„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Donnerstag, 6. März 2025

Nix Neues unter der Sonne

Es berührt immer wieder, zu sehen, wie Jesus gerade denen nachgeht, die von den meisten anderen aufgegeben sind. Auf youtube ist der Videoclip "Healing Rain" von Michael W. Smith zu sehen. Inhaltlich geht es darum, dass der Regen der Gnade Gottes sich nähert. Die Verlorenen und Gefundenen werden erreicht, Tränen weggewaschen. Heilender Regen kommt. Der Menschensohn kann den Aussätzigen aufstehen lassen … usw. Sie alle strecken sich aus nach dem heilenden Regen Gottes.

Was drängt sich auf? Lukas 5:31! Dort sagt Jesus:

"Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken." (Schl)

Wir haben so viele "Kranke" um uns herum! Nicht nur Obdachlose, Drogenabhängige und alkoholabhängige Geschäftsleute. Die auch, ganz gewiss! Und dazu die Menschen am Existenzminimum, die chronisch Kranken, die Trauernden, die Ratlosen, die Prostituierten, die überforderten Alleinerziehenden, die sich nach Arbeit sehnenden Arbeitslosen, die Vergessenen, die Überlasteten, die Einsamen, die …

Jesus sagt:

"Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken." (Lk 5:31)

Und

"Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist".
(Lk 19:10)

So viele "Kranke" und Verlorene. Und die anderen (auch Kranke, aber sie meinen, sie seien gesund) - die stehen rum und schauen sich die Leute unbeteiligt an, die im Regen der heilenden Gnade Gottes stehen.

Mir kommt ein anderer Vers in den Sinn. Auch in dem Zusammenhang geht es um Gesunde und Kranke. Nachdem alle möglichen "Eingeladenen" die Einladung Jesu gleichgültig ablehnten, schickte der Herr seine Jünger zu anderen. In Matthäus 22:9 sagt Jesus:

"Deshalb geht hinaus an die Straßenecken und ladet jeden ein, dem ihr begegnet." (NL)

Das eine tun und das andere nicht lassen. Vielleicht befindet sich unter den Gleichgültigen ja noch jemand, dem der letzte Anstupser fehlt - die wollen wir anstupsen! Ansonsten wollen wir in die Richtung blicken, in die Jesus blickt: zu den Kranken, den Verlorenen und den Verzweifelten. Die wissen eher, dass sie den heilenden Regen der Gnade Gottes nötig haben.

Das Lied "Healing Rain" findest Du im Seitenfenster!

Mittwoch, 5. März 2025

Der Hohn des Aschermittwoch

Das war's für diese Saison. Karneval ohne Grenzen, Spaß ohne Kontrolle, Ironie ohne Ende, Gottesbezüge ohne Ehrfurcht, Sünde ohne Gewissen, Kriminalität ohne ...  Du denkst, ich übertreibe? Lies die Zeitung! Detektive haben Hochkonjunktur! Der Gebrauch von K-o Tropfen nimmt zu und damit die Zahl der Missbräuche und Vergewaltigungen. Ehen werden in Massen gebrochen (Zitat: Mein Partner, der hat da volles Verständnis. Der sagt immer: Viel Spaß, du kommst wieder!) und die Menge ergötzt sich an Zynismus und Sarkasmus. Gott wird gelästert, das Heilige mit Füßen getreten und wer nicht mitmacht, wird als Spießer belächelt. Gut, dann bin ich ein Spießer – aber ein stolzer!

Glücklicherweise erteilt der Aschermittwoch Absolution. Interessant, dass dieser Tag mehr mit dem Ende des Karneval  verbunden wird, als mit dem eigentlichen Ursprung, dem Einläuten der Fasten- und Passionszeit. Der Aschermittwoch hat seinen Namen vom Aschekreuz, das seit dem 10. Jahrhundert traditionsgemäß, entweder durch „Asche aufs Haupt“ oder durch ein Kreuz auf der Stirn vergeben wird.

