„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Freitag, 26. Dezember 2025

Das Geschenk des Königs!

Im alten Persien lebte vor Jahrhunderten ein weiser und guter König. Er liebte sein Volk und es lag ihm am Herzen, zu wissen, wie die Menschen in seinem Reich lebten. Er wollte ihre Nöte kennen, ihren Alltag und ihre Freuden. Immer wieder schlüpfte er in die Kleidung eines Arbeiters oder eines Bettlers und ging in die Häuser der Armen. Niemand, den er besuchte, dachte oder erwartete, dass der Besucher ihr Herrscher war.

Bildquelle: hier
Einmal besuchte der König einen sehr armen Mann, der nur in einem schlichten, ungemütlichen Keller lebte. Der König aß die grobe Nahrung des armen Mannes. Er sprach freundliche und herzliche Worte zu ihm. Dann verabschiedete er sich.

Als er zu einem späteren Zeitpunkt den armen Mann wieder einmal besuchte, offenbarte der König seine Identität mit den Worten: "Ich bin euer König!" Der König erwartete, der Mann würde nun sicherlich um einige Geschenk bitten, oder darum, dass ihm ein Wunsch erfüllt würde. Nichts davon geschah! Stattdessen erwiderte der Mann:

"Du hast dein Schloss und deine Herrlichkeit verlassen, um mich an diesem dunklen, tristen Ort zu besuchen. Du hast die groben Speisen mitgegessen, die ich gegessen habe. Du hast Freude in mein Herz gebracht! Anderen hast Du Deine reichen Gaben geschenkt. Mir hast du dich selbst geschenkt! "

Der König der Herrlichkeit, der Herr Jesus Christus, gab sich für Dich und mich. Die Bibel nennt ihn "die unaussprechliche Gabe!"

Gott aber sei Dank für seine unaussprechliche Gabe! 
 (2. Korinther 9:15)
 
FRÖHLICH SOLL MEIN HERZE SPRINGEN
Paul Gerhardt, 1607-1676

Fröhlich soll mein Herze springen, dieser Zeit,
Da vor Freud' alle Engel singen.
Hört, hört, wie mit vollen Chören
Alle Luft laute ruft: Christus ist geboren!

Heute geht aus seiner Kammer Gottes Held,
Der die Welt reißt aus allem Jammer.
Gott wird Mensch dir, Mensch, zugute.
Gottes Kind, das verbind't sich mit unserm Blute.

Er nimmt auf sich, was auf Erden
wir getan, gibt sich an, unser Lamm zu werden,
Unser Lamm, das für uns stirbet
Und bei Gott für den Tod Gnad' und Fried' erwirbet.

Nun, er liegt in seiner Krippen,
Ruft zu sich Mich und dich, spricht mit süßen Lippen:
Laßet fahr'n, o liebe Brüder, was euch quält,
Was euch fehlt, ich bring' alles wieder.

Donnerstag, 25. Dezember 2025

Gott wird Mensch - lächerlich?

Man kann Weihnachten aus verschiedenen Gründen feiern und aus verschiedenen Gründen ablehnen.

In Amerika hat es Gerichtsverfahren gegeben, die Weihnachten als nationalen Feiertag abschaffen wollten. Nach einer Umfrage in Deutschland will jeder Fünfte kein Weihnachten mehr. Zu viel Stress und Streit.

Andererseits muss man sich fragen, wie die Wirtschaft der westlichen Länder ohne Weihnachten überleben würde. - Christen möchten natürlich den Feiertag aus Glaubensgründen beibehalten.

Genau diese Glaubensgründe stören andere ganz furchtbar. Es gibt allerdings auch Beispiele, in denen Einstellungen sich änderten.

Eine Geschichte erzählt von einem Bauern – Name und Ort unbekannt – nennen wir ihn Bauer Paul aus Nordfriesland!  Hier ist seine Geschichte:

Bauer Paul glaubte überhaupt nicht an Gott und machte keinen Hehl aus seinem Unglauben. Seine Frau hingegen war eine überzeugte Christin, die auch ihre Kinder im biblischen Glauben erzog – trotz abfälliger Bemerkungen ihres Mannes!

An einem Tag - es hatte bereits ordentlich geschneit, lud die Frau ihren Mann zu einem Vortrag in der Gemeinde ein. Es ging um Weihnachten, die Geburt Jesu. Trotz ihrer inständigen Bitten weigerte er sich mit den Worten: „Das ist alles kompletter Unsinn. Warum sollte Gott sich erniedrigen und als Mensch auf die Erde kommen. Lächerlich!"

