Immer wieder lesen wir in der Bibel von Ehepaaren. Viele treten
als Ehepaare gar nicht so in Erscheinung. So wissen wir, dass Mose mit Zippora
verheiratet war. Aber Zippora wird im Vergleich zu Mose kaum erwähnt. Auch
Jesaja war verheiratet, aber wer kennt schon den Namen seiner Frau. Auch von
Petrus wissen wir, dass er verheiratet war.
Anders ist es mit Ehepaaren wie Adam und Eva. Die kennt jeder – sogar
solche, die nicht an die Schöpfung glauben. Abraham und Sara, Jakob und Leah ...
oder Rahel :-/ , Ruth und Boas oder
Josef und Maria – das sind schon Ehepaare, die gemeinsam mehr in Erscheinung
treten.
In der Apostelgeschichte werden zwei Paare genannt, die kaum
unterschiedlicher hätten sein können. Von einem Paar lesen wir in Apostelgeschichte
5, von dem anderen in Kapitel 18.
Ananias und Saphira gehörten zur Urgemeinde in Jerusalem. Sie glaubten an
Jesus, hielten sich zu Seiner Gemeinde und wollten Ihm (vermutlich auch)
dienen. Damals verkauften viele Gläubige ihre Ländereien, um mit dem Erlös den
Armen zu helfen und Gottes Reich zu bauen. Das war völlig ungezwungen und
freiwillig. Auch Ananias und seine Frau verkauften ein Stück Land. Allerdings
heuchelten sie vor der Gemeinde, um besser da zu stehen. Vom Erlös ihres
Verkaufs nahmen sie für sich und legten es beiseite, taten vor der Gemeinde
aber so, als würden sie den gesamten Erlös spenden. Das war nicht nur Heuchelei
und Betrug gegenüber den Geschwistern, sondern auch gegenüber Gott. Tragisch
ihr Handeln, tragisch ihr Ende, tragisch, was sie (auch uns bis heute) als Erbe hinterlassen haben.
Aquila und Priscilla gehörten auch zu den ersten Christen. Über ihr Leben
wird nur berichtet, dass sie ständig für Gott unterwegs waren, ständig ein
offenes Haus hatten, die Verbreitung des Evangeliums förderten, sich Zeit
nahmen, andere im Glauben voran zu bringen und sogar einmal ihr Leben für
Paulus aufs Spiel setzten. Gesegnet ihr Handeln, gesegnet die Frucht ihres
Dienstes und gesegnet ihr Erbe, das sie (auch uns bis heute) hinterlassen haben.
Über diese 2 Ehepaare schreibt der Prediger Spurgeon:
"Wenn zwei liebevolle Herzen
zusammen ziehen, bewirken sie Wunder. Wie unterschiedlich empfinden wir,
wenn wir die Namen „Aquila und Priscilla“ hören und andererseits die Namen
„Ananias und Sapphira“, den heuchelnden Ehemann und seine Frau. Priscilla
und Aquila vereinen sich hingegen als Frau und Mann in aufrichtiger
Hingabe." (Spurgeon)
So wie Annanias
und Saphira – auch Aquila und Priscilla – bis heute eine Spur hinterlassen,
die warnt oder anspornt, so hinterlassen christliche Ehepaare eine Spur, die
warnt oder anspornt. Ich glaube fest, dass Aquila und Priscilla an ihrer Ehe
gearbeitet haben. Sicher nicht durch Eheseminare oder Ehetherapie (wobei beides
nicht verwerflich sein muss). Aber wer so gemeinsam dem Herrn dient, dessen Leben
zeichnet sich meist auch aus durch gemeinsames Gebet, Kommunikation,
Wertschätzung und gegenseitige Achtung. Auch das fällt unter „an einer Ehe
arbeiten“.
Nun lesen ja auch
viele Unverheiratete diese Zeilen. Uns allen gilt – verheiratet oder nicht: Wir
lassen eine Spur zurück. Wir verbinden uns mit anderen – und entweder dienen
wir dem Herrn oder uns selbst.
Die Zeit ist kurz, o Mensch, sei weise und
wuchre mit dem Augenblick;
Nur einmal machst du diese Reise, laß eine gute Spur zurück!
(Bernhard Harder; 1832-1884)
Nur einmal machst du diese Reise, laß eine gute Spur zurück!
(Bernhard Harder; 1832-1884)
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