Es ist schon interessant, welche Gegenstandslektionen der Herr manchmal benutzt, um uns ins Nachdenken zu bringen. Am vergangenen Sonntagabend war es der Wassereimer, der unter unserer Dusche stand. Der steht immer da, nachdem wir geduscht haben, weil es langsam tropft, wenn der Duschhahn nicht in der perfekten Position steht.
Am Freitagmorgen letzter Woche waren wir 2½ Tage unterwegs und kamen Sonntagabend zurück. Im Bad tropfte es unendlich langsam – aber nicht mehr nur aus dem Duschkopf, sondern auch aus dem Eimer. Der war zum Überlaufen voll. Und genau diese Tatsache wurde mir zur Lektion mit 2 Möglichkeiten.
Möglichkeit #1 illustriert die schleichende Sünde. Satan stellt sich ja nicht sabbernd vor uns mit hochrotem Kopf, gelben Augen und gefährlichen Hörnern und schreit uns an, endlich zu sündigen. Nein! Er kommt zunächst mit den kleinen Versuchungen, wohl dosiert, kaum sichtbar, kaum spürbar; Tropfen für Tropfen. Aber wie heißt es so schön: Steter Tropfen höhlt den Stein. Und so wird unser Herz immer voller mit den Tropfen der Sünde. Unser Gewissen gewöhnt sich immer mehr an die Schmutztropfen, die Satan leise und fast unmerklich in unser Herz hineintropft. Und weil wir es zunächst kaum merken, ist unser Herz irgendwann voll. Dann fließt kein Wohlgeruch mehr aus unserem Leben für unsern Herrn, sondern wir leben und verbreiten Sünde – an die wir uns langsam aber sicher gewöhnt haben. Darum ruft uns Gott im Hohenlied 2:15 zu:
Fangt uns die Füchse, die kleinen Füchse, welche die Weinberge verderben; denn unsere Weinberge stehen in Blüte!
Und Salomo belehrt uns in Prediger 10:1:
Tote Fliegen bewirken, dass das Öl des Salbenbereiters stinkt und verdirbt; ein wenig Torheit wiegt schwerer als Weisheit und Ehre!
So wie die kleinen Füchse und tote Fliegen Unheil anrichten, so füllen kleine Tropfen der Sünde das Herz mit Übel und bringen es zum Überlaufen.
Möglichkeit #2 ist die erbaulichere Illustration: So, wie der stete Wassertropfen den Eimer füllt und zum Überlaufen bringt, so wird die stete Begegnung mit Jesus unser Herz füllen und zum Überlaufen bringen. Auch das mag zunächst kaum möglich scheinen. Die Tropfen der täglichen Nachfolge sind klein und unscheinbar. Aber äußerst effektiv. Gottes Wort lehrt:
(Wohl dem der) ... seine Lust hat am Gesetz des Herrn und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht. (Psalm 1:2)
Betet ohne Unterlass! (1 Thessalonicher 5:17)
Und berauscht euch nicht mit Wein, was Ausschweifung ist, sondern werdet (beständig) voll Geistes. (Epheser 5:18)
Wer das Wasser des Lebens unaufhörlich in sein Leben tropfen lässt, dessen Herz wird erfüllt werden mit der Gegenwart Gottes, genug für das eigene Leben und genug, davon weiterzugeben.
Interessante Illustrationen, die der Herr manchmal für uns einsetzt. In diesem Fall bevorzuge ich Möglichkeit #2. Ich möchte keine Tropfen der Sünde in meinem Leben dulden. Vielmehr das Wasser des Lebens – zur eigenen Sättigung und zum Weitergeben an Durstige!
Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen. (Johannes 7:38)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Kommentare, die nur Werbung zum Inhalt haben oder zu Werbezwecken verlinkt sind, werden gelöscht!
Sie haben die Möglichkeit, anonym zu kommentieren. Dann wird Ihr Name nicht unter Ihrem Kommntar erscheinen. Mit dem Absenden Ihres Kommentars wird Ihre IP-Adresse allerdings im Zusammenhang mit Ihrem Kommentar gespeichert. Natürlich werden keinerlei Daten veröffentlicht oder weitergegeben, es sei denn, Sie treffen diese Wahl selbst, indem Sie nicht anonym kommentieren.