Die Frau mit den Kindern verlässt das Haus ohne den Mann. Im Laufe der nächsten Stunden entwickelt sich das Schneetreiben zu einem heftigen Schneesturm. Aus dem Fenster sieht man nur einen tobenden Orkan. Zunächst setzt sich Bauer Paul an seinen Kamin, um zu entspannen. Dann knallt etwas ans Fenster. Obwohl er sich bemüht, kann er nichts erkennen, da er nicht weiter als ein paar Meter schauen kann.
Als der Sturm nachließ, wagte sich der Bauer nach draußen, um herauszufinden, was an sein Fenster geschlagen hatte. Das einzige, was er sah, war eine Schar von Wildgänsen, die auf ihrem Flug nach Süden offenbar überrascht worden waren und nicht weiterfliegen konnten.  Völlig orientierungslos waren sie auf dem Feld beim Bauernhof gelandet, ohne Unterschlupf oder Nahrung. Jetzt flogen sie verstört, blind und ziellos Kreise um das Feld. Dabei waren einige scheinbar auch gegen das Fenster des Hauses geflogen. Der Bauer hatte Mitleid. „Die Scheune wäre ein geeigneter Platz für sie“, dachte er sich. Sie war groß genug, warm und sicher. Sie konnten dort die Nacht verbringen, bis der Sturm sich gelegt hatte.

Gedacht – getan. Der Mann ging zum Stall, öffnete die Tore, wartete und beobachtete dann, wie die Gänse hoffentlich sein Vorhaben verstehen, und in die Scheune hinein watscheln würden. Taten sie aber nicht. Den Hinweis der offenen Scheunentore schienen sie nicht zu verstehen und flogen weiterhin ziellos im Kreis. Alles, was der Bauer tat, um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen, schien die Gänse nur noch verrückter zu machen und weiter wegzuscheuchen.
 
Irgendwann ging Bauer Paul ins Haus und kam kurze Zeit später mit Brot zurück. Das brach er in Krümel und legte eine Spur vom Feld in die Scheune. Vergeblich!

Jetzt war er frustriert. Er kam von hinten u. versuchte sie, in die Scheune zu scheuchen – ohne Erfolg! Sie stoben nur noch mehr auseinander. Nichts, was er tat, konnte die Gänse bewegen, in die warme und sichere Scheune zu kommen. „Warum folgen sie mit nicht?“ fragte er sich. „Können sie nicht sehen, dass dies der einzige Ort ist, an dem sie den Sturm überleben können?“

Als er so nachdachte, erkannte er, dass sie einem Menschen nie folgen würden. "Wenn ich nur eine Gans waren, dann könnte ich sie retten", sagte er laut vor sich hin. Und dann hatte er eine Idee. Er ging in den Stall, fing eine seiner eigenen Gänse, hielt sie fest in seinem Arm, und bewegte sich hinter die Schar Wildgänse. Dann ließ er seine Gans los!  Die flog schnurstracks, quer durch die Herde der Wildgänse und geradeaus in die Scheune, und - eine nach der anderen -  folgten ihr die wilden Gänse in die Sicherheit.

Bauer Paul stand für einen Moment still, während ihm die Worte im Kopf klangen, die er einige Minuten vorher selbst gesagt hatte: "Wenn ich nur eine Gans wäre, könnte ich sie retten!" Dann erinnerte er sich an das, was er früher am Tag zu seiner Frau gesagt hatte:
"Warum würde Gott wie wir werden wollen? Lächerlich!"  Plötzlich machte alles Sinn. Das war genau das, was Gott getan hatte. Wir waren blind, ziellos, verloren wie die Gänse – auf dem Weg in den sicheren Tod. Gott hatte seinen Sohn gesandt, der Mensch wurde wie wir – um uns den Weg zu zeigen und zu retten.

"Danke, Gott, dass Du Mensch geworden bist, um mich aus den Stürmen zu retten!" 

"Aber zu der von Gott festgesetzten Zeit sandte er seinen Sohn zu uns. Christus wurde wie wir als Mensch geboren und den Forderungen des Gesetzes unterstellt. Er sollte uns befreien, die wir Gefangene des Gesetzes waren, damit Gott uns als seine Kinder annehmen konnte." (Galater 4:4; HfA)

Gesegnete Weihnachten!