Asche ist im Orient, und damit auch im biblischen Umfeld, ein Symbol der Trauer und Buße. Hiob saß in Staub und Asche (Hiob 30:19) und Ninive tat Buße in Trauer und Asche (Jona 3:6). Allerdings waren damals Asche, Staub und Sackkleidung nur äußere Zeichen eines tatsächlich innerlich ablaufenden Trauer- und Umkehrprozesses. Losgelöst von echter Trauer über Sünde und Abkehr von Gottlosigkeiten hatten diese Äußerlichkeiten absolut keine Wirkung. Reine Äußerlichkeiten konnten und können weder Gott täuschen, noch Reinigung in irgendeiner Weise bewirken. Eine begrenzt geplante Abkehr von Sünde ist überhaupt keine Abkehr von Sünde. Gott macht das in Sprüche 28:13 überaus deutlich: 
 
Wer seine Schuld verheimlicht, dem wird es nicht gelingen,
wer sie aber bekennt und läßt, der wird Barmherzigkeit erlangen. 
 
Dass Aschermittwoch nichts mit Buße zu tun hat, zeigt die Tatsache, dass man es „schade“ findet, dass jetzt alles vorbei ist. Man trauert den ausgelassenen und sündigen Tagen nach. Seit 1950 treffen sich Kirche und Künstler jährlich zu einer „Standortbestimmung“ (nicht etwa zu einer gemeinsamen Umkehr zu Gott). Der „politische Aschermittwoch“ stellt den größten Hohn dar. An diesem Treffen präsentiert sich Aschermittwochbuße in „Bierzelt - Atmosphäre“, mit dem Ziel „heftiger, polemischer Attacken gegen politische Gegner“.

Soviel zu Aschermittwoch, dem Hohn der Aschermittwochbuße und der damit verbundenen Verhöhnung biblischer Werte und göttlicher Ansprüche. Kein Kreuz auf der Stirn kann Sünde ungeschehen machen!
 
Natürlich möchte ich den heutigen Eintrag nicht beenden, ohne eine tolle und befreiende Alternative aufzuzeigen. Echte Buße bewirkt tatsächlich Neuanfang. Wer erkennt, dass Gottes Gebot gebrochen wurde, und wer seine Sünde bereut, sie am liebsten ungeschehen machen würde und einen neuen Weg einschlagen möchte, der findet bei Gott eine weit offene Türe und einen Retter mit weit offenen Armen. König David hatte das erkannt, als er in Psalm 51:19 betete: 
 
„Das Opfer, das dir gefällt, ist ein zerbrochener Geist.
Ein zerknirschtes, reumütiges Herz wirst du, Gott, nicht ablehnen.“ 
 
Recht hat er gehabt, denn auch der Erfahrungsbericht aus Psalm 32:1,2+11 kommt von ihm: 
 
 Kunst, Künstlerischen, Malerei, Digital
„Ein Psalm Davids. Glücklich ist der, dessen Sünde vergeben ist und dessen Schuld zugedeckt ist. Glücklich ist der, dem der Herr die Sünden nicht anrechnet und der ein vorbildliches Leben führt! Deshalb freut euch im Herrn und seid froh, die ihr ihm gehorsam seid! Jubelt alle vor Freude, deren Herzen aufrichtig sind!

Dienstag, 4. März 2025

Karneval

Auch auf die Gefahr hin, dass es jemanden gibt, der heute meinen Blog zum letzten Mal liest, aber ich muss es einfach sagen: Karneval ätzt! Nie geht es ohne Sex, Gotteslästerung, Alkohol und andere Exzesse - hinein in das Chaos zerbrochener Ehen, kaputter Familien, ungewollter Schwangerschaften mit all den daraus resultierenden Nöten. Und das alles für ein paar Stunden Ausgelassenheit und einem Kater.

Im Fernsehen lief ein Interview, in dem eine Kölner Karnevalsnärrin ins Mikrofon sagte: „Es ist einfach schön. Man ist nicht mehr so selbstbestimmt. Man treibt so mit der Masse mit. Vielleicht auch dahin, wo man gar nicht hin möchte. Aber es ist so schön!“

Wenn der Mensch es als schön empfindet, sich ohne Selbstbestimmung von der Menge dorthin treiben zu lassen, wo er möglicherweise gar nicht hin möchte, dann gibt es dafür nur wenige Beschreibungen. Eine lautet: Blindheit! Viele Menschen werden sich in einer Woche wünschen, das Rad der Zeit zurückdrehen zu können. Dann nämlich, wenn sich der Blick klärt und man den Scherbenhaufen erkennen kann, den man angerichtet hat, oft nicht nur im eigenen Leben, sondern auch im Leben anderer. Und man beginnt zu basteln und zu puzzeln, zu stückeln und zu kleben – und muss doch feststellen, dass selbst eine gute Rekonstruktion immer nur ein schwacher Abglanz des Originals ist.

