„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 12. Juli 2011

Zitate zum Thema Leid (Abschluss der Miniserie)

Gottes Erweis von Macht ist nicht Leidvermeidung, sondern in dem allem bewahrt zu bleiben. (unbekannt)

Was Du im Licht als Wahrheit erkannt hast, das zweifle im Dunkeln nicht an. (unbekannt)

Leiden besteht auf Aufmerksamkeit. Gott flüstert zu uns in unseren Freuden. Er redet zu uns in unserem Gewissen, aber Er schreit in unseren Leiden: Sie sind Gottes Megaphon um eine taube Welt zu wecken. * (C.S. Lewis)

Wenn Du leidest, danke Gott. Es ist ein sicheres Zeichen, dass Du lebst. * (Elbert Hubbard)

Selbstmitleid stellt sich ein, wenn Du die Vertrautheit mit Jesus verlierst. * (Stefan Salmonsson)

Die Welt ist voller Leiden. Sie ist auch voll Überwindung von Leiden. * (Helen Keller)

Wenn Du nicht bereit bist, Widerwärtigkeiten zu erdulden, wie willst Du ein Freund Jesu sein? * (Thomas à Kempis)

Du magst nie verstehen, dass JESUS alles ist, was Du brauchst – bis JESUS alles ist, was Du hast! * (Corrie Ten Boom)

Seltsam, wie Menschen, die gemeinsam leiden, inniger verbunden sind als solche, die zufrieden sind.* (Bob Dylan)

Wir müssen durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen. (Paulus)

Jetzt, wo meine Scheune niedergebrannt ist, kann ich den Mond sehen.* (Masahide - japanischer Poet) 

"Gott muss man in gesunden Tagen suchen, weil man in schweren oft nicht findet" (Dietrich Bonhoeffer)

Niemand, der noch nicht in der Dunkelheit gelitten hat, weiß wie herrlich und wohltuend der Morgen ist für Auge und Herz. * (Bram Stoker)

57 der 150 Texte im Buch der Psalmen reden von Kämpfen, Problemen und Negativsituationen. Sie rufen, schreien und flehen um Befreiung.* (Glenn Kaiser)

In der Welt habt Ihr Angst. Aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. (Jesus Christus)

* Eigene Übersetzung

Montag, 11. Juli 2011

Wir brauchen einander im Leid

Vergangenen Freitag und Samstag haben wir an dieser Stelle festgestellt, dass Leiden (um Jesu Willen) unangenehm sind, aber ein gewinnbringendes Ende haben. Für ein gewinnbringendes Ende sind wir schon bereit, einiges in Kauf zu nehmen, auch im Alltag.
  • So nehmen wir den leidigen Zahnarztbesuch in Kauf, um hinterher wieder „kraftvoll zubeißen“ zu können.
  • Wir nehmen den Kredit in Kauf, um endlich die Euro-fressende Rostbeule los zu werden und den Neuwagen fahren zu können.
  • Wir sparen uns monatlich den gemeinsamen Restaurantbesuch ein, um einmal im Jahr zur Erholung in Urlaub fahren zu können.
Auch das Annehmen von Leiden im geistlichen Leben hat ein überaus gewinnbringendes Ende. (Lies die Blogeinträge der letzten drei Tage) Dennoch hat die Bibel recht, wenn sie das Durchqueren von Tälern des Leids als Kampf bezeichnet. Das Überwinden in Leiden kommt nicht automatisch. In 1 Petrus 4:7-11 werden uns wichtige Stützen gegeben, wie wir im Leiden überwinden und ein gewinnbringendes Ende erfahren können.

Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. So seid nun besonnen und nüchtern zum Gebet. Vor allem aber habt innige Liebe untereinander; denn die Liebe wird eine Menge von Sünden zudecken. Seid gegeneinander gastfreundlich ohne Murren! Dient einander, jeder mit der Gnadengabe, die er empfangen hat, als gute Haushalter der mannigfaltigen Gnade Gottes: Wenn jemand redet, so rede er es als Aussprüche Gottes; wenn jemand dient, so tue er es aus der Kraft, die Gott darreicht, damit in allem Gott verherrlicht wird durch Jesus Christus. Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

So zu handeln hilft nicht nur uns selbst, Leiden gewinnbringend und siegreich zu durchstehen. Dadurch helfen wir auch einander, im Leid zu überwinden.

