Er sprach nun zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es sind wenige Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende! Geht hin! Siehe, ich sende euch wie Lämmer mitten unter die Wölfe. (Lukas 10:2+3)
Vor gut 100 Jahren erschien in einer Londoner Zeitung eine Anzeige mit dem Inhalt:„Männer gesucht für gefährliche Dunkelheit und ständige Gefahr. Eine sichere Rückkehr ist zweifelhaft. Ehre und Anerkennung im Fall eines Erfolgs.“
Die Anzeige war unterzeichnet von dem berühmten Arktisforscher Sir Ernest Shackleton. Tausende Männer fragten an.
In seinem Kommentar zum 1. Brief des Paulus an Timotheus schreibt der Bibellehrer Warren W. Wiersbe:
„Hätte Jesus Christus eine Stellenanzeige geschaltet, hätte die Ausschreibung etwa so lauten können: ‚Männer und Frauen gesucht für die schwierige Aufgabe, beim Aufbau meiner Gemeinde mitzuhelfen. Ihr werdet oft missverstanden werden, sogar von denen, die mit euch zusammenarbeiten. Ihr werdet ständigen Angriffen eines unsichtbaren Feindes ausgesetzt sein. Ihr werdet die Ergebnisse eurer Arbeit vielleicht nicht sehen, und eure volle Belohnung wird erst kommen, wenn all eure Arbeit vollendet ist. Es könnte euch euer Zuhause, eure Ambitionen, ja sogar euer Leben kosten.‘“
Für Abenteurer wäre eine Antarktisreise damals sicher ein Lebens-Höhepunkt gewesen. Möglicherweise wären Ruhm und Reichtum eine Folge gewesen. Es ging immerhin um die Erforschung eines weithin unbekannten Gebiets. Tausende wussten das und wollten mit Sir Shackleton reisen.
So unendlich viel wichtiger der Aufruf Jesu an Seine Nachfolger. Tausende von ganzen Völkern, teils viele Millionen Menschen groß, sind noch unbekanntes Gebiet für Missionare. In alle Welt hat Jesus uns gesandt – erst 56% haben wir davon erreicht.
Richtig! Das ist eine schwierige Aufgabe – war von Jesus auch so angekündigt. Eine Aufgabe, die Feindschaft, Unverständnis und oft die Verfolgung durch die Welt zur Folge hat. Tatsächlich – eine Aufgabe, die das Leben vieler gekostet hat – und bis heute kostet. Außerdem eine Aufgabe, die in der Regel auf der Erde unsichtbar bleibt und keinen irdischen Ruhm oder irdische Sicherheiten verspricht. ABER ...
Was ist all der vergängliche, irdische Segen, verglichen zum Segen, den Jesus denen verspricht, die Ihm dienen?
Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden! (Matthäus 6:33)
Erbitte von mir, so will ich dir die Heidenvölker zum Erbe geben und die Enden der Erde zu deinem Eigentum. (Psalm 2:8)
Jesus aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder oder Äcker verlassen hat um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der nicht hundertfältig empfängt, jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker unter Verfolgungen, und in der zukünftigen Weltzeit ewiges Leben. (Markus 10:29+30)
Segen – hier und dort! Erfüllung – hier und dort! Warum begeistern uns die entbehrungsreichen, vergänglichen Abenteuer der Erde, aber das gesegnete „Abenteuer“ eines Lebens mit Jesus, das verheißungsvolle Abenteuer eines Lebens in der Mission für Jesus lässt uns zurückschrecken?
„Herr, erfülle mein Herz mit dem, was Dein Herz erfüllt! Schenk mir Deine Freude, Deinen Frieden, Deine Tränen, Deine Motivation und in allem Deine Kraft!“

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