Zwei Gedanken kommen mir in den Sinn. Der erste hat mit Vergebung und Neuanfang zu tun. Danach werden sich viele sehnen, die diese Tage nur „wie im Traum“ durchleben. Gott bietet an, zu vergeben und nicht mehr zu gedenken. Einfach Vergangenheit Vergangenheit sein zu lassen. Das kann Gott tun, ja, das möchte Er tun. In Sprüche 28:13 sagt er es ganz deutlich:

"Wer seine Schuld verheimlicht, dem wird es nicht gelingen, wer sie aber bekennt und lässt, der wird Barmherzigkeit erlangen. "

Und wie gründlich Gott es meint, sagt er uns in Jesaja 43:25:

"Ich, ich tilge deine Übertretungen um meinetwillen, und an deine Sünden will ich nie mehr gedenken!"


DAS IST GOTT!

Der zweite Gedanke hat damit zu tun, von wem ich mich bestimmen und treiben lassen möchte. Mein Entschluss steht fest: Nicht von der Menge, nicht ins Ungewisse und schon gar nicht dahin, wo ich gar nicht hin möchte.

Ich möchte mich von Gottes Geist leiten und treiben lassen. Er ist der Geist des guten Hirten. Da weiß ich, was auf mich zukommt: Grüne Auen, frisches Wasser und viele Plätze der Ruhe in der Gegenwart des Hirten!

Montag, 3. März 2025

Ich bin gerne Narr!

Rosenmontag! Mittlerweile nimmt das närrische Treiben im Karneval auch bei uns im Siegerland zu. Wo früher noch Funkstille herrschte, da beginnen heute auch bei uns die Umzüge, Feiern und Büttenreden. Man mag über Närrinnen und Narren denken, wie man will – ihre Bezeichnung trifft den Nagel auf den Kopf. Wer mit Karneval nie etwas zu tun hatte, kann nur den Kopf schütteln über so viel Schamlosigkeit, Respektlosigkeit und Ehrlosigkeit.
Christen sind keine Spaßverderber! Aber sie haben keinen Spaß daran, eine freizügige Moral zu propagieren oder zweideutig zu reden, denn Gottes Wort sagt in Epheser 5:4:

Genauso unpassend für euch ist schmutziges,
dummes und anzügliches Gerede.

Christen können (zumindest sollten) auch keinen Spaß an Respektlosigkeiten ihrer Regierung gegenüber finden, denn Gottes Wort sagt in 1 Petrus 2:17:

Erweist jedermann Achtung und
liebt eure Brüder und Schwestern!
Habt Ehrfurcht vor Gott und
bringt dem Kaiser den schuldigen Respekt entgegen.

Die Bibel spricht davon, dass wir der Obrigkeit Ehre schulden. In Römer 13:7 – der Christenmörder Nero regierte gerade in Rom – schreibt Paulus:

So gebt nun jedermann, was ihr schuldig seid:
Steuer, dem die Steuer, Zoll, dem der Zoll,
Furcht, dem die Furcht,
Ehre, dem die Ehre gebührt.

Jetzt gibt es natürlich Schlaumeier, die meinen, das träfe heute kaum mehr auf jemanden zu. Das ist NICHT(!), was Paulus meint. Selbst, wenn er es gemeint hätte, wäre es keine Freikarte, unehrenhaft über die Regierung (oder andere) zu reden, die in einem politischen Amt wirksam sind, denn darauf bezieht sich der Vers. In diesem Punkt sollten wir beschämt von unseren Geschwistern in der Verfolgung lernen, die oft mehr für ihre Regierung beten als über sie klagen.