Wenn wir nicht einander lieben, finden wir weder Kraft in der Welt, die uns verspottet, noch in der Gemeinde, die uns nicht liebt. Darum gehen viele in die Welt zurück. Es ist einfacher, den Spott zu umgehen als ohne Liebe zu leben. Darum: Liebt einander!

Gastfreundschaft beinhaltet mehr als eine Tasse Kaffee. Es beinhaltet: füreinander da sein, sich gegenseitig helfen. Finde ich diese Hilfe im Leid nicht bei meinen Geschwistern, wird das Überwinden umso schwerer. Darum: Seid gastfreundlich gegeneinander!

Wenn wir nicht einander dienen, schaden wir der Sache Gottes, der uns gebrauchen möchte. Wir schaden der Gemeinde Gottes, Seinem Leib, an dem JEDES Glied wichtig ist. Und wir schaden den Geschwistern, die im Feuer des Leidens unseren Dienst brauchen. Dienen wir nicht, ist manch einer versucht, sich wieder den Spöttern anzupassen, um das Leiden zu beenden. Darum: Dient einander!

Redet Aussprüche Gottes untereinander. Wer braucht heute einen Ausspruch Gottes (in Person, am Telefon, in einer Email, SMS, Brief ...) um im Leiden standhaft zu bleiben und nicht aufzugeben? Wenn wir scheinbar alleine und ohne Zuspruch sind im Leid, ist die Versuchung weitaus größer, das Leiden zu umgehen oder eigenmächtig abzubrechen, ohne an das gewinnbringende Ende zu denken. Darum: Sprecht Aussprüche Gottes zueinander!

Petrus sagt: Das Ende von Verfolgung und Druck ist in Sicht! Der Segen Gottes ist nahe! Haltet durch – und helft einander, durchzuhalten!

Ein Baum – allein auf weitem Feld im Sturm, ist schwach und gefährdet!
Ein Baum - umgeben von anderen, ist stark und trotzt dem Sturm!

Sonntag, 10. Juli 2011

Auszüge des heutigen Predigttextes (Jesajabuch)

42:1 Siehe, das ist mein Knecht, den ich erhalte, mein Auserwählter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt; er wird das Recht zu den Heiden hinaustragen.
(...)
4 Er wird nicht ermatten und nicht zusammenbrechen, bis er auf Erden das Recht gegründet hat, und die Inseln werden auf seine Lehre warten. 
(...) 
6 Ich, der Herr, habe dich berufen in Gerechtigkeit und ergreife dich bei deiner Hand; und ich will dich behüten und dich zum Bund für das Volk setzen, zum Licht für die Heiden;
(...)
10 Singt dem Herrn ein neues Lied, besingt seinen Ruhm vom Ende der Erde, die ihr das Meer befahrt und alles, was es erfüllt, ihr Inseln und ihre Bewohner!
11 Die Steppe mit ihren Städten soll ihre Stimme erheben, die Dörfer, in denen Kedar wohnt; die Bewohner von Sela sollen frohlocken und von den hohen Bergen herab jauchzen!
12 Sie sollen dem Herrn die Ehre geben und seinen Ruhm auf den Inseln verkündigen! 
51:5 Auf mich werden die Inseln hoffen, und auf meinen Arm werden sie warten.
52:15 Denen nichts von ihm verkündigt worden ist, die sollen sehen, und die nichts gehört haben, sollen verstehen.

Komm, und begegne Gott: 10:30 Uhr – CCFG 
Am hohen Rain 20, 57290 Neunkirchen-Zeppenfeld
Anbetung, Lehre, Gebet, Gemeinschaft, Gottes Gegenwart

Samstag, 9. Juli 2011

Der Kampf des Nachtpfauenauges

Die Larfe des Nachtpfauenauges ist in einem flaschenförmigen Kokon eingesponnen. Um der herrliche Schmetterling zu werden, der er sein soll, muss sich das Insekt durch den engen Flaschenhals des Kokons zwängen. Das ist ein stundenlanger Kampf.
Insektenkundler haben festgestellt, dass der natürliche Druck, dem der Falter ausgesetzt ist, eine lebensspendende Kraft in die Flügel des Insektes hinein massiert.
Nun kommt jemand, der die scheinbar endlosen und unnnötigen Leiden und Kämpfe des Falters verkürzen möchte. „Ich werde dieser leidenden, hilflosen Kreatur helfen“, sagt er sich, holt eine kleine Schere und schneidet die letzten Fäden des seidenen Kokons durch, um dem Falter Schmerzen und Mühe zu ersparen. Was passiert? Das Nachtpfauenauge wird nie nützliche Flügel entwickeln. In der kurzen Zeit, die es überlebt, krabbelt es auf der Erde rum, anstatt sich mit den regenbogenfarbenen Flügeln in die Luft zu erheben.