Mittwoch, 24. Dezember 2025

Jesus ist gekommen! Feier mit uns!

   

Komm, feier Heiligabend mit uns! Herzlich Willkommen!

Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude;
A und O, Anfang und Ende steht da.
Gottheit und Menschheit vereinen sich beide;
Schöpfer, wie kommst du uns Menschen so nah!
Himmel und Erde, erzählet’s den Heiden:
Jesus ist kommen, Grund ewiger Freuden.

Jesus ist kommen, nun springen die Bande
Stricke des Todes, die reißen entzwei.
Unser Durchbrecher ist nunmehr vorhanden;
er, der Sohn Gottes, der machet recht frei,
bringet zu Ehren aus Sünde und Schande;
Jesus ist kommen, nun springen die Bande.

Jesus ist kommen, der starke Erlöser,
bricht dem gewappneten Starken ins Haus,
sprenget des Feindes befestigte Schlösser,
führt die Gefangenen siegend heraus.
Fühlst du den Stärkeren, Satan, du Böser?
Jesus ist kommen, der starke Erlöser.

Jesus ist kommen, der Fürste des Lebens,
sein Tod verschlinget den ewigen Tod.
Gibt uns, ach höret’s doch ja nicht vergebens,
ewiges Leben, der freundliche Gott.
Glaubt ihm, so macht er ein Ende des Bebens.
Jesus ist kommen, der Fürste des Lebens.

Jesus ist kommen, der König der Ehren;
Himmel und Erde, rühmt seine Gewalt!
Dieser Beherrscher kann Herzen bekehren;
öffnet ihm Tore und Türen fein bald!
Denkt doch, er will euch die Krone gewähren.
Jesus ist kommen, der König der Ehren

Jesus ist kommen, ein Opfer für Sünden,
Sünden der ganzen Welt träget dies Lamm.
Sündern die ewge Erlösung zu finden,
stirbt es aus Liebe am blutigen Stamm.
Abgrund der Liebe, wer kann dich ergründen?
Jesus ist kommen, ein Opfer für Sünden.

Jesus ist kommen, die Quelle der Gnaden:
komme, wen dürstet, und trinke, wer will!
Holet für euren so giftigen Schaden
Gnade aus dieser unendlichen Füll!
Hier kann das Herze sich laben und baden.
Jesus ist kommen, die Quelle der Gnaden.

Jesus ist kommen, die Ursach zum Leben.
Hochgelobt sei der erbarmende Gott,
der uns den Ursprung des Segens gegeben;
dieser verschlinget Fluch, Jammer und Tod.
Selig, die ihm sich beständig ergeben!
Jesus ist kommen, die Ursach zum Leben.

Jesus ist kommen, sagt’s aller Welt Enden.
Eilet, ach eilet zum Gnadenpanier!
Schwöret die Treue mit Herzen und Händen.
Sprechet: wir leben und sterben mit dir.
Amen, o Jesu, du wollst uns vollenden.
Jesus ist kommen, sagt’s aller Welt Enden
 

Johann Ludwig Konrad Allendorf

Dienstag, 23. Dezember 2025

Habt Ihr's gemerkt?

Sicher hat es Euch nicht den Schlaf geraubt – vielleicht im Gegenteil! Letzten Sonntag war der kürzeste Tag - und vorletzte Nacht die längste Nacht des Jahres 2025. Der 21. Dezember ist offiziell der kürzeste Tag des Jahres. Danach nehmen die Sonnenstunden wieder zu und die Nächte wieder ab. Ab gestern also wieder alles wieder anders. Die Tage werden länger, die Nächte kürzer. Und das wird jetzt erst mal ein halbes Jahr so weitergehen, bis dass es sich wieder ändert.
 
Ich erinnere mich an eine Weihnachtsfeier mit Obdachlosen, auf der ich über Licht und Finsternis gesprochen habe und diese Fakten erwähnte. Es war den (mehrheitlich) Männern auf den Gesichtern abzulesen, dass ihnen diese Information gefiel. Die Tage werden länger, die Sonnenstrahlen wieder wärmer und die nächtliche Dunkelheit wieder kürzer. Bis es allerdings wieder richtig warm und hell sein würde, war noch eine ganze Weile hin.
 