Wenn ich mich aber als Christ über keine zweideutigen Witze amüsieren soll, über die Regierung nicht herziehen soll und alle Menschen ehren soll – Hallo – wo bleibt das „Närrische?“

Auch die Bibel spricht von Narren – in verschiedenen Kategorien. Zum einen heißt es:

„Der Weg des Narren ist richtig in seinen Augen,
aber ein Weiser hört auf guten Rat.“
(Sprüche 12:5)

Der Umgang mit den Weisen macht weise,
wer sich aber mit Narren einlässt,
dem geht es schlecht. (Sprüche 13:20)

 „Der Narr spricht in seinem Herzen:
»Es gibt keinen Gott!«“ (Psalm 14:1)

Das ist die eine Kategorie von Narren, die die Bibel kennt. Davon halte Dich fern! Wo Gott gelästert und sein Wort mit Füßen getreten wird, können Christen keinen Spaß haben. Aber es gibt eine andere Art von Narren. Die wird uns durch Paulus in 1 Korinther 4:10 vorgestellt, wo er schreibt:

„Wir sind Narren um Christi willen.“

Was hat er denn damit gemeint?
Paulus erklärt in dem Zusammenhang, dass er und sein Team „der Welt ein Schauspiel“ geworden sind. Sie sind bereit, anders zu sein und dafür die Kosten zu tragen. Sie folgen Jesus, gehorchen Seinem Wort, und schwimmen nicht mit im Strom der anderen Art Narren.

Ich reihe mich ein in das Team von Paulus. Ich akzeptiere und nehme freudig die Tatsache an: Ich bin ein Narr um Christi Willen!

Nimm mir die Frage nicht übel: „Wessen Narr bist Du?“  Ich bin ein Narr um Christi Willen! Ich lade Dich ein ins Team!

Sonntag, 2. März 2025

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!

Johannes 17:7-11
(Jesu Gebet für Seine Jünger)

7 Nun erkennen sie, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir kommt;
8 denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und haben wahrhaft erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und glauben, dass du mich gesandt hast.
9 Ich bitte für sie; nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, welche du mir gegeben hast, weil sie dein sind.
10 Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verherrlicht.
11 Und ich bin nicht mehr in der Welt; diese aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, gleichwie wir!

Herzliche Einladung zum Gottesdienst:

 Anbetung - Gebet
Gemeinschaft - Predigt
Gemeinsames Mittagessen

  Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

"In notwendigen Dingen: Einheit. 
In fraglichen Dingen: Freiheit. 
In allen Dingen: Liebe."
(Augustinus)

"Die haben nicht Gottes Liebe,
die nicht die Einheit der Kirche lieben."
(Gottfried Wilhelm Leibniz)

Samstag, 1. März 2025

Gottesdienst mit Wärmflasche

Dass Christen den Gottesdienst aus den unterschiedlichsten Gründen ausfallen lassen, ist bekannt. Dazu gehören Sportveranstaltungen, Verwandtenbesuche, Urlaub, Müdigkeit, Männergrippe und Lustlosigkeit.

Bei unseren Besichtigungen einiger Kirchen und Kapellen im Füssener Raum dieser Tage wäre mir fast ein weiterer Grund begegnet. Fast!

Natürlich ist es Ende Februar auch im Allgäu noch kalt. Vielleicht gerade dort. Aber vor ein paar Tagen schien tatsächlich die Sonne so warm, dass man draußen angenehm spazieren gehen konnte. Aber dann ...

Ich weiß nicht, ob wir in 3 oder in 4 Kirchen reingeschaut haben. Die Verzierungen oder andere Teile der Inneneinrichtung sind ja z.T. schon schön oder inspirierend. Nicht inspirierend waren jedenfalls die Temperaturen! Innerhalb der Gemäuer war es deutlich kälter als außerhalb. Während außerhalb die Sonne schien und die Vögel zwitscherten, fror einem innerhalb der Atem. Was bewegt einen Kirchgänger, am Sonntagmorgen in solch einer Kirche eine Stunde (vielleicht länger) auf einer unbequemen Kirchenbank zu sitzen und zuzuschauen, wie das Ausatmen kleine Wölkchen bildet?

In einer der Kirchen nahm ich einen ausgelegten Pfarrbrief mit. Darin fand ich die Antwort.