Not, Leiden und Anfechtungen haben nicht zum Ziel, uns zu zerstören. Sie sind Teil des liebevollen Planes Gottes, uns mehr wie Jesus zu machen, Teil des Lehrplans Gottes für uns. Das geht nicht über Nacht, aber durch Gottes Gnade ist der Triumph groß.

Jemand hat es mit einer Schule verglichen: Die höchste Ausbildungsstätte Gottes ist die Universität der Anfechtungen und Leiden. Alle großen Diener Gottes haben an dieser Universität studiert. Wenn Du ein Werkzeug Gottes bist und einen Dienst hast für Gott, dann wirst Du durch Gottes Schulen gehen. Und viele der wichtigsten Lektionen kommen durch Anfechtungen und Leiden.

Die Frage ist natürlich: Will ich das überhaupt? Oder verzichte ich im Angesicht dieser Schulung lieber darauf, ein brauchbares Werkzeug Gottes zu werden? Nun, wer auf diese Frage antwortet: Lieber nicht Gott dienen und dafür auch nicht leiden, der hat Gott und Sein Werk noch nicht erkannt. Es ist, als spräche das schlüpfende Nachtpfauenauge: „Ich wähle die einfachere Variante, die ohne Leiden.“ Und das Ergebnis dieser Variante ist: ein kurzes, kümmerliches Dasein. Ein gefährliches Dasein. Ein Leben ohne Herrlichkeit, das an der Bestimmung vorbeigeht.

Nein! NIEMALS!

Denn unsre Trübsal, die zeitlich und leicht ist,
schafft eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit.  (2 Korinther 4:17)

Glücklich ist, wer die Bewährungsproben besteht 
und im Glauben festbleibt.
Gott wird ihn mit dem Siegeskranz, dem ewigen Leben, krönen.
Das hat er allen versprochen, die ihn lieben. (Jakobus 1:12)

Freitag, 8. Juli 2011

2x täglich Zähneputzen – 2x jährlich zum Zahnarzt!

Zweimal im Jahr kriege ich die liebevolle Erinnerung meiner Zahnärztin, mal wieder vorbeizukommen. Eigentlich bringt solch ein Besuch beim Zahnarzt für mich immer ein Maß an Leiden mit sich. Obwohl ich weiß, dass solch ein Leiden ein gewinnbringendes Ende hat, versuche ich es zu vermeiden. Einmal im Jahr landet die liebevolle Erinnerung im Papierkorb. Logischerweise vergrößert sich mein Leiden beim nächsten Zahnarztbesuch, der demgemäß nur einmal jährlich stattfindet.

Auch betreffs unseres Glaubens versuchen wir, Leiden zu vermeiden, obwohl wir wissen, dass Leiden (um Jesu Willen) ein gewinnbringendes Ende haben. So heißt es in 1 Petrus 4:1+2:

Weil Christus gelitten hat, sollt auch ihr bereit sein, Leiden auf euch zu nehmen. Denn wenn ihr bereit seid, für Christus zu leiden, habt ihr euch gegen die Sünde entschieden, um die noch verbleibende Zeit im Fleisch nicht mehr den Lüsten der Menschen zu leben, sondern dem Willen Gottes.

Sicher, es ist einfacher, zu schweigen, wo Reden nur Spott einbringen würde; zu Lachen, wo uns Ernsthaftigkeit prüde erscheinen ließe und uns anzupassen, wo Anderssein uns ins Abseits stellen würde. Das fängt bei Kleinigkeiten an, wie die Dankbarkeit vorm Essen im Restaurant.

Petrus’ Aufforderung: Nehmt die Haltung Jesu, im Fleisch zu leiden, als euer Vorbild  scheinen die ersten Christen  wörtlich genommen zu haben. Es wird berichtet, dass es beim 1. Kirchenkonzil 325 n.Chr. in Nizäa weniger als 12 (!) von den 318 Delegierten waren, die NICHT ein Auge oder eine Hand verloren hatten oder hinkten, weil sie um des Glaubens Willen gefoltert worden waren.

