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Dienstag, 20. März 2018

Unerhörtes Gebet (2)

Noch einmal einige Gedanken aus Jerry Sittser’s Buch: „Wenn Gott dein Gebet nicht erhört“. In den folgenden Abschnitten beeindruckt besonders der kulturelle Einfluss auf unser Denken und unser Beten.

„In manchen schwachen Momenten - und davon gab es viele – habe ich entsprechend der privilegierten westlichen Kultur gebetet und nicht gemäß Gottes Willen. Ich habe um beruflichen Erfolg, ausgezeichnete Gesundheit, sichere Ferien und ein glückliches Heim gebetet. Einmal betete ich, dass Gott meinen Sohn motivieren solle, fleißiger zu studieren, damit er die High School mit einem Durchschnitt von 1.0 abschließen würde. Einmal betete ich für eine Rolle für meine Tochter in einem Theaterstück.
Mir fällt auf, wie egoistisch meine Gebete waren und immer noch sind. Vielleicht bete ich so, weil die Kultur, in der ich lebe, diese Wünsche in mir geweckt und versprochen hat, natürlich mit Gottes Hilfe, sie zu erfüllen. Sind meine – sind unsere – Gebete zu weltlich geworden? Die Geschichte selbst scheint gegen uns auszusagen" (S 183) (…)

Die Heiligen in der Wüste aßen spartanisch, fasteten und beteten, pflegten ihre Hingabe an Gott und pflegten die Armen. Ein Mann, John Cassian, war so fasziniert von der Bewegung, dass er in die Wüste reiste und unter diesen Wüstenheiligen drei Jahre lang lebte. Besonders war er von ihren Gebeten beeindruckt. Er beobachtete, wie sie beteten und kommentierte: ‚[Ihr Gebet] enthält keine Forderungen nach Reichtum, keinen Gedanken der Ehre, keine Bitte um Macht, keine Frage nach Gesundheit oder langem Leben. Der Autor der Ewigkeit hätte nicht gewollt, dass wir ihn um flüchtige, armselige und vergängliche Dinge bitten.’ Wir sollten, wie Cassian es sagte, um Befreiung von unseren egoistischen Interessen beten und nicht darum, dass sie erfüllt werden. (S 185) (…)

Die Märtyrer beteten um Erlösung. Manchmal wurden ihre Gebete erhört; meistens aber nicht. In beiden Fällen beten sie jedoch für etwas, das für sie wichtiger war als Erlösung. Sie beteten darum, dass sie Gott treu bleiben könnten und er ihnen Kraft geben würde, wenn sie mit Folter und Hinrichtung konfrontiert würden, dass Gott durch ihren Tod verherrlicht werden und ihr Martyrium andere zu Christus bringen würde.
Drittens scheinen Christen aus früheren Zeiten in die Souveränität Gottes mehr Vertrauen gehabt zu haben als wir heutzutage. Sie konnten sich viel weniger vorstellen, was diese Welt zu bieten hat, hatten aber eine viel größere Hoffnung auf das Leben im Himmel. Sie hielten das Leben auf der Erde nicht für wertlos – auch sie heirateten und zogen Kinder groß, arbeiteten und spielten. Sie glaubten, dass das Leben mit seinen schönsten Momenten nur ein Wink des Himmels ist, wie eine Vorspeise zu Beginn eines luxuriösen Essens. Egal, wie schlecht ihr Leben auf der Erde sein mochte, vertrauten sie darauf, dass Gott sie auf den Himmel vorbereitete. (…) Wenn sie um Erlösung beteten und Gott nicht darauf antwortete, beteten sie im Vertrauen auf Gott weiter, dass er gemäß seinem Plan und zu seiner Zeit handeln würde, und nicht nach ihrem. Unbeantwortete Gebete erzeugten keine Krise, so wie es heute oft geschieht. (S 186/187)

Soweit die heutigen Auszüge aus Sittsers Buch, das leider nur noch antiquarisch zu finden ist. Wie sehr unsere Kultur uns und unsere Gebete prägt, zeigen diese Zeilen. Ebenso, wie sehr der Mensch meint, Gottes Willen zu kennen – und wie sehr er sich irren kann. Gottes Wille ist nicht zwangsläufig immer unser Wohlergehen, unsere Gesundheit, unser Erfolg oder unser Recht. Gottes Wille ist Seine Verherrlichung und der Bau seines Reiches.

„Herr, lehre uns beten!“

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