Bereits gestern haben wir uns diese Frage gestellt und festgestellt, dass der Wert einer Seele für Gott nicht mit Worten zu beschreiben ist. Jesu Tat am Kreuz zeigt den unermesslichen Wert einer unsterblichen Seele in den Augen Gottes.
Wir hatten uns anschließend gefragt, wie viel Wert eine unsterbliche Seele für uns hat. Die Tatsache, dass noch 3,58 Milliarden Menschen den Heilsweg durch Jesus nicht einmal kennen ist eigentlich Antwort genug. Dass wir es als Christen in über 2000 Jahren nicht geschafft überall Jesus zu bezeugen zeigt, dass wir den Wert einer unsterblichen Seele anders einschätzen als Gott.
Dabei fallen einige Menschen allerdings aus dem Rahmen. James und Marty Hefley schreiben in ihrem Buch „By Their Blood“ über die ersten Missionare, die den Namen Jesu nach Mali bringen wollten. 1876 machten sich drei von ihnen auf, um Timbuktu im Herzen Malis zu erreichen. Nach Jahren fanden Straußenjäger ihre verstümmelten in den nördlich der Stadt.
1890 segelten 9 Missionare der evangelikalen Christian and Missionary Alliance nach Französisch-Sudan, dem heutigen Mali. Sie hofften, die noch unerreichten Stämme im Einzugsgebiet des Niger zu erreichen, der das heutige Mali in zwei Teile teilt. Weiter als bis nach Sierra Leone kamen sie jedoch nicht. Innerhalb von sechs Monaten starben fünf der neun an Tropenkrankheiten. In den folgenden 30 Jahren standen über 30 Gräber von Missionaren als Symbol für diesen mit hohen Opfern erkauften Vorstoß. Heute gibt ca 400.000 Christen in Mali (ca 3,5 %), davon etwa die Hälfte evangelikal.
1956 wurden Jim Elliot und 4 weitere Missionare von Auca Indianern ermordet. Sie wussten, dass ihr Verlangen, ihnen Jesus zu bringen, lebensgefährlich war. Monatelange, akribische Vorbereitung wurden durch ein Missverständnis zunichtegemacht und die 5 Männer gaben dafür ihr Leben. Ihre Frauen führten die Arbeit weiter. Heute ist die Gewalt im Stamm deutlich reduziert, christliche Gemeinden unter lokaler Leitung (Pastoren, Lehrer) sind entstanden, die Bibel in ihre Sprache übersetzt, Alphabetisierungskurse ermöglichen es vielen, erstmals selbst zu lesen.
Im Alter von 26 Jahren wurde der Christ, John Allen Chau, auf einer der indischen Andamaneninseln durch den Pfeilregen der Ureinwohner erschossen. Er starb er bei dem Versuch, dem bisher völlig abgeschotteten Stamm der Sentinelesen das Evangelium zu bringen. Auch er hatte sich vorbereitet und es als Auftrag Gottes verstanden, dem völlig unerreichten Volk Jesus zu verkündigen. Der Kirchenvater Tertullian sagte einmal: „Das Blut der Märtyrer ist der Same der Kirche!“ Möge es sich auch für das Volk der Sentinelesen bewahrheiten!
Wie viel ist eine Seele wert? Für Gott war sie alles wert! Er wurde Mensch, kam, lehrte, wirkte, starb und auferstand! Für Gott sind die Seelen aller Menschen immer noch alles wert. Uns hat Er den Auftrag gegeben, Sein Heil in aller Welt zu verkündigen und dadurch Seelen für Ihn zu gewinnen. Dass das kostet, hat Jesus uns klar gesagt (Johannes 12:24):
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, so bleibt es allein; wenn es aber stirbt, so bringt es viel Frucht.
Damit ist nicht nur das Sterben Jesu gemeint, sondern auch das Sterben Seiner Nachfolger. Nachfolge kostet, denn unsterbliche Seelen sind teuer. Lasst uns unsere Bereitschaft der bedingungslosen Hingabe neu überprüfen und den Fußstapfen Jesu folgen und den Fußstapfen derer, die bereit waren, in die Erde zu fallen und zu sterben. Die unsterblichen Seelen sind es wert!
Denn wir gehören nicht uns selbst, ganz gleich, ob wir leben oder sterben. Wenn wir leben, leben wir, um dem Herrn Freude zu machen, und wenn wir sterben, sterben wir, um beim Herrn zu sein. Ob wir nun leben oder sterben: Wir gehören dem Herrn. (Römer 14:7+8)
Denn für mich ist Christus das Leben, und das Sterben ein Gewinn. (Philipper 1:21)

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