Die heute oft gestellte Frage lautet: „Warum sollte ich mir das antun?“  Mindestens zwei Gründe nennt uns Petrus in diesen Versen:
Vs 1: Bereitschaft zu leiden führt dahin, mit der Sünde abzuschließen
Vs 2: Leiden dient der Heiligung und dem Leben im Sieg

Leiden hilft zu Beidem: die sündige Vergangenheit abzuschließen, ebenso wie die Zukunft nach Gottes Willen zu gestalten. Ein Ausleger bemerkt dazu:

Viele von uns verlieren den Kampf gegen die Sünde, weil sie nicht bereit sind, irgendetwas für den Sieg zu opfern. Wir wollen Sieg nur dann, wenn er einfach zu haben ist.

Der Alkoholiker, der bereit ist, um Jesu Willen mit der Sünde zu brechen, verläßt vielleicht seinen Freundeskreis. Seine Freunde spotten, er geht durch Zeiten des Entzugs, der Einsamkeit und Neuorientierung. Aber die Macht der Sünde wird mit Jesu Kraft gebrochen

Jemand, der ständig schlecht über andere redet, leidet vielleicht darunter und entscheidet sich, das Kaffeekränzchen, den Frühschoppen oder ein anderes Treffen nicht mehr zu besuchen. Die anderen spotten. „Du willst wohl besonders heilig sein!“ Spott! Aber er hat abgeschlossen mit der Sünde

Es lohnt sich. Leiden um Jesu Willen hat IMMER ein gewinnbringendes Ende: Sünde verliert – Heiligung siegt!

Donnerstag, 7. Juli 2011

Der leichtsinnige Fisch

Ursprünglich sollte die folgende Geschichte die Dummheit der Verleugnung Gottes demonstrieren. Aber sie eignet sich ebenso, die Dummheit zu demonstrieren, die Sünde als harmlos bezeichnet.

Zwei Fische schwimmen durchs Wasser und sehen einen Wurm. Da sagte ein Fisch zum anderen: "Pass auf! Der Wurm ist an einem Haken aufgespießt." "Na und?" kommt die verwunderte Antwort des Partners. "Der Haken ist an einer Schnur festgemacht." "Mag ja sein," schnippt der andere desinteressiert zurück. "Die Schnur hängt an einer Rute." "Und was noch?" Langsam wird der zweite Fisch genervt. "Die Rute hält ein Mann in der Hand."  "Kann er ja ruhig tun." "Bist Du verrückt?! Wenn einer von uns den Wurm frisst, dann bohrt sich der eiserne Haken in unseren Kopf, wir werden herausgezogen und landen in der Bratpfanne." "Haha!“ lacht der ungläubige Fisch. „Dieses Märchen erzählte schon meine Oma, als ich klein war. Alles Unsinn! Es ist noch keiner von der Pfanne zurückgekommen, um das zu bestätigen. Wenn Du den leckeren Wurm links liegen lässt, dann fresse ich ihn!" Der ungläubige Fisch fraß den Wurm tatsächlich und endete wirklich in der Pfanne. 
Und er behielt Recht: Auch er kam nicht zurück, um das den anderen Fischen zu erzählen..

Lecker sieht sie aus, die Sünde! Süß, schmackhaft, nahrhaft, Hunger-stillend, Freude-bringend, Stärke-vermittelnd. Stimmt eigentlich alles.

Aber halt! Da ist noch noch was! Ach, was soll’s? Kann man ja nicht sehen. Ist vielleicht gar nicht da. Dieser angebliche „Haken an der Sache“. Und die Extremen sagen, der Haken sorge dafür, nicht mehr von der Sache los zu kommen. Andere reden gar davon, dass das Ende „ganz schön heiß“ werde.

Wer sich warnen lässt, bleibt verschont, bleibt frei, bleibt frisch.
Wer sich nicht warnen lässt, „gets hooked“, hängt schnell am Haken, verliert die Freiheit und – wenn er nicht von außerhalb befreit wird – landet an einem quälend heißen Ort.

Jesus macht frei! Er ist hineingetaucht in unsere Welt. Hat uns vom Haken genommen, vor „der Pfanne“ befreit. Dummheit veranlasst uns manchmal, die Gefahr der Sünde zu verharmlosen (obwohl wir den Haken doch geschmeckt hatten, bevor Jesus uns freigemacht hat). Tja, die Dummheit der Fische.

Hängst Du am Haken? Vielleicht, weil Du nur den Wurm sahst und nicht die Falle? Vielleicht weil du dachtest, es gäbe keine Pfanne? Und jetzt merkst und weißt Du, dass es beides gibt?