Auch in unserem Leben gibt es Zeiten, in denen Kälte und Dunkelheit alles zu dominieren scheinen. Wir legen uns mit der Dunkelheit und Kälte schlafen und wachen wieder mit ihnen auf. Das beklemmt, zermürbt und entkräftet.
 
Der Prophet Amos macht eine interessante Aussage:
 
 Gott hat das Siebengestirn und den Orion geschaffen.
Licht verwandelt er in Finsternis,
nach der Nacht lässt er einen neuen Tag anbrechen. (Amos 5:8 NLÜ) 
 
Es ist Gott, der Nacht und Tag erschaffen hat.
Er ist es, der Licht und Finsternis gebietet.
Er lässt nach der Nacht einen neuen Tag anbrechen.
 
Allerdings kommt das Licht des neuen Tages nicht unbedingt schlagartig. Oft eher behutsam. Immer ein bisschen mehr. Das erhält die Hoffnung, lässt uns nach vorne schauen, Geduld lernen und Wurzeln entwickeln. Die stärksten Lektionen lernen wir in den dunkelsten Stunden.
 
Ab letzter Nacht werden die Nächte wieder kürzer und die Tage länger. Wir haben Grund zur Hoffnung.
Jesus spricht in Johannes 8:12: 
 
„Ich bin das Licht der Welt.
Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis,
sondern er wird das Licht des Lebens haben.“ 
 
Wenn Du Jesus nachfolgst und durch eine Zeit der Finsternis gehst – oder wenn Du noch in der Finsternis wohnst, Dich aber Jesus anschließt und beginnst, Ihm zu folgen, dann wird es Licht werden in Deinem Leben. Vielleicht wird nicht alles gelingen in Deinem Leben, vielleicht wird sich nicht alles so entwickeln, wie Du es Dir vorstellst und wünschst, aber Jesus wird Dich nicht in der Irre herumirren lassen. Er wird Deinen Weg fest machen und Dich in Seinem Licht führen.
 
Manchmal besteht der Weg ins Licht aus kleinen Schritten. Wir legen uns im Dunkeln hin, wachen auf – und es ist immer noch dunkel. Halte an Jesus fest. Folge Ihm auch im Dunkeln. Die Nächte werden unmerklich immer kürzer. Eines Tages wirst Du aufwachen und der Tag hat begonnen. 
 
„Ich bin das Licht der Welt.
Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis,
sondern er wird das Licht des Lebens haben."

Montag, 22. Dezember 2025

Gedanken zum 4. Advent

נפלא, יועץ, אלוהים האדיר, אב נצחי, נסיך שלום.

Für die meisten von uns bedeuten die obigen Worte wenig bis nichts! Einige erkennen sie vielleicht als hebräische Schriftzeichen, aber das ist auch schon alles. Dahinter steckt eine geballte Ladung von Titeln, die Jesus trägt. Diese Worte erhalten Gewicht, wenn ich sie in einer mir verständlichen Sprache lese und darüber meditiere. Jesaja sagt (Jesaja 9:5):

"die Herrschaft ruht auf seiner Schulter;
und man nennt seinen Namen: 
Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott,
Ewig-Vater, Friedefürst.“

Jesus ist der Wunderbare! Warum eigentlich? Was macht Ihn so wunderbar? Ist nicht Sein ganzes Leben wunderbar? Seine Ankündigung – Seine übernatürliche Geburt – Seine Lehre – Seine Taten – Sein stellvertretendes Sterben – Seine Auferstehung – Seine Himmelfahrt – Seine Fürbitte für alle, die zu Ihm gehören – Seine angekündigte Wiederkunft – Seine ewige Herrschaft – und ... und ... und ...

Jesus ist der Ratgeber! Ratgeber gibt es viele: gute, schlechte, oberflächliche, professionelle, teure, uninteressierte ... Jesus ist der Ratgeber! Er bietet Rat kostenlos an, mit Garantie, ohne Kleingedrucktes, von Liebe motiviert, immer funktionierend ... 

Man kann auch die ersten beiden Titel miteinander verbinden. Jesus ist der wunderbare Ratgeber. Keiner gibt vollkommenen Rat wie Er!

Jesus ist der starke Gott! Er läuft ohne Konkurrenten. Alle hat Er abgehängt. Wer kann sich mit Jesus messen, über den es heißt, dass es niemanden gibt, wie Ihn. Er ist unvergleichlich. Alles im Himmel, alles auf der Erde und alles „underirdische“ muss sich vor Ihm beugen.

