosten, wenn wir Dein Antlitz sehen.
Wir werden sehen, wir werden wissen,
Wie wir es noch nie zuvor gewusst haben.
Wir werden gefunden werden, wir werden zu Hause sein,
Wir werden für immer die Deinen sein.
Das Warten wird vorbei sein. Jeder Kummer wird geheilt sein.
All die Träume, die so unerreichbar schienen,
Werden Wirklichkeit werden. Und Du wirst uns versammeln
In Deinen Armen der unendlichen Gnade
Als Deine Braut für immer, wenn wir Dein Antlitz sehen
Und Du wirst uns zu Dir versammeln
In Deinen Armen der unendlichen Gnade
Als Deine Braut für immer, wenn wir Dein Antlitz erblicken
Wir wissen aber, dass wir ihm gleich sein werden, wenn er offenbar werden wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. (1 Johannes 3:2)

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