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Montag, 30. Juli 2018

Simon, der Gerber

Man könnte sagen, dies ist ein Nachtrag zur Predigt in unserer Gemeinde am vorletzten Sonntag. Der Bibelkommentar eines Freundes, David Guzik, zu Apostelgeschichte 9:43 hat mich zu einigen interessanten Gedanken inspiriert.

Und es begab sich, dass er [Petrus] viele Tage in Joppe
bei einem gewissen Simon, einem Gerber, blieb.

Ein unscheinbarer Vers, der Berichte über zwei gewaltige Wunder abschließt: Der Heilung eines langjährig Gelähmten und der Auferweckung einer verstorbenen Wohltäterin. Diese Wunder führten wiederum zu noch gewaltigeren Wundern, nämlich der Errettung vieler Menschen zum ewigen Heil. Und dann dieser schlichte Schlusssatz zum Bericht.

Und es begab sich, dass er [Petrus] viele Tage in Joppe
bei einem gewissen Simon, einem Gerber, blieb.

Das Petrus bei Simon dem Gerber Quartier bezog, wird ungewöhnlich, ja, vielleicht schockierend für viele seiner Zeitgenossen gewesen sein. Viele Juden verstanden das Gesetz so, dass es absolut unzulässig war, mit jemandem Umgang zu haben, der regelmäßig mit Tierkadavern zu tun hatte. Das wird bei Simon, dem Gerber, zweifellos der Fall gewesen sein.

Nach den Gesetzen jener Zeit mussten Gerber mit ihren Häusern einen Mindestabstand von 25 Metern außerhalb der Stadtmauern einhalten, da sie sich unaufhörlich verunreinigten. Ihre Arbeit war so verachtet, dass eine Verlobung aufgelöst werden konnte, wenn die Braut nicht wusste, dass ihr Zukünftiger die Arbeit als Gerber ausführte.

Dass Petrus nach Apostelgschichte 9:43 viele Tage bei Simon, dem Gerber, Unterkunft fand, deutet an, dass er immer mehr den Unterschied von Gesetz und Gnade verstand und auslebte. Er war mittlerweile bereit, sich mit denen zu verbinden, mit denen andere sich nicht verbinden wollten; mit denen, die man lieber außerhalb der Stadtmauern sah, oder – noch besser – gar nicht!

Diese Einstellung hat sich bei uns Menschen nicht geändert. Bis heute gibt es überall auf der Welt Menschen, mit denen man weder gerne gesehen wird noch sieht man sie selbst gerne. Menschen, die man lieber außerhalb der Stadt haben würde.

Immer noch brandaktuell in ganz Europa ist die Thematik der Flüchtlinge. Für (zu) viele sind sie Gerber, die keinen Kontakt verdient haben und die man lieber außerhalb der Stadtmauern sehen würde. Andere verachten nicht die Flüchtlingsmassen sondern wesentlich kleinere Menschengruppen. Kürzlich erzählte mir ein Freund, wie er neben einem Bettler auf der Straße gehockt hatte, um mit ihm über Jesus zu reden. Andere kamen vorbei, beschimpften, verfluchten und bespuckten die Beiden. Sie waren „Gerber“!

Petrus aber machte es genau richtig. Er wusste von der Abscheu der Juden gegenüber den Gerbern. Darum setzte er ein Zeichen und blieb viele Tage bei einem Gerber. Damit tat er nichts anderes, als dem Beispiel Jesu zu folgen.

Jesus aß mit den Zöllnern.
Jesus vergab der Ehebrecherin und schützte sie vor Unrecht.
Jesus schickte die Prostituierten nicht fort.
Jesus berührte die Unberührbaren.
Jesus lobte die Ärmsten.
Jesus besuchte die Reichsten.
Jesus kümmerte sich um die Vergessenen.
Jesus teilte die Einsamkeit der Hoffnungslosen.
Jesus hatte Gemeinschaft mit den Unreinen.

Und Petrus folgte Seinem Beispiel. Und weil es keinen Menschen auf Erden gibt, den Gott nicht liebt, keinen, der zu unrein ist für Jesus, darum darf es auch keinen Menschen geben für uns, den wir nicht lieben oder der uns zu unrein ist – Gerber oder nicht!

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