Jesus ist der ewige Vater, der Vater der Ewigkeit! Vor Ihm war nichts und niemand, nach Ihm kommt nichts und niemand. Zeit hat Er erschaffen, die Zeitalter bestimmt Er. Als Vater der Ewigkeit ist Er derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit. Der ewig Unwandelbare, der feststehende Ruhepol für jeden, der bei Ihm Ruhe sucht.

Jesus ist der Friedefürst! In einer Welt, die nicht friedlicher wird, die unstabiler wird im Großen und im Kleinen. Der Friede ist nicht nur in der Welt bedroht, sondern auch in der Gesellschaft, der Familie, am Arbeitsplatz, in der Politik, im persönlichen Leben – überall!

All das nützt mir so wenig, wie die unverständliche Überschrift dieses Eintrags, wenn es nicht mehr als Buchstaben und faktisches Wissen ist. Gottes Wort ist uns gegeben, damit wir es „essen,“ „durchkauen“ und es Teil von uns werden lassen. Es ist uns gegeben, damit wir uns dadurch erfrischen lassen, darüber nachsinnen, meditieren.

Lass das Wort Gottes reichlich in Dir wohnen
(Kolosser 3:16). Iß es jeden Tag (Jeremia 15:16) Meditiere darüber Tag und Nacht (Psalm 119:97). Halte Deine Augen auf Jesus gerichtet (Hebräer 12:2) und Du wirst merken, wie Er Dein „alles“ wird. Das kommt nicht durch das Kennen des Buchstabens, aber gewiss durch das Kennen des Herrn!

Wen habe ich im Himmel außer dir? 
Und neben dir begehre ich nichts auf Erden! (Psalm 73:25)
 
Übermorgen um 16:00 Uhr feiern wir Heiligabend - wir feiern Jesus! Komm, und feier mit uns! Unser Gemeindecafe ist ab 14:30 Uhr geöffnet. Herzlich Willkommen!

Sonntag, 21. Dezember 2025

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!


Jeremia 33:14-17
 
14 Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da ich das gute Wort erfüllen werde, das ich über das Haus Israel und über das Haus Juda geredet habe.
15 In jenen Tagen und zu jener Zeit will ich dem David einen Spross der Gerechtigkeit hervorsprießen lassen, und er wird Recht und Gerechtigkeit schaffen auf Erden.
16 In jenen Tagen wird Juda gerettet werden und Jerusalem sicher wohnen, und mit diesem Namen wird man sie benennen: »Der Herr ist unsere Gerechtigkeit!«
17 Denn so spricht der Herr: Es soll David nie an einem Mann fehlen, der auf dem Thron des Hauses Israel sitzt!

Herzliche Einladung zum Gottesdienst

Anbetung - Gebet - Predigt 
Gemeinschaft - Abendmahl

Gemeinsames Mittagessen

 Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

Die größte Tragik von Weihnachten ist nicht die Vermarktung, 
nicht der Klimbim, auch nicht die heidnischen Einflüsse. 
Die größte Tragik von Weihnachten ist, 
dass der RETTER geboren ist, 
und NIEMAND merkt es!
(unbekannt)

Samstag, 20. Dezember 2025

Fünfmal werden wir noch wach ...

Wenn man den Heiligen Abend bereits zu Weihnachten zählt, sind es nur noch viermal. Die Spannung steigt – zumindest bei den Kleinen. Auch in den Zeitungen nehmen die Artikel rund um Weihnachten zu – und im Radio die Billiglieder und Ersatzgeschichten.

(Envato Elements pic / Quelle: hier)
In der Vergangenheit veröffentlichte die Lokalzeitung einen Artikel mit der Überschrift: „Betrinken statt Besinnen“. Ein Drittel der Briten und fast ein Drittel der Dänen sind laut Umfrage an Weihnachten betrunken. Bei den Deutschen sind es „nur“ 17%.  Im weiteren Verlauf des Artikels ging es um den Prozentsatz derer, die sich weiße Weihnachten wünschen und um die Frage, wie viele der Europäer sich an den Feiertagen einsam fühlen. Wenige! In Deutschland „nur“ jeder Zwölfte. Im ganzen Artikel ging nicht ein Mal um den Sinn von Weihnachten. Es ging lediglich um die Feiertage. Genauso im Radio. Natürlich höre ich nicht den ganzen Tag, aber was ich bisher gehört habe, hat mit Schenken, mit dem Fest der Liebe und mit den Feierbräuchen anderer Länder zu tun.