Oder hängst Du am Haken, weil Du dachtest, Du könntest Dir den Wurm schnappen, ohne die Negativeffekte zu erfahren. Und jetzt weißt Du: das klappt nicht. Wurm und Haken kommen immer im Doppelpack.

Jesus macht frei! Er macht die frei, die noch nie frei waren. Und Er macht die frei, die aus Dummheit mit der Sünde gespielt und wieder in die Falle getappt sind.

Wenn Du den Haken im Maul fühlst, die Macht der Sünde, die Angst vor den Folgen, die Scham über Deine Dummheit, die Traurigkeit, die Warnung missachtet und die Freiheit verloren zu haben – warum sagst Du es nicht Jesus? Er ist hineingetaucht in Deine Welt, um Dich vom Haken zu nehmen und mit hinein zu nehmen in die Freiheit, die Er schenkt.

Galater 5:1: „Für die Freiheit hat Christus uns frei gemacht. Steht nun fest und lasst euch nicht wieder durch ein Joch der Sklaverei belasten!“   JESUS MACHT FREI!

Mittwoch, 6. Juli 2011

Wenn es Gott nicht gäbe …

Darüber musste ich schon oft nachdenken. Wo wäre ich, wenn es Gott nicht geben würde? Was tät ich, wo hinein würde ich mich investieren, wenn es keinen Glauben gäbe?

Wenn es Gott nicht gäbe, wäre alles relativ. Was Martina für richtig hält, hält Martin für falsch. Was für Alexandra Wahrheit ist, ist für Alexander Lüge. Was Paula für wertvoll und ethisch hält, hält Paul für verwerflich. Und alle hätten Recht, denn übergeordnete Massstäbe gäbe es nicht. Bereits der russische Schriftsteller Dostojewski, der im 19 Jahrhundert lebte, schrieb: "Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt."

Wenn es Gott nicht gäbe, wäre alles sinnlos. Warum sollte ich mein Leben lang arbeiten, um dann in der Nichtexistenz zu verschwinden? Warum sollte ich Steuern zahlen, damit es anderen besser geht? Warum sollte ich mich an Menschengesetze halten, die mich einschränken, und den anderen nützen? Warum sollte ich nicht alle Angebote des Lebens genießen, bis dass sie langweilig werden, und dann aussteigen?

Wenn es Gott nicht gäbe, bliebe alles ohne Antwort. Die Antwort auf das „Woher“ wäre absolut unbefriedigend: Zufall steigert nicht gerade unser Selbstwertgefühl. Die Antwort auf das „Wozu“ wäre ebenso unbefriedigend, denn was aus dem Zufall geboren ist, ist zunächst einmal ziellos. Und die Antwort auf das „Wohin“ wäre schlichtweg deprimierend. Vom Nichts zum Nichts ist einfach kein erhebender Gedanke und auch kein motivierender.

Wenn es Gott nicht gäbe, würden die Menschen trotzdem die Bedürfnisse haben, die sie jetzt haben. Allerdings gäbe es vermutlich nur Wenige, die sich bemühen würden, diese Bedürfnisse zu stillen. Warum auch? Menschen mit und ohne Gott haben das Bedürfnis nach Liebe, Angenommensein, Hoffnung, Gesundheit, Verständnis, Treue, Vergebung, Harmonie, Freude, Frieden und dergleichen.

Menschen ohne Gott sind auf der Suche und finden bestenfalls in begrenztem Maße, wonach sie suchen. Menschen mit Gott haben das Potential, die Bedürfnisse ihrer Mitmenschen durch Jesus zu stillen oder sie direkt mit der Quelle, Jesus, bekannt zu machen. Das ist möglich, weil Menschen mit Gott einen übergeordneten, ewigen, Maßstab haben, der von Gott selbst maßgeschneidert wurde. Menschen mit Gott haben kein sinnloses Leben.

Sie kennen ihr WOHER! (Psalm 139:14-16)
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. Es war dir mein Gebein nicht verborgen, / als ich im Verborgenen gemacht wurde, als ich gebildet wurde unten in der Erde. Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war.

Sie kennen ihr WOZU! (Jesaja 43:7; Kolosser 3:23; Epheser 2:10)
einen jeden, der mit meinem Namen genannt ist und den ich zu meiner Ehre geschaffen habe, den ich gebildet und gemacht habe
Und alles, was ihr tut, das tut von Herzen, als für den Herrn und nicht für Menschen,
Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.

