„Wir können sicher sein, dass niemand jemals in den Himmel kommen und sagen wird: ‚Ich wünschte, ich hätte weniger getan.‘“ (Andrew Knight)

Donnerstag, 4. Juni 2026

... von meinem Notizzettel

Da lag er, der kleine Notizblock, zerknittert und verbeult. Wie lange er schon da lag – ich weiß es nicht. Woher die Notizen kommen, die darauf gekrickelt sind, weiß ich auch nicht. Es muss eine Ewigkeit zurückliegen. Aber was ich da notiert habe – leider, ohne den Redner zu erwähnen – ist es wert, hier festgehalten und kurz kommentiert zu werden. Also: Es folgen einige unzusammenhängende, aber hilfreiche Gedanken zum Thema „Gebet“ mit ein paar weiteren, persönlichen Kurzkommentaren.

Johannes 16:24:
Bis jetzt habt ihr nichts in meinem Namen gebeten; bittet, so werdet ihr empfangen, damit eure Freude völlig wird!

Jesaja 56:7:
... die will ich zu meinem heiligen Berg führen und sie in meinem Bethaus erfreuen; ihre Brandopfer und Schlachtopfer sollen wohlgefällig sein auf meinem Altar; denn mein Haus soll ein Bethaus für alle Völker genannt werden.

Beide Verse sprechen von der Freude des Gebets. Auch wenn das Gebet manchmal unter Tränen geschieht, (z.B. 1 Samuel 1, 2 Könige 20, Psalm 6) so ist doch das Empfangen des Erbetenen eine große Freude. Und viele können bezeugen, wie das Eins-werden im Gebet, das „Gebetstreffen im Haus Gottes“ Mut und Freude bereitet.  Und wenn nicht? Was, wenn Gebet langweilt?

Viele (die meisten?) Christen scheint Gebet zu langweilen. Wenn man die Zeit anschaut, die wir mit unserem himmlischen Vater im Gebet verbringen, lässt das oft den Schluss zu, dass Gebet entweder keine Freude macht oder als überflüssig angesehen wird. Wie kommt’s?

Vielleicht liegt es daran, dass unser ganzer Fokus den Anliegen gilt, für die wir beten. Unsere Gebete sind fokussiert auf die Not der Welt, das Leid der Welt, unsere Sorgen oder auch die Sorgen derer, für die wir beten. Verschiedene Verse helfen uns zu einer anderen Sicht:

Hebräer 4:16:
So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe!

Kolosser 3:1+2:
Wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden seid, so sucht das, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.

Gebet bedeutet, hinzuzutreten ins Allerheiligste – zum Thron der Gnade! Dort finden wir Barmherzigkeit, Gnade und Hilfe, direkt vom allmächtigen Gott, dem wir dort begegnen. Wenn wir beten, suchen wir das, was droben ist. Nämlich? Die Gegenwart Gottes! Christus sitzt zur Rechten des Vaters. Er sitzt „droben“, Ihn suchen wir; Seine Gegenwart, Seine Hilfe, Seinen Frieden. Wenn wir beten, suchen wir Jesus! Die Anliegen, die wir dann vor Ihm ausbreiten, bringen wir Ihm im Glauben, weil wir Ihm begegnet sind.

Auch Jesus belehrt uns in diese Richtung, wenn er über Gebet, Fruchtbringen und die Verherrlichung des himmlischen Vaters lehrt:

Johannes 15:7+8:
Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch zuteil werden. Dadurch wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und meine Jünger werdet.

Gebet – zentriert um das Wort Gottes. Gebet wird erhört und der himmlische Vater wird verherrlicht!

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