Ich gestehe, es fällt mir schwer, mich dem Ganzen zu entziehen. Wenn mir jemand eine „besinnliche Weihnachtszeit“ wünscht, hat das bisher nicht viel geholfen. Bei dem Massenbombardement unbeirrt einen anderen Weg zu gehen, fällt mir schwer. Auch ich beschäftige mich mit Geschenken, werde vom Dezemberstress angesteckt und überlege, wie und wann ich vor- und nacharbeiten kann, was über die Feiertage liegen bleibt. Auch ich möchte Zeit haben für meine Familie, und ich weiß, dass es anderen Christen ähnlich geht.

Ich denke zurück an eins der vergangenen Jahre. Am Heiligabend war ich allein, nicht einsam, aber allein. Die Umstände hatten es nötig gemacht, und ich konnte erst am 25. Dezember abends zu meiner Familie dazustoßen. So nutzte ich den Abend nach dem Gottesdienst, schnappte mir ein paar Traktate und ging in die wenigen Kneipen, die an dem Abend geöffnet hatten. Auch die Sozialunterkunft unserer Stadt besuchte ich, klingelte, und wo man aufmachte, wünschte ich Frohe Weihnachten und ließ Literatur mit der Geschichte von Weihnachten zurück. Ich war glücklich!

Ich weiß nicht, wie es dieses Jahr werden wird. Ich bin mir sicher, dass die ganze gottlose Weihnachterei den Herrn ankotzt, genau wie mich. Ich glaube allerdings nicht, dass es Jesus betrübt, wenn wir uns an der Weihnachtsstimmung erfreuen, die sich bei den meisten von uns irgendwann einstellen wird. Auch wenn wir Geschenke austauschen, uns gegenseitig Freude bereiten, Familienbande stärken und ein gutes Essen genießen (oder auch zwei … oder drei …) Ich glaube, dass der Herr uns viel mehr gönnt, als wir manchmal meinen. Er hat uns in eine Welt gestellt, in der wir uns auch an den Dingen des Alltags und aneinander freuen dürfen. Aber ich für meinen Teil möchte auch in diesem Jahr meine Augen aufhalten nach denen, die weder den Sinn von Weihnachten kennen, noch den Herrn, der Mensch wurde. Ich möchte mit den Hirten laufen – zunächst ganz schnell zu Jesus. (Lukas 2:16) Ich will Ihn finden in all dem Trubel, all dem Glitter und dem Lärm. Und wenn ich ihn dann gefunden habe, dann will ich wieder, wie die Hirten (Lukas 2:17), schnell laufen und Ihn bekannt machen und von Ihm erzählen. Das fällt mir nicht leicht, denn meine Sinne werden besonders in diesen Tagen so bombardiert und strapaziert, dass Jesus da auch bei mir schnell in Vergessenheit geraten kann.   

Last uns doch füreinander beten in diesen Tagen. Tatsächlich bieten sich vor uns an Weihnachten mehr Möglichkeiten zum Zeugnis als zu den meisten anderen Zeiten des Jahres. Für die Ängstlichen: Es braucht oft nicht mal Worte. Ein Traktat im Geschäft, für den Postboten oder den Kollegen kann man auch mit einem freundlichen Lächeln weitergeben. Jedes Mal wird es ein bisschen einfacher. Und so oft stellt sich nach jedem Zeugnis für Jesus ein wenig mehr Weihnachtsfreude ein. Versuch’s mal. Die Welt, die nicht mehr weiß, warum sie Weihnachten feiert, hat es dringend nötig!

Freitag, 19. Dezember 2025

Kosten der Erwählung

Kürzlich las ich den spannenden Roman von Angela Hunt „Es begab sich aber zu der Zeit ...“ eine Erzählung über Maria und die Geburt Jesu. Während des Lesens wurde mir deutlich, wie kostspielig es ist, von Gott erwählt zu sein.