Sie kennen ihr WOHIN! (Lukas 23:43)
Und er sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein

Wenn es Gott nicht gäbe, wäre alles sinnlos.
Weil es Gott gibt, gibt es keine Sinnlosigkeit!.

Dienstag, 5. Juli 2011

Was wir vom FDP Chef lernen können

„So, jetzt wird er also auch politisch. Musste ja so kommen!“ So wird der eine oder andere Leser vielleicht bei der heutigen Überschrift denken. Keine Angst! Lest mal getrost weiter.

Kürzlich las ich eine Aussage, die Philipp Rösler in der Zeitschrift Focus gemacht haben soll. Ich finde sie nachdenkenswert, ja ich finde sie hilfreich für einen großen Teil der Christen. Der katholische Vizekanzler sagte: „Ich gehe nicht in die Kirche, um etwas zu bekommen, Ich meine, man kann sich auch an Gott wenden und einfach mal Danke sagen.“  Da hat er Recht.

Viele Probleme in der deutschen, aber nicht nur der deutschen Gemeindelandschaft rühren von einer unbiblischen Konsumeinstellung her. Man sucht sich die Gemeinde, wo man am meisten „rauskriegt“, wo die beste Musik spielt, am lebendigsten gepredigt wird, die nettesten Leute sind, die Kinder abgegeben werden können und ... und ... und. Kurz: die Gemeinde, wo meine Wünsche am ehesten erfüllt und mir am meisten gedient wird. Und das ist unbiblisch.

Andere Probleme in unseren Gemeinden rühren von der Überlegung her: Wieviel Gemeinde „brauche ich“?  „Brauche ich“ die Gemeinschaft nach dem Gottesdienst? „Brauche ich“ die wöchentliche Gebetsstunde? „Brauche ich“ die Bibelstunde, Jugendstunde oder Chorstunde? Wenn es mir gut geht, „brauche ich“ diese Stunden vielleicht nicht. In einer Gemeinde wurde ich vor Jahren beim Besuch einer Stunde unter der Woche von einem Gast gefragt: „Wo sind denn die Leiter? Die brauchen diese Veranstaltung wohl nicht mehr?“ Es war nicht das letzte Mal, dass mir diese Einstellung begegnete: Ich gehe zur Gemeinde, weil ich es „brauche“.

Rösler hat etwas Richtiges erkannt: Gemeinde ist dazu da, um sich mit Gott zu treffen; nicht primär, weil ich es brauche, sondern weil Gott gegenwärtig ist, wo sich zwei oder drei in Seinem Namen versammeln. Man kommt zusammen um IHM zu danken. Man kommt zusammen, um IHM eine Freude zu bereiten, IHN zu ehren, sich mit IHM zu treffen. Zum Anderen kommt man zusammen, um den Geschwistern zu dienen. So sagt es Gottes Wort. Mit offenen Augen und dienstbereitem Herzen in die Gemeinde zu gehen ist im Sinne Jesu. Wem möchte Gott durch mich dienen? Wer braucht ein Wort des Trostes, eine Hilfestellung, ein Gebet, ein Lächeln, eine praktische Handreichung, einen seelsorgerlichen Rat?

Ich meine, dass Rösler in der zitierten Aussage vielen Christen einen Schritt voraus ist. In der Gemeinde geht es zunächst einmal um Gott. Dann geht es um den Dienst am Nächsten – und in dem allen begegnet mir Jesus und ich gehe selbst gestärkt nach Hause.

Gehe ich in die Gemeinde, weil ich es brauche? Nicht immer, aber, um ehrlich zu sein: oft! Aber selbst, wenn es anders wäre: Ich gehe, weil Gott mir dort begegnen möchte und anderen durch mich. Das ist Grund genug!

Und lasst uns unsere Zusammenkünfte nicht versäumen, wie einige es tun, sondern ermutigt und ermahnt einander, besonders jetzt, da der Tag seiner Wiederkehr näher rückt! (Hebräer 10:25)

Und dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat.
(1 Petrus 4:10)

In einem jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller.  
(1 Korinther 12:7)

Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder einen Psalm, hat eine Lehre, hat eine Offenbarung, hat eine Sprachenrede, hat eine Auslegung; alles geschehe zur Erbauung. (1. Korinther 14:26)

Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen. (Apostelgeschichte 2:46)