Kompromisse haben ja einen eher anrüchigen Klang in unserem christlichen
Sprachgebrauch. Kompromisse sind verpönt und darum in unserem christlichen
Alltag eher gut versteckt; doch Kompromisse
sind nicht immer schlecht.
Wenn zwei Kinder sich einen Apfel teilen sollen, aber darüber
streiten, wer die größere Hälfte bekommt, kann man das mit einem guten
Kompromiss leicht lösen: Der eine darf den Apfel teilen – der andere darf
zuerst aussuchen. Problem gelöst!
Nicht immer sind Probleme so leicht durch
Kompromisse zu lösen.
Ein Mann wünschte sich nichts mehr ein Boot. Seine Frau
weigerte sich. Er kaufte es sich trotzdem. Um die Situation zu entschärfen,
schlug er einen Kompromiss vor: „Im Zug
gegenseitiger Verständigung überlasse ich es Dir, den Namen für das Boot zu wählen“,
bot er der Frau an. Tatsächlich nahm seine Frau das Angebot an. Als ihr Mann am
nächsten Tag zur Jungfernfahrt zur Anlegestelle ging, hatte sie die Wahl eines
Namens auf der Bootsseite aufgemalt. Zu lesen war: „Zu verkaufen!“
Der Apfelkompromiss war intelligent. Der Bootskompromiss
nicht zufriedenstellend. Und dann gibt es Kompromisse, die voll nach hinten
losgehen.
Ein Jäger zog los, um einen Bären zu erlegen. Der Winter war im Anmarsch
und er brauchte ein warmes Fell als Mantel gegen die Kälte. Bald sah er einen
Bären auf sich zukommen, zielte und wollte gerade abdrücken, als der Bär sagte:
"Warte; warum willst du mich
erschießen?" "Weil mir kalt
ist," antwortete der Jäger. Der Bär meinte: "Und ich habe Hunger. Ist es nicht besser, zu reden als zu schießen? Lass
uns einen Kompromiss finden. Was möchtest Du?“„Ich möchte einen Pelzmantel“ sagte der Jäger. „Gut“, entgegnete der Bär. „Das
ist ein Ansatz, über den man verhandeln kann. Ich möchte nur einen vollen Magen;
also lass uns einen Kompromiss schließen.“ Die Verhandlungen verliefen
erfolgreich. Der Bär hatte am Ende einen vollen Magen, und der Jäger hatte
seinen Pelzmantel!
Satan sagt: „Lass uns
verhandeln!“ Aber es gibt Dinge, die nicht verhandelbar sind. Im Buch
Richter lesen wir von einem Volk Israel, das ständig Kompromisse schloss mit
dem Wort Gottes und mit den Völkern um sie herum. So versucht Satan unentwegt, auch
uns zu Kompromissen zu verführen. Wohin Kompromisse führen lesen wir im biblischen
Buch der Richter, das uns am Beispiel Israels zuruft: Keine Kompromisse! Unser
Engagement für Jesus verdient unsere größte Loyalität in allen Bereichen.
So kann auch keiner von euch mein
Jünger sein,
der nicht allem entsagt, was er
hat. (Lukas 14:33)
Ich ermahne euch nun, ihr Brüder,
angesichts der Barmherzigkeit Gottes,
dass ihr eure Leiber darbringt
als
ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer:
Das sei euer vernünftiger
Gottesdienst!
Und passt euch nicht diesem Weltlauf an,
sondern lasst euch in eurem Wesen
verwandeln
durch die Erneuerung eures
Sinnes, damit ihr prüfen könnt,
was der gute und wohlgefällige
und vollkommene Wille Gottes ist.
(Römer 12:1+2)
Morgen gehts weiter mit Richter 2. Interessante Einblicke, warum Israel immer wieder in Kompromisse fiel. Wir laden herzlich zu unserem Gottesdienst ein:
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
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