Maria war erwählt, die Magd des Herrn zu sein. Das bedeutete unter anderem: Schwangerschaft ohne verheiratet zu sein, Gerede, Unsicherheit, wie der Verlobte reagiert – und schließlich die Aussage eines alten Propheten: „Siehe, dieser ist gesetzt zum Fall und zum Auferstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird – aber auch dir selbst wird ein Schwert durch die Seele dringen —, damit aus vielen Herzen die Gedanken geoffenbart werden.“ (Lukas 2:34+35)

Josef war erwählt, Pflegevater Jesu zu sein. Als er feststellte, dass seine Verlobte schwanger war, geriet er in schwere Gewissensnöte: Sollte er Maria steinigen lassen oder wegschicken? Nachdem Gott ihm begegnet war, übernahm er Verantwortung für Maria und das Kind. Aber sein Leben war nicht immer leicht, teilweise in Lebensgefahr.

Ähnlich erging es Paulus. Nachdem er Jesus begegnet war, lautete die Prophetie Gottes über ihn: „Denn ich werde ihm zeigen, wie viel er leiden muss um meines Namens willen.“ (Apostelgeschichte 9:16)

Ging es den Jüngern besser, nachdem Jesus sie beauftragt hatte, in aller Welt das Evangelium zu verkündigen? Kaum. Gleich von Anfang an bedeutete ihre Erwählung Spott, Verfolgung, Gefängnis und oft auch den Tod.

Im Alten Testament war das nicht anders. Jakob war erwählt von Gott, den Segen und die Verheißung des Messias weiterzutragen. Am Ende seines Lebens sagt er zum Pharao: „Die ganze Zeit meiner Fremdlingschaft beträgt 130 Jahre; wenig und böse sind meine Lebensjahre gewesen, und sie erreichen nicht die Zahl der Lebensjahre meiner Väter in den Tagen ihrer Fremdlingschaft.“ (1 Mose 47:9)

Mose wurde früh von Gott auf seine Erwählung zum Leiter Israels vorbereitet. Mit 80 Jahren war es soweit – er führte Israel aus Ägypten und leitete das Volk unter Gottes Führung 40 Jahre durch die Wüste. Aber nicht selten schüttet er Gott sein Herz aus: „Habe ich denn dieses ganze Volk empfangen oder geboren, dass du zu mir sagst: Trag es an deiner Brust, wie die Amme einen Säugling trägt, in das Land, das du ihren Vätern zugeschworen hast? ... Und wenn du so an mir handeln willst, so töte mich auf der Stelle, wenn ich Gnade vor deinen Augen gefunden habe, damit ich mein Unglück nicht länger ansehen muss! (4 Mose 11:12+15)

Der Prophet Elia, einer der größten Propheten Israels, betet völlig deprimiert nach einem großen Sieg für Gott: „Und er erbat für sich den Tod und sprach: Es ist genug! So nimm nun, HERR, mein Leben, denn ich bin nicht besser als meine Väter!“ (1 Könige 19:4)

Der erwählte, gesegnete Prophet Jeremia tat es ihm gleich, wenn er betet: „Verflucht sei der Tag, an dem ich geboren wurde; der Tag, an dem mich meine Mutter zur Welt gebracht hat, sei nicht gesegnet! Verflucht sei der Mann, der meinem Vater die frohe Botschaft gebracht hat: »Dir ist ein Knabe geboren!«, der ihn hocherfreut sein ließ! ... Warum bin ich doch aus dem Mutterschoß hervorgegangen, um Mühsal und Kummer zu sehen, und damit meine Tage in Schande vergehen?“ (Jeremia 20:14,15+18)

Erwählt, Gott zu dienen und zu Gottes Lob zu leben – das ist jeder, der Jesus seinen Herrn und Retter nennt. „Er hat uns vorherbestimmt zur Sohnschaft für sich selbst durch Jesus Christus, nach dem Wohlgefallen seines Willens, zum Lob der Herrlichkeit seiner Gnade, mit der er uns begnadigt hat in dem Geliebten.“ (Epheser 1:5+6)

Lasst uns nie denken, dass die Nachfolge Jesus ein Hindurchschweben durchs Leben sei. Von Paulus und seinem Team lesen wir: „Dabei stärkten sie die Seelen der Jünger und ermahnten sie, unbeirrt im Glauben zu bleiben, und sagten ihnen, dass wir durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen müssen.“

Und in seinem Brief an Timotheus bekräftigt Paulus diese Aussage: „Alle, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, werden Verfolgung erleiden.“ (2 Timotheus 3:12)

Allerdings predigt Paulus auch, dass jede Stunde der Nachfolge Seiner Erwählten die Kosten wert ist:

Denn ich bin überzeugt, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll.

Halleluja!