"Lieber Gott, bis jetzt ist der Tag ganz gut gelaufen: Ich habe nicht getratscht, bin nicht aus der Haut gefahren und war nicht gemein. Ich habe mich auch nicht egoistisch oder selbstverliebt verhalten.
Aber in ein paar Minuten, Gott, werde ich aus dem Bett aufstehen, und von da an werde ich jede Hilfe brauchen, die ich bekommen kann.“
Richtig, früh am Morgen, gerade aufgewacht, kann der Tag noch ganz gelungen und friedevoll aussehen. Aber bereits Momente nach dem Aufstehen kann sich das ganz schnell ändern. Eine leere Zahnpasta Tube oder Milchtüte nervt, der Kaffee macht einen hässlichen Fleck auf die Tischdecke oder vielleicht sogar aufs Hemd, jemand im Haus macht eine unpassende Bemerkung oder eine digitale Nachricht ruiniert die Laune. Das kann ganz schnell gehen. Das kann man auch nicht unbedingt alles und immer vermeiden. Allerdings glaube ich, dass man die Reaktionen auf Unliebsamkeiten zu Tagesbeginn sehr wohl (oft) regulieren kann.
In Psalm 5:4 beschreibt David, der Mann nach dem Herzen Gottes, wie er seinen Tag beginnt:Herr, in der Frühe wirst du meine Stimme hören; in der Frühe werde ich dir zu Befehl sein und Ausschau halten.
Scheinbar begann David den Morgen damit, Gott zu loben und seinen Tag vor Gott auszubreiten. Er macht sich innerlich bereit, Gott zu Befehl zu sein, bereit zu sein für das, was Gott für ihn geplant hat.
Es scheint Gott zu Gefallen, in der Frühe des Tages zu Seinen Kindern zu reden. Der Prophet Hesekiel schreibt in Kapitel 12:8:
Aber am Morgen früh erging das Wort des Herrn an mich folgendermaßen ...
Und im Neuen Testament finden wir die gleiche Einstellung. Lukas schreibt in Lukas 21:38:
Und alles Volk kam früh zu ihm in den Tempel, um ihn zu hören.
Von Mose wissen wir, dass sein Gesicht leuchtete, wenn er in Gottes Gegenwart gewesen war. Gut, das Leuchten mag vielleicht nicht die Regel bei uns sein, aber ein Aufenthalt in der Gegenwart Jesu wird sicher auch uns anders in den Tag schicken als ein Sprung in den Tag ohne Begegnung mit Jesus.
Nun, es ist sicher wertvoll und recht, wenn wir ähnlich beten, wie es das Gebet am Anfang zum Ausdruck bringt. Aber lasst uns doch in diese Woche gehen mit mehr als einem Stoßgebet, bevor wir aus dem Bett springen. Lasst uns in die Woche und in jeden neuen Tag gehen mit einer Zeit in der Gegenwart Jesu, Zeit mit Seinem Wort und Gebet. Es wird sicher unsere Tage prägen.

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