Warm anziehen!  So lautete die Überschrift. Und dann war zu lesen: Manche Kirchen sind nicht geheizt. In der kalten Jahreszeit können Sie gerne Decken, Wärmflaschen o.ä. in die Gottesdienste mitbringen. Auch Handschuhe und Mützen zu tragen ist kein Problem. Tipp: Skiunterwäsche hält auch warm.

Wer also zum Gottesdienst möchte ohne zu frieren, darf gerne vorsorgen. Ich habe eine Wertschätzung vor denen, die sich auf die Kälte vorbereiten und den Gottesdienst ihrer Kirche besuchen. Selbst, wenn es aus Tradition wäre, muss ihnen diese Zeit in der Kirche etwas wert sein.

Was ist Dir der Gottesdienst morgen wert? Auch in nicht-katholischen Kirchen, auch in freien Gemeinden ist der Gottesdienst oft zu einer Tradition geworden. „Man“ geht halt sonntags in die Kirche, vorausgesetzt ...

... es ist nicht zu kalt und regnet nicht 

... man ist gesund und nicht zu müde 

... man hat nichts Anderes vor

... es ist am Abend vorher zu spät geworden 

... etc.

Und ich habe mich nach den Erfahrungen dieser Woche gefragt: „Wie wichtig ist mir eigentlich der wöchentliche Gottesdienst?“ Bei uns Freikirchlern kommt immer noch der kleine Mann im Ohr dazu, der uns zuflüstert: „Werde bloß nicht gesetzlich! Der Gottesdienst soll Dich erfreuen, nicht zwingen!“ Das hilft uns dann, die ganze Sache etwas entspannter anzugehen.

„Gottes-Dienst“ ist Dienst für Gott. Überall betont die Bibel, dass die Gemeinde Jesu zusammenkommt, um Gott zu dienen: Ihn zu loben, anzubeten, Ihm unsere Sorgen zu bringen, auf Ihn zu hören und Gott und Seinem Volk – unseren Geschwistern – zu dienen. Manchmal (hoffentlich nur manchmal) müssen wir uns überwinden, uns aufzumachen um dabei zu sein. Aber viele Nachfolger Jesu können bezeugen: Gerade dann, wenn ich nicht wollte und doch ging, bin ich Gott begegnet.

Nicht umsonst ruft uns Gott in Seinem Wort zu:

Spornt euch gegenseitig zu Liebe und zu guten Taten an. Und lasst uns unsere Zusammenkünfte nicht versäumen, wie einige es tun, sondern ermutigt und ermahnt einander, besonders jetzt, da der Tag seiner Wiederkehr näher rückt! (Hebräer 10:24+25 /NLB)

Für den morgigen Gottesdienst wünsche ich Dir viel Freude und Segen des Herrn!

Freitag, 28. Februar 2025

Die Berge der Bibel (Teil 2 von 2)

Gestern haben wir mit dem Zweiteiler „“Berge der Bibel“ begonnen.

  • Der Berg Ararat hat uns an Gottes Heiligkeit und Gnade erinnert und daran, Gott dankbar zu sein.
  • Der Berg Sinai zeigt uns, wie unvereinbar Gottes Wesen und unsere Sünde ist. Auf dem Sinai hat Gott gezeigt, wie sehr er mit uns kommunizieren möchte.
  • Der Berg Nebo erinnert uns an Gottes unverdiente Gnade. Er segnet trotzdem!
  • Der Berg Horeb zeigt uns Gottes barmherziges Anliegen für die Schwachen und Kranken.  

Es sollen noch 4 Berge folgen:

Berg Karmel
Der Karmel

Und es geschah um die Zeit, da man das Speisopfer darbringt, da trat der Prophet Elia herzu und sprach: O Herr, du Gott Abrahams, Isaaks und Israels, lass sie heute erkennen, dass du Gott in Israel bist und ich dein Knecht, und dass ich dies alles nach deinem Wort getan habe! Erhöre mich, o Herr, erhöre mich, damit dieses Volk erkennt, dass du, Herr, der wahre Gott bist, und damit du ihr Herz zur Umkehr bringst! Da fiel das Feuer des Herrn herab und verzehrte das Brandopfer und das Holz und die Steine und die Erde; und es leckte das Wasser auf im Graben. Als das ganze Volk dies sah, da fielen sie auf ihr Angesicht und sprachen: Der Herr ist Gott! Der Herr ist Gott! (1 Könige 18:36-39) 

Der Berg Karmel erinnert uns, dass Gott ein Gott ist, der mit Feuer antwortet. Er ist ein Gott des Übernatürlichen und der Allmacht. Durch Sein Handeln kommt Erkenntnis Gottes! 

