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Montag, 19. März 2018

Unerhörtes Gebet (1)*

Wer keine Gebete hat, die er als „nicht erhört“ bezeichnen muss, der betet nicht. Wer unter nicht erhörtem Gebet nicht leidet, dessen Gebet war vermutlich nicht wirklich wichtig. Wer seine Anliegen nicht mit Bitten (gemeint ist ernstliches Gebet wie in Jakobus 5:17**) und Flehen vor Gott bringt, muss sich nicht über unerhörtes Gebet wundern. Aber was ist mit den Gebeten, die wir in und aus unseren Herzen zu Gott schreien, verzweifelt, panisch ... und die den Thron Gottes scheinbar nicht erreichen?

In seinem Buch berichtet Jerry Sittser von den Kämpfen des Reformators, Martin Luther. Luthers 13jährige Tochter war schwer krank und Luther betete um ihre Genesung. Aber seiner Tochter ging es immer schlechter. Luther wusste nicht mehr, wie er beten sollte. Er wusste, was er wollte und von Gott erbat, aber er war sich unsicher, was Gott wollte. Seine Hoffnung und sein Verlangen sagten ihm, dass seine Wünsche und Gottes Willen doch übereinstimmen müssten. Aber er rang sich durch zu dem Gebet: „Ich liebe sie wirklich, aber wenn es dein Wille ist, lieber Gott, sie uns zu nehmen, dann wäre ich froh, wenn ich wüsste, dass sie bei dir ist.

Luthers Herz litt Qualen. Sittser schreibt: „Was er als irdischer Vater wollte, trübte sein Verständnis vom Willen seines himmlischen Vaters.“ Kurz bevor seine Tochter starb, weinte und betete Luther auf seinen Knien um ihre Heilung, wenn es sein Wille sei. Kurze Zeit später starb sie in seinen Armen.

Sittser spricht dann vom offenbarten Willen Gottes und vom verborgenen Willen Gottes. Ersteres sind die Aussagen, die glasklar und unmissverständlich sind. Das zweite sind die Anliegen, mit denen wir ringen, ohne Gottes Weisheit und Willen zu kennen. Und der Autor schreibt aus eigener Erfahrung. Er hat seine Mutter, seine Frau und seine Tochter in einem Autounfall verloren. Im Rückblick nach vielen Jahren schreibt er darüber: „Auch wenn das Leid groß´war, war das Ergebnis gut. (...) Im Wesentlichen gebrauchte Gott das Leid, um uns umzugestalten und nicht nur uns, sondern auch tausend andere Menschen. Ich bin mir ganz sicher, dass Gott den Unfall benutzt hat, um mein Leben zu ändern.

Sittser Buch gibt keine endgültige Antwort im Sinne von „Erstens ... Zweitens ... Drittens ...“ auf die Frage unbeantworteter Gebete. Aber es hilft in vielfältiger Weise, Gottes Güte und Weisheit zu vertrauen, auch wenn unsere Gebete scheinbar nicht oder noch nicht erhört werden. Es zeigt auf, dass wir nicht alleine sind, sondern alle in einem Boot sitzen und alle diese Erfahrungen machen. Es zeigt aber auch auf, dass unser himmlischer Vater der Steuermann ist, der den besten Weg kennt. Ein himmlischer Vater, der für uns ist, nicht gegen uns, der uns liebt und nichts lieber tut, als uns zu segnen. Und das auch dann, wenn unsere Vorschläge, wie Er uns segnen kann und soll, nicht immer mit Seinem perfekten Willen übereinstimen.

Sadrach, Mesach und Abednego antworteten und sprachen zum König: Nebukadnezar, wir haben es nicht nötig, dir darauf ein Wort zu erwidern. Wenn es so sein soll — unser Gott, dem wir dienen, kann uns aus dem glühenden Feuerofen erretten, und er wird uns bestimmt aus deiner Hand erretten, o König! Und auch wenn es nicht so sein soll, so wisse, o König, dass wir deinen Göttern nicht dienen und auch das goldene Bild nicht anbeten werden, das du aufgestellt hast! (Daniel 3:16-18)

Gott kann! Und Gott wird! Nicht immer so, wie wir es uns wünschen und erbitten – aber immer so, wie es am Besten ist. Die Bewahrung IM Feuer war sicher nicht das erste Anliegen der drei Männer, sondern die Bewahrung VOR dem Feuer. Gott erhörte – aber anders. Besser!

* inspiriert durch das Buch von Jerry Sittser: „Wenn Gott dein Gebet nicht erhört“

** Jakobus 5:17:
Elias war ein Mensch
von gleichen Gemütsbewegungen wie wir;
und er betete ernstlich, daß es nicht regnen möge,
und es regnete nicht auf der Erde drei Jahre und sechs Monate.

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