In einer Zeitschrift las ich das Zeugnis eines Gefängnisinsassen.
Lebenslang hatte man ihm gegeben. Als "schrecklich" bezeichnete er das
Gefängnis, in dem er untergebracht war. Viele Jahre plante und bereitete
er sich auf seine Flucht vor und die Zeit kam, in der der Ausbruch
stattfinden sollte. Alles war fast bereit, als er an einem Sonntag aus
der Nachbarzelle ein christliches Radioprogramm hörte, das ihn im
Tiefsten aufwühlte. Erinnerungen an seine Mutter und sein Zuhause wurden
wach. Ihm wurde deutlich, wie weit er sich von den Lehren seiner Mutter
entfernt hatte. Er erinnerte sich an die Gemeinde, die sie damals
besucht hatten und alte Predigten erwachten in seinem Geist. Als ein
Lied gesungen wurde, das einlud, zu Jesus zu kommen, kniete sich der
Mann in seiner Zelle hin und bekannte Gott unter Tränen seine Schuld.
Sein Leben wurde verändert. Neues Leben wurde geschenkt.
Der Same des Wortes Gottes ist ausgestreut. Durch Fürbitte und Liebe ist die Saat begossen worden. Auch wenn man lange nichts (mehr) sieht, es ist vorhanden. - Das Zeugnis des Gefängnisinsassen hat mir Mut gemacht, dass Gott selbst nach vielen Jahren die Saat aufgehen lassen - und Frucht wirken kann. Paulus schreibt in 1 Korinther 15:58:
"Darum, meine geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich, nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist im Herrn!"
Auch wenn es nicht immer nach Frucht aussieht, lasst uns unermüdlich die Saat aussäen, damit Gottes Geist etwas hat, woran Er unsere Lieben erinnern kann, auch, wenn sie sich von Ihm entfernt haben.

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