Der Berg der Verklärung

Und nach sechs Tagen nahm Jesus den Petrus, den Jakobus und dessen Bruder Johannes mit sich und führte sie beiseite auf einen hohen Berg. Und er wurde vor ihnen verklärt, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden weiß wie das Licht. Und siehe, es erschienen ihnen Mose und Elia, die redeten mit ihm. (Matthäus 17:1-3)

Nach der Überlieferung kann es sich um den Berg Tabor gehandelt haben. Dieser Berg lehrt uns, dass es möglich ist, eine ganz persönliche Begegnung mit Jesus zu haben, eine Begegnung mit dem Himmel, in der wir Jesus in neuem Licht sehen.

Der Ölberg 

Seine Füße werden an jenem Tag auf dem Ölberg stehen, der vor Jerusalem nach Osten zu liegt; und der Ölberg  wird sich in d. Mitte spalten nach Osten u. nach Westen hin zu einem sehr großen Tal, und die eine Hälfte des Berges wird nach Norden zurückweichen, die andere nach Süden. (Sacharja 14:4) 

Der Ölberg kommt häufig vor in der Bibel. An dieser Stelle lässt er uns nach vorne schauen, hinein in die Zeit, die erst noch kommen wird. Was für eine herrliche Ermutigung der Ölberg uns zuruft: Schau weder zurück noch auf die gegenwärtigen Umstände. Schau nach vorne. Alles wird gut, wenn Du auf Jesus schaust!
 
Und schließlich:

Der Berg Golgatha

Können wir Golgatha überhaupt einen Berg nennen? Die Schweizer würden es wohl eher als Hügelchen bezeichnen; die Norddeutschen hingegen bezeichnen bereits alles über 100m als Berg, so z.B. die „Dammer Berge“ im Münsterland mit ihren 146 Metern ü.M.  Also sind wir heute „norddeutsch“ – denn Golgatha darf nicht fehlen!

Golgatha ist der Berg der Rettung, der Berg für neues Leben, der Berg, auf dem wir zu Freunden Jesu werden. Auf Golgatha laufen alle Stricke zusammen! Die Gerechtigkeit Gottes, Seine Heiligkeit, Seine Heilungskraft, Seine Liebe und Vergebung.

Wer über Golgatha, das Geschehen auf Golgatha und den Mann von Golgatha meditiert, der kann nicht verlieren.

Der Herr segne Dich!

Donnerstag, 27. Februar 2025

Die Berge der Bibel (Teil 1 von 2)

Auf unserem heutigen Urlaubsspaziergang im Allgäu bot sich uns ein schöner Blick auf die Berge der Umgebung. Auch die Bibel erwähnt eine ganze Reihe von Bergen, die an besondere Begebenheiten erinnern. Welche Berge werden erwähnt? Was ist das Besondere an ihnen? Wie helfen mir die Begebenheiten an oder auf diesen Bergen, Gott anzubeten und meine Augen auf Ihn zu richten?  

                                               Berg Ararat                                          (c) HIER

Der Berg Ararat

Hier landete Noah mit all den Tieren in der Arche nach der weltweiten Sintflut. Wir lesen:

Und die Arche ließ sich auf dem Gebirge Ararat nieder am siebzehnten Tag des siebten Monats. Noah aber baute dem HERRN einen Altar und nahm von allem reinen Vieh und von allen reinen Vögeln und opferte Brandopfer auf dem Altar. (1 Mose 8:4+20)

Der Bericht der Flut spricht von Gottes Heiligkeit, die Sünde nicht dulden kann; ebenso wie von Seiner unbeschreiblichen Gande, Seinem unbändigen Willen zu retten und der angemessenen Reaktion, Ihm dafür immer wieder das Opfer der Anbetung zu erneuern.

Der Berg Sinai

Der ganze Berg Sinai rauchte, weil der Herr im Feuer auf ihn herabstieg. Und sein Rauch stieg auf wie der Rauch eines Schmelzofens, und der ganze Berg erbebte heftig. (2 Mose 19:18)
Und als er mit Mose auf dem Berg Sinai zu Ende geredet hatte, gab er ihm die beiden Tafeln des Zeugnisses, Tafeln aus Stein, beschrieben mit dem Finger Gottes. (2 Mose 31:18) 

Auch das Geschehen um diesen - und auf diesem Berg erinnert uns stark an Gottes Heiligkeit. Er ist unnahbar für den Sünder. Er verdient unser Höchstmaß an Ehrfurcht und an Furcht. Gleichzeitig gibt Er uns Seine Offenbarung, um uns zur Gemeinschaft mit Ihm zu befähigen. 

Der Berg Nebo

Mose stieg von den Ebenen Moabs auf den Berg Nebo, auf die Spitze des Pisga, Jericho gegenüber. Da zeigte ihm der Herr das ganze Land: von Gilead bis nach Dan. (5 Mose 34:1) 

Ist es nicht auch hier die Unbeugsamkeit aber auch die Gnade Gottes, die hell leuchtet?! Mose war der Eingang zum verheißenen Land verwehrt. Er hatte Gott verunehrt. Gott hatte Mose völlig vergeben, aber er musste die Konsequenzen tragen. Jedoch erlaubte Gott Mose in Seiner unermesslichen Gnade, sich mit einem Blick auf das verheißene Heimatland auf Erden in sein ewiges Heimatland im Himmel zu verabschieden. Was für ein Abgang! 

Der Berg Horeb

Mose aber hütete die Schafe Jethros, seines Schwiegervaters, des Priesters in Midian. Und er trieb die Schafe über die Wüste hinaus und kam an den Berg Gottes, den Horeb. (2 Mose 3:1)

Und er stand auf u. aß u. trank, u. er ging in der Kraft dieser Speise 40 Tage u. 40 Nächte lang, bis an den Berg Gottes, den Horeb. Und er ging dort in eine Höhle hinein und blieb dort über Nacht. Und siehe, das Wort des Herrn kam zu ihm, und Er sprach zu ihm: Was willst du hier, Elia? Er sprach: Ich habe heftig geeifert für den Herrn, den Gott der Heerscharen, denn die Kinder Israels haben deinen Bund verlassen und deine Altäre niedergerissen und deine Propheten mit dem Schwert umgebracht, und ich allein bin übrig geblieben; und sie trachten danach, mir das Leben zu nehmen! Er aber sprach: Komm heraus und tritt auf den Berg vor den Herrn! Und siehe, der Herr ging vorüber. (1 Kön 19:8-11) 

Der Berg Horeb wird mehrmals in der Bibel erwähnt. Im ersten Zitat findet Gott Mose beim Schafehüten. Aus dem Schafhirten wird ein Hirte des Volkes Gottes. Eine eher peinliche (wenn auch nachvollziehbare) Episode in Moses Leben – mit einem glorreichen Ausgang, der uns bis heute belehrt, was Gott aus einem alten, zum Schafhirten gewordenen Mörder, noch alles machen kann. Was für eine gewaltige, lebensverändernde Begegnung mit Gott. Die hatte auch der Prophet Elia. Als er sich eigentlich hätte freuen sollen über einen gigantischen Sieg Gottes über die Götzendiener, verfiel er in tiefste Depressionen mit Todessehnsucht. Und dann, am Horeb, begegnet ihm Gott und heilt ihn. Gewaltig! Bewegend!

Lass die heutigen Bergerfahrungen von Personen der Bibel Dich inspirieren, den Gott der Bibel zu suchen. Bereits der Berater des syrischen Königs im AT bezeugte über den Gott Israels:  „Ihr Gott ist ein Gott der Berge!” (1 Könige 20:23)

Unser Gott ist ein Gott, der Berge versetzt, uns auf „Bergen“ oder in Tälern begegnen möchte.
Suche heute Jesus, den Gott der Berge und der Täler!

(Teil 2 morgen)